Subsistence
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Subsistence

Der Survival-Crafting Klassiker !

 

Sowohl als Urgestein unter den Early-Access Titeln als auch als Klassiker unter den Survival-Crafting Spielen könnte man Subsistence mittlerweile bezeichnen. Der Titel befindet sich seit Ende 2016, also seit knapp 4 Jahren, in der Early-Access Phase auf Steam. Zeit also, dem Spiel den längst überfälligen Besuch abzustatten.

Subsistence will mit First-Person Survival-Crafting-Gameplay in seiner reinsten Form überzeugen. Man startet mit einer Hand voll Ausrüstung, sammelt Ressourcen, baut die eigene Basis und verteidigt diese gegen Feinde. Ob das Spiel nach dieser langen Entwicklungszeit überzeugt, und für wen sich der Kauf lohnt, möchte ich jetzt in meinem Review klären.

 

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WICHTIG! Bitte beachte, dass es sich bei dem folgenden Testbericht um eine Early Access Version handelt. Unsere Wertung ist noch nicht endgültig und kann sich im Laufe der Entwicklung des Spiels ändern. Dieses Review bietet dir einen ersten Einblick in die zum Zeitpunkt des Tests aktuelle Version des Spiels (die getestete Spielversion kann in der oberen Box entnommen werden). Alle Informationen zu unserem Bewertungssystem findest du hier.

 


 

– Präsentation –

Die Grafik von Subsistence kann durchaus überzeugen. Aufgrund des Alters des Spiels darf man keine knackig scharfen Texturen oder Detailverliebtheit wie in aktuellen AAA-Titeln erwarten, doch die Grafik erfüllt ihren Zweck mehr als ausreichend. Lediglich die Modelle der Spieler und Tiere könnten etwas mehr Liebe zum Detail vertragen.

Dank der Wettereffekte wird oft eine schöne Atmosphäre während der einzelnen Jahreszeiten geschaffen. Lediglich die Intensität der übertrieben hellen Sonnen-Flares könnte deutlich reduziert werden. Auch die Geräuschkulisse ist zweckmäßig und trägt zur Atmosphäre bei, hier gibt es nichts besonders Positives aber ebenso nicht Schlechtes zu berichten.

Bei der Performance hat sich Subsistence mittlerweile deutlich verbessert. Das Spielen mit höheren Auflösungen als Full-HD und maximalen Einstellungen ist problemlos möglich, potente Hardware vorausgesetzt. Einzig die Stabilität des Spiels war in meinem Fall problematisch, da ich einige Abstürze beim Start aber auch im Spiel erlebt habe – das ist äußerst frustrierend.

 


 

– Gameplay –

Bevor es los gehen kann, stehen einige Einstellungen zur Verfügung. Als erstes der Schwierigkeitsgrad. Zu Beginn empfiehlt sich die normale Schwierigkeit, da es auf „Einfach“ sehr schnell sehr langweilig wird. Des Weiteren können Einstellungen wie das Startdatum, und damit verbunden die Jahreszeit, sowie die Gegner und ihr Verhalten angepasst werden.

In der bewaldeten Spielwelt von Subsistence angekommen, stehen wir mit nichts außer etwas grundlegendem Equipment da. Eine Axt, eine fast kaputte Pistole inklusive einer Hand voll Patronen sowie einem kleinen, blauen Leuchtstab für die nächtliche Orientierung. Außerdem gibt es etwas Nahrung und Wasser sowie einen Verband – nichts für das langfristige Überleben.

Das Spielprinzip ist dabei recht simpel. Es gilt den Spielcharakter mit ausreichend Wasser und Nahrung zu versorgen. Außerdem ist gerade nachts oder in den kälteren Monaten ein warmer Unterschlupf oder wenigstens ein Feuer wichtig. Langfristig ist der Bau der eigenen Basis das Ziel. Doch leider ist das nicht so einfach, wie es im ersten Moment klingt.

Als erstes hat die Suche nach Nahrung Priorität. Ähnlich wie im echten Leben benötigt der Spielcharakter eine gewisse Menge tierische und pflanzliche Nahrung. Letztere kann in Form von Beeren oder Sträuchern in kleinen Mengen auf der Karte gefunden werden, später ist dann sogar der Anbau eigener Pflanzen in der Basis möglich. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg.

Tierische Nahrung kann zu Beginn vor allem durch harmlose Tiere wie Hasen und Rehe erlangt werden, vorausgesetzt man hat sich zuvor einen Bogen hergestellt. Eine Alternative dazu ist das Angeln, oder das Aufstellen von Fallen für Fische und Kleintiere. Ebenso ist es möglich, Wölfe und Bären für Fleisch zu jagen – großkalibriges Equipment vorausgesetzt.

Vor den eben genannten Bären, Wölfen und anderen Raubtieren mit hohem Level sollte besonders anfangs ein größerer Abstand gewahrt werden. Kommt man ihnen zu nahe, greifen sie ohne zu zögern an. Je höher das Level, umso stärker sind diese. Mit Bogen, Pistole und Axt ist die Chance auf Erfolg im Kampf fast null. Doch früher oder später müssen auch solche Tiere für wichtige Rohstoffe gejagt werden.

Falls ein wildes Tier oder ein feindlicher Jäger es schaffen sollte, den Charakter zu töten, ist das Spiel keinesfalls vorbei. Die Gegenstände im Inventar werden verpackt am Ort des Todes zurückgelassen, der Respawn erfolgt zufällig auf der Karte. Später ist es auch möglich, direkt in der Basis zu respawnen. Als „Strafe“ für den Tod, steigt das Tier, das für den Tod verantwortlich ist, ein Level auf.

Ein weiteres Problem ist die Versorgung mit Wasser. Davon gibt es zwar reichlich in den Flüssen und Seen, jedoch muss das Wasser erst einmal abgekocht werden. Das passiert wahlweise über dem Lagerfeuer oder später auf dem Herd. Das dreckige Wasser enthält Krankheitserreger, welche eine Infektion auslösen, die unbehandelt früher oder später zum Tod führt.

Für das Crafting müssen erst einmal genug Rohmaterialien gesammelt werden. Einige davon können abgebaut werden, beispielsweise Holz oder Erze. Andere gibt es erst durch das Jagen von Tieren, wie zum Beispiel Leder. Doch viele können lediglich in Kisten gefunden werden, die auf der Karte verteilt sind. Dazu gehören unter anderem Nägel, Elektronikteile oder auch Schwarzpulver.

Das Crafting an sich findet hauptsächlich im Inventar statt. Dabei können verschiedenste Dinge wie Waffen, Klamotten, Equipment zum Überleben oder Medizin hergestellt werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, Rohmaterialien wie Holz in Bretter oder Stöcke weiterzuverarbeiten. Doch die Materialien für viele spezialisiertere Gegenstände benötigen spezielle Anlagen in der Basis.

Die Basis ist der Dreh- und Angelpunkt in Subsistence, daher sollte diese auch schnellstmöglich in Grundzügen gebaut werden. Alle Teile dafür werden ebenfalls im Inventar hergestellt, entweder aus Holz oder aus Metall bzw. Glas. Die Basis wird dabei aus einer Handvoll Grundbauteilen nach der eigenen Vorstellung Stück für Stück zusammengesetzt.

Dazu zählen unter anderem quadratische, rechteckige oder abgerundete Fundamente und Deckenkonstruktionen sowie Wände, wahlweise auch mit Tür oder Fenster. Der Bau der Basis ist intuitiv und macht viel Spaß, besonders da Bauteile einfach neu platziert werden können. Doch die Bauteile an sich sind sehr ressourcenintensiv, bereits für eine einfache Holzbasis ist viel Grind nötig.

Stehen das erste Fundament und die erste Wand, kann der Zentralcomputer der Basis platziert werden. Dieser markiert den Bereich der Basis, produziert Strom und Masse und liefert die Möglichkeit, fortschrittlichere Geräte herzustellen. Doch mit der Platzierung dieses Computers kommen nach und nach feindliche Jäger auf die Karte, die uns das Leben zunehmend schwer machen.

Um langfristig die Nahrungsversorgung zu sichern, können in der Basis Gemüsebeete oder Ställe für Kleintiere errichtet werden. In ersteren können mit gefundenen Samen zusätzlich auch Baumwolle oder medizinische Pflanzen angebaut werden. Gleichzeitig könne auch für die Weiterverarbeitung von Ressourcen noch viele andere Gerätschaften hergestellt werden.

Dazu zählt zum Beispiel der Schmelzofen, zur Weiterverarbeitung von verschiedenen Erzen, oder die Werkbank, an der fortschrittlicherer Rohmaterialien oder Waffen sowie Sprengstoffe herstellbar sind. Außerdem helfen Lampen und Flutlichter bei der nächtlichen Verteidigung. Doch all diese Gegenstände benötigen zur Herstellung neben „normalen“ Ressourcen ausreichend Strom und Masse.

Der Zentralcomputer produziert und speichert nur eine geringe Menge an Strom und Masse. Teilweise verbrauchen einzelne Geräte wie der Kühlschrank oder Lampen noch kontinuierlich Strom. Daher ist es wichtig, Geräte zur Strom- und Masseerzeugung sowie Speicherung zu bauen. Das können ein Strom- bzw. Massegenerator, Solarzellen oder Speicher für beide Ressourcen sein.

Wie in den letzten Abschnitten deutlich wurde, spiel das Crafting eine sehr große Rolle in Subsistence. Nach einiger Zeit rückt der Aspekt des reinen Überlebens stark in den Hintergrund, da meist ausreichend Wasser und Nahrung durch eigenen Anbau vorhanden ist. Vielmehr hat die Verteidigung gegen feindliche Jäger sowie der Ausbau der eigenen Basis Priorität.

Da die Ressourcen oft knapp sind, benötigt man auch recht lange, bis einmal alles hergestellt und gebaut wurde. Man sollte dabei viel Grind nicht abgeneigt sein. Doch ist nach vielen Stunden Spielzeit einmal alles gebaut und die Karte erkundet, gibt es keine wirkliche Langezeitmotivation mehr. Die Verteidigung gegen mögliche Feinde ist einfach, und bis auf den weiteren ( aber irgendwie sinnlosen) Ausbau der Basis, fehlt ein richtiges Ziel.

 


 

– Besonderheiten –

Die bereits erwähnten KI-Jäger betreten mit dem Bau des eigenen Basis-Computers die Spielwelt. Diese sind an dieselben Regeln wie wir gebunden, sammeln Ressourcen und bauen ihre eigene Basis auf. Selbstverständlich sind die Jäger bewaffnet und greifen von Zeit zu Zeit die Basis an, teilweise als Rache für einen vergangenen Angriff. Auch die Jäger respawnen nach ihrem Tod.

Subisitence bietet mittlerweile einen Koop-Modus. Dieser findet auf selbst gehosteten Servern oder offiziellen Servern statt. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf einer Kooperation zwischen den Spielern, um sich gegen die Feinde im Spiel zu behaupten. Einzelne Server bieten jedoch ebenfalls PVP-Modi, so dass andere Spieler ebenso angegriffen werden können.

Für so gut wie alle Anlagen sind Upgrades verfügbar. So kann beispielweise das Beet mit Lampen aufgerüstet werden. Diese verbrauchen zwar kontinuierlich etwas Strom, lassen die Pflanzen aber innen oder nachts weiterwachsen. Ein anderes Beispiel ist der Schmelzofen, hier können weitere Kammern zum gleichzeitigen Schmelzen mehrere Erze eingebaut werden.

 


 

– Support –

Der Support für Subsistence über die Jahre ist wirklich gut. Neben regem Interesse der Entwickler am Feedback der Community werden alle paar Monate Updates veröffentlicht. Diese sind oft umfangreich und bringen neben den üblichen Fixes und Verbesserungen nach und nach neuen Inhalt für das Spiel. Dazu zählt zum Beispiel der lang erwartete Koop-Modus.

 

– Fazit –

Subsistence befindet sich gefühlt seit Ewigkeiten in der Entwicklung im Early-Access. Und das merkt man positiv an verschiedenen Stellen. Viele Kinderkrankheiten von Early-Access Titeln wurden mittlerweile auskuriert. Bugs sind zwar vereinzelt noch anzutreffen, selten auch Abstürze, doch im Großen und Ganzen konnte ich nur wenige Probleme bei Technik und Performance feststellen.

Das Gameplay bietet reinstes Survival und Crafting, ohne Schnickschnack und Gott sei Dank ohne Zombies. Das Craftingsystem ist dabei sehr gut durchdacht, der Bau der Basis geht einfach von der Hand und macht Spaß. Der Survival-Aspekt rückt zwar nach und nach etwas in den Hintergrund, doch Inhalt bietet das Spiel inzwischen mehr als genügend, um Spieler viele Stunden beschäftigt zu halten.

Wusstest du schon, dass du das Spiel ebenfalls bewerten kannst? Dazu einfach oben in der Review auf die Sterne unter „Eure Wertung„ klicken. Wahnsinn!

Doch das ist zum Teil auch dem ordentlichen Grind geschuldet. Geringe Ressourcenausbeute und warten auf Strom bzw. Masse zum Crafting ziehen das Spiel etwas in die Länge. Doch trotzdem ist Subsistence ein großartiges Game, welches mir seit Release im Jahr 2016 viele Stunden Spielspaß bereitet hat. Daher kann ich es bedenkenlos jedem Spieler empfehlen, der etwas Interesse an diesem Genre hat. Besonders in Anbetracht des fairen Preises von lediglich knapp 14 Euro.

 


 

 


 

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Über Johnny

Angefangen mit dem damals schon in die Jahre gekommenen Sega Mega Drive und meinem Helden der Kindheit - Sonic, habe ich mich über die Jahre fast zum reinen PC-Spieler entwickelt. Dort spiele ich hauptsächlich Shooter, RPG´s, Strategiespiele aber auch Simulationen verschiedenster Art. Dennoch kann ich mich für fast jedes Game begeistern, vor allem mit Zukunfts- oder Weltraum-Setting. Doch ich interessiere mich nicht nur für Gaming sondern auch für Hardware und schraube genauso gerne am eigenen PC.

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