MiniGolf Maker
Potenzial:
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MiniGolf Maker

Konkurrenz für Golf With Your Friends?

 

Viele von uns haben Golf With Your Friends in der Steam-Bibliothek oder zumindest schon einmal Minigolf auf irgendeiner Browsergame-Website gespielt – und Spaß dabei gehabt! Als Spiel für zwischendurch oder auch als C-Lösung für Streamer, wenn bei ihren favorisierten Spielen gerade die Server down sind oder aus anderen Gründen nicht funktionieren, greift man gerne auf dieses Genre zurück. MiniGolf Maker verspricht mit einem eigenen Editor und Steam-Workshop Abwechslung. Diese Review wird zeigen, ob MiniGolf Maker eine Alternative zu den etablierten Spielen aus diesem Bereich ist.

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WICHTIG! Bitte beachte, dass es sich bei dem folgenden Testbericht um eine Early Access Version handelt. Unsere Wertung ist noch nicht endgültig und kann sich im Laufe der Entwicklung des Spiels ändern. Dieses Review bietet dir einen ersten Einblick in die zum Zeitpunkt des Tests aktuelle Version des Spiels (die getestete Spielversion kann in der oberen Box entnommen werden). Alle Informationen zu unserem Bewertungssystem findest du hier.

 


 

– Präsentation –

MiniGolf Maker setzt auf eine Grafik, mit der man das Spiel auch auf älteren Rechnern zum Laufen bekommt. Damit ist es grafisch auf einem ähnlichen Level wie seine Steam-Konkurrenten. Die Hintergrundmusik ist eher angenehm als nervtötend, kann aber auf Dauer monoton werden.  Größere Bugs sind mir im gesamten Test nicht aufgefallen. Der Steam-Workshop verspricht theoretisch eine unendliche Anzahl an Kursen, die bespielt werden können.

Dank des integrierten Editors kann man in MiniGolf Maker der Kreativität freien Lauf lassen. Das erhöht den Langzeitspielspaß deutlich, wenn man sich mit seinen Freunden auf eigens kreierten Kursen messen lassen kann. Die Spielperformance ist flüssig und stabil. Bugs oder Texturfehler waren in dem gesamten Test nicht zu finden. Mit monatlichen Updates bessert der der Entwickler bislang zuverlässig nach, auch wenn man ein ausführliches Tutorial im Spiel vergeblich sucht. Angesichts des doch recht umfangreichen Editors wäre dies angebracht.

 

– Gameplay –

Bevor ich Bälle in die Löcher schlage, versuche ich mich erst einmal am integrieten Editor. Der Start verläuft etwas holprig, weil man sich in das zum Teil unübersichtliche Menü einfinden muss. Mithilfe eines Tutorial-Videos vom Entwickler geht mir das Bauen dann leichter von der Hand und weiß aufgrund einer Vielzahl an Elementen zu gefallen. Gefühlsmäßig stehen hier viel mehr Presets und Objekte zur Verfügung als in anderen Spielen und man kann die direkte Umgebung des Kurses bearbeiten.

Keine langweilige Bahn mit einfacher grüner Fläche mehr, wir spielen MiniGolf in einer Burg mitten in der Wüste! Es gibt zum jetzigen Zeitpunkt diverse Presets und Blöcke für sechs verschiedene Themenbereiche: Piraten, Mittelalter, Wüste, Traumlandschaft, Winter und  Polyworld. Jeder kreative Kopf kann sich hier munter austoben und ein Blick in den Steam-Workshop bestätigt dies, auch wenn dort noch nicht viel Auswahl besteht. Mit wachsender Spielerzahl wird es da sicher mehr Content geben.

Im Gegensatz zum Bauen hat man das Bälle-Schlagen schnell verinnerlicht. Man dreht in die gewünschte Richtung und drückt die linke Maustaste. Dadurch füllt sich die Kraftanzeige auf, sodass man den Ball stufenfrei stark spielen kann. Mit einem weiteren Mausklick wird der Ball geschlagen. Das ist nichts Neues und hat man schnell gelernt.

Ich habe den Eindruck, dass sich die Ball-Physik beim Schlagen etwas schwerfällig verhält, um ein Gefühl für Simulation zu bekommen, obwohl man sich nicht als Simuatlion sieht. Im Gegensatz dazu kullern die Bälle teilweise zehnmal oder mehr am Loch vorbei, bis sie schlussendlich zum Stillstand kommen. Das ist auf einem Kurs von teilweise 18 Löchern zeitfressend und kann man definitiv besser lösen.

Es wird hintereinander von Schlag zu Schlag gespielt. Im Spiel selber werden strategisch Wände genutzt, um ein Hindernis zu überwinden. Es kommt häufig auf das Timing an, wann man den Ball spielen sollte. Ärgerlich ist es, wenn Gebäude um die Bahn herum zu eng bebaut werden. Das Spiel bietet keine Möglichkeit, Gebäude transparent darzustellen und so muss man hin und wieder blind spielen, weil das Gebäude die Sicht verdeckt.

MiniGolf Maker kann bis zu 8 Spieler im (lokalen) Multiplayer gespielt werden. Um online miteinander spielen zu können, muss man auf Steam befreundet sein. Mit fremden Spielern kann man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht spielen.

Das Spielprinzip ist einfach erklärt. Man spielt eine ausgewählte Anzahl an Kursen und wer nach allen Kursen die wenigsten Versuche gebraucht hat, gewinnt das Spiel, doch Vorsicht! MiniGolf Maker kann Freundschaften zerstören. Es stehen Power-Ups zur Verfügung, mit denen man sich entweder selbst einen Vorteil oder dem Gegner einen Nachteil verschaffen kann, dazu gleich mehr.

 


 

– Besonderheiten –

MiniGolf Maker kann bis zu 8 Spieler im (lokalen) Multiplayer gespielt werden. Um online miteinander spielen zu können, muss man auf Steam befreundet sein. Mit fremden Spielern kann man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht spielen.

Das Spielprinzip ist einfach erklärt. Man spielt eine ausgewählte Anzahl an Kursen und wer nach allen Kursen die wenigsten Versuche gebraucht hat, gewinnt das Spiel, doch Vorsicht! MiniGolf Maker kann Freundschaften zerstören.

Wie bereits erwähnt, stehen Power-Ups zur Verfügung, mit denen man sich entweder selbst einen Vorteil oder dem Gegner einen Nachteil verschaffen kann. Man hat die Auswahl aus:

– Jump: Der eigene Ball macht einen großen Sprung.
– Slow: Verlangsamt den eigenen Ball unverzüglich.
– Fire: Gibt dem eigenen Ball einen Feuerschweif, den jeder andere Ball bei Berührung in die Luft schießen lässt.
– Ice: Gibt dem eigenen Ball einen Eisschweif, den jeder andere Ball bei Berührung unkontrolliert rutschen lässt.
– Bomb: Explodiert in zeitlicher Verzögerung und schießt andere Bälle vom Kurs.
– Rocket: Macht den eigenen Ball für eine kurze Zeit rasend schnell.
– Black Hole: zieht nachfolgende Bälle an und verschluckt sie.
– Random: ein zufälliges Power-Up aus den oben Genannten.

Das kann den Gegner zur Verzweiflung bringen, aber es macht Spaß!

 


 

– Support –

MiniGolf Maker kam am 22. März in den Early Access. Der Entwickler RoadTurtle Games versorgt das Spiel seither zuverlässig mit monatlichen Updates inklusive Changelog. Auch Feedback wird bisher gut angenommen und im Spiel umgesetzt.

 

– Fazit –

MiniGolf Maker macht Spaß zu Spielen. Wer darüber hinaus Lust hat, eigene Kurse zu entwerfen, wird noch mehr Spaß haben, auch wenn man sich da erst einarbeiten muss. Ungeduldige könnten da ganz schnell den Spaß verlieren. Das Spiel weiß dank einer durchweg guten Spielperformance zu überzeugen.

Das Spiel muss sich gegen zwei Platzhirsche, Golf With Your Friends & Golf It, durchsetzen, die das Genre bislang gut abgedeckt haben. Das wird keine leichte Aufgabe für RoadTurtle Games, weil potenzielle Mitspieler sich das Spiel auch erst kaufen müssen. Eine Kaufoption mit mehreren Lizenzen zu einem Vorzugspreis wäre für den Entwickler eine überlegenswerte Alternative.

Andernfalls wird es schwierig, einen erfolgreichen Platz in den Steam-Listen zu erreichen. Auch der Editor ist nicht sehr einsteigerfreundlich, obwohl wenn die Komplexität begrüßenswert wert. Ein ausführliches Ingame-Tutorial ist da beinahe Pflicht.

Wusstest du schon, dass du das Spiel ebenfalls bewerten kannst? Dazu einfach oben in der Review auf die Sterne unter „Eure Wertung„ klicken. Wahnsinn!

Darüber hinaus ist mein größter Kritikpunkt die Ballphysik. Natürlich hat man nicht den Anspruch, eine Simulation zu sein, aber MiniGolf Maker sollte dem Spieler doch ein wenig besser abschätzen lassen können, wie der Ball rollt. Da das aber nur eine Nuance ist und lediglich eine kleine Feinjustierung voraussetzt, bin ich guter Dinge, dass RoadTurtle Games das zeitnah umsetzen kann und wird.

Dennoch schränkt die bestehende Konkurrenz das Potenzial für MiniGolf Maker ein. Einen Platz neben der beiden Spiele lässt dieses Genre nur begrenzt zu und der Markt scheint abgedeckt. Da setzt MiniGolf Maker zu viel auf Bewährtes, um sich deutlich hervorzutun.

 


 

 


 

Ary

Über Ary

Als früheres Konsolenkind liebte ich ganz besonders die SNES und den Gameboy. Es folgten die Xbox, die Playstation und die Xbox 360, ehe ich zum PC wechselte und bis heute treugeblieben bin. Mein Spiel der Kindheit: Die blaue Edition von Pokémon. An Early Access-Spielen begeistert mich, die Entwicklung Patch für Patch beobachten zu können, bis ein fertiges Spiel entstanden ist.

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