Shortest Trip to Earth
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Shortest Trip to Earth

Gestrandet in den endlosen Weiten

 

Triebwerke starten! Achtet auf den Generator, beim letzten Start ist dieser aufgrund der hohen Last zusammengebrochen. Er läuft stabil? Sehr gut! Wir müssen einen Weg nach Hause finden, zu lange sind wir hier schon alleine in den Weiten des Weltalls. Werden wir unsere Familien und Freunde je wiedersehen? Jetzt heißt es, alles geben.

Die Mission ist klar, den schnellsten Weg zurück zur Erde finden. Auf dem Weg dorthin lauern in jedem Planetensystem unbekannte Gefahren. Unser Raumschiff ist eigentlich nicht für Interstellare Langstreckenflüge ausgelegt. Doch zum Glück haben wir findige Ingenieure an Bord, durch ihren Einsatz sind wir gut vorbereitet, hoffentlich schaffen wir die Reise.

 

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WICHTIG! Bitte beachte, dass es sich bei dem folgenden Testbericht um eine Early Access Version handelt. Unsere Wertung ist noch nicht endgültig und kann sich im Laufe der Entwicklung des Spiels ändern. Dieses Review bietet dir einen ersten Einblick in die zum Zeitpunkt des Tests aktuelle Version des Spiels (die getestete Spielversion kann in der oberen Box entnommen werden). Alle Informationen zu unserem Bewertungssystem findest du hier.

 


 

– Präsentation –

Shortest Trip to Earth präsentiert sich in einem ungewöhnlichen Design. Es ist eine Art Comiclook und eher schlicht gehalten, hier wird der persönliche Geschmack entscheiden ob einem der besondere Look zusagt. Die Grafiken sind zum größten Teil handgezeichnet. Zu Beginn ist es etwas herausfordernd diverse Elemente zu erkennen und zu unterscheiden.

Die gesamte Aufmachung erinnert dabei sehr stark an Faster Than Light, der Urvater dieses Sub-Genre. Das Raumschiff wird aus der Vogelperspektive gesteuert, sobald man sich einen Überblick verschafft hat, findet man sich schnell zurecht. Umgeben ist das Raumschiff von zahlreichen Fenstern, die diverse Zahlen und Vorräte anzeigen.

Gerade zu Beginn wirkt es aus diesem Grund etwas Überladen, im späteren Spielverlauf sind diese Anzeigen jedoch von großer Bedeutung. Im Spiel selber werden Beispielsweise, Angriffe visuell gut dargestellt und fühlen sich zu jeder Zeit realistisch an. Insgesamt ist das Visuelle Feedback gut umgesetzt und wirkt sich positiv auf die Atmosphäre aus.

Im Hintergrund läuft ein gemütlicher Soundtrack, Hans Zimmer darf jedoch nicht erwartet werden. Die sonstigen Soundeffekte wissen zu überzeugen, gerade ein Kampf reißt sofort mit. Leider gibt es noch keinen roten Alarm, wie bei Star Trek, dass würde die Immersion dramatisch steigern. Allumfassend ist die Soundkulisse sehr stimmig und macht Spaß.

Generell darf ein stabiles Spiel erwartet werden. Im gesamten Zeitraum des Testes kam es zu keinerlei Abstürzen, außerdem sind keine Bugs aufgefallen. Aus technischer Sicht handelt es sich also keines Wegs um ein Early Access Spiel. Viele Einstellungsmöglichkeiten, welche die Performance beeinflussen würden, gibt es nicht.

 

– Gameplay –

Bei Shortest Trip to Earth handelt es sich um ein Rouglike Spiel, zerstörte Raumschiffe und Neustarts gehören also ganz klar dazu. Ebenso wie bei Faster Than Light, kann das Spiel pausiert werden. Zu jeder Zeit, kann in einer brenzligen Situation, wie einem Kampf, eine kurze Bedenkzeit genommen und das weitere Vorgehen durchdacht werden.

Zu Beginn besteht die Auswahl zwischen einem normalen Spiel oder eines mit Tutorial. Aufgrund der hohen Komplexität, welche vor allem aus dem etwas überladenen Interface resultiert, empfiehlt es sich die erste Runde mit dem Tutorial zu starten. In diesem wird alles in Textboxen erklärt, etwas spröde, aber informativ.

Nachdem sich entschieden worden ist, welche Art von Spiel es zu Beginn sein soll, geht es an die Auswahl des Raumschiffes. Dabei stehen zu Beginn drei verschiedene zur Auswahl, wobei jedes seinen eigenen kleinen Vorteil hat, wie zum Beispiel erhöhte Trefferpunkte oder verschiedene Module, wo diverse Räume eingerichtet werden.

Zusätzliche Raumschiffe werden im Laufe des Spiels freigeschaltet, durch Erreichen eines unerforschten Clusters und dessen erfolgreicher Durchreise, können neue Baupläne entdeckt werden. Neue Raumschiffe bieten neben neuen Boni auch optische Unterschiede, auch das Spielverhalten ändert sich je nach Raumschiff erheblich.

Ist das Raumschiff des Vertrauens ausgewählt, geht es an die Startboni, diese können an den eigenen Spielstil angepasst werden. Die Boni reichen von neuen Technologien, wie Drohnen, welche Schäden an dem Schiff instand setzen, oder verbesserte Schildgeneratoren und Waffensysteme. Auch eine erhöhte Anzahl der Crew ist möglich, alle möglichen Boni aufzuzählen wäre an dieser Stelle wirklich zu viel.

Parallel zu den Raumschiffen können im Spielverlauf auch neue Startboni freigeschaltet werden, man mag sich jetzt vielleicht fragen aus welchem Grund dies Sinn macht, ganz einfach Shortest Trip to Earth ist, wie oben bereits erwähnt, ein Rougelike Spiel in dem das Raumschiff immer mal wieder auf katastrophale Ereignisse trifft und dabei gänzlich zerstört wird.

Bei jedem neuen Anlauf wird also von neuem entschieden, welches Raumschiff zum Einsatz kommt und welche Boni aktiv sind. So kann man auf die vergangenen Ereignisse reagieren und sich bestmöglich darauf vorbereiten. Denn das Ziel ist klar, auf schnellsten Weg zurück zur Erde finden und dabei nicht zerstört werden.

Eine Reise durch das komplette Weltall ist voller Gefahren, auf dem Weg zur Erde sind Begegnungen mit Aliens unausweichlich. Dabei sind einige freundlich gesonnen und andere wiederum scheuen sich nicht das Feuer zu eröffnen. Jeder Schritt will daher gut geplant sein, es zählt noch so jedes kleine Detail.

Raumschiffe wollen betrieben werden, ein Blick auf die Vorratsanzeige zeigt den aktuellen Stand an Treibstoff an. Außerdem wird Nahrung für die Crew benötigt, glücklicherweise lässt sich Nahrung drastisch einsparen, indem die Crewmitglieder in den Kryoschlaf versetzt werden. Das Einfrieren und wieder Auftauen nimmt etwas Zeit in Anspruch, wenn ein Konflikt droht, sollte schnell gehandelt werden.

Neben Treibstoff und Nahrung müssen noch andere Ressourcen im Auge behalten werden, so wird Materie benötigt um eventuelle Schäden instand zu setzen. Desweiteren gibt es eine allgemeingültige Währung im Weltall. Mit dieser kann zum Beispiel an Raumstationen gehandelt werden, das Angebot variiert hierbei immer. Es werden unterschiedliche Dinge Angeboten, angefangen bei Ressourcen bis hin zu neuen Modulen für das Raumschiff.

Ein Treffen auf Außerirdische muss nicht immer in einem Konflikt enden, auch mit ihnen kann gehandelt werden, hier ist das Angebot ebenso facettenreich, wie bei den Raumstationen. Einen Unterschied gibt es jedoch, Außerirdische können auch Ressourcen tauschen, es ist also nicht immer zwingend notwendig Geld auszugeben.

Konflikte spielen bei Shortest Trip to Earth eine große Rolle, daher muss die Anzeige für den Munitionsstand immer im Blick sein. Setzt das gewählte Raumschiff auf Projektilwaffen ist Munition unumgänglich. Sind Laserwaffen die eingesetzten Waffen, kann die Ressource etwas vernachlässigt werden.

Jeder Waffentyp hat Vor- und Nachteile. Laserwaffen durchdringen das Schild nicht auf Anhieb und müssen es erst Schwächen und somit deaktivieren. Projektilwaffen hingegen durchdringen das Schild sofort und beschädigen das Raumschiff. Aber keine Sorge, es gibt auch für diese Art von Waffentyp eine Abwehrmöglichkeit.

Kleine Gattlingguns auf dem Raumschiff können Raketen, welche im Anflug sind, zerstören, so kann ein Einschlag auf die Schiffshülle vermieden werden. Sollte das mal nicht funktionieren müssen entweder die Crew oder Drohnen den Schaden schnellstmöglich reparieren. Drohnen können im Gegensatz zu der Crew alle Bereiche des Schiffs erreichen.

Schäden welche nicht repariert werden können, da zum Beispiel keine Drohnen vorhanden sind, können auf Raumstationen instand gesetzt werden, vorausgesetzt die Raumstation ist eine die Schäden wieder richten kann. Das Ganze passiert natürlich nicht kostenlos, hier muss die allgemeingültige Währung eingesetzt werden.

Neben dem Weltraumkampf kann es auch vorkommen, dass lästige Aliens das Raumschiff infiltrieren und sich an den Waffen oder Schilden zugange machen. Auch die Crew ist nicht geschützt und muss sich zur Wehr setzen. Doch Obacht, wer nicht auf seine Crewmitglieder acht gibt, kann diese ganz schnell an den Todesgott verlieren.

In diesem Zusammenhang macht es Sinn auf die Fähigkeiten der einzelnen Crewmitglieder zu achten. Vier verschieden Arten gibt es, Waffen des Raumschiffes, Waffen für den Kampf, Schildgenerator und Reparaturfähigkeiten. Alle können gelevelt werden und beschleunigen die jeweilige Aktionen. So können Spezialisten trainiert werden und den Alltag erleichtern.

Eine Reise durch das unbekannte Weltall birgt viele Gefahren, auf der Reise zur Erde können immer wieder Zufallsereignisse ausgelöst werden, Rohstoffe gesammelt werden, zum Beispiel auf Planeten oder in Asteroiden, oder mysteriöse Fracks erforscht werden. Jedes Ereignis ist völlig zufällig und kann jedes Mal anderes ausgehen.

Der Zufallsfaktor bestimmt maßgeblich wie wohlbehalten das Raumschiff den Weg zur Erde übersteht, vorausgesetzt es wird zwischenzeitlich nicht zerstört, denn dann beginnt die Reise wieder von vorne. Dieser Aspekt des Spiels ist ein Hauptbestandteil, also keine Sorge, wenn das Raumschiff das ein oder andere Mal tragisch explodiert.

Die Geschichten hinter jedem Zufallsereignis sind vielfältig und zahlreich vorhanden, zumeist öffnet sich ein kleines Dialogfenster, worin kurz die Situation geschildert wird. Im unteren Bereich werden Möglichkeiten aufgelistet, wie man darauf reagieren möchte. Der Zufallsfaktor entscheidet dabei immer mit, ob die gewählte Möglichkeit funktioniert.

 


 

– Besonderheiten –

Eines der besonderen Merkmale an Shortest Trip to Earth, ist die Möglichkeit, das Innere jeden Raumschiffes in gewissen Maßen zu gestalten. Dabei wird sich auf Module beschränkt, welche allesamt eine Funktion haben. Zudem gibt es kleine Regeln, an die sich gehalten werden muss, einige Module verlangen spezielle Bauplätze.

Dazu zählt zum Beispiel der Generator, welcher das Raumschiff mit Energie versorgt. Außerdem sollten diverse Module sinnvoll im Schiff platziert werden, denn wenn feindliche Eindringlinge auf das Schiff gelangen, greifen diese auch die Schiffsinternen Module an. Im hinteren Teil des Schiffes sind die Vorratstanks der diversen Ressourcen anzubringen.

Durch diese Maßnahme sind die Ressourcen geschützter, als würden sie im vorderen Teil untergebracht werden. Wobei jedem selbst überlassen ist, die Module taktisch sinnvoll anzuordnen. Auch Laufwege zwischen den einzelnen Sektionen müssen beachtet werden, das Raumschiff kann immer weiter optimiert werden, dann gelingt auch die Reise zur Erde.

 


 

– Support –

Da Shortest Trip to Earth erst seit kurzer Zeit auf Steam verfügbar ist, kann hier noch nicht viel beurteilt werden. Die wenigen Monate seit Release sind jedoch gut verlaufen, auch das ein oder andere Update ist bereits erfolgt. Einen offiziellen Discord Server, wie bei vielen anderen Spielen, gibt es auch, das ist sehr löblich! Der direkte Draht ist gesichert.

Eine offizielle Roadmap gibt es leider nicht, der Entwickler Interactive Fate hält sich hierbei alle Möglichkeiten offen. Welche Features in Zukunft also noch folgen sind relativ offen, dafür ist das Early Access Programme auch da. Jeder Spieler kann Wünsche und Kritik äußern, so wird das Spiel gemeinsam mit der Community weiterentwickelt.

 

– Fazit –

Was soll ich sagen? Shortest Trip to Earth liefert genau das, was man auch erwartet, ein aufgebohrtes Faster Than Light. Wer also bereits mit diesem Titel viel Spaß hatte, macht hier sicher nichts falsch. Besonders nett finde ich die Idee eines gestrandeten Raumschiffes im Weltall, mich persönlich erinnert das sehr an Star Trek Voyager.

Die Spielmechaniken machen allesamt Spaß, auch der Erkundungsdrang funktioniert phantastisch. Hier greift schnell die Spirale:“Ich möchte nur noch den Planten erforschen oder das Trümmerfeld Untersuchen“. Außerdem ist die Anpassbarkeit der Raumschiffe eine tolle Maßnahme, die eigenen Strategien und Taktiken auszuleben.

Wusstest du schon, dass du das Spiel ebenfalls bewerten kannst? Dazu einfach oben in der Review auf die Sterne unter „Eure Wertung„ klicken. Wahnsinn!

Es sei jedoch auch erwähnt, dass Shortest Trip to Earth noch viel Potenzial hat, dieses aber aktuell nicht komplett ausschöpft. Daher ist das Spiel aktuell nur etwas für Genre-Liebhaber, welche etwas Abwechslung haben wollen. An sich macht es jedoch definitiv Spaß.

 


 

 


 

Druidnix

Über Druidnix

Noch heute denke ich an die vergnüglichen Stunden mit meinem Bruder vor unserem doch erst recht spät erhaltenen SNES zurück. Besonders die RPGs haben uns damals gefesselt, aber auch Mario und Luigi waren oft zu Gast. Mit dem Computer kam ich deutlich später in Kontakt, anfangs sogar ohne Internet, vermag sich heute kaum einer Vorzustellen. Heutzutage ist der Computer mein Medium Nummer Eins, vor allem Aufbauspiele, wie meine geliebte Anno Serie, oder zahlreiche tolle Indie Spiele begeistern mich. Meine Begeisterung hat mich letztliche dazu gebracht Spiele auf Herz und Nieren zu prüfen.

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