World War 3
Potenzial:
Eure Wertung:
VN:F [1.9.22_1171]

World War 3

Battlefield Konkurrenz?

Als quasi Veteran der Battlefield-Reihe habe ich mich sehr auf World War 3 gefreut. Der First-Person-Shooter im Stil von Battlefield 3 bzw. 4 setzt im Gegensatz zu aktuellen Teilen der Reihe auf ein modernes Szenario und will mit Realismus, Fahrzeugen wie Panzern und fast unendlichen Anpassungsmöglichkeiten bei den Waffen überzeugen.

Nachdem der Release aufgrund von Server- und Performance-Problemen holprig verlief, wurde mittlerweile viel nachgebessert. Zwar sind die Spielerzahlen alles andere als überragend aber so viel vorweg – man findet immer ein paar Mitspieler und die Runden machen wirklich viel Spaß. In meinem Review möchte ich jetzt klären, ob und für wen sich der Kauf lohnt.

 

Kein Freund der vielen Worte? Direkt zum Fazit springen: Klick mich!

 


 

WICHTIG! Bitte beachte, dass es sich bei dem folgenden Testbericht um eine Early Access Version handelt. Unsere Wertung ist noch nicht endgültig und kann sich im Laufe der Entwicklung des Spiels ändern. Dieses Review bietet dir einen ersten Einblick in die zum Zeitpunkt des Tests aktuelle Version des Spiels (die getestete Spielversion kann in der oberen Box entnommen werden). Alle Informationen zu unserem Bewertungssystem findest du hier.

 


 

– Präsentation –

Optisch sieht World War 3 wirklich gut aus. Natürlich hält es nicht mit der Grafik eines aktuellen Battlefield 5 inklusive Raytracing mit, jedoch sind die Waffen, Charaktere und auch Karten sehr detailliert gestaltet. Texturen sind knackig scharf und Explosionen sehen großartig aus. Gerade als Early-Access-Titel kann das Spiel hier rein von der Optik absolut überzeugen.

Ebenso weiß das Spiel beim Sound zu begeistern, je nach Waffe, Munitionsart, montierter Mündung und Umgebung hören sich die Schüsse anders an. Die gesamte Geräuschkulisse passt einfach, so sind Gegner über die Richtung der Schritte und Schüsse gut lokalisierbar und auch die Fahrzeuge, insbesondere die Panzer, hören sich authentisch an.

WW3-5

Bei der Performance gibt es leider immer noch größere Probleme. Oft habe ich zu Beginn der Runde starke Ruckler und Frame-Drops, teilweise sogar Standbild. Aber auch während der Runde trat dies Gelegentlich auf. Und alles trotz aktueller Top-Hardware und Installation auf der SSD. Hier muss dringendst nachgebessert werden, so etwas darf in einem Shooter auf keinen Fall passieren!

 

– Gameplay –

Bevor wir uns nun ins Gefecht stürzen, wird die Seite gewählt, auf der wir Kämpfen wollen. Etwas klischeehaft stehen hier die Ost- und West-Fraktion zur Auswahl. Zusätzlich können unzählige Modifikationen an unserem Soldaten, den Klassen und Waffen vorgenommen werden, sowohl kosmetisch als auch mit Einfluss auf das Gameplay.

Ist das erledigt, kann es auch schon los gehen. Derzeit kann aus 4 verschiedenen Schauplätzen gewählt werden, alle mehr oder weniger realistisch dargestellt – Berlin, Warschau, Smolensk und Moskau. Dort gibt es auch noch einmal die Unterscheidung in die zwei aktuell spielbaren Modi, Warzone und Team Deathmatch.

WW3-1

Das wichtigste zum Start jeder Runde ist die Auswahl des Loadouts, welches wir nach unseren Wünschen anpassen können. Je nach Gewicht der angelegten Panzerung und der Waffen werden diese in Leicht, Mittel und Schwer unterteilt, was sich beispielsweise auf unsere Beweglichkeit oder das Lauftempo auswirkt.

Die Ausrüstung an sich kann aber nur im Hauptmenü außerhalb der Runde angepasst werden, im Spiel an sich besteht nur die Auswahl zwischen der Art der Granate und dem Equipment, beispielsweise Erste-Hilfe-Tasche, Munitionspacks, schneller Gesundheits-Spritze oder einer kleinen Aufklärungsdrohne.

Im Warzone-Modus spielen wir in Teams mit bis zu 32 Spielern und versuchen Punkte auf der Karte einzunehmen und zu halten. Dazu wählt jeder Spieler zu Beginn der Runde eine Rolle als Angreifer oder Verteidiger. Je mehr Gebiete ein Team hält, umso mehr Punkte verdient es. Nach Erreichen einer maximalen Punktzahl oder Ablaufen der Zeit gewinnt das Team mit den meisten Punkten.

Dieser Spielmodus ist stark an Battlefield angelehnt, da hier auf recht großen Karten mit vielen Spielern und Fahrzeugen wie Panzern gespielt wird. Taktisches Vorgehen im Squad ist hier aber ein Muss, gerade bei der Eroberung feindlicher Punkte, ohne den gewissen Grad an Teamplay funktioniert sonst nichts.

WW3-2

Im Team-Deathmatch startet man in kleineren Teams auf engeren Maps ohne Fahrzeuge. Hier werden keine Punkte eingenommen, sondern lediglich die Kills gezählt. Das Team, welches mehr Abschüsse hat bzw. eine vorgegebene Anzahl an Abschüssen erreicht, gewinnt. Der Fokus liegt hier auf schnellem, actionreichem Gameplay wie man es vornehmlich aus Call of Duty kennt.

Wie bereits erwähnt spielt das Teamplay in jeder Runde eine wichtige Rolle, denn World War 3 legt einen großen Wert auf Realismus. So ist bei jeder Granate, die geworfen wird und jedem Schuss eine gewisse Absprache nötig. Warum? Es gibt Team-Damage, das heißt auch Teammitglieder können verletzt oder gar getötet werden.

Da die Teams immer in einzelne Squads unterteilt werden, gibt hier der Leader Anweisungen und der Rest des Squads folgt, um ein taktisches Vorgehen zu vereinfachen. Zumindest so in der Theorie, wie die Praxis aussieht kann sich jedoch jeder denken, der schon einmal einen Online-Shooter mit ähnlicher Technik gespielt hat.

Für jeden Kill, jede abgefeuerte Kugel und jede Versorgung der Teammitglieder verdient der Spieler eine gewisse Zahl an Kampfpunkten, diese können dann für sogenannte Sonderangriffe eingesetzt werden. Dabei ruft man je nach Ausrüstung beispielweise Aufklärungsdrohnen, einen Artillerieschlag oder Luftangriff auf eine bestimmte Position auf dem Schlachtfeld.

WW3-4

Nach jeder Partie gibt es noch die Zusammenfassung, welcher Squad die meisten Punkte erzielt hat und es werden für die persönliche Leistung In-Game Credits, Nachschub- und Erfahrungspunkte verteilt. Das Spielerlevel ist dabei bisher aber ohne Einfluss auf das Gameplay, alle Waffen und Gegenstände sind freigeschaltet und müssen nur noch mit Credits gekauft werden.

 


 

– Besonderheiten –

Die Auswahl an Waffen und Modifiaktionen ist bereits jetzt riesig. Bei den Waffen kann von allerhand Handfeuerwaffen, Shotguns, Maschinenpistolen und -gewehren, Scharfschützengewehren oder Raketenwerfern gewählt werden. Hierbei sind alle Waffen originalen Vorbildern nachempfunden oder etwas angepasst, um dem leicht futuristischen Setting zu entsprechen.

Dabei kann fast jede Waffe bis ins kleinste Detail modifiziert werden, das reicht von der Art des Griffes, der Lauflänge, dem Visier über Dinge wie Aussehen des Magazins bis hin zu der Farbe der einzelnen Komponenten. Hier lässt der Entwickler viel Spielraum, wobei nur gewisse Modifikationen das Handling beeinflussen, beispielsweise die Lauflänge, der Handgriff oder die Magazingröße.

WW3-3

Die Kriegskarte stellt im Hauptmenü den Fortschritt des Konflikts der Ost- gegen West-Fraktion dar. Jeder Kill, jeder eroberte Punkt und jede abgegebene Kugel haben Einfluss auf dessen Verlauf. In regelmäßigen Abständen wird die Kriegskarte auch zurückgesetzt, das Team was gewinnt bekommt dafür in der nächsten Phase einen Vorteil.

Wie bereits erwähnt erhält man am Ende jeder Runde Nachschubpunkte, diese können auf den verschiedenen Standorten der Kriegskarte verteile werden. Die Fraktion mit mehr Nachschub an einem Ort erhält einen spezifischen Vorteil, beispielsweise eine erhöhte Munitionskapazität.

 


 

– Support –

Der Support für World War 3 ist bisher einwandfrei. Im Abstand von einigen Wochen kommen regelmäßig kleinere oder größerer Updates, welche vor allem an Performance und Fehlern schrauben. Zusätzlich informiert der Entwickler wöchentlich über aktuelle Entwicklungen und die weiter Vorgehensweise in der Early Access Phase.

 

– Fazit –

World War 3 macht wie zu Anfang erwähnt schon wirklich viel Spaß. Dabei ist auch die Grafik und der inhaltliche Umfang für einen Early Access Titel wirklich solide, auch wenn die ein oder andere Karte mehr nicht schaden würde. Doch derzeit sollte der Entwickler das Hauptaugenmerk auf die Performance legen – denn dort gibt es massive Probleme. Gerade in einem Spiel dieses Genres sind so heftige Ruckler fast ein K.O.-Kriterium, auch wenn sie nicht in jeder Runde auftreten.

Wusstest du schon, dass du das Spiel ebenfalls bewerten kannst? Dazu einfach oben in der Review auf die Sterne unter „Eure Wertung„ klicken. Wahnsinn!

Ein weiteres aktuelles Problem ist wie bei vielen Multiplayer-Spielen im Early-Access die Playerbase. Oft sind nur knapp 500 Spieler online, man findet zwar Mitspieler aber eine volle Karte ist selten. Dennoch würde ich das Spiel allen Spielern empfehlen, welche Lust auf ein Game im Stil von Battlefield 3 oder 4 haben, die Performance-Probleme in Kauf nehmen und mit dem Geld wirklich die weitere Entwicklung unterstützen wollen – der Preis von 25 Euro ist für meine Begriffe nämlich einfach etwas zu hoch. Daher gebe ich auch solide 3.5 Sterne. Wenn an der Performance nachgebessert wurde, sind auch definitiv mehr drin.

 


 

 


 

Johnny

Über Johnny

Angefangen mit dem damals schon in die Jahre gekommenen Sega Mega Drive und meinem Helden der Kindheit - Sonic, habe ich mich über die Jahre zum reinen PC-Spieler entwickelt. Dort spiele ich hauptsächlich Shooter, RPG´s, Strategiespiele aber auch Simulationen verschiedenster Art. Dennoch kann ich mich für fast jedes Game begeistern, vor allem wenn dieses im Weltall oder der Zukunft spielt. Doch ich interessiere mich nicht nur für Gaming sondern auch für Hardware und schraube genauso gerne am eigenen PC.

Was sagst Du dazu?