Swords ’n Magic and Stuff
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Swords ’n Magic and Stuff

Schwerter, Magie und so ein Kram

 

Der Name ist Programm! Schwerter, Magie, Quests, Händler, Ressourcen, Quests, Crafting, Monster, Lore und noch mehr Quests – Swords ’n Magic and Stuff bietet alles was das Fantasy-Abenteuerherz begehrt. Wähle zwischen aktuell fünf Spezies, klicke dir deinen blockigen Helden zusammen und starte in ein vollgepacktes Abenteuer in schöner Polygon-Optik.

Du beginnst auf Azura Island, Teil der namenlosen Welt von Swords ’n Magic and Stuff, eine mit Geheimnissen und Überraschungen gespickte Insel. Viele Leute hier können deine Hilfe gebrauchen, werden dich dafür aber auch ordentlich entlohnen. Aber natürlich gibt es ebenfalls einige Gefahren, die auf dich lauern. Auch viele unheilvolle Kreaturen nennen Azura Island ihr Zuhause. Doch wenn du dich intelligent anstellst, wirst du schon bald dein größtes Abenteuer erleben.

 

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WICHTIG! Bitte beachte, dass es sich bei dem folgenden Testbericht um eine Early Access Version handelt. Unsere Wertung ist noch nicht endgültig und kann sich im Laufe der Entwicklung des Spiels ändern. Dieses Review bietet dir einen ersten Einblick in die zum Zeitpunkt des Tests aktuelle Version des Spiels (die getestete Spielversion kann in der oberen Box entnommen werden). Alle Informationen zu unserem Bewertungssystem findest du hier.

 


 

– Präsentation –

Swords ’n Magic and Stuff zieht einen sofort in seinen Bann. Auch wenn auf den ersten Blick kein Element überaus spektakulär wirkt, macht es einfach so vieles richtig, das man sich eigentlich jederzeit wohl fühlt, während man sich durch das Spiel mit dem generischsten Namen der Welt daddelt. Dazu führen viele verschiedene Faktoren. Neben dem überaus intuitiven Gameplay, zu welchem wir später kommen werden, punktet das Spiel mit einer überaus sauberen und durchdachten Optik.

Das kunterbunte Farbspektrum des Spiels kombiniert mit einer simplen Polygon-Optik sorgt für einen nicht unschönen Gesamteindruck, welcher auch überaus kinderfreundlich ist. Daran anschließend ist es auch nicht nötig, die englische Sprache zu beherrschen, auch wenn das Spiel aktuell nur in dieser Sprache verfügbar ist. Um das Spielkonzept und die Quests zu verstehen, nutzt das Spiel größtenteils keine oder nur wenige Worte und setzt sonst auf intelligentes Leveldesign. Auch zu bermerken in der HUD, welche stets unstörend alle möglichen Inputs anzeigt, sofern spezielle Tätigkeiten möglich sind.Was jedoch nicht bedeuten soll, dass das Design des Spieles keine Tiefe zu bieten hätte. Auch wenn es für das Spielerlebnis absolut verzichtbar ist, kommt Swords ’n Magic and Stuff mit einer Hintergrundlore daher, welche unüblich ausufernd designed ist und sich in vielen Details innerhalb der Spielwelt niederschlägt. Wer also möchte, kann zwischen den Zeilen, der zugegeben sehr simpel geschriebenen Dialogzeilen und Questbeschreibungen, ein gut geratenes Worldbuilding erkennen.

 

– Gameplay –

Möchte man Swords ’n Magic and Stuff spielen, muss man sich erst einmal einen Charakter zusammenstellen. Aktuell stehen fünf Spezies und einige Funktionen zur optischen Anpassung zur Verfügung. Soweit ich weiß, hat das keinen weiteren Einfluss im weiteren Spielverlauf. Interessant finde ich aber, dass es keine Auswahl zum Geschlecht des Charakters gibt. Eben da die einzelnen Aspekte der Charaktererstellung innerhalb des Spieles keine großartige Bedeutung haben, finde ich es modern und vorausschauend, so eine Option dann wegzulassen.

Innerhalb der Welt beginnt man nun also mit seinem frischgestalteten Charakter als Schiffsbrüchiger samt Gedächtnisverlust. Inhatlich also keine Neuerfindung des Rads, aber gameplay-technisch geht das Spiel einen äußerst intuitiven Weg. Für die meisten Controls gibt es kein Tutorial, da sie sich auch nicht von zig Millionen anderer Spiele unterscheiden. Nur einige besondere Mechaniken, werden durch die ersten paar Quests erklärt. Aber selbst diese Expositions-Quests wären nicht zwingend nötig, da das Spiel durch seine HUD stets alle möglichen speziellen Inputs einblendet.

Man merkt schnell, dass das Spiel für den Spielertyp der Sammler und Erkunder entwickelt wird. Egal wo man sich herumtreibt, an jeder Ecke trifft man auf Gegner, Objekte, Secrets oder allem zusammen. Zusätzlich hat jeder Gegnertyp mehrere mögliche Itemdrops, sodass man sich stets belohnt fühlt, während man durch die blockige Fantasy-Welt streift. Zusätzlich gibt es ein kleines Sammlungsbuch, in welchem man genau nachverfolgen kann, welche Waffen und Cosmetics man bereits eingesammelt hat.

Trotz der vollbepackten Spielwelt und einer Vielzahl an Objekten, Waffen- und Gegnertypen ist das Spiel in seinem Gesamtkonzept sehr einfach gehalten. Auch das Levelsystem, welches eigentlich schon ein zu hoch gegriffener Begriff für das Spielprinzip ist. Es gibt keinen Skilltree, keine Meister oder sonstiges in diese Richtung. Die einzigen sichtbaren Werte tragen Waffen und auch diese sind auf drei Punkte reduziert – Schaden, Geschwindigkeit & Kritische Trefferchance.

Ansonsten hat der Spieler nur seine HP-Anzeige und fixe Werte für jede Tätigkeit wie beispielsweise Schwerter, Steinschleuder, Lebensmagie, Crafting und Ähnliches. Diese steigen sich linear bei immer weiter ansteigender Nutzung des entsprechenden Fachgebiets. Ansonsten reitet man auf einer gemütlichen Welle an immer neuer Ausrüstung und steigender Tätigkeiten dahin. Dadurch ist das Spiel definitiv etwas für Spieler, welche nur selten zu Videospielen greifen. Da es unmöglich ist, sich zu verskillen, bietet es sich passend zu seiner kindgerechten Optik auch einem jungen Publikum an.

Das Spiel ist grundsätzlich sehr offen und frei gestaltet. Durch einen Gleiter, welchen man direkt zu Beginn erhält, kann man sich auch gerne mal entspannt vom nächsten Berggipfel werfen und über die farben- und assetfrohe Welt von Swords ’n Magic and Stuff dahingleiten. Es gibt auch keine Grenzen innerhalb der Spielwelt. Man könnte direkt zu Beginn an das bisherige Ende der Welt wandern, nur bekommt man dann relativ schnell von stärkeren Gegnern auf die Nuss, wenn man sich nicht ausreichend vorbereitet.

Des Weiteren wird man regelrecht mit Quests bombardiert. Für Spieler, welche den Drang haben, jede Quest annehmen und erfüllen zu müssen, könnte das ein Kritikpunkt sein. Ich fand es dagegen absolut nicht schlimm nach einer Viertelstunde bereits mehr als zehn Quests eingetragen zu haben und das nur, weil ich mit jedem NPC auf meinem Weg durch Azura Island gesprochen haben. So hat man im Normalfall immer eine große Auswahl, was man als nächstes tun möchte. Auch wenn die meisten Quests eher sehr einfach gehalten sind und häufig aus den typischen „sammel x Pilze“ oder „erledige x Wölfe“-Aufträgen besteht.

Hin und wieder findet man aber auch eine längere, dynamischere Questline. Auch das Kampfsystem schließt sich nahtlos an das einwandfreie Gamedesign an. Es ist zwar im Grunde sehr ähnlich einfach gehalten wie der Rest des Spieles und bietet zwar viele verschiedene, aber im Verhalten nicht großartig unterschiedliche Gegnertypen. Die meisten Gegner versuchen einfach nur auf schnellen Kontakt Schaden zu machen oder schleudern mit Projektilen um sich. Für den Spieler stehen einige verschiedene Waffenklassen zur Auswahl wie Schwerter, Keulen oder Bögen.

Bis auf die klassische Unterscheidung zwischen Nahkampf- und Fernkampfwaffen sind sie sich aber meistens sehr ähnlich. Einen größeren Unterschied machen die Zauberstäbe, welche alle einen anderen Effekt auslösen und dadurch doch nochmal eine weitere Ebene ins Kämpfen bringt. Ansonsten gibt es eigentlich nicht sonderlich viele Möglichkeiten in Kämpfen, beispielsweise zu Kontern oder andere Strategien anzuwenden. Aber dadurch, dass das Spiel über eine sehr gute Hitboxphysik verfügt, kann man sehr gut mit der Doppelsprung- und Fluggleiterfunktion in den Kämpfen seinen Gegnern ausweichen.

Ob das so gewollt ist, weiß ich nicht, aber es funktioniert gut. Außerdem gibt es auch noch einen Multiplayer-Modus. Diesen konnte ich nicht ausgiebig testen, aber es scheint sich im Grunde um die Singleplayer-Erfahrung, eben mit mehreren Spielern, zu handeln. Eine weitere Sache, welche ich leider verpasst habe, war das saisonbezogene Frostfall-Event, welches temporär einige Gegner, Items und Quests hinzugefügt hatte. Höchstwahrscheinlich wird es weitere solcher zeitgebundenen Events geben, sodass es sich auch immer wieder lohnt, auf lange Zeit immer mal in das Spiel zurückzukehren.

Alles in allem ist Swords ’n Magic and Stuff ein sehr sauberes und durchdachtes Abenteuerspiel, welches nicht außerordentlich herausfordernd ist, aber sich auch auf längere Zeit sehr gut wegspielen lässt. Mir ist in der ganzen Spielerfahrung kein einziger Fehler untergekommen. Man merkt dem Spiel seinen Early Access-Status also nur daran an, dass einige Häuser noch nicht betretbar sind oder diverse Items wie Goldbarren noch damit bezeichnet sind, dass sie in dieser Version nicht verarbeitbar sind. Doch im Vergleich zu vielen anderen Spielen aus dem Early Access-Stand glänzt dieses Spiel hier nicht durch Bugs.

 


 

– Besonderheiten –

Das Spiel enthält ein erstaunlich erfrischendes Levelsystem, obwohl oder gerade weil es sehr einfach ist. Während sich andere auf das Erkunden fokussierte Abenteuerspiele wie Cube World durch künstlich komplizierte Levelkonzepte selbst ins Bein geschossen haben, hat sich Swords ’n Magic and Stuff einfach darauf fokussiert, den Spieler am laufenden Band mit anderen Dingen wie Loot oder besondere Funde zu belohnen, um zu überspielen, dass das simple Levelsystem keinen rollenspielmäßigen Ausmaß auf das Gameplay hat, um nicht das Konzept des Erkundens durch schnelle Kraftsteigerung des Spielers zu sabotieren.Außerdem ist Swords ’n Magic and Stuff ein absolutes Vorzeigebeispiel für Early Access-Titel. Die Entwickler nutzen diesen Status nicht aus, um mit einem halbgaren Projekt auf dem Markt Geld zu scheffeln, sondern wie er ursprünglich gedacht war. Sie präsentieren hier ein fertiges Grundkonzept, welches den vermeintlichen Spielern makellos und annähernd final vorgesetzt wird und als einzigen Kritikpunkt mit sich bringt, dass es mehr Content haben könnte, um das Spielkonzept länger zu unterstützen.

 


 

– Support –

Swords ’n Magic and Stuff ist das einzige Spiel des Entwicklers und Publishers Kindred Games, welche sich auch mit großer Leidenschaft und Herzblut hinter dieses stellen. Sie stehen auch sehr nahe zu ihrer Community, mit welcher sie sich regelmäßig auf ihrem Discord-Server austauschen. Dabei ist nicht nur ihr Spiel Thema des Servers. Dort hat sich mittlerweile auch eine kleine Community an weiteren Gamedesignern eingefunden, welche sich dort über das Thema austauschen.

Zu dem Spiel an sich sind regelmäßig Neueigkeiten auf dem Steam-Hub und der dazugehörigen Homepage zu finden. Außerdem gibt es tatsächlich ein hauseigenes Wiki, in welchem sich alle möglichen Spielelemente nachschlagen lassen. Es scheint zwar nicht immer passend zur Spielversion hochaktuell zu sein, ist aber für ein Spiel, welches sich auf das Sammeln und Erkunden fokussiert, eine schöne Erweiterung.

 

– Fazit –

Swords ’n Magic and Stuff tut in meinen Augen sehr vieles richtig und ist ein absolutes Vorzeigebeispiel für ein Spiel im Early Access-Status. Im Vergleich zu vielen anderen Titeln aus diesem Programm, ist es kein halbfertiges Produkt, sondern ein durchdachtes und makelloses Spielkonzept, welches einzig und allein durch mehr Content zu verbessern ist. Die Entwickler wissen definitiv was sie tun und werden sicherlich noch eine ausgiebige Zukunft im Gamedesign vor sich haben.

Dies ist kein herausforderndes Spiel, glänzt dafür aber mit einer sehr sauberen und farbenfrohen Polygon-Optik sowie einem durchdachten HUD. Es ist allem voran ein Spiel für die Spielerart der Sammler und Erkunder und füllt dieses Gebiet ausgiebig aus. Darüber hinaus ist es aber jedem Spieler zu empfehlen, welcher solch eine Optik oder das Adventuregenre an sich nicht per se abschreckt. Auch jüngere Spieler werden definitiv ihr Spaß mit diesem Spiel haben.

Wusstest du schon, dass du das Spiel ebenfalls bewerten kannst? Dazu einfach oben in der Review auf die Sterne unter „Eure Wertung„ klicken. Wahnsinn!

Swords ’n Magic and Stuff bewegt sich mit modernen und sinnvollen Ideen in die Richtung der Spitze seines Genres und wird mit seinen regelmäßigen Updates und Spielereien mit Dingen wie saisonalen Events in meinen Augen schon bald eine große Spielerschaft sichern. Sowohl im Multiplayer- als auch im Singleplayermodus ist es einige Stunden wert und wird bei der aktuellen Frequenz an Updates auch immer mehr Content bieten. Der Preis ist in meinen Augen auf jeden Fall berechtigt und es würde mich sehr freuen, wenn dieses Spiel sich in Zukunft einen Namen machen wird. Auch wenn der Spieletitel an sich tatsächlich nicht von Kreativität glänzt.

 


 

 


 

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Über Chesra

Schon in sehr jungen Jahren begann ich mich nicht nur für Videospiele, sondern auch der Kunst und Wissenschaft hinter diesen zu interessieren. An meinem ersten eigenen Spiel begann ich im Alter von 8 Jahren zu arbeiten und richte seitdem meine Hobbys und meine berufliche Zukunft nach dieser Richtung. Auch wenn ich in den Jahren seitdem schon sehr viel dazu gelernt habe, bin ich immer noch wie am ersten Tage an jedem neuen Spielkonzept interessiert und liebe es noch immer in ein völlig neues Spiel einzutauchen!

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