My Time At Portia
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My Time At Portia

Handwerk trifft Niedlichkeit!

 

Was würdest du tun, wenn dir von heute auf morgen, auf einer entfernten Insel, eine kleine Werkstatt hinterlassen wird? Ich muss sagen, die Koffer waren schnell gepackt, denn das Abenteuer war wirklich viel zu verlockend. Meine eigene Werkstatt und dann musste ich auch noch die Bürger von Portia mit meinen Fähigkeiten überzeugen. Kurz nach dem ich dort ankam war mir aber klar, dass ich schon bald nicht nur der Laufbursche sein würde, sondern dass die Bewohner mir vertrauten und mich in ihren Reihen akzeptierten.

Portia, auf den ersten Blick malerisch schön, fast wie in einem Traum. Doch auch hier verbergen sich Geheimnisse und nach genauerem Hinsehen konkurrieren zwei Parteien miteinander. Zum Einen der Weg des Lichts, die um alles in der Welt den Fortschritt aufhalten wollen, um nicht zu wiederholen, was früher einmal geschah und zum Anderen das Forschungszentrum, das im Fortschritt keine Gefahr sieht, solange man die bekannten Fehler von damals nicht wiederhole. Für welche Seite wirst du dich entscheiden?

 

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WICHTIG! Bitte beachte, dass es sich bei dem folgenden Testbericht um eine Early Access Version handelt. Unsere Wertung ist noch nicht endgültig und kann sich im Laufe der Entwicklung des Spiels ändern. Dieses Review bietet dir einen ersten Einblick in die zum Zeitpunkt des Tests aktuelle Version des Spiels (die getestete Spielversion kann in der oberen Box entnommen werden). Über die weitere Entwicklung und nennenswerte Updates zum Spiel informieren wir in Form von einem QUICKIE, diese findest du auf unserer Startseite oder direkt im dazu passenden Review. Alle Informationen zu unserem Bewertungssystem findest du hier.

 


 

– Präsentation –

My Time at Portia begrüßt den Spieler mit viel Charme, einer wunderschönen Atmosphäre und frischem Wind. Die Welt, wie auch alle Objekte in ihr, besitzen ihren ganz eigenen Stil. Aus der Entfernung sehen jegliche Landschaften sehr malerisch aus, wie auf einem schönen Gemälde und aus der Nähe kommt er dem Comicstil sehr nahe. Obwohl alles etwas auf niedlich getrimmt ist, wirkt die Umgebung trotzdem nicht zu kitschig, auch wenn pink-weiße Lamas über die Wiesen hüpfen.

Jeder Bewohner Portias besitzt ebenfalls seine ganz eigenen Merkmale, dabei sind die Charaktere oftmals mit ganz verschiedenen Gesichtszügen oder Körpermerkmalen ausgestattet, was sie umso mehr von einander unterscheidet und die Welt dadurch sehr gekonnt mit Leben füllt. So manche Fratze ist sogar ausgesprochen Markant und teils mit kleinen Gegensätzen gestaltet.

Ebenso der Körperbau des Ein oder Anderen, lässt ohne Zweifel das Gefühl zurück, da wäre etwas zu viel an den Einstellungsknöpfen gerückt worden. Doch eben diese äußeren Merkmale machen jeden Bewohner zu einem Unikat, mit Ausnahme der sieben Zwillingsbrüder, welche sich nur durch ihre Kleidung von einander unterscheiden lassen.Das Menü im Spiel hinterlässt ebenso einen guten Eindruck, denn es wirkt sehr durchdacht und aufgeräumt. Dabei ist die gestalterische Umsetzung genau so gelungen wie auch der Rest des Spiels. In allen Ecken Portias findet man immer wieder die Liebe zum Detail, sei es bei der Einrichtung jedes einzelnen Gebäudes oder die unterschiedlichen Gebiete und Dungeons. Man sieht schon auf den ersten Blick, dass in My Time at Portia sehr viel Zeit und Herzblut steckt und das Spiel optisch auf ganzer Linie überzeugt.

In My Time at Portia wartet nicht nur eine hübsche Hintergrundmusik und stimmige Umgebungsgeräusche auf den Spieler, sondern dazu die Vertonung der Dorfbewohner wie auch des eigenen Spielcharakters. Dabei hat jeder einzelne seine ganz eigene Stimmlage. Jedoch fällt schnell auf, dass leider noch nicht jede Unterhaltung vollständig vertont ist. So bekommt man manchmal zu den Untertitel was schönes zu hören oder eben nicht.

Im technischen Bereich ist das Spiel auch auf weniger starken Computern mit hohen Grafikeinstellungen problemlos zu spielen. Aktuell kämpft das Spiel noch mit einigen Grafikfehlern, die jeweiligen Einstellungen spielen dabei keine Rolle. Beim Ladebildschirm ist stellenweise Geduld gefragt, denn gelegentlich friert der Bildschirm für einige Sekunden ein – Generell fängt sich das Spiel aber wieder und wir können loslegen.

 

– Gameplay –

Bevor nun das Abenteuer beginnt, erstelle ich mir meinen Spielcharakter. Weiblein oder Männlein? Das ist mir frei überlassen, auch die Frisur und Haarfarbe kann ich nach belieben ändern. Dann noch ein paar hübsche Gesichtszüge und eine strahlende Augenfarbe und voilà, fertig ist der Charakter, fehlt nur noch ein schöner Name. Nur der Körperbau, wie auch die Kleidung lassen sich nicht verändern. Los geht’s, auf nach Portia!

Ein Schiff bringt mich sicher in den Hafen von Portia, von hier aus habe ich eine großartige Sicht auf mein zukünftiges Zuhause. An Land wartet bereits Presley auf mich. Er war ein guter Freund meines Vaters, der einst hier lebte und eine Werkstatt führte. Nun gehört sie mir und ich weiß noch nicht, ob ich den Aufgaben die auf mich zukommen gewachsen bin. Aber es war der Wunsch meines Vaters, dass ich diese Werkstatt wieder aufleben lasse, bevor er Portia verließ um die Welt zu bereisen.

Bisher habe ich die Werkstatt noch nie gesehen und Presley führt mich dorthin, es ist ein eher unscheinbares Haus und etwas zerfallen. Ich muss es mir hier erst noch gemütlich machen. Für den Moment lässt mich Presley nun alleine damit ich mich etwas ausruhen kann. Morgen soll ich ihn in der Stadt besuchen. Doch meine erste Nacht in meinem neuen Zuhause ist nicht so erholsam wie ich es mir gewünscht habe. Der Boden knarzt und der Wind zieht durch die undichten Stellen, dazu glaube ich irgend wo unter den Balken das Piepsen einer Maus gehört zu haben.Doch bevor ich mich der Reparatur meines Hauses widme, besuche ich die Stadt. Sie ist sehr hübsch und lädt zum Erkunden ein. Ich fühle mich vom ersten Augenblick sehr wohl hier in Portia und freue mich auf die Abenteuer die mich erwarten. Mitten auf der Peach Plaza befindet sich ein großer Springbrunnen und dahinter steht das Gebäude in dem ich Presley finden sollte. Es ist die Händlergdilde und mein einziger Bekannter hier, ist für sie zuständig.

Presley freut sich mich zu sehen und stellt mir eine Aufgabe die ich zu bewältigen habe. Immerhin muss ich erst beweisen, dass ich mit Hammer und Nagel umgehen kann, bevor ich selber eine Handwerkerlizenz bekomme. Dafür laufe ich zurück zur Werkstatt und begutachte meinen Garten. Dort steht ein Arbeitstisch und eine Montagestation. Am Arbeitstisch habe ich Einsicht in viele Vorlagen die ich verwenden kann, um Werkzeuge und andere Dinge wie Möbel herzustellen.

Sobald Presleys Auftrag erfüllt ist, kehre ich zurück zu ihm. Nachdem ich noch eine weitere Aufgabe erledigt habe, bekomme ich endlich meine Lizenz. Mit ihr muss ich nun zum Bürgermeister Gale um meine Werkstatt offiziell als Händler und Handwerker einzutragen, damit ich zukünftig von der Händlergilde und Bewohner der Stadt Aufträge annehmen darf. Diese Aufträge spülen mir nicht nur Geld in die Kasse, sondern bringen mir auch Rufpunkte und Anerkennung bei den Bewohnern.

Endlich finde ich Zeit mich um die Renovation meines eigenen Heims zu kümmern, denn solange ich die Schäden nicht behoben habe, regeneriert sich auch meine Gesundheits- und Ausdauerleiste nicht vollständig. Dafür fälle ich mit meiner selbst hergestellten Axt ein paar Bäume und schon habe ich genug Material um die undichten Stellen zu verschließen. Das einzige was im Moment mein Zuhause ziert ist ein Bett. Am Arbeitstisch kann ich eigene Möbel zimmern und es mir heimeliger einrichten.Dazu geben mir die Möbel auch Boni auf meine Attribute wie: Gesundheit, Ausdauer, aber auch Angriffsschaden und Verteidigung. Am Ausgang hängt eine kleine Tafel, mit der ich mir immer einen Überblick darüber verschaffen kann, welche Attribute einen Bonus haben und welche noch nicht. Alle Boni sind jedoch Level abhängig begrenzt. Das heißt, ich kann nicht einfach die Bude mit Möbel überfüllen bis zum geht nicht mehr, es würde mir ab einem gewissen Moment nichts mehr bringen.

Langsam ruft aber der Entdecker in mir und so gehe ich in die Stadt um sie zu erkunden. Dazu will ich noch kurz bei Presley vorbeischauen und ihm meine neue offizielle Handwerkerlizenz zeigen. In der Stadt treffe ich überall auf neue Leute die mich meist fröhlich und höflich begrüßen. Alle haben sie schon von mir gehört und sind gespannt wer die Erbin der alten Werkstatt ist. Neben den vielen neuen Bekanntschaften und Eindrücken finde ich auch überall in der Stadt versteckt ein paar Schatztruhen. Manchmal ist ein bisschen Geschick gefragt, um sie auch zu erreichen.

Nach meinem kleinen Rundgang begebe ich mich wieder in die Händlergilde und Presley hat für mich endlich meinen ersten richtigen Auftrag bereit, doch da platz plötzlich Higgins ins Gespräch und nimmt mir den Auftrag vor der Nase weg. Für heute war das der letzte Auftrag und mir wird beim ersten Blick auf den Störenfried klar, dass wir wohl niemals Freunde werden würden. Er ist mein härtester Konkurrent und er gibt nicht viel auf Manieren und Freundlichkeit.

Als sich Higgins jedoch vom Acker macht, ergibt sich für mich eine erfreuliche Fügen des Geschehens. Arlo der Anführer der zivilen Truppe, die Beschützer dieser Stadt, schneit herein und bittet um Hilfe. Es soll eine neue Brücke gebaut werden und da mir vor ein paar Minuten noch mein Auftrag weggenommen wurde, habe ich die Ehre mich nun um diesen Auftrag zu kümmern. Jedoch brauche ich für die Umsetzung Zugang zu der verlassenen Ruine, in der ich die notwendigen Ressourcen finden kann.Bevor ich jedoch die Ruine betreten darf muss ich ein bisschen Gold bezahlen, damit ich die spezielle Ausrüstung für das Auffinden von Schätzen benutzen darf. Die Ausrüstung wird jeweils immer für eine Woche gemietet und bezahlt. Danach darf ich die Ruine endlich betreten. Es ist dunkel hier drinnen und ich muss mich erst noch etwas zurecht finden. Dank dem Jetpack an meiner Ausrüstung kann ich mich sehr frei bewegen ohne meine Beine überhaupt zu gebrauchen.

Sobald ich in den Scanmodus schalte, kann ich mich umschauen und entdecke kleine gelbe Punkte unter der Erde. Das müssen die Schätze und Gegenstände sein, die ich hier finden kann. Nach dem ich mich auf einen Punkt fokussiert habe, sehe ich deren Entfernung zu mir ohne dass ich den Scanner noch angeschaltet habe. Nun geht es ans graben. Je besser meine Spitzhacke, desto weniger Ausdauer verbrauche ich beim Abbauen des Gesteins. Manchmal finde ich auch Verfärbungen auf dem Untergrund, wie ich bemerkt habe kann das Kupfer, Eisen oder andere Erze sein.

Zurück auf meinem Werkstatt Hof begebe ich mich zu meiner Montagestation, bisher habe ich sie nur einmal gebraucht um meine ersten beiden Aufträge bei Presley zu erledigen. Für die Verwendung der Station brauche ich das Werkstattbuch meines Vaters. In dem Buch hat er alles genau dokumentiert, welche Materialien gebraucht werden und welche Werkbänke benötigt werden, um die einzelnen Komponenten herzustellen. Jede einzelne Werkbank und jedes weitere Gebilde das mein Vater je gebaut hat, ist darin zu finden.

Für die Brücke brauche ich bestimmte Teile, die ich nur mit einer Schneidemaschine und einer Schleifmaschine herstellen kann. Also muss ich zuerst die beiden Werkbänke bauen. Dafür stelle ich mich vor die Montagestation an das kleine Pult auf dem das Buch meines Vaters liegt und wähle die Schleifmaschine aus. Danach steht auf der großen Montagefläche ein transparentes Objekt. Beim näheren Betrachten sehe ich die einzelnen Komponenten die ich anbringen muss. Sobald ich alle Teile eingebaut habe, kann ich das Objekt aufheben und an einer anderen Position platzieren.Nach und nach verstreichen die Tage wie im Flug und der Frühling geht, der Sommer kommt und geht, es wird Herbst und ich habe schon viel erlebt. Will ich mal etwas ausruhen, gehe ich am Fluss angeln, dabei darf ich jedoch nicht zu nahe ans Wasser, denn ich kann leider nicht schwimmen und könnte sonst mit der Strömung mitgerissen werden und ertrinken. Auf dem Weg zum Fluss treffe ich auf sehr niedliche Lamas, die mit ihrer weiß pinken Fellpracht fröhlich über die Wiesen hüpfen.

Es ist mir selbst überlassen, welche Aufgaben ich zuerst angehe oder ob ich mich eher dem Erkunden der Gegend widme. Vielleicht mache ich auch eine längere Rast im Restaurant die Rundtafel, denn im hinteren Teil des Gebäudes ist ein kleiner Raum mit Minispielen, wie auf einer Kirmes. Je nach dem wie gut ich mich dabei anstelle, kann ich spezielle Marken sammeln und sie an der Kasse gegen kleine Preise eintauschen. Oder ich kümmere mich einfach um die Pflanzen die ich auf meinem Hof anbauen kann.

Portia bietet eine Menge Abwechslung und wenn es mich nach etwas mehr Aktion dürstet, begebe ich mich auf die Bernsteininsel in die dortige Höhle, da finde ich gewiss ein paar Gegner mit denen ich mich anlegen kann. Dabei kann ich entweder selber in den Angriff gehen oder auf den des Gegners warten und mit einer Ausweichrolle parieren. Mit Essen und Getränken kann ich meine Gesundheit wie auch meine Ausdauer etwas erhöhen, sollte sie mal zur Neige gehen.

Nun möchte ich nicht noch mehr meines Abenteuers verraten, denn ihr solltet euch selbst auf diese Reise begeben und eure eigenen Abenteuer bestreiten. Erkundet all die schönen und mysteriösen Orte in Portia, entscheidet euch selber für den Weg des Lichts oder den Fortschritt. Manchmal braucht es auch ein bisschen von beidem um gut voran zu kommen. Zum Schluss noch ein guter Rat lasst euch nicht von Higgins einschüchtern, egal wie grimmig er ist.

 


 

– Besonderheiten –

In My Time at Portia lassen sich alle möglichen Dinge sammeln und verarbeiten. Zum Einen sind da die Steine und Äste die frei herum liegen oder verschiedene Pflanzen die sich aufheben lassen. Zum Anderen kann man alle niedlichen Geschöpfe mit dem Schwert erschlagen und looten oder man tritt ein paar Mal kräftig gegen Bäume und erhält, was herunterfällt. Am Arbeitstisch lassen sich die meisten gesammelten Gegenstände weiter verarbeiten.

Für manche Aufträge reicht der normale Arbeitstisch jedoch nicht mehr aus und man muss ihn erst aufleveln, um weitere Rezepte freizuschalten. Dafür muss man das A & G Bau Geschäft in der Stadt besuchen. Albert und Gust, die Besitzer des Ladens, haben einen Katalog ausliegen in dem man stöbern kann. Dort lassen sich sowohl das Level des Arbeitstisches, der Montagestation wie auch das der Werkstatt erhöhen oder eine Fabrik bauen. Natürlich muss man auch dafür bezahlen, in Form von Gold und Material.

In der Handelsgilde gibt es eine Rangliste, sobald man seine Lizenz beim Bürgermeister eingetragen hat, steht man dort ebenfalls gelistet. Am Auftragsboard kann man immer jeweils ein Auftrag entgegen nehmen. Für das Erledigen erhält man dann Punkte und je mehr Aufgaben erfüllt wurden, desto mehr steigt man auf der Rangliste. Die drei Handwerker mit den meisten Punkten, bekommen einmal im Monat einen Preis. Ziel ist es Higgins vom Platz eins zu stoßen.Die meisten Bewohner sind schon von Anfang an sehr Freundlich, trotzdem ist man ein Fremder und muss erst eine Beziehung mit den Bewohnern aufbauen. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten. Wenn man zum Beispiel sich einfach täglich mit den Bürgern Portias unterhält, erhöht sich die Bekanntschaft um einen Punkt. Dazu kann man auch Schere, Stein, Papier spielen, was einen weiteren Punkt gibt. Durch das erfüllen von privaten Aufträgen gibt es mehr Freundschaftspunkte.

Unter dem Reiter Soziales hat man seine Beziehungen im Überblick. Dabei gibt es Leute mit Sternen als Freundschaftsleiste und manche mit Herzen. Die mit Herzen sind die Bewohner mit denen man eine feste Beziehung eingehen, sich später auch verloben und heiraten kann. Klickt man auf einen der Leute sieht man deren Biografie, je besser die Beziehung desto ausführlicher der Text. Dazu hat man einen Einblick in die Vorlieben. Schenkt man also jemanden etwas, erscheint dort ob es der Person gefallen hat oder eher nicht.

Der eigene Charakter steigt mit jeder Tätigkeit im Level etwas auf. Bei einem Level-Up kann ein Skillpunkt in einem der drei Bereiche: Kampf, Sammeln und Soziale Netzwerke vergeben werden. Das entscheidet man am besten je nach Spielstil. Dazu erhöht ein Aufstieg auch die allgemeine Gesundheit und Ausdauer. Das Durchhaltevermögen, das beim Sprinten oder bei Ausweichrollen verbraucht wird, kann nur durch die Skills verbessert werden. Ebenso die Kleidung kann die Attribute Gesundheit, Ausdauer, Angriff und Verteidigung verbessern.Das Fotoalbum das man immer bei sich hat, kann man als Tagebuch interpretieren. Sobald man gewisse Ereignisse erlebt, werden sie durch ein Foto im Buch verewigt. Dazu sammelt man darin auch die Selfies der Dorfbewohner oder Gruppenfotos. Je mehr gesammelt und erkundet wird, desto voller wird das Album. Sodass man kein Ereignis je wieder vergisst. Die Fotos können so in den verschiedenen Rubriken immer wieder betrachtet werden, eine sehr schöne Idee.

Um nicht wichtige Termine zu vergessen, gibt es einen Kalender. Darin sind alle Stadtevents markiert, sodass diese nicht vergessen gehen. Dazu kann man an beliebigem Tag eine Notiz hinzufügen, um sich selber Termine zu setzten. Noch sieht der Kalender relativ leer aus, jedoch sollen in Zukunft noch weiter Events hinzukommen. Die Events selber finden an verschiedenen Orten statt und werden meist noch vor beginn per Post angekündigt.

Der Weg des Lichts ist eine Kirchengemeinde, angeführt von Lee dem Pfarrer. Er und seine Mitarbeiterin Nora bestehen darauf, dass die Datenträger die man in den verlassenen Ruinen finden kann, eine Gefahr für die Gemeinde ist und für jeden Datenträger den man ihnen aushändigt, erhält man Glaubenspunkte. Nahezu jeden Tag stehen die beiden auf der Peach Plaza und verkünden ihre Botschaft, die Punkte kann man dann an ihrem Stand gegen natürliche Produkte eintauschen.Im Gegensatz zur Kirche glauben die Mitarbeiterinnen Merlin und Petra des Forschungszentrum nicht an die Weltuntergangs-Botschaft durch die Datenträger. Ganz im Gegenteil, im Austausch erhält man nach einigen Tagen Post vom Forschungszentrum, indem die neue Technologie preisgegeben wird. Ab dann wird das Werkstattbuch um ein weiteres Bauobjekt erweitert. Die Forschungen bringen dem Spieler den Fortschritt, die man auch braucht, um nach einer Zeit gewisse Missionen überhaupt erfüllen zu können.

Neben der vielen Niedlichkeit, dürfen aber auch keine Dungeons fehlen. Dabei gibt es die verlassenen Ruinen, in denen man auf keine Gegner trifft und sich dadurch voll auf das Erze und Schätze sammeln fokussieren kann. Dann gibt es jedoch noch die Bernsteininsel mit der dortigen Höhle die Quest bedingt erkundet werden soll. Darin befinden sich eine Vielzahl von Gegnern und ein Endboss. Zum Schluss gibt es noch die gefahrvolle Ruine und schon auf dem Weg dorthin, begegnet man unfreundlichen Gesellen die zum Kämpfen einladen.

 


 

– Support –

Die Early Access Phase von My Time at Portia ist seit der Veröffentlichung im Januar 2018 sehr vorbildlich. Die Entwickler Pathea Games bringen regelmäßige Updates mit vielen Spielerweiterungen und Fehlerbehebungen. Zum Beispiel erhielt das Spiel die Viehzucht und das Reiten von Pferden was zum Start noch nicht ging. Ebenso hat ein neues Gebiet den Weg ins Spiel gefunden und geplant sind weitere spannende Inhalte.

Im Steamforum antworten die Entwickler auf die meisten der Fehlermeldungen und heften regelmäßig relevante Themen an, die den Spieler gut über das ganze Geschehen in My Time at Portia informieren. Dazu besitzen die Macher des Spiels einen aktiven Discord Server, auf dem ein reger Austausch zwischen der Community und ab und an auch den Entwicklern besteht. Eine Roadmap besteht zwar, ist für die Spieler jedoch nicht einsichtbar, da die Entwickler sich Planänderungen jeder Zeit vorbehalten möchten.

Wer sich vorab einen kleinen Eindruck vom Spiel verschaffen möchte, der kann die Demo runterladen und sich direkt ins Abenteuer stürzen. Demos sind gerade in der heutigen Zeit wirklich rar geworden. Schön zu sehen, dass es sie noch gibt und Entwickler somit interessierten die Möglichkeit geben, das Spiel vorab zu testen.

 

– Fazit –

My Time at Portia ist für eine Early Access Spiel fast schon gigantisch. Die Möglichkeiten sind sehr vielfältig und Abwechslungsreich. Es macht eine Menge Spaß durch Portia zu schreiten und alles zu entdecken. Überall verstreut verstecken sich Truhen mit kleinen Schätzen. Das motiviert enorm alles genau unter die Lupe zu nehmen. Ebenso die verschiedenen Charaktere der Bewohner und ihre Geschichten fesseln den Spieler.

Hinzu kommt das ausgeklügelte Bau- und Craftingsystem, welches frischen Wind in den Sektor bringt. Durch die Montagestation sieht man genau was man baut und muss jedes einzelne Teil vorher herstellen und an der richtigen Stelle anbringen. Der Hof wie auch das Haus an sich kann man vergrößern und bieten mehr Platz für Möbel und Werkbänke. Dadurch ist My Time at Portia nicht nur ein Gelegenheitsspiel, sondern bietet durchaus Langzeitmotivation.

Wusstest du schon, dass du das Spiel ebenfalls bewerten kannst? Dazu einfach oben in das Review auf die Sterne unter „Eure Wertung„ klicken. Wahnsinn!

In diesem Review konnten bei weitem leider nicht alle Besonderheiten des Spiels aufgeführt werden, da es sonst den Rahmen sprengen würde. Daher empfehle ich jedem, der sich im Abenteuer und RPG Genre zuhause fühlt, sich das Spiel selbst anzusehen. Meiner Meinung nach ist My Time at Portia eines der schönsten Early Access Spiele das ich jemals spielen durfte. Es ist zwar niedlich, jedoch keines Falls über kitschig. Hier muss jeder für sich entscheiden, ob es schon zu viel ist oder nicht.

Einzig die kleinen Übersetzungsfehler und fehlenden Vertonungen der Charaktere dämmen das Ganze minimal. Trotzdem ist der Preis keines Wegs überrissen. Die Masse an Inhalten, was die Geschichte, die Detailliebe, die Nebenmissionen und den Baumöglichkeiten angeht, verdienen seinen Preis und jegliche Aufmerksamkeit. Nun überlasse ich euch das Spielfeld und viel Spaß auf euren eigenen Abenteuern.

 


 

 


 

Nurona

Über Nurona

Im Grunde spiele ich so ziemlich alles was mir in die Hände fällt, ausgenommen von Horrorspielen. Aufgewachsen bin ich aber mit den legendären Schlachten in Age of Empires 2, den arbeitstüchtigen Orks aus Warcraft 3 "Work, work", den geheimnisvollen Zerg aus Starcraft und vielen, vielen mehr. Auch heute sprechen mich Strategiespiele und Aufbausimulationen außerordentlich an. Trotzdem versuche ich mich immer wieder gern an Indietitel, bei denen ich keine Ahnung habe, was für ein Spielkonzept dahinter steckt.

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