Volcanoids
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Volcanoids

Lavahöhlen und Steampunk-Bohrschiffe

Riesige Bohrschiffe, Roboter und brodelnde Lavahöhlen – so lässt sich Volcanoids kurz und knapp beschreiben. In dem First-Person Survival-Crafting-Game übernehmen wir die Rolle des Kapitäns eines Bohrschiffs und erkunden mit diesem die Insel sowie deren Untergrund.

Volcanoids versucht mit einigen neuen Ansätzen in der Masse der Survival-Crafting Spiele auf Steam hervorzustechen. Doch gelingt das auch, und lohnt sich der Kauf zum aktuellen Zeitpunkt? Genau diese Frage möchte ich jetzt in meinem Review klären.

 

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WICHTIG! Bitte beachte, dass es sich bei dem folgenden Testbericht um eine Early Access Version handelt. Unsere Wertung ist noch nicht endgültig und kann sich im Laufe der Entwicklung des Spiels ändern. Dieses Review bietet dir einen ersten Einblick in die zum Zeitpunkt des Tests aktuelle Version des Spiels (die getestete Spielversion kann in der oberen Box entnommen werden). Alle Informationen zu unserem Bewertungssystem findest du hier.

 


 

– Präsentation –

Optisch ist Volcanoids auf den ersten Blick wirklich schön. Doch beim genaueren Hinsehen fällt auf – viele Texturen wirken matschig und verwaschen, trotz höchster Grafikeinstellungen. Das macht sich vor allem im Bohrschiff bemerkbar, wenn wir uns beispielsweise Wänden und anderen Gegenständen nähern.

Sowohl Waffen, Gegner oder das Equipment sind dabei recht einfach gehalten. Das alles ändert aber nichts daran, dass das Spiel es schafft, vor allem in den lavagefüllten Höhlen oder nach den Vulkanausbrüchen, eine großartige Atmosphäre zu erzeugen.

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Der Sound ist simpel, aber erfüllt seinen Zweck. Mehr Variation bei beispielsweise Schüssen aus verschiedenen Waffen wäre wünschenswert, um nur einen konkreten Punkt zu nennen. Die musikalische Untermalung der Menüs ist hierbei wie immer Geschmackssache.

Bei der Performance gibt es derzeit deutliche Probleme. Viele heftige Ruckler, einige Abstürze sowie der ein oder andere Bug kamen während meiner Spielzeit zusammen. Am ärgerlichsten ist aber aktuell, dass nach fast jedem größeren Update die alten Spielstände nicht mehr kompatibel sind, so dass ich bereits mehrfach gezwungen war, von vorne anzufangen.

 

– Gameplay –

Vor dem Start in ein neues Spiel muss lediglich die Schwierigkeitsstufe gewählt werden, dann kann es auch schon losgehen. Zu Beginn erwartet uns der Kapitän in seinem U-Boot. Dort werden in einem ersten, kurzen Tutorial die Grundlagen des Spiels vermittelt, mit dem Ziel das kaputte Bohrschiff für uns wieder flott zu machen.

Ist das Tutorial geschafft und das Bohrschiff soweit fahrbereit, können wir loslegen. Das Ziel des Spiels zum aktuellen Zeitpunkt ist noch ziemlich einfach gehalten – unsere geliebte Heimat, die Insel, auf der wir uns befinden, erkunden und dem Ursprung der verheerenden Vulkanausbrüche auf den Grund gehen.

Diese, durch Roboter verursachte Eruptionen, treten immer wieder in Abstand von mehreren Minuten auf und löschen sämtliches organisches Leben auf der Oberfläche aus. Aber um die Roboter, die den Vulkan als Energiequelle entdeckt haben, zu bekämpfen und die Heimat zurück zu erobern, muss die mobile Basis, das Bohrschiff, vergrößert und verbessert werden.

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Das eben erwähnte Bohrschiff ist dabei das zentrale Spielelement, egal ob es um Produktion, Forschung oder Kampf geht. Doch eins nach dem anderen. Das Bohrschiff dient hauptsächlich zur Fortbewegung auf der Insel, sei es ober- oder unterirdisch sowie als Schutz vor den immer wiederkehrenden Vulkanausbrüchen.

Hierbei kann dieses aber leider nicht vom Spieler direkt gesteuert werden, sondern dient mehr als eine Art Schnellreisemittel zwischen vorgegebenen Landeplätzen. Mit Hilfe der Karte im Inneren kann so ein Punkt gewählt, dann ein Hebel gezogen werden und das Bohrschiff fährt diesen automatisch an.

Das volle Potential wird aber erst an der Oberfläche entfaltet. Unter der Erde sind wir zwar geschützt vor Vulkan und Feinden, aber können weder produzieren oder forschen, dazu muss sich das Schiff an der Oberfläche befinden. Dort werden nämlich die verbauten Module, sei es für Produktion oder Verteidigung, ausgefahren und können arbeiten.

Voraussetzung für das Funktionieren aller anderen Module ist die Stromerzeugung. Diese wird, wie sollte es anders sein, mit Kohlekraftwerken am Schiff realisiert. Eine Anzeige im Inneren informiert über den aktuellen Stromverbrauch und Ladestatus der Schiffsbatterie, mehr aktive Module verbrauchen dabei logischerweise mehr Strom.

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Alle Rohstoffe für Energieerzeugung und Produktion können auf der Insel gesammelt werden. Ausgerüstet mit Spitzhacke suchen wir Kohle, Kupfer, Schwefel und Co., welche im Anschluss in das Lager unseres Schiffs befördert werden. Von dort aus können diese dann weiterverarbeitet werden, beispielsweise zu Waffen oder diversen Modulen sowie Upgrades für das Schiff.

Dabei ist gerade zu Beginn wichtig, genug Geschütztürme zu installieren, da sonst möglicherweise das Bohrschiff von den feindlichen Robotern überfallen oder gar zerstört wird, während wir uns unbekümmert auf Entdeckungstour befinden.

Bei jeder Tätigkeit außerhalb des Schiffs muss immer die Umgebung im Auge behalten werden. Die Roboter durchkämmen nämlich die Insel und schießen ohne zu zögern. Da diese aber selten in großen Gruppen auftauchen, stellen sie meist keine Herausforderung dar.

Das Gute daran ist – Roboter lassen neben Rohstoffen, Munition und Schrott, der recycelt werden kann, auch seltene Teile fallen, welche nicht selber hergestellt werden können aber unabdingbar für die Produktion gewisser Module ist.

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Um unser Bohrschiff weiter zu entwickeln, muss Forschung betrieben werden. Das geschieht an Forschungsstationen im Schiff, an denen ein Ziel ausgewählt werden kann, welches automatisch nach einer gewissen Zeit erforscht ist und neue Waffen oder Module freischaltet.

Je mehr Forschungsmodule, umso weniger Zeit wird dazu benötigt. Außerdem sind je nach Technologie gewisse Teile oder Fragmente nötig, welche unter anderem in den gut bewachten, verlassenen Siedlungen auf der Vulkaninsel zu finden sind.

Neben den bereits erwähnten Siedlungen finden wir auch noch feindliche Bohrschiffe, welche Rohstoffe, Munition oder Technologien beherbergen. Das ist abhängig davon, ob es sich um beispielsweise ein Militärisches- oder Forschungs-Bohrschiff handelt. Bevor man aber an das wertvolle Loot im inneren gelangt, muss die Verteidigung sowie die Besatzung überwunden werden.

Falls einmal nicht klar sein sollte, was zu tun ist, helfen die Missionen, die der Kapitän über Funk gibt und das ganze Spiel durchziehen. So werden sinnvolle Upgrades vorgeschlagen oder mögliche Missionen, die zur Rückeroberung der Insel begonnen werden können.

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Um nicht zu viel von der derzeit knapp bemessenen Story vorwegzunehmen, finden sich dazu bewusst kaum Details im Text. Leider hat man nämlich je nach Spieltempo nach ca. 5 bis 10 Stunden schon alles gesehen, erforscht und entdeckt, was inhaltlich vorhanden ist.

Der Entwickler gibt aber auf Steam einen Ausblick auf mögliche Entwicklungen der Zukunft. So steht bisher an erster Stelle ein stimmiges Gameplay, bevor eine Story sowie ein Multiplayer-Modus eingeführt werden sollen.

 


 

– Besonderheiten –

Erst kürzlich wurde die Auswahl an Waffen im Spiel deutlich erweitert. Neben der Anfangswaffe, dem kleinen Revolver, und der Shotgun, kamen eine Gatling-Gun sowie ein handlicher aber mächtiger Granatwerfer hinzu.

Bis auf die Gatling-Gun können die verschiedenen Waffen mit unterschiedlichen Munitionstypen ausgestattet werde, welche zum Beispiel mehr Schaden anrichten oder eine höhere Reichweite besitzen. Neben den handlichen Waffen gibt es aber auch noch den automatischen Geschützturm, um unser Bohrschiff zu bewachen und zu verteidigen.

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Die Gegner in Volcanoids sind die bereits erwähnten Roboter, auch COGs genannt. Diese kommen in verschiedenen Farben vor, der einzige Unterschied dabei ist jedoch, dass manche mehr und manche weniger Lebenspunkte besitzen, der verursachte Schaden bleibt gleich.

Leider ist das auch der einzige Gegnertyp zum jetzigen Zeitpunkt und bietet wenig Herausforderung, da weder taktisches Vorgehen noch Bewegung vorhanden sind – sobald die COGs den Spieler erblicken, laufen sie blindlinks auf uns zu und bleiben stehen um zu schießen – ein einfaches Ziel für uns.

 


 

– Support –

Der Support für Volcanoids ist bisher vorbildlich. Seit Release erschienen regelmäßig Updates, die mehr Inhalt ins Spiel gebracht haben und verschiedene Bugs behoben haben. Außerdem sprechen die Entwickler in den Patchnotes und der Roadmap offen darüber, welche Features als nächstes ihren Weg in das Spiel finden sollen.

 

– Fazit –

Aktuell macht Volcanoids schon viel Spaß, gerade der Ausbau des Bohrschiffs und die Erkundung der Insel konnten mich einige Stunden packen. Doch es fehlt bisher noch massiv an Inhalt, seien es andere Gegnertypen, mehr Story oder eine größere Auswahl an Waffen. Hinzu kommen die zahlreichen Bugs und die eher magere Performance.

Wusstest du schon, dass du das Spiel ebenfalls bewerten kannst? Dazu einfach oben in der Review auf die Sterne unter „Eure Wertung„ klicken. Wahnsinn!

Volcanoids braucht kurz gesagt noch viel Feinschliff. Der Entwickler hat aber eine klare Vorstellung der weiteren Entwicklung und bisher regelmäßig Inhalt geliefert, so dass man hoffnungsvoll in die Zukunft des Spiels schauen kann. Aktuell kann ich Volcanoids nur wirklichen Fans des Survival-Crafting-Genres empfehlen, die auch dem Steampunk Design nicht abgeneigt sind. Gerade da der Preis von knapp 17 Euro nicht ganz günstig ist. Daher vergebe ich auch solide und gut gemeinte 3 Sterne.

 


 

 


 

Johnny

Über Johnny

Angefangen mit dem damals schon in die Jahre gekommenen Sega Mega Drive und meinem Helden der Kindheit - Sonic, habe ich mich über die Jahre zum reinen PC-Spieler entwickelt. Dort spiele ich hauptsächlich Shooter, RPG´s, Strategiespiele aber auch Simulationen verschiedenster Art. Dennoch kann ich mich für fast jedes Game begeistern, vor allem wenn dieses im Weltall oder der Zukunft spielt. Doch ich interessiere mich nicht nur für Gaming sondern auch für Hardware und schraube genauso gerne am eigenen PC.

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