The Universim
Unsere Wertung:
Eure Wertung:
VN:F [1.9.22_1171]

The Universim

Einmal Gott spielen?!

 

Jeder von uns hatte doch schon einmal den Traum, göttliche Kräfte zu besitzen und von seinen Untertanen angebetet zu werden, nicht wahr? Falls ja, solltet ihr auf jeden Fall weiterlesen, falls nicht, könnte The Universim trotzdem etwas für euch sein. Dort begleiten wir nämlich als allmächtiger Schöpfer unsere eigene, kleine Zivilisation durch die verschiedenen Zeitalter, beschützen diese und lenken den Großteil ihrer Handlungen.

Nach einer sehr erfolgreichen Finanzierung mit fast 400.000 $ auf Kickstarter seit dem Jahr 2014 und der darauffolgenden Entwicklung, ist The Universim nun auch auf Steam erhältlich. Ob sich der Kauf, gerade bei dem immer noch hohen Preis lohnt, oder ob ihr besser noch etwas warten solltet, erfahrt ihr jetzt in meinem Review!

 

Kein Freund der vielen Worte? Direkt zum Fazit springen: Klick mich!

 


 

WICHTIG! Bitte beachte, dass es sich bei dem folgenden Testbericht um eine Early Access Version handelt. Unsere Wertung ist noch nicht endgültig und kann sich im Laufe der Entwicklung des Spiels ändern. Dieses Review bietet dir einen ersten Einblick in die zum Zeitpunkt des Tests aktuelle Version des Spiels (die getestete Spielversion kann in der oberen Box entnommen werden). Alle Informationen zu unserem Bewertungssystem findest du hier.

 


 

– Präsentation –

Grafisch hat mich The Universim wirklich beeindruckt. Im eigenen, hübschen Grafikstil sind beispielsweise Gebäude, Tiere oder die verschiedenen Biome detailreich und ansehnlich gestaltet. Es kann sogar bis auf Straßenniveau herangezoomt werden, um kleinste Details der Spielwelt zu erkunden.

Ebenso können wir herauszoomen, bis der Heimatplanet als ganzer sichtbar ist. Lediglich den Bewohnern unseres Planeten, den sogenannten Nuggets, würden ein paar mehr Details nicht schaden, diese sind nämlich noch sehr einfach gehalten – aber das ist meckern auf hohem Niveau.

The Universim 1

Die musikalische Gestaltung ist passend zum Spiel gewählt und auch der Sound für die Gebäude in den verschiedenen, bisher spielbaren Zeitaltern oder bei göttlichen Kräften wirkt stimmig. Bei der Performance hat The Universim leider noch einige Probleme.

Abstürze habe ich zwar nicht erlebt, jedoch kam es häufig zu massiven Einbrüchen bei der Framerate, vor allem mit wachsender Zivilisationsgröße. Genauso nervig ist es, dass nach Updates unsere Speicherstände meist unbrauchbar sind. Hier muss dringendst nachgebessert werden.

 

– Gameplay –

Nach einem stimmungsvollen Intro, in welchem wir als Creator eingeführt werden und kurzerhand das Universum erschaffen, erscheint zum ersten Mal unser Heimatplaneten. Und direkt steht die erste wichtige Entscheidung an – an welcher Stelle des Planeten beginnt die Besiedlung.

Wichtig sind vor allem Zugang zu Wasser, Holz und fruchtbarer Boden für die Landwirtschaft. Jedoch sind die Auswirkungen des gewählten Standorts eher gering, denn alle Ressourcen können unabhängig vom Startpunkt einfach erreicht werden.

Ist der Startpunkt gewählt, erscheinen die ersten zwei Bewohner des Planeten, genannt Nuggets, aus welchen später die gesamte Zivilisation hervorgehen wird. Eine gesicherte Versorgung mit Wasser und Nahrung sicherzustellen, ist die erste Aufgabe als Creator. Zu Beginn suchen sich die Nuggets noch eigenständig ihre Nahrung, wie Beeren, aus dem Wald.

The Universim 5

Später werden aber Bauern und Jäger benötigt, um ausreichend Nahrung für die immer größer werdende Bevölkerung bereitzustellen. In einer Art Kantine bereiten die Nuggets die Nahrung zu und verteilen diese im Anschluss. Wasser brauchen alle Bewohner selbstverständlich zum Überleben, doch auch einige Gebäude funktionieren nur mit einer aktiven Wasserversorgung. Wasserräder fördern unser Wasser aus Seen, welches dann in Tanks gespeichert bzw. bei Brunnen direkt an die Nuggets verteilt wird.

Sowohl Nahrung als auch Wasser sollten immer auf Vorrat sein, denn logischerweise kann im Winter nichts auf den Feldern angebaut oder Wasser aus den zugefrorenen Seen gefördert werden. Ihr fragt euch jetzt sicher, warum noch nichts zu den Häusern der Nuggets gesagt wurde – ganz einfach: Diese errichten unsere Nuggets automatisch in der Nähe des Zentrums der Zivilisation.

Der Bau des Archivs ist ebenso eine Aufgabe, die so schnell es geht erledigt werden sollte, denn das Archiv benötigen wir um überhaupt speichern zu können – meiner Meinung nach nicht die eleganteste Lösung zum Sichern des Fortschritts. Außerdem brauchen die Bewohner natürlich noch andere Gebäude wie das Krankenhaus, die Schule oder eine Ingenieurshütte.

The Universim 3

Im späteren Verlauf kommen dann noch fortgeschrittene Gebäude wie Kraftwerke zur Elektrizitätserzeugung oder eine Stadthalle dazu. Jedoch ist aktuell die Auswahl an Gebäuden sehr beschränkt. Damit ein Gebäude überhaupt funktioniert, muss diesem mindestens ein Nugget zugewiesen sein. Manche Arbeitsplätze haben zusätzlich besondere Anforderungen wie beispielweise eine gewisse Bildung.

Falls es mit der Zivilisation einmal nicht nach unserer Vorstellung läuft, können wir immer noch mit Hilfe göttlicher Kräfte nachhelfen, beispielsweise um den Bau von Gebäuden zu beschleunigen oder die Zivilisation zu schützen – mehr dazu gibt es aber unter den Besonderheiten. Alle Gebäude und deren Upgrades müssen, bevor sie gebaut werden können, erst einmal erforscht werden.

Der Forschungsbaum wirkt zwar schon relativ groß – aber nur auf den ersten Blick, denn viele Forschungen sind noch gesperrt mit dem Vermerk „Coming soon“. Außerdem beschränkt sich die Forschung derzeit nur auf klicken und eine vorgegebene Zeit warten, beschleunigen oder Einfluss auf die Forschungsdauer nehmen, ist derzeit nur über das Wahlsystem möglich. Details dazu findet ihr auch wieder bei den Besonderheiten.

The Universim 4

Je mehr wir erforschen und freischalten, umso weiter schreitet unser Volk in den Zeitaltern voran. Mit Erreichen des nächsten Zeitalters verändert sich auch das Aussehen der Gebäude. Doch aktuell sind lediglich das vormittelalterliche Zeitalter und das Mittelalter verfügbar, modernere Zeitalter sollen erst später hinzugefügt werden.

Somit ist nach ungefähr 4 bis 5 Stunden alles im Spiel einmal erforscht, gebaut und gesehen. Eine wirkliche Herausforderung findet man in The Universim zum jetzigen Zeitpunkt leider auch nicht, denn zum Beispiel haben die Wahl des Startpunktes, Naturkatastrophen oder Überfälle anderer Zivilisationen keine drastischen Auswirkungen auf den Verlauf des Spiels. Weiterhin traten weder große Nahrungs- noch Wasserprobleme auf, selbst wenn die Versorgung eher vernachlässigt wurde.

 


 

– Besonderheiten –

Je mehr Nuggets uns anbeten, umso mehr göttliche Kräfte schalten wir frei. Gleichzeitig kostet das Wirken einer göttlichen Kraft Glaubenspunkte, die mit der Zeit und abhängig von den gläubigen Nuggets, schneller oder langsamer generiert werden. Viele Kräfte sind eher Spielereien, wie beispielsweise die Möglichkeit, dass sich auf unseren Wunsch 2 Nuggets verlieben oder Blitze, Regen sowie Tornados auftreten.

Jedoch gibt es auch nützliche Fähigkeiten, mit welchen sich unter anderem Lebewesen und Ressourcen bewegen oder Nuggets heilen lassen. Abhängig von unseren Taten, fürchtete oder liebt die Zivilisation ihren Creator, beides hat Vor- und Nachteile.

The Universim 2

Im Laufe des Spiels spalten sich einzelne Nuggets ab und gründen andere Zivilisationen. Diese können uns neutral oder feindlich gesinnt sein. Von Zeit zu Zeit stellen diese Völker Forderungen nach Nahrung oder ein Ultimatum. Anschließend stimmt unser Volk darüber ab, ob die Forderung erfüllt wird, wobei der Creator auch hier wieder Einfluss auf die Entscheidung nehmen kann. Kommt die Zivilisation den Forderungen nicht nach, muss sie mit einem Angriffen rechnen.

Ganz neu eingeführt wurde ein einfaches Wahlsystem. Dabei stehen in gewissen Zeitabständen 3 Nuggets zur Wahl. Unser Volk wählt aus diesen dann einen Vertreter, welcher gewisse Vorteile für die gesamte Zivilisation bringt. Beispielweise bietet ein Vertreter geringere Verletzungswahrscheinlichkeiten für die Nuggets, ein anderer etwas kürzere Forschungszeiten. Natürlich kann man auch hier bestimmen, wen das Volk wählen soll.

 


 

– Support –

Der Support ist bisher ausgezeichnet. Regelmäßig erscheinen größere Updates und der Entwickler hört sehr auf das Feedback der Community. Anregungen oder gefundene Bugs können den Entwicklern jederzeit auf deren eigenen Discord Server berichtet werden.

 

– Fazit –

Zum jetzigen Zeitpunkt macht The Universim durchaus Spaß, Gott spielen fühlt sich eben immer super an. Auch optisch macht das Spiel bereits einiges her, doch nach einigen Stunden Spielzeit haben wir alles erforscht und gebaut, was aktuell verfügbar ist.

Dann verfliegt der anfängliche Spaß, genauso wie die Motivation, noch einmal von vorn Anzufangen, da man nichts Neues entdecken kann. Dabei fallen die technischen Probleme gar nicht so sehr ins Gewicht, viel schlimmer ist leider der aktuell fehlende Inhalt. Kurz gesagt fehlt jegliche Langzeitmotivation und jeder Wiederspielwert – daher kann ich nicht mehr als 2.5 Sterne vergeben.

Wusstest du schon, dass du das Spiel ebenfalls bewerten kannst? Dazu einfach oben in der Review auf die Sterne unter „Eure Wertung„ klicken. Wahnsinn!

Auf der Roadmap der Entwickler kann man zwar nachlesen, welche Features in Zukunft geplant oder aktuell in Arbeit sind, doch bis alle Punkte abgearbeitet sind, wird es noch lange dauern. Findet der Großteil der Punkte der Roadmap den Weg ins Spiel, hat The Universim das Potential, ein wirklich grandioses Spiel zu werden.

Doch derzeit, in der aktuell frühen Phase der Entwicklung, lohnt sich meiner Meinung nach nur ein Kauf, für absolute Fans dieses Genres, die den Entwickler unterstützen möchten – gerade in Anbetracht des hohen Preises von fast 30 Euro. Alle anderen sollten lieber noch einige Monate warten, bis mehr Features und Inhalte den Weg ins Spiel gefunden haben.

 


 

 


 

Johnny

Über Johnny

Angefangen mit dem damals schon in die Jahre gekommenen Sega Mega Drive und meinem Helden der Kindheit - Sonic, habe ich mich über die Jahre zum reinen PC-Spieler entwickelt. Dort spiele ich hauptsächlich Shooter, RPG´s, Strategiespiele aber auch Simulationen verschiedenster Art. Dennoch kann ich mich für fast jedes Game begeistern, vor allem wenn dieses im Weltall oder der Zukunft spielt. Doch ich interessiere mich nicht nur für Gaming sondern auch für Hardware und schraube genauso gerne am eigenen PC.

WIR SIND LIVE!
MOMENTAN OFFLINE!