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Orion Trail
Unsere Wertung:
Eure Wertung:
VN:F [1.9.22_1171]

Orion Trail

Verloren im Weltraum

 

Der Weltraum – unendliche Weiten… Dies sind die Abenteuer in Orion Trail, wo man sich als Spieler aufmacht fremde Planeten anzusteuern, unbekannte Wesen zu erforschen und verrückte Krankheiten zu besiegen. Dabei gilt es die richtigen Entscheidungen zu treffen, um seine Crew sicher und mit ausreichend Nahrung und Brennstoff ans Ziel zu bringen. Wie sich das im Einzelnen gestaltet erfährst du, wenn du weiter liest.

 

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WICHTIG! Bitte beachte, dass es sich bei dem folgenden Testbericht um eine finale Version handelt, da dieses Spiel den Early Access verlassen hat. Unsere Wertung ist ebenfalls endgültig und wird sich nicht mehr ändern. Dieses Review bietet dir einen ersten Einblick in die zum Zeitpunkt des Tests aktuelle Version (die getestete Spielversion kann in der oberen Box entnommen werden). Über die bisherige Entwicklung und nennenswerte Updates zum Spiel informierten wir in Form von einem QUICKIE, diese findest du auf unserer Startseite oder direkt im dazu passenden Review. Wichtige Informationen zu unserem Bewertungssystem gibt es hier.

 


 

– Präsentation –

Zurück in die Vergangenheit! Das fällt mir zum ersten Eindruck der Grafik von Orion Trail ein. Trotz Auswahl der Auflösung auf 1920×1080 und Fullscreen bleibt das Spiel vehement im 4:3 Format. Dazu kommen knallig bunte Farben im Stile eines spacigen Weltraumcartoons.

Man sieht dem Spiel seine Wurzeln als Browsergame an. Witzig ist die Brücke gestaltet, die sich am unteren Bildschirmrand befindet und sofort an die Abenteuer von Raumschiff Enterprise um Captain Kirk und Co erinnert. Eines der wenigen dynamischen Elemente im Spiel, wo die Offiziere wie wild auf ihren Konsolen rumdrücken und der Verlust eines Crew-Mitglieds optisch auffällt.

Der Sound kommt ebenso knallig daher und man ist geneigt die Lautstärke gleich zu Beginn etwas herunterzustellen, da es auf Dauer schon anstrengend ist dem eindimensionalen Electro- Beat zuzuhören. Technisch läuft Orion Trail rund und es gab beim Test keinerlei Abstürze oder Hänger.

 

– Gameplay –

Zu Beginn wählt man eine Crew bestehend aus 3 Offizieren und dem Captain. Jedes Mitglied bringt mehr oder weniger hohe Fähigkeitspunkte verteilt auf Angriff, Taktik, Diplomatie, Wissenschaft und Wagemut mit. Diese Punkte werden zu einer Gesamtstärke im jeweiligen Bereich addiert.

Ist die Crew ausgewählt wechselt man in die Ansicht der Weltraumkarte und bekommt eine Raumstation als Ziel angezeigt, die mit dem Raumschiff erreicht werden muss. Man kann zwischen verschiedenen Strecken wählen, jedoch lassen sich nicht alle Planeten ansteuern da es nur eine Richtung gibt und eine Rückkehr nicht vorgesehen ist. Die Planeten sind miteinander durch Wegpunkte verbunden bei deren Überquerung jeweils etwas Nahrung und Treibstoff abgezogen wird.

Die Startmenge an Rohstoffen reicht nicht aus, um den ganzen Weg bis zum Ziel zurückzulegen. Nachschub gibt es bei den jeweiligen Zwischenstationen, die auch das ein oder andere Abenteuer bereit halten. Ist man nahe genug an einem Planeten dran, kann er von den Scannern erfasst werden und man bekommt angezeigt, was für Rohstoffe er möglicherweise bereit hält.

Auf dem Planeten und manchmal auch auf dem Weg dahin wird man mit zufälligen Ereignissen konfrontiert, deren Ausgang dann darüber entscheidet ob und wie viel Rohstoffe die Crew für ihre weitere Reise mitnehmen kann. Steuern lässt sich alles mit der Maus, was wirklich flüssig und problemlos von der Hand geht.

 


 

– Besonderheiten –

Grafisch gibt Orion Trail nicht viel her. Dafür gibt es jede Menge Text, in dem die Geschichten und Ereignisse dargestellt werden. Das Ganze leider nur in englischer Sprache, was für ungeübte problematisch sein könnte. Aber auch ohne die Texte zu lesen, kann man Orion Trail gut spielen. Dann entgehen einem aber die teilweise recht witzig geschilderten Geschehnisse um außerirdische Kreaturen und sonstige Zwischenfälle.

So traf ich zum Beispiel auf eine riesige Seekuh, die das gesamte Raumschiff beim Versuch sie aus der Nähe zu observieren verschluckt. Die besten Chancen, nämlich einen Bonus von zwei, hatte ich bei der Auswahl des Wagemuts. Also einfach mal den Warp Antrieb eingeschaltet und hoffen, dass das Vieh das Raumschiff irgendwie wieder ausscheidet. Die Würfel sind günstig gefallen und der Zufall bescherte mir einen positiven, wenn auch unerwarteten Ausgang der Begegnung.

Das Raumschiff schlitterte in ein Paralleluniversum, in dem ich nicht mehr in der Seekuh, sondern die Seekuh im Raumschiff gefangen war. Das brachte mir insgesamt einen Zuwachs von drei Fähigkeitspunkten im Bereich Wissenschaft und die Möglichkeit in das richtige Universum zurückzukehren und den Weg unbeschadet fortzusetzen.

Ein anderes Mal ist auf dem Schiff eine seltsame Krankheit ausgebrochen, die bei den Crew-Mitgliedern eine grüne Hautfarbe und jede Menge Tentakel am ganzen Körper verursachte. Mit den neu gewonnenen Fähigkeiten im Bereich Wissenschaft entschied ich mich ein Heilmittel zu erforschen.

Und auch diesmal war das Glück mir hold und der Arzt konnte die Mehrheit der erkrankten Crew heilen. Die Tentakel fielen ab und der Chefkoch kannte direkt ein gutes Pfannengericht und verschwand mit den Tentakel. Am Ende verlor ich zwei Mann an Besatzung, gewann im Gegenzug aber dreißig Portionen Nahrung (die übrigens in Form von Burgern angezeigt werden) dazu.

Der Ausgang der Ereignisse wird nach dem Zufallsprinzip ermittelt. Einfluss nehmen kann man durch die vorhandenen Fähigkeitspunkte. Je mehr man davon zur Verfügung hat, desto wahrscheinlicher ist ein positiver Ausgang gegeben. Letztlich braucht man aber ein gewisses Quäntchen Glück, um die Raumbasis zu erreichen. Oder anders ausgedrückt: Läuft es beim Zufallsgenerator schlecht, kann man auch kurz vor Erreichen des Ziels noch seine gesamte Crew verlieren oder die noch benötigten Nahrungsmittel oder den Brennstoff, was zwangsläufig mit einem Scheitern und dem Neustart der Mission verbunden ist. Das sorgt für ein gewisses Maß an Motivation, dass Spiel zu besiegen, hält aber auch den ein oder anderen Frustmoment bereit.

 


 

– Fazit –

Orion Trail kann für eine kurze Zeit Spaß machen. Zu schnell hat man eigentlich schon alles vom Spiel gesehen und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis man die sechs Missionen durchgespielt hat, was sich aber sehr zäh gestaltet und zuviel vom Faktor Glück abhängt. Orion Trail bietet nicht mehr als seine ausgewählte Crew mit zufälligen Ereignissen zu konfrontieren, in denen man die Entscheidung wählt, die die beste Chance zu einem positiven Ausgang verspricht.

Somit schafft man es mit wenig Strategie und viel Glück zur Raumstation und hat den Level gemeistert. Die wenigen, zugegebener Maßen recht witzigen, Geschichten die das Spiel erzählt sind nett, wiederholen sich aber nach einer gewissen Zeit und können den Gesamteindruck und den Spielspaß nur begrenzt verbessern.

Wusstest du schon, dass du das Spiel ebenfalls bewerten kannst? Dazu einfach oben in das Review auf die Sterne unter „Eure Wertung„ klicken. Wahnsinn!

Orion Trail hat den Early Access am 12.10.2015 verlassen und quantitativ noch etwas aufgestockt. Alle sechs Missionen sind nun verfügbar und einige davon wurden um zusätzliche Ereignisse und Planeten ergänzt. Dennoch reicht es nicht für eine Aufwertung, da das erfolgreiche beenden einer Mission nun gefühlt noch mehr vom Faktor Glück abhängt und die Frustmomente in Orion Trail dadurch sogar noch zugenommen haben.


 

 


 

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Über Early Access Addicts

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  • Poks45

    Danke. Hätte es mir fast gekauft und bin durch einen Freund auf eure Seite aufmerksam gemacht worden. Cool das ihr das Spiel schon getestet habt. Ich denke ich warte dann noch ein bisschen und kaufe es mir im Sale für 5 Euro sollte es denn reduziert sein.

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