Landinar: Into the Void
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Landinar: Into the Void

Odyssee im Weltraum

 

Als Fan von Spielen wie Faster Than Light, Rebel Galaxy und allgemein des Space-Sim-Genres war ich gespannt, Landinar: Into the Void testen zu können. Das Spiel verspricht bereits jetzt einiges – 10 frei erkundbare Weltraumsektoren, jede Menge Freiheit beim Bau des Schiffs, actiongeladene Kämpfe und noch viel mehr Features, welche in Zukunft den Weg ins Spiel finden sollen.

Doch kann das Spiel bereits jetzt überzeugen? Vom Entwickler als eine Art Open-World-Sandbox beschrieben, kann Landinar: Into the Void mich bisher nicht komplett begeistern – aufgrund von typischen Early-Access Problemen – aber genaueres kläre ich jetzt in meinem Review.

 

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WICHTIG! Bitte beachte, dass es sich bei dem folgenden Testbericht um eine Early Access Version handelt. Unsere Wertung ist noch nicht endgültig und kann sich im Laufe der Entwicklung des Spiels ändern. Dieses Review bietet dir einen ersten Einblick in die zum Zeitpunkt des Tests aktuelle Version des Spiels (die getestete Spielversion kann in der oberen Box entnommen werden). Alle Informationen zu unserem Bewertungssystem findest du hier.

 


 

– Präsentation –

Graphisch ist Landinar: Into the Void schon sehr ansprechend. Der Weltraum mit all seinen Asteroiden, Planeten aber auch die Raumstationen und Schiffe sind detailreich gestaltet. Ein nettes Feature dabei ist, dass wir im Raumschiff sowohl weit herauszoomen können, um einen großen Bereich des Weltalls zu überblicken, als auch nah in unser Schiff bzw. in die Station zoomen können.LITV 1

Zwar ist lediglich eine Ansicht von oben möglich, doch dennoch lassen sich an unserem Charakter oder an den Komponenten im Raumschiff viele, kleine Details erkennen. Die musikalische Untermalung ist absolut gelungen. So begleitet uns beispielsweise auf Raumstation stimmungsvoller Jazz. Aber auch die Geräusche der Raketen, Kanonen oder Laser sind so, wie wir sie kennen, oder zumindest vorstellen.

Bei der Performance an sich gibt es leider noch Probleme, so dass in größeren Schlachten gelegentlich Ruckler auftreten. Außerdem musste ich zahlreiche Bugs und einen Absturz erleben – das ist besonders ärgerlich, wenn man eine Weile nicht gespeichert hat, da dies nur auf Raumstationen möglich ist. Des Weiteren nerven teils minutenlangen Ladezeiten beim Start des Spiels.

 

– Gameplay –

Ein Raumschiffskapitän, der sein altes Leben hinter sich lassen will und aufrichtig arbeiten will – so die kurze Hintergrundgeschichte des Charakters, den wir im Spiel verkörpern. Und was eignet sich besser, um sein Leben in den Griff zu bekommen als, na klar, Kopfgeldjäger zu werden.

Nach einem kleinen Tutorial mit ein paar Missionen und Kämpfen, wird man mehr oder weniger samt Raumschiff in die Weiten des Universums geworfen – grundlegende Mechaniken wurden erklärt aber es bleiben noch viele Fragen offen.

Anschließend liegt es nämlich allein beim Spieler, wie es weiter geht, eine richtige Storyline gibt es bisher nicht. Dabei ist das Spielprinzip einfach: Auf den im Weltall verteilen Raumstationen können Aufträge angenommen werden.LITV 4

Diese werden erledigt, in dem wir beispielsweise ein vorgegebenes Ziel töten (oder ggf. verschonen, wenn die Mission das zulässt) oder eine Nachricht überbringen. Ist das erledigt, wird die Belohnung, Credits sowie eventuell Schiffsbaupläne oder -Teile, direkt an uns geschickt.

Haben wir nun also eine Mission angenommen, entweder von einer Privatperson auf einer Station oder von der öffentlichen Ausschreibung der gesuchten Verbrecher, heißt es mit dem Raumschiff losfliegen. Auf der Karte des Sektors wird der Zielpunkt angezeigt.

Mit Hilfe der Transport-Lanes im Sektor erreichen wir den Punkt schnell. Angekommen sind mögliche Ziele, meist Piraten oder Schmuggler, direkt rot gekennzeichnet.Oftmals begegnen uns gleichzeitig mehrere Feinde, was den Auftrag natürlich nicht gerade leichter macht.

Jedoch ist die KI, egal ob Freund oder Feind, man könnte fast sagen, dämlich. Manchmal liefern die Gegner wirklich harte Kämpfe, manchmal fliegen sie uns aber auch einfach vor das Raumschiff, wehren sich nicht mehr und wir können sie ohne Probleme töten.

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Das wichtigste ist, bei der Begegnung mit Gegnern, direkt in den Kampfmodus zu wechseln. Gesteuert wird, egal ob im normalen Flug- oder Kampfmodus, mit WASD oder per Maus – doch die Steuerung ist, gerade im Kampf, noch stark gewöhnungsbedürftig.

Im Kampfmodus können wir dann aus unserem Waffenarsenal im Raumschiff wählen – das können unter anderem Laserwaffen, Kanonen oder Raketen sein. Im Verlauf des Spiels werden weitere und immer stärkere Waffen freigeschaltet.

Vor Schaden aller Art schützt uns im Kampf unser Schild. Doch bekommt das Raumschiff zu viel Schaden ab, brechen die Schilde zusammen und müssen sich erholen. In dieser Zeit sind wir besonders angreifbar – gleiches gilt aber genauso für Gegner.

Werden einzelne Räume des Raumschiffs zu stark beschädigt, fallen diese samt aller Anlagen innerhalb dieser aus. Jetzt hilft nur eins, schnell mit dem Reparatur-Tool aus dem Cockpit springen, den Raum wieder notdürftig reparieren und weiterkämpfen.LITV 5

Sind alle Gegner besiegt und die Mission erfüllt, können wir die Fracht der Gegner zum Verkauf für zusätzlich Credits einsammeln und zurück zu einer Raumstation fliegen. Dort bemerkt man auch ein weiteres schönes Feature des Spiels.

Beim Andocken an Raumstationen haben wir keine Ladezeiten, das funktioniert alles nahtlos. Wir steigen aus dem Cockpit, zoomen heran und können mit unserem Charakter frei auf der Raumstation umherlaufen.

Und dort spielt sich auch das zweite große Feature ab – der Raumschiffsbau. Die Verbesserung oder Neubau des Raumschiffs erfolgt an Terminals an Stationen mit einem geeigneten Dock. Doch so frei wie beschrieben ist der Baumodus nicht.

Wir müssen vorgegebene Grundrisse für das Raumschiff wählen, und auch bei diesen ist die Richtung von beispielsweise Cockpit und Antrieb vorgegeben. Um zu funktionieren braucht das Raumschiff neben den eben genannten Komponenten noch einen Dockingport sowie einen Generator.LITV 2

Unabdingbar sind auch Kühlelemente, um ein Überhitzen der Waffen zu vermeiden oder ein Bereich, um Fracht zu verstauen. Der übrige Platz steht zur freien Verwendung – für Waffen, Raketenabwehrtürme oder Schildgeneratoren.

Limitiert werden wir hierbei letztendlich nur einerseits vom Platz und von der möglichen bereitstellbaren Energie und Rechenleistung. Letztere Ressource wird dabei vom Cockpit zur Verfügung gestellt, welches als zentraler Rechner fungiert.

Und ein Tipp von mir am Ende – Türen zwischen den einzelnen Räumen sind von Vorteil und sollten nicht vergessen werden, um beschädigte Bereiche reparieren zu können, oder um überhaupt das Cockpit zu erreichen.

 


 

– Besonderheiten –

Die gesamte Spielwelt, also das Universum, ist in Sektoren gegliedert. Jeder Sektor hat dabei ein eigenes Thema bzw. Design. So gibt es Sektoren mit Asteroiden aus Eis, Stein oder mit vielen Planeten. Nach dem Sektor richtet sich auch die Schwierigkeit der Gegner, man muss also vorsichtig sein, mit wem man sich dort nach der Ankunft anlegt.

Der Aufbau der Sektoren ist aber aktuell noch fast zu ähnlich. Es gibt ein oder zwei Raumstationen, Transport-Lanes für die schnelle Reise von A nach B, Points of Interest mit Gegnern oder seltenen Ressourcen sowie Raum-Portale. Letztere nutzen wir jeweils für den schnellen Sprung in die benachbarten Weltraum-Sektoren.

Die bereits oft erwähnten Raumstationen diesen uns als zentraler Anlaufpunkt während unserer Reise durch das Universum. Das wichtigste dabei – nur dort kann gespeichert werden. Neben der Reparatur unseres Raumschiffs können wir es dort Aufrüsten. Die dazu benötigten Schiffsteile erhalten wir sowohl als Missionsbelohnungen als auch beim lokalen Händler.LITV 3

Außerdem ist es möglich dort auf NPCs zu treffen, die uns mit interessanten Storys und Missionen versorgen – eine gelungene Abwechslung zu den Kopfgeld-Missionen. Die Stationen an sich haben auch je nach Funktion unterschiedliche Designs. So gibt es Militärische Stationen, Forschungsstationen oder jene die komplett dem Glücksspiel gewidmet sind.

Die Auswahl an Waffen umfasst so ziemlich alles, was unser Herz begehrt. Diese Raketen, Kanonen oder Laser können wie andere Teile auf Stationen gekauft oder durch Missionen verdient werden. Dabei verfügt zusätzlich jede Waffenart über verschiedenen Klassen, so dass es beispielsweise Raketen der Klasse MK1, MK2, usw. gibt.

Je höher die Klasse der jeweiligen Waffe, umso höher auch der verursachte Schaden. Einfache Geschütze haben im Spiel unbegrenzten Munitionsvorrat, doch müssen wir beachten, dass die Anzahl an Raketen oder Mienen limitiert ist, bei diesen muss der Vorrat regelmäßig nachgefüllt werden.

 


 

– Support –

Der Support der Entwickler ist bisher sehr gut, regelmäßig sind seit Release kleine aber auch umfangreichere Updates für das Spiel erschienen. Außerdem legen die Entwickler viel Wert auf die Meinung und Ideen der Community zum Spiel. Wer Feedback geben will, tut das am besten auf dem Discord Server der Entwickler.

 

– Fazit –

Landinar: Into the Void kann durchaus begeistern, sei es mit witzigen Storys oder actionreichen, großen Kämpfen. Wer Spiele wie Faster Than Light mochte, wird auch hier voll auf seine Kosten kommen. Die zukünftige Implementierung von mehr NPCs, Sektoren und Missionen sowie einer richtigen Story lässt auf ein großartiges Spiel hoffen.

Doch aktuell stören die vielen Bugs, Probleme mit der KI und der fehlende Inhalt. Mehr Sektoren, Waffenteile und die mir persönlich fehlende, so stark angepriesene Freiheit beim Bau des Raumschiffs trüben den sonst guten Eindruck. Außerdem sind Englischkenntnisse eine Voraussetzung zum Spielen – weitere Sprachen folgen erst später. Daher vergebe ich gut gemeinte 3 von 5 Sternen.

Wusstest du schon, dass du das Spiel ebenfalls bewerten kannst? Dazu einfach oben in der Review auf die Sterne unter „Eure Wertung„ klicken. Wahnsinn!

Landinar: Into the Void ist kein schlechtes Spiel, aber es fehlt noch jede Menge Feinschliff. Doch noch ist nicht viel Zeit seit Release vergangen, und der Entwickler hat eine klare Vorstellung, welche Features auf jeden Fall den Weg ins Spiel finden sollen.

Somit kann ich das Spiel für Fans des Space-Sim-Genres empfehlen, gerade für den erschwinglichen Preis von 15,99€. Hierbei sollte man nur beachten, dass der Entwickler plant, den Preis im Early-Access stückweise anzuheben – wie gerechtfertigt das dann ist, bleibt abzuwarten.

 


 

 


 

Johnny

Über Johnny

Angefangen mit dem damals schon in die Jahre gekommenen Sega Mega Drive und meinem Helden der Kindheit - Sonic, habe ich mich über die Jahre zum reinen PC-Spieler entwickelt. Dort spiele ich hauptsächlich Shooter, RPG´s, Strategiespiele aber auch Simulationen verschiedenster Art. Dennoch kann ich mich für fast jedes Game begeistern, vor allem wenn dieses im Weltall oder der Zukunft spielt. Doch ich interessiere mich nicht nur für Gaming sondern auch für Hardware und schraube genauso gerne am eigenen PC.

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