Red Tractor Tycoon
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Red Tractor Tycoon

Der rote Traktor und ich!

 

In Red Tractor Tycoon heißt es fleißig herum driften, denn der kleine rote Traktor schweift gerne einmal vom Kurs oder prallt von dem ein oder anderen Gestein ab. Da muss man sich erst einmal eingewöhnen, sobald die ersten Steuerungsschwierigkeiten überstanden sind, geht es ans Felder pflügen, säen und ernten. Im Labor warten weitere Möglichkeiten auf ihren Einsatz. Sobald sie freigeschaltet sind, lassen sie sich im Shop kaufen und verwenden.

Dabei können zukünftig ein paar schöne Tiergehege oder große Obstplantagen die Landschaft zieren. Durch die verschiedenen Gebäude werden Rohstoffe zu Endprodukten weiter verarbeitet. Schlussendlich tauscht man alle Güter in Bares oder Forschungspunkte die weitere Fortschritte ermöglichen. Störende Wälder, Steine und Wasserstellen können mit den richtigen Werkzeugen oder Gebäuden aus dem Weg geräumt werden, sodass das heitere Bewirtschaften noch umfassender wird.

 

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WICHTIG! Bitte beachte, dass es sich bei dem folgenden Testbericht um eine Early Access Version handelt. Unsere Wertung ist noch nicht endgültig und kann sich im Laufe der Entwicklung des Spiels ändern. Dieses Review bietet dir einen ersten Einblick in die zum Zeitpunkt des Tests aktuelle Version des Spiels (die getestete Spielversion kann in der oberen Box entnommen werden). Alle Informationen zu unserem Bewertungssystem findest du hier.

 


 

– Präsentation –

Die Grafiken in Red Tractor Tycoon sind schlicht und sauber gehalten, dabei stechen der rote Traktor und dessen Aufsätze deutlich von der Umgebung heraus. Die Landschaft ist in Hexagons gegliedert, die entweder aus Bäumen, Steinen, Wasser oder leeren Wiesen bestehen. Hin und wieder sieht man Rehe über die Felder streifen und Vögel durchs Bild flattern oder ein Fisch springt aus einem Wasserfeld und verschwindet kurz darauf wieder darin, ansonsten ist die Welt eher regungslos. Das Wasser selber zum Beispiel bewegt sich nicht.

Die Musik im Hintergrund hat einen Hauch Westernstil drinnen, wirkt nach längerer Spielzeit jedoch eintönig. Dennoch passt sie gut zum Spielerlebnis, denn es gibt weder Kämpfe noch Gefahren, daher sollte man auch gar kein Rambazamba erwarten. Neben der Musik vernimmt man einige Sounds wie das Motorengeräusch bei stillstand und bei fahrt, Vogelgezwitscher und manchmal auch ein komisches Klimpern das beginnt, wenn Felder erntereif sind. Auf technischer Ebene läuft das Spiel stabil und es kamen im gesamten Test keine Abstürze vor.

 

– Gameplay –

Im Hauptmenü gibt es nicht viele Möglichkeiten und so beginnt das Spiel ohne großen Umschweif auf einer neuen Karte. Diese ist zufällig generiert und hat eine bereits festgelegte Größe, die man selber nicht verändern kann. Nach einer kurzen Ladeszene steht man bereits mitten im Spiel und erhält eine kleine Einführung in die Mechaniken. Sobald man die drei Tutorial Fenster durchgedrückt hat, sieht man eine kleine Basis, welche aus einem Laden, einem Labor, ein Lager und zwei verschiedenen Plattformen besteht.

Zum Startgut gehört der rote Traktor und drei Aufsätze. Mit dem Pflug lassen sich auf den grünen Wiesen Felder zum Bewirtschaften anlegen, der Gabelstapler dient zum Transport von Güter, jedoch immer nur eines auf einmal. Ebenso lassen sich damit auch Felder besähen, bis man sich eine richtige Sämaschine angeschafft hat und zum Schluss die Erntemaschine mit der sich natürlich alle Feldfrüchte und Obstbäume ernten lassen.

Im Laden kauft man sich nun am besten etwas Weizen um die ersten Felder anzulegen. Dabei ist das ein immer gleichbleibender Rhythmus – pflügen, ernten und säen. Später kann man sich auch einen Anhänger kaufen, mit dem man die Felder bewässert um die Wachstumszeit zu verkürzen. Den Ertrag bringt man danach auf eines der beiden Plattformen und verkauft sie entweder gegen Geld oder Forschungspunkte. Welche Plattform dabei für welche Option steht ist sehr gut ersichtlich.

Ein Feld verbraucht beim Säen eine Feldfrucht und gibt beim Ernten zwei zurück, so verdoppelt sich der Ertrag. Mit dem Geld kann man im Laden weitere Tools für den Traktor kaufen oder neue Feldfrüchte, Tiere und Gebäude kaufen. Sobald etwas gekauft wurde, ploppt es zufällig um denn Laden herum auf, dabei laufen gekaufte Tiere manchmal auch weg. Bevor man diese jedoch überhaupt kaufen kann, muss man sie im Labor gegen Forschungspunkte erst freischalten.

Zum Start des Spiel hat man nur Zugriff auf Weizen und einem Zaun inklusive Tor. Im Labor gibt es verschiedene Feldfrüchte, Obstbäume, Tiere und Produktionsgebäude zur Auswahl, gibt man die entsprechende Anzahl an Forschungspunkte dafür aus, schaltete man es im Laden zum Kaufen frei. Manche Forschungen sind aber auch an andere Forschungen gekoppelt. Zum Beispiel muss man erst die Mehlfabrik erforschen bevor man die Brotfabrik freischalten kann.

Bevor man sich ein paar Tiere zulegt, sollte man erst ein Gehege bauen. Dazu gehört ein Tor das drei Hexagon-Felder einnimmt und die Zäune die eine gewisse Feldanzahl abgrenzt. Sobald der Zaun zum Tor auf beiden Seiten geschlossen ist, verändert sich die grüne Wiese zu einem braunen Untergrund. Unter dem Tor befindet sich das Lager aus dem die Tiere gefüttert werden. Pro braunem Feld im Gehege kann ein Tier gehalten werden. Füllt man das Tierlager mit dem richtigen Futter, beginnen die Tiere mit der Produktion.

Hält man sich Hühner, so legen sie nach einer gewissen Zeit Eier, diese gehen jedoch nicht direkt ins Lager in dem sich auch das Futter befindet, sondern fliegen willkürlich in der Gegend herum und verteilen sich in der gesamten Umgebung. Sollten sich in der Nähe Bäume oder Steine befinden, könnte der Aufprall die Flugbahn der Eier noch vergrößern, sodass man manchmal im gesamten Umkreis nach ihnen suchen muss.

Spart man etwas Geld an, so lassen sich im Shop Drohnen kaufen. Sie können für den Transport von Gütern eingesetzt werden. Zum Beispiel kann sie das Mehl aus der Mehlfabrik direkt in die Brotfabrik liefern. Jedoch kann die Drohne nicht das Weizen direkt vom Feld in die Mehlfabrik liefern. Sie kann nur zwischen zwei Gebäuden fungieren. So müsste man zum Beispiel manuell das Weizen in ein Lager bringen, damit die Drohne es dann zur Fabrik bringt. Passt irgend wann die Route nicht mehr, braucht man einen teuren Traktoraufsatz um die Drohne bei der Arbeit zu unterbrechen.

Um später Bäume und Steine aus dem Weg zu räumen, damit man mehr Platz für Felder und Tiergehege hat, braucht man ebenfalls spezielle Aufsätze. Mit der Säge lassen sich zum Beispiel alle Wälder fällen, doch das Gerät verbraucht sich und geht nach zehn Fällungen zu Bruch. Auch die Geräte zur Beseitigung der Steine haben nur eine Haltbarkeit von zehn, zudem gibt es drei verschiedene Steine und jeder einzelne davon braucht einen eigenen Aufsatz.

Zusammengefasst baut man sich nach und nach eine größere Landwirtschaft auf und versucht möglichst viel Geld zu scheffeln, in dem man alle Forschungen freispielt und gewinnbringende Produkte erzeugt. Dabei gibt es jedoch kein konkretes Ziel, da es weder Quests noch Aufträge gibt. Das heißt, man ist beim Aufbau auf sich allein gestellt, wird im Gegenzug aber auch von niemandem gehetzt. Daher ist es ein perfektes kleines Gelegenheitsspiel, bei dem man den Kopf baumeln lassen kann.

 


 

– Besonderheiten –

Oft sind Spieler gewohnt, dass sie Dinge verbessern können die essenziell für das Spiel sind. Bei Red Tractor Tycoon bildet der rote Traktor den Mittelpunkt des Spiels, trotzdem lässt er sich weder verändern noch verbessern. Das muss aber nicht zwangsläufig auch was schlechtes bedeuten, denn mit all seinen Aufsätzen ist er jeder Aufgabe gewappnet und mit der Zeit ist es entspannend zu wissen, dass der kleine Racker durch die Welt driftet ohne das sich dabei was ändert. Man gewöhnt sich an seine Steuerung.

Auf den ersten Blick sieht man die Entwickler upjers hinter diesem Spiel stehen. Doch viel wichtiger zu Wissen ist, dass Red Tractor Tycoon von einem Azubi entwickelt wurde und es sein erstes Projekt ist. Ihm wurde zur Unterstützung nur ein winziges Team aus Grafik und Projektleitung zur Verfügung gestellt, um diese Projekt zu verwirklichen und es ist schön zu sehen das upjers seinen Azubis so eine Möglichkeit bieten, ihre eigenen Ideen umzusetzen.

 


 

– Support –

Seit dem Release von Red Tractor Tycoon ist gerade mal ein Monat vergangen, in dieser Zeit ist bisher noch nichts passiert. Es gab weder ein Update noch Bugfixes. Dennoch verspricht das Studio upjers, dass das Spiel in der Early Access Phase Fehlerbehebungen und Polishing erhalten soll. Da das Projekt von einem Azubi geleitet wird, kann es gewiss etwas Dauern bis die ersten Updates kommen.

Im Steamforum ist das Studio aktiv und beantwortet regelmäßig fragen. Wer jedoch etwas persönlicher mit den Entwicklern in Kontakt stehen möchte, kann sich dem Discord Server von upjers anschließen. So gilt es noch abzuwarten, in welche Richtung sich das Spiel entwickeln wird und welche Inhalte zukünftig einen Weg ins Spiel finden werden. Eine genaue Zeit wie lange sich das Spiel im Early Access befinden soll, ist nicht bekannt.

 

– Fazit –

Bedenkt man, das Red Tractor Tycoon ein Azubi Projekt ist, bekommt man hier ein solides kleines Spiel. Jedoch darf man nicht mit vielen Erwartungen an das Spiel heran gehen, es gib weder eine Story noch Bewohner an die man Erzeugnisse und Produkte verkaufen könnte. Man bestreitet die Laufbahn als Landwirt alleine mit dem roten Traktor und man setzt sich selber seine Ziele. Welches Saatgut angepflanzt und welche Produktionskette aufgebaut wird.

Mit der Zeit wird es etwas eintönig, da man auch nicht wirklich Erfolge feiern kann. Man erarbeitet sich etwas über Stunden, aber das einzige was geschieht, ist das die Erzeugnisse gegen Geld oder Forschungspunkte im nichts verschwinden.

Wusstest du schon, dass du das Spiel ebenfalls bewerten kannst? Dazu einfach oben in das Review auf die Sterne unter „Eure Wertung„ klicken. Wahnsinn!

Im späteren Spielverlauf fehlen mehr Möglichkeiten zur Automatisierung, da trotz Anhänger die Ernte erst manuell zum Lager oder zu den Verkaufsfeldern gebracht werden muss. Das Einsammeln von wild herumfliegenden Gütern erschwert die Arbeit und verzögert das Vorwerts kommen.

Trotzdem kann man sagen das der Preis gerechtfertigt ist, man hat immer etwas zu tun und es gibt eine Menge Forschungen zum Freispielen. Jedoch muss klar gesagt werden, dass dieses Spiel gewiss nicht jeder Manns Sache ist und man einfach der Spieltyp für diese Art von Spiel sein muss. Daher empfehlen wir das Spiel nur bedingt.

 


 

 


 

Nurona

Über Nurona

Im Grunde spiele ich so ziemlich alles was mir in die Hände fällt, ausgenommen von Horrorspielen. Aufgewachsen bin ich aber mit den legendären Schlachten in Age of Empires 2, den arbeitstüchtigen Orks aus Warcraft 3 "Work, work", den geheimnisvollen Zerg aus Starcraft und vielen, vielen mehr. Auch heute sprechen mich Strategiespiele und Aufbausimulationen außerordentlich an. Trotzdem versuche ich mich immer wieder gern an Indietitel, bei denen ich keine Ahnung habe, was für ein Spielkonzept dahinter steckt.

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