SOS
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SOS

Schon wieder Battle-Royale?

 

Aktuell wird Steam mit Battle Royale Spielen nahezu überhäuft, da alle ein Stück vom Kuchen und großen Erfolg von Playerunknowns Batlleground, Fortnite und Co. haben wollen. Dabei gibt es meist viele mehr oder weniger direkte Kopien des Spielprinzips. Aber es gibt auch Spiele wie SOS, die einen durchaus anderen Ansatz versuchen, denn statt wilder Schießerei steht hier Zusammenarbeit auf der Jagd nach Artefakten im Mittelpunkt, alleine kann sich hier nämlich niemand behaupten.

Doch Vorsicht – so schnell wir neue Freunde finden, so schnell können diese uns auch wieder hintergehen um zu entkommen. Ob es sich lohnt, SOS zu kaufen und ob sich das Spiel mit einer etwas anderen Herangehensweise neben den großen Battle Royale Titeln behaupten kann, möchte ich jetzt in meinem Review klären.

 

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WICHTIG! Bitte beachte, dass es sich bei dem folgenden Testbericht um eine Early Access Version handelt. Unsere Wertung ist noch nicht endgültig und kann sich im Laufe der Entwicklung des Spiels ändern. Dieses Review bietet dir einen ersten Einblick in die zum Zeitpunkt des Tests aktuelle Version des Spiels (die getestete Spielversion kann in der oberen Box entnommen werden). Über die weitere Entwicklung und nennenswerte Updates zum Spiel informieren wir in Form von einem QUICKIE, diese findest du auf unserer Startseite oder direkt im dazu passenden Review. Alle Informationen zu unserem Bewertungssystem findest du hier.

 


 

– Präsentation –

SOS schon jetzt sehr hübsch anzusehen, auch wenn die Grafik selbstverständlich nicht mit aktuellen AAA-Titeln vergleichbar ist, muss sie aber auch gar nicht. Das fängt bei der sorgfältig gestalteten Spielwelt an, in der die Atmosphäre des dichten Dschungels bei verschiedensten Wetterbedingungen und hört bei der düsteren und passenden Stimmung innerhalb eines Tempels wieder auf.

Aber auch die Spielcharaktere und Monster, auf die wir auf der tropischen Insel treffen, sind  bereits detailreich ausgearbeitet, das sieht wirklich schon ausgesprochen gut aus und lässt den Spieler in die Gefahrvolle Welt von SOS binnen weniger Sekunden eintauchen.

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Der Sound bzw. die gesamte Soundkulisse ist passend gewählt. Alle Geräusche sind hochwertig und lassen einen Revolver oder eine Signalpistole eben so klingen, wie wir uns das vorstellen. Die Ortung von Gegnern mit Hilfe von deren Bewegungsgeräuschen ist problemlos möglich. Musik gibt es nur in den Menüs, klingt aber ebenfalls passend zum Setting. Während des Spiels müssen wir auf musikalische Untermalung verzichten, zu Gunsten der Lokalisierung von möglichen Gegnern.

Die hübsche Grafik hat leider ihren Preis – bei der Performance muss zwingend nachgebessert werden. Einbrüche bei der Framerate sind keine Seltenheit. Dazu kommen gelegentliche Abstürze und Verbindungsabbrüche, welche vor allem während einer Runde extrem frustrierend sein können, sowie extrem lange Ladezeiten beim Start des Spiels, egal ob das Spiel auf der SSD oder HDD gespeichert ist. Hier besteht Nachholbedarf!

 

– Gameplay –

Das Spielprinzip von SOS ist denkbar einfach – Wir nehmen als einer von 16 Teilnehmern an einer Art Unterhaltungsshow auf einer kleinen, tropischen Insel teil. Dort müssen wir eines der vier Artefakte finden, eine Signalpistole ausfindig machen und mit dieser den Helikopter rufen, welcher uns letztendlich von der Insel rettet. Das Problem hierbei: Im Helikopter ist nur Platz für drei Personen!

Bevor wir anfangen, können wir aus einem der 12 spielbaren Charaktere auswählen. Jeder Charakter lässt sich zwar optisch etwas anpassen, Vorteile im Spiel bringt das aber nicht, jeder Spieler startet mit den selben Voraussetzungen. Natürlich müssen wir auch nicht auf Emotes verzichten, ein durchaus wichtiges Feature für aktuelle Battle Royale Titel. Haben wir das geschafft, kann das Abenteuer beginnen, wahlweise mit einem Freund oder alleine.

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Außerdem haben wir die Möglichkeit private Spiele zu erstellen oder diesen per Einladung beizutreten. Hier zeigt sich leider die erste große Schwäche des Titels – Wie auch in anderen Early-Access Spielen, die ein Hauptaugenmerk auf den Multiplayer bzw. Koop setzen, ist die Playerbase noch recht klein. Teilweise wartet man bis zu 10 Minuten, um ein Match zu finden. Eine schnelle Runde zwischendurch fällt damit also aus.

Jetzt kann es aber wirklich losgehen. Alle Spieler starten an der Küste der Insel in ihrer eigenen, kleinen Bucht. Von hier aus müssen wir uns zur Inselmitte durchschlagen, um eines der dort verteilten Artefakte in Besitz zu nehmen. Dabei kommt es vor allem auf Schnelligkeit an, denn die Ausrüstung auf der Insel ist begrenzt. Wer zu spät kommt, hat schlichtweg Pech. Gefunden werden können Waffen für Fern- und Nahkampf, auf die ich bei den Besonderheiten noch einmal genauer eingehen werde, Gegenstände zur Heilung und allgemein nützliche Dinge wie beispielsweise Taschenlampen oder die zum Entkommen essentielle Leuchtpistole.

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Bei den Heilungs-Items kann noch in Medipacks oder Papayas, die unsere Gesundheit aufbessern, und Gegengift oder Pilze, welche Infektionen vorbeugen, unterschieden werden. Alle Ausrüstungsgegenstände sind in den Tempelanlagen der Insel zu finden. Meist etwas versteckt in Taschen oder Vasen die wir zerbrechen müssen aber es gibt auch Kisten, die Gegenstände beinhalten. Wenn wir Pech haben sind diese aber verschlossen. Um nun an die wertvollen Dinge im Inneren zu gelangen, müssen wir das Schloss mit einem vorher gefundenen Dietrich knacken. Zur Not hilft auch ein Schuss auf das Schloss, welcher aber Gleichzeitig die aktuelle Position verraten kann.

Doch beim Kampf um Equipment und Relikte müssen wir nicht nur auf andere Spieler aufpassen! Auf der ganzen Insel verteilt lauern verschiedene Arten von Monstern, genannt „Hupia“, die die Tempel bewachen und auf jedes laute Geräusch reagieren. Deshalb ist trotz des harten Kampfes um die drei Plätze im Helikopter Zusammenarbeit wichtig. Spätestens beim größten Monster, dass das Relikt bewacht, kommen wir alleine nicht weit. Die Kommunikation zwischen den Spielern funktioniert über einen In-Game-Sprachchat. Dazu brauchen wir ein Mikrofon und meiner Erfahrung nach auch zwingend grundlegende Englischkenntnisse, denn gespielt wird mit Leuten aus aller Welt und da ist Englisch die Sprache der Wahl.

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Notfalls helfen uns aber auch Unterschiedliche Gesten im Spiel. Per Handschlag können wir mit anderen Spielern eine Allianz gründen. Doch so schnell diese gegründet wurde, so schnell kann sie auch wieder aufgelöst werden. Man sollte also allzeit bereit sein, von seinen neu gefundenen Freunden hintergangen zu werden. Die gesamte Kommunikation gestaltet sich meiner Erfahrung nach aber recht schwierig, da es keinen Region-Lock gibt. Somit kommen wir mit Spielern aus aller Welt in ein Match, von denen viele kein Englisch können oder sich schlichtweg weigern auf Englisch zu kommunizieren.

Haben wir nun alleine oder in Teamarbeit das Artefakt von den Monstern erobert, bleibt uns nur noch übrig, den Helikopter mit Hilfe der Leuchtpistole zu rufen. Das erregt natürlich Aufmerksamkeit. Während wir also warten, bis Rettung ankommt und uns mitnimmt, sollten wir unsere Umgebung und vor allem unsere Freunde im Auge behalten. Denn man weiß nie, ob sich im letzten Moment der gute Freund und Begleiter nicht doch die Beute schnappt und selber entkommen will.

 


 

– Besonderheiten –

Neben den normalen, menschlichen Gegnern bewachen wie bereits erwähnt verschiedenste Monster, genannt Hupias, die Tempelanlagen der Insel. Diese lassen sich genau genommen in 3 Arten unterteilen: Die kleineren Monster, welche hauptsächlich im Dschungel vorkommen, sind relativ harmlos und können problemlos im Faustkampf erledigt werden. Deutlich größer und stärker sind die Monster, die wir innerhalb der Tempelanlagen finden. Dort ist auch das größte und gleichzeitig gefährlichste Monster zu finden, welches eines der begehrten Artefakte bei sich trägt.

Werden wir von einem der Monster getroffen, besteht die Chance, dass dieses uns infiziert. Die Infektion kann vorgebeugt werden, indem wir regelmäßig Pilze essen, die wir überall auf der Insel finden. Eine vollständige Heilung ist aber nur mit Hilfe eines Gegengifts aus Airdrops oder Medizinschränken möglich. Ignorieren wir die Infektion komplett, mutiert unser Spielcharakter nach kurzer Zeit zu einer Art Zombie, das heißt wir verlieren jegliche Kontrolle und unser Charakter greift wild die anderen Spieler an.

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Um sich gegen die eben erwähnten Monster und andere Spieler zu wehren, helfen nur Waffen, die wir überall auf der Insel verstreut finden können. Prinzipiell gibt es hier 2 Arten von Waffen – auf Nah- und auf Fernkampf ausgelegte. Für den Nahkampf dienen uns hauptsächlich Messer, Axt oder stumpfe Gegenstände wie Schädel, welche im Notfall geworfen werden können. Bei den Distanzwaffen gibt es bisher nur zwei Pistolen und eine Shotgun. Munition ist jedoch sehr rar, wir müssen genau überlegen ob wir einen Schuss abgeben oder nicht. Außerdem können Granaten gefunden werden, um größere Mengen von Gegnern zu eliminieren. Allgemein ist die Auswahl an Waffen zum jetzigen Zeitpunkt leider noch recht begrenzt, hier wäre etwas mehr Auswahl gerade bei den Schusswaffen wünschenswert.

Bei jeder Runde in SOS gibt es die Möglichkeit für Zuschauer, das Spielgeschehen zu beeinflussen. Dieses Feature sollte vor allem für Streamer interessant sein, um das Publikum aktiv einzubinden. Die Zuschauer können dann im Stream auf Twitch oder der Stream-Website von SOS die Leistung des Streamers mit Emoticons bewerten und bestimmen, was für Ausrüstung der nächste Airdrop beinhalten soll – meiste gibt es dann eine Auswahl an verschiedenen Waffen oder Heilung. Nette Idee, braucht aber eben auch Zuschauer und auch davon gibt es Momentan leider genau so wenig wie eigentliche Spieler.

 


 

– Support –

Der Support für SOS ist für ein Early Access Titel durchschnittlich. Gelegentliche Hotfixes zur Behebung kleinerer Bugs sowie ein paar große, inhaltliche Updates hat das Spiel bisher spendiert bekommen. Im Steam-Forum kann man die Entwickler auf Bugs hinweisen oder auch allgemeine Vorschläge zur Verbesserung des Spiels vorbringen.

 

– Fazit –

SOS versucht sich mit einem abgewandelten Battle-Royale-Konzept von der breiten Masse abzusetzen. Doch gelingt das? Nicht ganz, meiner Meinung nach. Die Idee des Spiels ist gut, doch nichts komplett Neues im Vergleich zu PUBG und Co. Dazu kommen noch typische Probleme eines Spiels im Early-Access. Viele Spielabstürze, lange Ladezeiten, geringe Spieleranzahl sowie fehlender Inhalt. Spieler, die viel Abwechslung oder eine komplett neue Form des Battle-Royale erwarten, werden hier leider enttäuscht.

Wusstest du schon, dass du das Spiel ebenfalls bewerten kannst? Dazu einfach oben in das Review auf die Sterne unter „Eure Wertung„ klicken. Wahnsinn!

Das alles trübt den Gesamteindruck von SOS, sodass ich für den Moment gut gemeinte 3 Sterne vergebe. Das Spiel ist auf keinen Fall schlecht, mit hat es durchaus Spaß gemacht, vor allem dann, wenn ich gemeinsam mit Freunden gespielt habe. Mit 14.99 € finde ich den Preis für das Spiel angemessen. Wenn jetzt noch mehr Inhalt in Form von einer größeren Auswahl an Waffen oder aber auch anderer Karten kommt, und damit die Spielerzahlen im Laufe der Early-Access Phase steigen, dürfte auf jeden Fall eine Aufwertung möglich sein.

 


 

 


 

Johnny

Über Johnny

Angefangen mit dem damals schon in die Jahre gekommenen Sega Mega Drive und meinem Helden der Kindheit - Sonic, habe ich mich über die Jahre zum reinen PC-Spieler entwickelt. Dort spiele ich hauptsächlich Shooter, RPG´s, Strategiespiele aber auch Simulationen verschiedenster Art. Dennoch kann ich mich für fast jedes Game begeistern, vor allem wenn dieses im Weltall oder der Zukunft spielt. Doch ich interessiere mich nicht nur für Gaming sondern auch für Hardware und schraube genauso gerne am eigenen PC.

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