Gedonia
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Gedonia

Der Auftakt einer Legende…

 

Wilkommen in der kleinen Siedlung Weystane an der Westküste der Green Vales. Hier beginnt dein persönliches Abenteuer. Egal ob du eines Tages der gewaltigste Held, der mächtigste Magier oder der schnellste Jäger sein möchtest. Egal ob du deine Zukunft in der Kriegergilde, den Händlern, den Nekromanten oder einer anderen der sieben Fraktionen siehst. In dieser Welt ist alles möglich. Du musst dafür nur dein Schicksal selbst in die Hand nehmen!

Gedonia ist ein Openworld-RPG, welches der Spielerschaft enorm viele Freiheiten lässt. Von der Erstellung des eigenen Charakters bis zur Lösung der meisten Quests gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten, um sich selbst zu verwirklichen. Es bietet eine enorme Auswahl an Features und Spielelementen und hat sich auf die Fahne geschrieben, das Genre der Oldschool Singleplayer RPGs wieder modern zu bedienen.

 

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WICHTIG! Bitte beachte, dass es sich bei dem folgenden Testbericht um eine Early Access Version handelt. Unsere Wertung ist noch nicht endgültig und kann sich im Laufe der Entwicklung des Spiels ändern. Dieses Review bietet dir einen ersten Einblick in die zum Zeitpunkt des Tests aktuelle Version des Spiels (die getestete Spielversion kann in der oberen Box entnommen werden). Alle Informationen zu unserem Bewertungssystem findest du hier.

 


 

– Präsentation –

Gedonia präsentiert sich in erster Linie als ein äußerst cleanes und direktes Spiel. Sei es in der Ästhetik, im Gameplay oder im Gesamtpaket – An keiner Stelle weicht es von seinem Weg abweicht. Außerdem ist es ein sehr helles und farbenfrohes Spiel und bleibt selbst an Stellen, an denen man eine Blutspur durch den Wald verfolgen muss, eher fröhlich und kinderfreundlich.

An vielen Punkten wie beispielsweise dem modularen UI erinnert es auch an ein MMORPG – mit der Ausnahme, dass es eben eine reines Singleplayerspiel ist. Hier wäre es schön, wenn man die dauerhaften Elemente wie die Hotkeyleiste, die Questziele oder die Minimap umpositionieren könnte. Immerhin kann man das schon mit allen temporären Fenstern wie das Inventar, den Skilltree und Co.. Dies scheint aber sowieso geplant zu sein – Zumindest gibt es in den Optionen die Kategorie Interface, die leider noch komplett leer ist.

Auch die Welt und ihre Umgebung erinnert in vielen Elementen der Präsentation eines MMOs – sowohl positiv als auch negativ. Gedonia erglänzt zwar in einem sehr schönen Cell Shading-Stil, ist jedoch sehr Details- und Animationsarm in seinem Vorgehen. Was das angeht beschränkt es sich ausschließlich auf kampf- und questspezifische Elemente und geht selbst da unspektakulären Weg.

Auch ist die grafische Umsetzung des Openworld-RPGs alles andere als ein kreatives Fest. Von dem bereits erwähnten UI, dass sich dem unzähliger anderer (MMO)RPG-Titel gleicht, ist auch in der Umsetzung der Fantasy-Welt erstaunlich wenig Fantasie geflossen. Gerade wenn man im Jahr 2020 eine High Fantasy-Welt präsentieren möchte, sollte man über die allseits bekannten Goblins, Wölfe und Skelette hinwegschauen oder auch die Dörfe, Städter und Sehenswürdigkeiten einen Neuanstrich verpassen können.

Leider habe ich keinen einzigen Ort oder Moment in Gedonia entdecken können, der mich wirklich überraschen konnte. Auch die musikalische Untermalung hält sich im soliden Mittelwert. Passende Musik ist immer da, aber hängenbleiben konnte kein einziges Theme im Laufe meiner Spielzeit. Dazu kommt auch noch, dass die Hintergrundgeräusche wie Regen oder Wasserfälle hin und wieder äußerst laut sind und im Vergleich zur Musik auch nicht im Menü pausieren, was etwas irritierend ist.

 

– Gameplay –

Gedonia bietet grundsätzlich erst einmal drei Spielmodi, zwischen denen man entscheiden kann. Entweder lässt sich ein vollständiges Abenteuer unter Open World starten. Es ist aber auch möglich sich durch verschiedene Arten von zufällig generierten Gebieten im Dungeon-Modus zu schnetzeln oder das Kampfsystem erst einmal in der Testing Arena zu lernen.

Jeder Modus beginnt mit der Charakterestellung. Hier lässt sich mit aktuell noch sehr einfachen Optionen der eigene Charakter designen. Zur Auswahl steht die Wahl des Geschlechts und die Kategorien der Körperproportionen, Kopfform, Frisur- und Bartstil sowie Haut- und Haarfarbe. Frauen ist es hierbei nicht möglich Bärte zu tragen. Alles in allem ist keine sonderlich große Variation an Charakteren möglich.

Anschließend gibt es eine Verteilung von insgesamt acht Punkten auf die vier Attribute Stärke, Agilität, Intellekt und Charisma. Was mir hierbei sehr gefällt ist, dass es neben den typischen Parametern, die sich in solchen RPGs von den Attributen ableiten wie maximales Leben, Stamina oder Angriffsgeschwindigkeit auch elf große Fähigkeiten gibt, die sich je nach Attributswert aktivieren oder wandeln. Dazu gehören Dinge wie passives Regenieren, ein Powersprung oder die Anzahl an möglichen Begleitern. Damit hat die Punkteverteilung eine viel direktere und spürbarere Auswirkung auf den Spielverlauf, selbst wenn sich der Spieler nicht direkt zu Beginn mit Zahlenschubserei befassen will.

Der Testing Arena-Modus ist vermutlich ein Spielelement, dass noch im Laufe der Entwicklung weichen wird und aktuell nur dafür da ist, um Lategame-Charaktere auszuprobieren. Hier startet der gerade erstellte Charakter auf Level 100, sodass der Spieler direkt seine Aufstiegspunkte verteilen kann und anschließend in einem sehr kleinen Bereich verschiedene Gegnerwellen niederknüppeln kann. In diesem Modus gibt es weder eine großartige Einführung noch irgendein sinnvolles Ziel, weshalb ich eben davon ausgehe, dass daraus kein vollwertiger Spielmodus entstehen wird.

Was man aber hier schon bemerken kann, ist die Dynamik des Kampfsystems: Tatsächlich spielen sich die verschiedenen Waffenarten deutlich unterschiedlich was Dauer und Treffermöglichkeiten angeht. Außerdem fühlt es sich sehr gut an, dass sich Angriffs- und Bewegungsanimationen nicht gegenseitig stoppen, sondern sich hervorragend ergänzen. Aber auch die verschiedenen Gegnertypen beherrschen eine Vielzahl an Angriffsoptionen, die sich außerordentlich in Geschwindigkeit, Trefferbereich und Erwartbarkeit unterscheiden, sodass die Kämpfe im Spiel wirklich eines der besten Elemente sind.

Der andere Modus neben dem Hauptspiel ist der Dungeon-Mode. Nach einer üblichen Charaktererstellung beginnt man hier in einem magischen Verließ, das einem diverse Händler und Meister sowie Portale zu aktuell fünf verschiedenen Kategorien von Dungeons bereithält. Diese Dungeons bieten jeweils unterschiedlich viele Etagen und werden bei jedem Betreten zufällig generiert.

Im Grunde ist dieser Modus eine erweiterte Form der Testing Arena, nur das der Spieler gegenteilig anfängt. Statt auf Level 100 beginnt man hier auf dem ersten Level und trägt statt einer vollständigen Ausrüstung nur ein einfaches Poor Sword bei sich. Umso schöner ist es natürlich die eigenen Erfolge in diesem Modus zu verfolgen und sich in schneller Zeit vom mittellosen Level 1-Charakter zum vollbepackten Helden zu entwickeln.

Dadurch muss man sich einfach nur erfolgreich in diesem Dungeon Crawler-Modus zeigen. Da diese Dungeons auch fast alle deutlich größere Bereiche als die Testing Arena zu bieten haben, kann man auch in diesem Modus die wirklich smoothen Bewegungsmöglichkeiten vollständig auskosten.

Das Hauptaugenmerk von Gedonia liegt aber natürlich auf dem Open World-Modus. Dieser besteht aktuell aus fünf definitiv großen Gebieten, zu welchen mindestens noch drei weitere hinzukommen werden. In dem Modus beginnt das Erlebnis in einem Intro, welches den Einstieg in eine sehr klassische Fantasy-Story durch eine Menge Exposition darstellt. Gleichzeitig wird einem auch das Gameplay in seinen Grundzügen vorgestellt, welches einen in den folgenden Stunden begleiten wird.

Bis auf das Kampfsystem, welches wie erwähnt sehr dynamisch und nicht über Button-Smashing funktioniert, ähnelt das Gameplay Gedonias eben wie sein UI vielen Punkten klassischen MMORPGs oder westlichen RPGs von früher. Es gibt viele Punkte, an denen sich mit dem richtigen Werkzeug Rohstoffe extrahieren lassen. Dazu gehören Erzvorkommen, diverse Pflanzen, Angelstellen und weiteres. Zu erkennen sind diese Punkte durch ein gewisses Glitzern und entsprechenden Icons auf der Minimap.

Mit diesen Rohstoffen lassen sich dann in der Schmiedekunst, Alchemie und anderen Verarbeitungsmethoden die eigene Ausrüstung aufstocken. Die Rezepte dadurch lassen sich von Meistern erlernen, wenn man das nötige Kleingeld und die Stufe des Handwerks parat hat. Diese Handwerksstufen sowie verschiedene Kampfboni oder kleinere Fähigkeiten lassen sich durch Punkte erlernen, welche man für das aufsteigende Charakterlevel erhält.

Die Erfahrungspunkte für dieses Charakterlevel erhält man durch das Bezwingen von Feinden, Entdecken von Orten und Erfüllen von Quests. Die Quests in Gedonia gefallen mir sehr gut. Fast jede von ihnen lässt sich auf mehreren Wege lösen. Diese Wege richten sich danach, welche Attribute man zu Beginn festgelegt hat oder welche Informationen oder Gegenstände man sich inzwischen erarbeiten konnte. Damit fühlt man sich immer belohnt, egal welchen Spielstil man ausübt.

Neben den Quests haben NPCs auch oft andere Dinge zu bieten! Beispielsweise erzählen sie gerne Mal von interessanten Orten und wo diese liegen. Außerdem kann man alle NPCs angreifen, auch wenn bei den Bewohnern von fraktionslosen Dörfern und Städten wie der Startort Weystane zwar Schadenszahlen erscheinen, jedoch nichts weiter geschieht. Abseits davon lassen sich einige von ihnen als Begleiter mitnehmen. Da ich weder eine Menge Geld noch einen guten Charisma-Wert hatte, entschied ich mich für einen streunenden Hund, welchen ich mit einem Stück Fleisch zu meinem ewigen Begleiter machte.

Ein weiteres sehr dynamisches und allgegenwärtiges System stellen die Fraktionen und ihre Beziehungen zueinander dar. Aktuell gibt es sieben Gruppen, welche um die Vorherrschaft der Welt von Gedonia streiten. Über die Fraktionsanzeige, welche man zu jedem Zeitpunkt öffnen kann, sieht man immer in welcher Beziehung man selbst zu jeder einzelnen Fraktion steht und kann die Beitrittsquest zu einer Fraktion starten, sollte man nicht bereits in einer solchen Quest stecken.

Die Meinung der einzelnen Fraktion gegenüber des Spielers unterliegen vielen Einflüssen. Je nachdem auf welchen Weg manche Quests abgeschlossen werden und welche Orte oder NPCs gut oder schlecht behandelt werden, kann man in der Meinung der Fraktionen sinken oder steigen. Auch gibt es immer Mal wieder kleine Events auf der Map, in denen an zufälligen Orten zwei verfeindete Fraktionstruppen aufeinandertreffen. Beteiligt man sich an diesem Kampf, verändern sich die Meinungen dieser beiden Fraktionen auch dementsprechend.

Hat man eine Beitrittsquest einer Fraktion vollständig abgeschlossen, kann man sogar noch weiteren beitreten. Jedoch schließen sich hier einige Fraktionen gegenseitig komplett aus. Mein Plan war es ursprünglich, mich den Banditen anzuschließen, auch wenn dadurch alle anderen Fraktionen außer die Nekromanten in der Zukunft für mich ausscheiden würden. Jedoch hatte die Beitrittsquest keinen Questmarker auf der Minimap und ihre Beschreibung war so offen formuliert, dass ich sie nicht abschließen konnte.

Womit wir nun zu den Kritikpunkten kommen, welche leider nicht wenige sind. Beginnen wir in dem System der Attribute, welche man anfänglich verteilt. Wie erwähnt haben sie einen enormen Einfluss auf die Fähigkeiten des Charakters und seinen Umgang mit Quests und NPCs, was grundsätzlich ein sehr beeindruckendes und dynamisches System ist. Jedoch erhält man nach der Charaktererstellung nie wieder eine Möglichkeit, seine Attributspunkte zu erweitern wie es auch der Entwickler auf einige Nachfragen bestätigt hat.

Das soll wahrscheinlich den Wiederspielwert von Gedonia erhöhen, was auch gut funktioniert, jedoch empfinde ich diese Einschränkung als zu stark. Wenigstens alle 10 Charakterlevel oder in ähnlichen großen Abständen hätte ich gerne einen weiteren Punkt bekommen. Denn so war es meinem Hauptcharakter selbst auf Level 20 nicht möglich auch nur irgendeine Rüstung tragen zu können, da selbst die leichtesten Rüstungsteile einen Stärkepunkt voraussetzt, den ich nicht besaß. Auch konnte ich die Belohnung der Quest eines Brückentrolls, der sich dafür als Begleiter anbot, niemals warnehmen. Denn trotz der erfüllten Quest erfordert er vier Charismapunkte, welche mein Charakter niemals besitzen werden kann.

Auch ist das Speicher- und Ladesystem nicht komplett gepolished. Zum einen werden einem im Speichermenü die bisherigen Spielstände nicht angezeigt, sodass man exakt denselben Titel eingeben muss, wenn man einen bisherigen Spielstand überschreiben und seine Spielstände nicht überfüllen will. Zum anderen kommen mir die automatischen Spielstände, die Gedonia anfertigt, sehr unregelmäßig vor.

Ähnlich ergeht es den Questmarkern, welche manchmal auch bei gelösten Quest noch angezeigt bleiben, hin und wieder völlig falsch platziert sind oder wie bei der erwähnten Banditenquest auch gar nicht vorkommen können. Teilweise erschweren sie das Lösen einer Quest mehr als dass sie helfen, da wenn man sich an die Dialoge und Beschreibungen hält, man eher weiß wo es lang geht.

Neben den größeren Kritikpunkten gibt es leider auch eine Großzahl an Bugs, die Gedonia mit sich bringt. Ineinander clippende Modelle, abgeschnittene Klippen, leere Landschaftsstriche, fliegende Schatten, leere Dialogfenster, Objekte, die sich durch Wände betätigen lassen und  Informationsfenster, welche nicht weggehen bis man den Spielstand neu lädt. Dazu kommt noch, dass man beim Reiten auf dem Pferd auch gerne mal durch den Boden fällt oder besiegte Gegner nicht in ihre Todesanimation übergehen und dadurch auch nicht gelootet werden können.

Es ist ja normal, dass Spiele im Early Access die eine oder andere Kinderkrankheit dieser Art mit sich bringen. Aber das alle üblichen Bugs in einem Spiel auftauchen, tut dem Spielerlebnis alles andere als gut und reist einem immer wieder aus dem Geschehen im Spiel raus, gerade wenn es eigentlich ein sehr gutes Erlebnis ist.


 

– Besonderheiten –

Was einem definitiv schnell auffällt ist die Anzahl der enormen Freiheiten, die die Welt von Gedonia bietet. Zum einen gibt es die sieben Fraktionen, welche eine merkliche Rolle im Weltgeschehen spielen und die verschiedene Meinungen über den Spieler haben, je nachdem wie er sich verhält. Auch dass sich nahezu alle Quest auf multiplen Wegen lösen lassen ist sehr angenehm und erwecken so nie den Eindruck, das man in ein Spielstil gezwungen würde.

Auch positiv bemerkenswert ist das Bewegungs- und Kampfsystem, das Gedonia bietet. Im Vergleich zu vielen anderen Systemen des Gameplays, welche sich an üblichen Methoden bedienen, ist die Bewegung und das Kämpfen in Gedonia auffällig anders. Egal ob Nahkampf mit leichter Waffe, Nahkampf mit schwerer Waffe, Fernkampf mit Waffe oder Fernkampf mit Magie – Jede einzelne Art zu kämpfen fühlt sich vollständig anders und trotzdem immer belohnend an.

Dazu kommt noch, dass sich die Bewegung in Gedonia, gerade mit hohem Agilitätswert und den damit verbundenen Boni, sehr smooth anfühlt und sich dynamisch mit Angriffen verbinden lassen, da sich Angriffe und Bewegungen gegenseitig nicht abschneiden. Und da auch die verschiedenen Gegnertypen über eine Vielzahl an Bewegungs- und Angriffssets verfügen, ist das Kämpfen in Gedonia erstaunlich wenig repetetitv.

Keine Besonderheit innerhalb des Spieles und auch kein Faktor, der meine Bewertung beeinflusst, aber dennoch genannt werden sollte, ist, dass Gedonia von einem einzigen Entwickler auf die Beine gestellt wird. Kazakov Oleg, wie der Entwickler mit Namen heißt, steht alleine hinter diesem großen Projekt und investiert viel Herzblut und Mühe hinein. Auch wenn Gedonia aktuell noch viele kritikwürdige Punkte mit sich bringt, ist ein Spiel dieser Größe definitiv äußerst respektabel für eine einzige Person.

 


 

– Support –

Wie erwähnt ist Gedonia das Projekt eines einzigen Entwicklers. Daher gibt es weder ein großes Entwicklungs- noch ein Support-Team. Doch das Spiel erhält trotzdem immer wieder regelmäßige Updates, auch wenn diese nicht immer sonderlich umfangreich sind. Sucht man online nach Gedonia findet man neben dem Steam-Hub und einer knappen Homepage nicht sonderlich viel. Die Homepage selbst ist dabei nicht einmal auf der Steam-Seite verlinkt.

Dabei ist im Hauptmenü des Spiels auch von einem Discord-Server die Rede, in welchem man gerne Feedback hinterlassen kann. Und dort steht Oleg Kazakov auch Rede und Antwort zu seinem Projekt und tauscht sich nahezu täglich mit seiner Spielerschaft aus. Diesen Server zu finden war aber erstaunlich schwierig. Auch wenn so etwas bei einem Ein-Mann-Projekt immer schwer ist, sollte sich darum gekümmert werden, dass der Discord-Server auf der Steam-Seite verlinkt oder präsenter auf seiner Homepage platziert wird – als nur in einem kleinen Icon im Footer-Bereich.

 

– Fazit –

Auch wenn Gedonia nicht die kreativste Fantasy-Welt bietet und in einigen Gameplay-Elementen noch etwas altmodisch unterwegs ist, macht das Spiel dennoch sehr Spaß. Alleine der Dungeon-Modus nutzt sich durch das dynamische Kampf- und Bewegungssystem nicht ab und bietet durch die verschiedenen Möglichkeiten seinen Charakter zu kreieren und zu spielen eine Menge an Inhalt.

Zusätzlich setzt das Hauptspiel durch die völlige Freiheit des Spielstils innerhalb des Fraktionsgeschehens und des Lösens der Quest keine großartigen spielerischen Grenzen, sodass man  vollständig in die Welt von Gedonia abtauchen kann. Da man  wirklich merklich unterschiedliche Charakterkonzepte ausleben kann, bietet es auch jetzt schon einen starken Wiederspielwert.

Wusstest du schon, dass du das Spiel ebenfalls bewerten kannst? Dazu einfach oben in der Review auf die Sterne unter „Eure Wertung„ klicken. Wahnsinn!

Jedoch wäre es alles andere als gelogen, würde man eine Review zu Gedonia so stehen lassen. Aktuell strotzt das Spiel leider noch von Kinderkrankheiten und ist selbst für ein Spiel im Early Access äußert wenig gepolished. In meinen Augen wurde es leider einfach zu früh released, sodass trotzdessen Gedonia ein Spiel absolut nach meinem Geschmack ist, ich ihm leider noch keine bessere Bewertung geben kann.

Aktuell spielt es sich wie eine ganz frühe Demo als ein richtiges (Early Access) Spielt, hier die Grenze zu ziehen ist allerdings gar nicht so leicht. Jeder, der auch nur ein klein wenig Interesse an RPGs und individuellen Spielstilen hat, sollte sich Gedonia vormerken. Das Spiel hat definitiv eine Menge Potenzial in einer unbestimmten Zukunft richtig gut zu werden, aktuell würde ich aber noch davon abraten, es zu kaufen, außer man möchte den Entwickler direkt unterstützen und kann verkraften, dass man für die knapp 10 € eine sehr frühe Early Access Version des Spiels bekommt.

 


 

 


 

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Über Chesra

Schon in sehr jungen Jahren begann ich mich nicht nur für Videospiele, sondern auch der Kunst und Wissenschaft hinter diesen zu interessieren. An meinem ersten eigenen Spiel begann ich im Alter von 8 Jahren zu arbeiten und richte seitdem meine Hobbys und meine berufliche Zukunft nach dieser Richtung. Auch wenn ich in den Jahren seitdem schon sehr viel dazu gelernt habe, bin ich immer noch wie am ersten Tage an jedem neuen Spielkonzept interessiert und liebe es noch immer in ein völlig neues Spiel einzutauchen!

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