God is a Cube
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God is a Cube

Der Würfel ist gefallen!

 

Manchmal sind auf den ersten Blick nicht alle Wege direkt erkennbar, jedoch hilft eine gewisse Konzentration und Experimentierfreude dabei, den Würfel auf dem richtigen Pfad zu leiten. Denn ohne Hilfe bewegt sich der Proband keinen Millimeter, nicht einmal ein Augenzwinkern ist zu sehen. Ohne dich und mich wäre er aufgeschmissen.

Bist du bereit die richtigen Mechaniken zu lernen, um den Würfel ins Ziel zu führen? Egal ob dazu das erklimmen von Wänden oder das überbrücken von Schluchten von Nöten ist. Dann bist du in God is a Cube genau richtig. Hier wird etwas Köpfchen und Geduld gefordert. PS: Der Würfel kann gar nicht zwinkern.

 

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WICHTIG! Bitte beachte, dass es sich bei dem folgenden Testbericht um eine Early Access Version handelt. Unsere Wertung ist noch nicht endgültig und kann sich im Laufe der Entwicklung des Spiels ändern. Dieses Review bietet dir einen ersten Einblick in die zum Zeitpunkt des Tests aktuelle Version des Spiels (die getestete Spielversion kann in der oberen Box entnommen werden). Alle Informationen zu unserem Bewertungssystem findest du hier.

 


 

– Präsentation –

Im Universum des steuerbaren Würfels ist die Grafik simpel und fast schon steril. Ein Weltraumbild ziert den Hintergrund des Spiels in nahe zu jeder Ansicht. Nur das Geschehen im Vordergrund ändert sich je nach Gegebenheit. God is a Cube legt seinen Schwerpunkt allerdings nicht hauptsächlich auf das Aussehen, sondern möchte vor allem mit der Idee eines zu programmierenden Würfels punkten.

Dabei wird das Spielgeschehen mit einer etwas verrückten und zukunftsorientierten Musik begleitet. Die mich persönlich sehr schnell beim Nachdenken gestört hat. Im technischen Bereich gab es während dem gesamten Test keine Probleme. Es haben sich weder Bugs noch Lags bemerkbar gemacht, ebenso gab es keine Grafikfehler oder Glitches. Das Spiel läuft flüssig und einwandfrei.

 

– Gameplay –

Zu Beginn steht die Wahl: Kampagne oder Sandbox? Für Anfänger empfehle ich erst die Kampagne zu spielen, denn da warten zehn Kapitel darauf gemeistert zu werden. Dabei besteht das erste Kapitel hauptsächlich aus Tutorial und weiteren zehn Stationen die zu lösen sind. Somit ergeben sich insgesamt 100 Level, die mit jedem weiteren Fortschritt kniffliger werden. Im ersten Kapitel, geht es erst einmal darum sich mit der Steuerung des Würfels vertraut zu machen.

Dazu gibt es eine Leiste mit verschiedenen Befehlen und eine leere Leiste in der man die Befehle in der richtigen Reihenfolge anordnet. Ist man der Meinung die Reihenfolge führt zum gewünschten Erfolg, so betätigt man geschwind den Play Button um den Würfel losrollen zu lassen. Er befolgt nun exakt einen Befehl nach dem Anderen. Läuft der Würfel ins Leere und fällt aus dem Level, dann muss man wieder von vorne beginnen und das Level wiederholen. Der Würfel kann aber einen kleinen Spalt, von einem Quadrat, ohne zu fallen überwinden.

Ziel ist es, den Würfel unbeschadet auf die gelbe oder violette Plattform zu bringen und auf dem Weg dahin, die gelben Quadrate zu sammeln. Im zweiten Kapitel, ist nicht nur die Richtung entscheidend, in die der Würfel sich fortbewegen soll, sondern auch ob seine Blickrichtung korrekt ist. Nach jedem Levelabschluss erscheint eine Übersicht, wie gut man das Level abgeschlossen hat und wie viele Befehle dafür verwendet wurden. Das spielt in den ersten Kapiteln gar keine Rolle, da man nie mehr Befehle verwenden kann als nötig wären.

Ab dem dritten Kapitel wird es dann etwas kniffliger, denn dann hat man zwei leere Leisten zu befüllen. Die Eine ist wie gehabt und die Andere beherbergt die Befehle einer Funktion. Das heißt: Fügt man in Leiste 1 den Befehl Funktion hinzu, befolgt der Würfel die Befehle die in der Leiste 2 einsortiert wurden. So kann man die selbe Befehlskette mehrere Male verwenden, ohne alles einzeln auflisten zu müssen. Sehr praktisch, aber je nach Level auch etwas kniffliger um den richtigen Loop zu finden.

Nach dem man ein Kapitel komplett durchgespielt hat, erscheint eine kleine Bildanimation mit Untertitel, in der man als Spieler und Befehlsgeber gelobt wird. Danach sieht man eine Übersicht wie weit man schon ist und wie viele Level noch bevorstehen. Interessant zu sehen, das man nur in der gelben Rubrik fortschritte macht, denn es gibt auch geheime Wege. Das sind die dunklen Pfade die nur erzielt werden können, wenn man die Zielplattform erreicht ohne auch nur einen einzigen gelben Quadrat einzusammeln.

So kann man jedes einzelne Level nicht nur einmal machen, sondern gleich zweimal auf verschiedene Arten. Dadurch verdoppelt sich die Spielzeit und die Spannung steigt. Startet man das erste Level eines neuen Kapitels, werden neue Funktionen und Befehle immer direkt zu beginn erklärt. Nach Abschluss des dritten Abschnitts, folgt die Einführung von Bedingungen. Der Würfel kann nun auch Wände sichten und man kann die Bedingung stellen: wenn du X beliebige Wand erreichst, drehe dich nach links und rolle weiter, wenn nicht bewege dich fort.

Man kann diese Bedingung aber auch umdrehen, sodass der Würfel etwas machen muss, wenn er eben keine Wand vor sich hat. So wird der Kopf immer mehr in Anspruch genommen, vor allem wenn man komplett neu in der Thematik ist. Das Tutorial und die weiteren Erklärungen helfen im Spielverlauf auch Neulingen voran zu kommen, ohne zu verzweifeln. Dennoch nicht verzagen, wenn es nicht direkt auf Anhieb klappt.

 


 

– Besonderheiten –

Im Gameplay Teil wurde der Sandbox Modus zwar kurz angesprochen, aber nicht was er genau ist. In diesem Modus baut man eigene Level oder lädt die Level anderer Spieler und versucht diese zu lösen. Der Editor beinhaltet alle Objekte und Befehle, welche man auch in der Kampagne hat. Bevor man das fertige Level dann abspeichern kann, prüft der Editor ob alle wichtigen Parameter vorhanden sind. Danach kann man dem Level einen Namen und eine Beschreibung geben, wie auch einen Protip hinzufügen, falls man es auf Anhieb nicht schafft.

Da der Würfel sehr gemächlich unterwegs ist wird es wohl jeden zu hören freuen, dass man die Zeit beeinflussen kann. Dabei kann man mitten in der Bewegung das Geschehen anhalten, falls mal etwas schief geht, oder man kann das Level direkt neu beginnen. Am wichtigsten ist allerdings der Spielbutton, er erlaubt es den Würfel auf verschiedenen Stufen auf Trab zu halten. Denn nach dem man zum X. Mal der Würfelschnecke nach geifert, ist eine schnellere Geschwindigkeit durchaus wünschenswert.

Um die richtige Balance im Schwierigkeitsgrad zu finden, hat der Entwickler Marc Kruzik einen kleinen Fragebogen ans Ende jedes Levels eingebaut. So fragt er konkret nach der Meinung der Spieler. Wie schwer sie das Level empfunden haben, ob es für sie interessant war und ob es Spaß gemacht hat. Die Antworten werden abgespeichert und so kann der Entwickler besser einschätzen ob die Lernkurve zu extrem ist oder zu leicht. Man muss jedoch nicht daran teilnehmen, wenn man nicht möchte und kann das nächste Level problemlos bestreiten.

Neben der Meinungsabfrage, ist es dem Entwickler wohl auch ein wichtiges Anliegen, dass jeder das Spiel in seiner eigenen Sprache spielen kann. Dazu hat er selber einen Guide auf Steam angelegt, in dem er genau erklärt, welche Datei man braucht und wie man sie bearbeitet, um die eigene Sprache im Spiel zu haben. Danach kann man die Datei speichern und im richtigen Ordner ersetzten. Sobald man dann das Spiel startet, sollte die eigene Sprache unter Optionen vertreten sein.

 


 

– Support –

Das Spiel ist seit gerade einem Monat im Early Access und hat bis zum Zeitpunkt des Test kein Update erhalten. Mir sind aber auch noch keine Bugs untergekommen, die zu fixen wären. Schon bevor der „würfelige Gott“ God is a Cube auf Steam veröffentlicht wurde, war es bereits seit 5 Jahren in Entwicklung. Diese lange Zeitspanne liegt vor allem daran, dass Marc Kruzik der einzige Entwickler dieses Spiels ist und im Steamforum kann man gut beobachten, wie wichtig ihm dieses Projekt ist.

Dort hat er ein Thema angeheftet in dem er Guides zu jedem seiner Level verlinkt hat. Die Anleitungen sind unterteilt in Kapitel und man sieht anhand von GIF’s jeden Lösungsweg, so wohl die Gold Level wie auch die dunklen Pfade. Sollte man also an einem gewissen Punkt einfach nicht weiter kommen, erhält man dort eine klare Hilfestellung.

 

– Fazit –

Knackige kleine Level warten darauf gelöst zu werden und davon gibt es insgesamt 200 an der Zahl. 100 Gold Level und 100 Dunkel Level. Wem das noch nicht reicht, bekommt dazu einen Editor in dem man sich austoben kann. Wo die ersten Rätsel noch sehr einfach zu lösen sind, bringen die späteren Level schon mehr Kopfzerbrechen mit sich.

An sich für alle die gerne an Rätseln sitzen, ein super Spiel, vor allem lernt man dabei noch die Logik von einfachen Programmiertechniken. Wem das aber noch nicht genug ist, der kann sich bereits jetzt schon das Advanced Feature DLC für 9,99 € kaufen und bekommt noch mehr Möglichkeiten den Würfel über den Bildschirm zu jagen.

Wusstest du schon, dass du das Spiel ebenfalls bewerten kannst? Dazu einfach oben in das Review auf die Sterne unter „Eure Wertung„ klicken. Wahnsinn!

Durch die Vielzahl an programmierbaren Puzzle und dem Editor der unendliche Möglichkeiten hinzufügt, ist der Preis absolut angemessen. Es macht Spaß die kniffligen Level zu lösen, aber dafür muss man auch ganz klar der Spieltyp sein.

Daher empfehle ich God is a Cube all den Spielern, die ein gewisses Interesse an Logik, Rätselspaß und Programmieren mitbringen. Jedoch braucht man für das Spiel auch keinerlei Programmierkenntnisse. Das Tutorial führt den Spieler gut in die Materie ein.

 


 

 


 

Nurona

Über Nurona

Im Grunde spiele ich so ziemlich alles was mir in die Hände fällt, ausgenommen von Horrorspielen. Aufgewachsen bin ich aber mit den legendären Schlachten in Age of Empires 2, den arbeitstüchtigen Orks aus Warcraft 3 "Work, work", den geheimnisvollen Zerg aus Starcraft und vielen, vielen mehr. Auch heute sprechen mich Strategiespiele und Aufbausimulationen außerordentlich an. Trotzdem versuche ich mich immer wieder gern an Indietitel, bei denen ich keine Ahnung habe, was für ein Spielkonzept dahinter steckt.

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