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Laws of Civilization
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Laws of Civilization

Einfluss und Macht sind unabdingbar

 

Wie sehen die Prognosen für die nächste Wahl aus? Was?! So schlecht? Unser Land kann es nicht weiter verkraften, dass unsere Partei in der Opposition ist… Es wird zu Grunde gehen. Das nächste Interview wird unser Ergebnis verbessern. Versprecht was ihr wollt, seien es neue Gesetze oder Steuererleichterungen, es ist völlig egal, Hauptsache wir gewinnen.

Die Wahl ist vorüber, leider haben wir es nicht geschafft. Unsere Sitze in der Regierung sind zu wenige um etwas zu bewirken. Während dieser Legislaturperiode müssen wir mehr Zustimmung erarbeiten, die nächste Wahl werden wir für uns entscheiden. So oder so ähnlich könnte auch deine Geschichte als Parteiführer einer aufstrebenden Partei aussehen.

 

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WICHTIG! Bitte beachte, dass im folgenden Testbericht eine unveröffentlichte Android App getestet wird. Unsere Bewertung dient als grobe Richtlinie und kann sich während der Entwicklung ändern. Dieses Review bietet dir einen ersten Einblick in die zum Zeitpunkt des Tests aktuelle Version der App. Wichtige Informationen und Erklärungen zu unserem Bewertungssystem findest du hier.

 


 

– Präsentation –

Laws of Civilization könnte wohl nicht noch sachlicher dargestellt werden, denn auf aufwendige Animationen oder Sounds wird verzichtet. Klar, wie sollte auch sonst eine Politiksimulation aussehen. Insgesamt kann das sachliche Design überzeugen, denn so wird der Fokus auf das eigentliche Spiel geleitet.

Alle Informationen, welche wichtig für die eigene Partei sind, werden unten am Bildschirmrand übersichtlich inszeniert, all jene, welche das zu regierende Land betreffen, oben.

Im unteren Bereich werden die aktuellen Umfragewerte angezeigt, dort werden die Ereignisse und die aktuelle Woche angezeigt. Nicht ganz unerheblich sind außerdem die drei Budgets, zwei davon betreffen direkt die Partei, Geld und Schwarzgeld und das andere zeigt die Liquidität des Landes an.

Für das Spiel relevante Menüs sind durchweg gut aufgebaut und intuitiv zu bedienen. Hierbei wird auf ausufernden Text verzichtet, Piktogramme ist hier das Zauberwort. Zu keiner Zeit sitzt man ratlos vor seinem Smartphone und weiß nicht welche Information sich hinter den jeweiligen Symbolen versteckt.

 

– Gameplay –

Am Anfang wird zunächst das Land ausgewählt indem gespielt werden soll, danach geht es an die Partei selbst. Hier darf aus vorgefertigten Parteien oder einer ganz eigenen entschieden werden. Besonders sind die jeweiligen Ideologien, im Idealfall sollten sich diese im späteren Verlauf mit euren Entscheidungen konvergieren.

Die Schwierigkeit kann nach Belieben eingestellt werden, im Grunde werden hier nur die Grundzufriedenheit, die Zustimmung und das Budget beeinflusst, letzteres bedeutet dann, dass jede Runde ein gewisser Betrag immer addiert wird. Somit geht der gewählte Staat nicht so schnell bankrott, wenn falsche Entscheidungen getroffen werden.

Nun ist es an der Zeit ein Land zu regieren, je nach Schwierigkeit befindet sich eure Partei schon im Parlament oder eben nicht. Außerdem gibt es je nach Land eine Fünfprozenthürde, diese muss natürlich überschritten werden um ins Parlament zukommen.

Die Gunst bei den Wählern kann auf verschiedenen Wegen gesteigert werden. Proteste, welche die Unzufriedenheit im Land steigern, oder Interviews, hierbei spielt das Medium und das eingesetzte Geld eine tragende Rolle, denn davon hängt die Reichweite ab. Das Mitglied, dass das Interview führt, hat durch seine Beliebtheit bei den Wählern zudem direkten Einfluss auf den Erfolg. Mit der Zeit werden Mitglieder, die regelmäßig besagte Interviews führen, beliebter. Ein netter Nebeneffekt, die Kosten sinken.

Während dem Interview können verschieden Aussagen getroffen werden. Macht ein Versprechen Sinn? Denn wenn dieses nicht eingehalten wird, sinken die Umfragewerte wieder dramatisch ab. Spricht man hingegen gut oder schlecht über eine andere Partei, beeinflusst dies nicht nur die Umfragewerte, sondern auch die Einstellung der Partei euch gegen über, je nach Zustimmung der anderen Parteien ist es dann einfacher Stimmen für Gesetze, Forschung oder ggf. den Parlamentsvorsitz zu erhalten.

Sobald die Wahl vorüber ist, geht das Regieren erst richtig los. Die Umfragewerte haben einen direkten Einfluss auf die Macht im Parlament, als kleine Randpartei hat man Naturgemäß eher wenig Einfluss auf Gesetze. Hier bleibt oft nur zu hoffen, dass andere Parteien dieselben Interessen haben.

Davon unabhängig können natürlich eigene Gesetzte vorgeschlagen werden, sowohl zum Einführern oder aber auch zum Abschaffen. Hierzu steht ein fester Pool zur Verfügung, welcher sich durch Forschung stetig erweitert.

Neben dem Aspekt, dafür zu sorgen, dass das regierte Land nicht vor dem Ruin steht, ist es genauso die Verantwortung die Forschung voran zu treiben. Durch die Forschung stehen nach Abschluss neue Gesetze zur Verfügung, es sollte also stets Weise gewählt werden, welche Forschung als nächstes durchgeführt werden soll.

Im Verlaufe einer Legislaturperiode müssen immer wieder Interviews gegeben werden, dass sollte also nicht vergessen werden. Ansonsten gibt es bei der nächsten Wahl ein böses Erwachen. Um Stimmen innerhalb des Parlaments zu ergattern, können die darin befindlichen Abgeordneten bestochen werden, es kann sogar eine komplette Partei für eine Abstimmung eingekauft werden. Zudem können die Abgeordnete, komplett gekauft werden, diese schließen sich dann der neuen Partei an.

 


 

– Besonderheiten –

Wie bereits kurz angeschnitten, gibt es eine Vielzahl an Ländern, welche gespielt werden können. Je nach Land unterscheidet sich das Spiel maßgeblich, so wird in Frankreich der Präsident direkt vom Volk gewählt, in Deutschland hingegen wird der Kanzler vom Parlament gewählt. Es muss also das Spielverhalten je nach Land angepasst werden und ggf. sollte ein Umdenken stattfinden.

Immer mal wieder besteht die Möglichkeit tiefgreifende Gesetzte zu verabschieden, welche die Spielmechanik massiv beeinflussen. Ein sehr krasses und moralisch fragliches Gesetz schafft beispielsweise die regelmäßigen Wahlen ab, somit sind die Sitze innerhalb des Parlaments sicher und lassen sich lediglich durch Bestechungen ändern. Weniger schlimm ist beispielsweise die Abschaffung der Fünfprozenthürde. Somit wird man immer wieder vor interessante Fragen gestellt

 


 

– Fazit –

Ich persönlich interessiere mich sehr für Politik, darum ist Laws of Civilization aus meiner Sicht bereits jetzt ein tolles Spiel. Die Grundlegende Spielmechaniken machen Sinn und spiegeln bis zum gewissen Grad auch die Realität wieder. Einzig das Abstimmverhalten mancher Parteien ist manchmal nicht nachvollziehbar. Hier sollte nochmal nachgebessert werden.

Wusstest du schon, dass du das Spiel ebenfalls bewerten kannst? Dazu einfach oben in der Review auf die Sterne unter „Eure Wertung„ klicken. Wahnsinn!

Wer sich für Politik oder einen kleinen Politiksimulator interessiert ist hier genau richtig. Ein netter Nebeneffekt, man lernt die Politiksysteme anderer Länder grundlegend kennen. Mit Laws of Civilization kann jeder von uns das Leben in einer Partei etwas nachempfinden und Dinge, welche im realen Leben daneben Laufen, hier selber besser machen. Aus diesem Grund gibt es auch von mir eine Kaufempfehlung.

 


 

 


 

Druidnix

Über Druidnix

Noch heute denke ich an die vergnüglichen Stunden mit meinem Bruder vor unserem doch erst recht spät erhaltenen SNES zurück. Besonders die RPGs haben uns damals gefesselt, aber auch Mario und Luigi waren oft zu Gast. Mit dem Computer kam ich deutlich später in Kontakt, anfangs sogar ohne Internet, vermag sich heute kaum einer Vorzustellen. Heutzutage ist der Computer mein Medium Nummer Eins, vor allem Aufbauspiele, wie meine geliebte Anno Serie, oder zahlreiche tolle Indie Spiele begeistern mich. Meine Begeisterung hat mich letztliche dazu gebracht Spiele auf Herz und Nieren zu prüfen.

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