Totally Accurate Battle Simulator
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Rating: 3.8/5 (4 votes cast)

Totally Accurate Battle Simulator

Wenn sich Zeus und seine Horde Mammuts mit Cowboys und Römern anlegen…

 

Wilkommen im Traum eines jeden achtjährigen Jungen! Was man sich früher noch in seiner Fantasie zwischen seinen Actionfiguren ausmalen musste, ist jetzt ist großem Ausmaß einfach zu gestalten. Ob man einige Piraten von Römern überrennen lassen oder schon immer ein High Noon zwischen einem Samurai und einem Cowboy veranstalten wollte, wird seine Träume hier endlich in die Tat umsetzen können.

Im Totally Accurate Battle Simulator ist es sowohl möglich seinen kühnsten Visionen von den fantastischsten Schlachten freien Lauf zu lassen oder in der Kampagne vorgeschriebene Truppen mit eigenen kreativen Zusammensetzungen auszuschalten.

 

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WICHTIG! Bitte beachte, dass es sich bei dem folgenden Testbericht um eine Early Access Version handelt. Unsere Wertung ist noch nicht endgültig und kann sich im Laufe der Entwicklung des Spiels ändern. Dieses Review bietet dir einen ersten Einblick in die zum Zeitpunkt des Tests aktuelle Version des Spiels (die getestete Spielversion kann in der oberen Box entnommen werden). Alle Informationen zu unserem Bewertungssystem findest du hier.

 


 

– Präsentation –

Der Totally Accurate Battle Simulator ist grundsätzliches ein sehr einfaches Spiel. Jeder, der zum ersten Mal seinen Titel liest oder sich auch nur eins bis zwei Screenshots anschaut, dem wird direkt klar, worum sich das gesamte Spielerlebnis handelt. Es ist ein spaßiger, aber simpler Schlachtensimulator. Und das spiegelt sich auch in seiner Präsentation wieder.

Das Hauptmenü ist sehr einfach bis langweilig gestaltet und bildet große weiße Buttons auf einem simplen Hintergrund einer Kampfszene wie sie auch im Spiel selbst zigfach stattfinden. Es gibt keinen großen Charakter im Design, keine wiedererkennbaren Fensterrahmen in der UI oder andere persönliche Schnörkeleien, kein Maskottchen oder präsentes Logo. Ein überragender oder einzigartiger Grafikstil ist definitiv nicht das, was TABS ausmacht.

Diesem Beispiel folgt auch das gesamte restliche Spiel. Es ist in allen Punkten der Ästhetik sehr einfach gehalten und folgt dabei mehr dem Prinzip des Nutzens als allem anderen. Nur das Verhalten der Kampfeinheiten ist dabei ein wenig besonders. Denn obwohl sie alles andere als ein simples Verhaltensmuster tragen, wirken ihre Animationen allesamt sehr unbeholfen und komisch. Hier wurde darauf geachtet, dass die Schlachten nicht nur in der Masse spektakulär wirken, sondern durch diese Animationen auch eine unterhaltsame und komödiantische Ader tragen.

Auch im Bereich der Audio ist TABS wenig überraschend. Die Musik fällt weder positiv noch negativ auf, trägt aber gut zur Stimmung bei. Währenddessen unterstreichen die Soundeffekte die eher unbeholfenen Animationen der Kampfeinheiten mit teilweise skurrilen Schreien und amüsanten Kampfgeräuschen schön und wirken auch in der Masse großer Schlachten nicht wirklich störend.

 

– Gameplay –

Im Gameplay ist TABS ebenso einfach und simpel gehalten wie in seinem ästhetischen Design. Die Steuerung für den Spieler beschränkt sich darauf, Einheiten auszuwählen und auf dem Schlachtfeld zu platzieren. Alle weiteren Tastenbelegungen drehen sich nur um die Kontrolle der Kamera während der Schlacht, inklusive Dingen wie einem Slowmotion-Effekt oder schnellen Sprüngen in der Höhe.

Um aber erst einmal in eine Schlacht zu kommen, muss der Spieler einen der beiden Modi wählen, welche TABS aktuell anbietet. Zum Einen gibt es den Kampagnen-Modus. Hier gibt es neun Kategorien mit jeweils 20-40 Level. Dort ist es die Aufgabe des Spielers mit einer begrenzten Truppstärke und oft nur mit einigen bestimmten Einheiten zur Auswahl eine vorgesetzte andere Truppe zu erledigen. Wem das nicht genug Level sind, der kann sich über den integrierten Workshop weitere von anderen Spielern erstellte Level herunterladen.

Wer hier jedoch eine Story oder andere Progressionsbelohnungen erwartet wie weitere Fähigkeiten, auflevelnde Einheiten oder Ähnliches, der wird hier leider enttäuscht. Aktuell gibt es nicht einmal Achievements, weder auf Steam noch im Spiel selbst. Im Großen und Ganzen ist dieser Modus zwar ein kleiner und netter Zeitvertreib, ist aber bisher keinesfalls mit Kampagnen anderer Spiele zu vergleichen und wird wahrscheinlich nur die wenigsten Spieler bis zum Ende bei der Stange halten.

Zum Anderen gibt es den Sandbox-Modus, auf dem definitiv auch der Fokus von TABS liegt. In diesem Modus wählt der Spieler eine beliebige Map. Das Entwicklerstudio Landfall hat angekündigt, dass es zur Vollversion um die 20 Maps geben wird. Hat der Spieler seine favorisierte Map ausgewählt, ist es ihm auch möglich diese unter den beiden Fraktionen aufzuteilen. Hier ist nicht nur eine horizontale 50:50-Aufteilung möglich, sondern auch beispielsweise eine kreisförmige Einteilung oder eine mit verschobener Frontlinie.

Natürlich dreht sich dieser Modus aber vor allem darum, beliebige Kämpfe und Schlachten zwischen allen beliebigen Einheiten aufzuführen und sich an den daraus entstehenden Bildern zu ergötzen. Davon leitet sich der Spieletitel an und auf dieser simplen Idee eines unterhaltsamen Fantasy-Schlachtsimulators basiert vermutlich auch das gesamte Spiel. Außerdem lassen sich in diesem Modus auch eigene Missionen für den Kampagnenmodus erstellen und über den Steam-Workshop mit anderen Spielern teilen.

In Zukunft sollen noch weitere Features wie ein Unit Creator, Twitch Integration oder Hero Units folgen. Während die meisten Features spätestens bis zum Release der Vollversion im vierten Quartal dieses Jahres angekündigt sind, sollen die Hero Units erst später nach dem Release erhältlich sein. Wenn Landfall diese Ankündigungen einhalten, soll TABS also noch deutlich vielschichtiger werden als es bisher ist.

 


 

– Besonderheiten –

Das was TABS vor allem ausmacht ist seine chaotische Ästhetik. Obwohl durch den noch fehlenden Unit Creator bisher nur eine begrenzte Anzahl an Einheiten verfügbar ist, macht es dennoch jedes Mal wieder Spaß, immer wieder neue Kombinationen von ihnen gegen- und miteinander in den Kampf ziehen zu lassen und diesen dann mit Interesse zu verfolgen. Gerade die größeren Einheiten wie der große römische Flammenwerfer oder die Mammuts und deren Tod haben weitläufige Animationen und tragen zu den ausufernden und unterhaltsamen Kampfszenerien bei.

Auch ein erwähnenswertes Element der Einheiten innerhalb von TABS sind die überraschend guten Verhaltensarten, die sie an den Tag legen. Im Vergleich zu dem eher einfachen Grafikstil und wenig dynamischen Gameplay-Methoden fand ich es mehrfach auffällig, wie intelligent sich die Einheiten manchmal verhalten haben. Statt sich einfach in den Tod zu stürzen, um eine gegnerische Einheit am Boden zu erreichen, laufen sie gerne auch Mal größere Umwege um Klippen herum oder nehmen wenn möglich kleinere Sprünge, um gewaltigere Höhenunterschiede zu umgehen.

 


 

– Support –

Der Totally Accurate Battle Simulator stammt aus den Reihen der obskuren Spiele des Studio Landfall. Dieses ist unter anderem auch für seine Namensvetter Totally Accurate Battlegrounds oder Totally Accurate Battle Zombielator sowie Spiele wie Clustertrucks oder Stick Fight: The Game verantwortlich.

Wer sich über Updates oder andere Neuigkeiten zu TABS informieren oder sich mit anderen Mitgliedern der Community in Verbindung setzen möchte, der kann das über den dazugehörigen  Discord-Server oder auf der Twitter-Seite des Entwicklers tun. Dort halten sich die Entwickler auch für Bugs oder Anregungen zum Spiel bereit und zeigen sich stets kommunikativ zu ihren Spielern.

 

– Fazit –

Für Fans des Action- oder Kampfgenres und kreativen Köpfen ist TABS ein wunderschöner Gefechte-Sandkasten, der sicher einige Stunden experimentellen Bastelspaß bereithält. Durch seine bereits jetzt schon große Auswahl an Einheiten und Angebot an verschiedenen Maps ist Abwechslung im Schlachtspaß garantiert.

Dank dem Kampagnenmodus gibt es auch noch eine große Reihe an Herausforderungen, welche sich die Spieler stellen können. Da bereits von Haus aus eine große Auswahl an Missionen besteht und dank dem Campaign Creator und der Workshop-Unterstützung ein stetiger Nachschub besteht, wartet auch hier mehr als genug Content auf die Spieler.

Wusstest du schon, dass du das Spiel ebenfalls bewerten kannst? Dazu einfach oben in der Review auf die Sterne unter „Eure Wertung„ klicken. Wahnsinn!

Jedoch sollte nicht unerwähnt bleiben, dass die Kampagnen aktuell nirgendwohin führen und es keinerlei Spur von Progression gibt. Das Gameplay von TABS ist bisher äußerst eindimensional und wird bei Spielern, welche dem Spielprinzip nicht komplett verfallen, schnell zu Eintönigkeit führen.

Es ist aber auch eine große Reihe an interessanten Features angekündigt wie ein Unit Creator oder Twitch Integration und jenachdem wie detailreich diese Features ausfallen werden, können sie TABS eine deutliche Tiefe verleihen.

 


 

 


 

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Über Chesra

Schon in sehr jungen Jahren begann ich mich nicht nur für Videospiele, sondern auch der Kunst und Wissenschaft hinter diesen zu interessieren. An meinem ersten eigenen Spiel begann ich im Alter von 8 Jahren zu arbeiten und richte seitdem meine Hobbys und meine berufliche Zukunft nach dieser Richtung. Auch wenn ich in den Jahren seitdem schon sehr viel dazu gelernt habe, bin ich immer noch wie am ersten Tage an jedem neuen Spielkonzept interessiert und liebe es noch immer in ein völlig neues Spiel einzutauchen!

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