For the Warp
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Rating: 3.5/5 (2 votes cast)

For the Warp

Bis zur Unendlichkeit und noch viel weiter!

 

Du hast mal wieder Lust auf ein nettes Deckbaustrategiespiel für einen schmalen Taler? In den unendlichen Tiefen des Steam-Universums versucht sich Massive Galaxy Studios mit For the Warp an einem Deckbauspiel mit Weltraumthematik! Ob For the Warp die Steamcharts in Lichtgeschwindigkeit erobert oder ob ihm schon im Vorhinein der Treibstoff ausgeht, erfährst du in diesem Review.

 

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WICHTIG! Bitte beachte, dass es sich bei dem folgenden Testbericht um eine Early Access Version handelt. Unsere Wertung ist noch nicht endgültig und kann sich im Laufe der Entwicklung des Spiels ändern. Dieses Review bietet dir einen ersten Einblick in die zum Zeitpunkt des Tests aktuelle Version des Spiels (die getestete Spielversion kann in der oberen Box entnommen werden). Alle Informationen zu unserem Bewertungssystem findest du hier.

 


 

– Präsentation –

Achtung: Zum Zeitpunkt des Verfassens dieser Review ist das Spiel lediglich in Englisch verfügbar. Zwar sind jegliche Informationen simpel gehalten, wer aber über keinerlei Englischkenntnisse verfügt sollte hier aber lieber noch ein bisschen warten. Des Weiteren startet das Spiel im Fenstermodus, dies ändert sich allerdings, wenn man vom Hauptmenü ins Spiel übergeht.

For the Warp kommt als Deckbau-Spiel mit stimmigem SiFi Aussehen und wird von einem passenden, jedoch mit der Zeit etwas eintönigem, Synth-Pop-Musik Soundtrack begleitet. Die Raumschiffe sind schön gestaltet und differenzieren sich genug voneinander um jedes freischalten und ausprobieren zu wollen. Freigeschaltet werden die besagten Raumschiffe durch das Erreichen der Warp Gates und das Besiegen des dahinter liegenden Endgegner. Zwar kann jedes Raumschiff jede verfügbare Karte benutzen allerdings unterscheiden sich die Schiffe durch unterschiedliche Startdecks voneinander.

Jedes der momentan drei auswählbaren Raumschiffe hat andere Merkmale und Eigenschaften. So startet man beim ersten Spielen mit dem Raumschiff Panhuman Standard Frigate MK7, kurz auch Standard Frigate genannt. Dieses Raumschiff kommt mit 75 Lebenspunkten, im Spiel Hull genannt. Des Weiteren besitzt dieses Schiff eine Schildgröße von 10. Von allen Schiffen ist dieses das ausgeglichenste und geht mit Plasma Kanonen und einer guten Equipmentgröße auf Entdeckungstour.

Das zweite Schiff wurde Light Destroyer getauft. Der offizielle Name ist Panhuman LD 75. Im Gegensatz zum zuvor genannten Schiff verfügt dieses über weniger Lebenspunkte und mehr Schildkapazität. Hier stürzt man sich mit einer Kombination aus Plasma Kanonen und Gatling Guns ins Getümmel.

Der Knife Drone Carrier 2, kurz KD Carrier ist das momentan letzte und gleichzeitig am schwersten freizuschaltende Raumschiff. Lediglich 60 Lebenspunkte, dafür aber 20 Schildkapazitäten stehen einem hier zur Verfügung. Dieser Carrier hat sich auf das akquirieren von Kampfdrohnen spezialisiert. Hier ist leider negativ anzumerken, dass die besagten Drohnen sich nicht steuern lassen und während des eigenen Zuges jeweils einmal willkürlich die Gegner angreifen. Ein fokussiertes Angreifen ist somit nicht mit ihnen möglich. Dem kann jedoch mit einigen Karten entgegengewirkt werden.

Jedem dem das normale Spiel zu einfach ist, ist der Hardcore Modus wärmstens zu empfehlen. Diesen schaltet man frei, nachdem man das Spiel, das erste Mal komplett durch gespielt hat, mit welchem Raumschiff man dies bewältigt ist irrelevant und jedem selbst überlassen. In genanntem Hardcore Modus startet man gleich zu Beginn mit weniger Ressourcen. Man hat weniger Brennstoff und die gegnerischen Weltraumbanditen verfügen über mehr Lebenspunkte und mehr Schilde.

 

– Gameplay –

Das Spielgeschehen bzw. der Kampfablauf ist denkbar simpel. Man spawnt in einer zufällig generierten Galaxie muss sich mittels Brennstoffzellen zum Warp Gate bewegen. Bei jeder neu angefangenen Runde startet man mit 15 Brennstoffeinheiten. Diese sollte man stets im Auge behalten da jedes Fortbewegen auf der Karte eine Brennstoffeinheit kostet.

Hat man keinen Brennstoff mehr ist die Runde entweder direkt verloren, man wird von Weltraum Banditen angegriffen oder es kommt ein Weltraumfrachter vorbei, der einem mit etwas Brennstoff aushilft. Darauf sollte man sich aber lieber nicht verlassen, denn in der Unendlichkeit des Weltraums ist man Fremden im seltensten Fall friedlich gesonnen.

Bei jeder Entdeckungstour stehen einem etwaige Hindernisse im Weg und es gibt einiges zu Entdecken. Beispielsweise versperren Meteoriten Felder welche man nicht passieren kann. Durch diese wird man immer wieder gezwungen den Kampf mit Weltraumbanditen zu suchen oder in alten Zivilisationsruinen auf gefährliche aber dennoch sehr lohnenswerte Entdeckungstour zu gehen.

Ist ein Aufeinandertreffen mit feindlich gesinnten Weltraumbanditen auf der Karte nicht mehr zu vermeiden kommt es zum Kampf! Hier trifft man, je nach Galaxie, auf unterschiedliche Gegnertypen und Gegneranzahl. Da eine Flucht nicht möglich ist, gilt es hier die Geschütze zu bemannen und sich dem Feind zu stellen.

Abwechselnd sind im Kampf Spieler und die Bots am Zug. Mit jeder neu eingeleiteten Runde zieht man neue Karten aus dem Deck. Hierbei ist darauf zu achten, dass die verfügbare Energie gut eingeteilt wird, von dieser ist es nämlich maßgeblich Abhängig welche Karten man spielen kann. Ist alle Energie im aktuellen Spielzug verbraucht kommen alle gezogenen Karten zurück ins Deck und der Gegner beginnt seinen Zug.

Ohne zu weit vorzugreifen und zu viel zu verraten lässt sich zum Kampfsystem sagen, dass gut gespielte Synergien im Kampf zwischen Sieg und Niederlage entscheidend sind, denn viele der Deckkarten entfalten erst dann ihr volles Potenzial, wenn deren Synergien zur Geltung kommen können.

Feuer beispielsweise lässt gegnerische Schiffe über mehrere Runden hinweg brennen, dieser Effekt fügt dem gegnerischen Schiff Schaden über Zeit zu. Des Weiteren gibt es mehrere Brandgeschosse deren Schaden sich an bereits brennenden Gegner verdoppelt.

Als weitere Besonderheit unter den zu findenden Karten stechen die Einmal-Karten hervor. Keine Sorge! Diese Karten, wie der Name schon vermuten lässt, sind zwar lediglich einmal pro Kampf aktivierbar, verschwinden aber nicht permanent aus dem Deck.

Im Verlauf des Spieles ist es möglich das Deck auf vielfältige Art und Weise zu erweitern. Beispielsweise bekommt man neue Karten bei Handelsschiffen, durch das Erledigen von kleinen Nebenquests und durch das Besiegen eines jeden Endgegners. Ebenso ist es möglich Karten gegen Gold von Händlern aus dem Deck entfernen zu lassen.

Sollten alle ausgeschöpften Synergien, jede zurechtgelegte Strategie, das Ziehen der Karten während des Kampfes und natürlich die Beschaffenheit des Raumschiffs nichts gegen die Gegnerscharen bestehen können, gibt es noch einen letzten Ausweg. Über das Continue Feld im Hauptmenü kann man genau dort wieder einsteigen, wo man zuvor gescheitert ist. Eventuell hat man beim neuen Versuch ja etwas mehr Glück.

 


 

– Besonderheiten –

For the Warp glänzt mit einigen kleinen Besonderheiten, so klingt die Synth-Pop-Musik äußerst stimmig, und ist in keinem Fall nervig. Neben dem tollen Soundtrack gilt es positiv hervorzuheben, dass das Spiel bereits jetzt über fünf Galaxien verfügt. Diese Galaxien sind ausschlaggebend für das Erscheinungsbild und die Kampfstrategien der Gegner.

Zum Entdecken gibt es neben den Galaxien in For the Warp noch eine ganze Menge, so verfügt das Spiel momentan über sage und schreibe 80 spielbare Deckkarten! Neben den spielbaren Karten ist die Anzahl der zur Verfügung stehenden Equipment Karten mit 15 an der Zahl nicht außer Acht zu lassen. Was das Kampfgeschehen angeht, muss sich das Spiel keineswegs hinter seinen Konkurrenten verstecken, neben der bereits erwähnten Kartenvielfalt gestaltet sich das Entdecken und Freischalten der genannten Karten als spannend.

Die bereits gespielten Karten können jederzeit in der Collection begutachtet werden. Neben der „Collection“ wird gerade fleißig an einem Warpopedia gebastelt. Dieses Warpopedia ist, wie der Name schon vermuten lässt, ein Wiki in dem es später möglich sein soll Hintergrundinformationen über die Bosse, Gegner, Karten und Schiffe zu erlangen. Ebenso wird hier in Zukunft die Lore des Spieles nachzulesen sein.

 


 

– Support –

Bei Updates und Support lässt sich Massive Galaxy Studios keineswegs lumpen! In der Vergangenheit kamen in ca. einwöchentlichem Abstand zuverlässig Updates die kleine Bugfixes, neue Mechaniken und neue Karten beinhalteten. Des Weiteren haben die Entwickler im Steam Community Hub eine Roadmap mit Inhalten veröffentlicht die noch während der Early Access Phase implementiert werden sollen.

Als letzten mMn. wichtigem Punkt sind Kampfmechaniken geplant welche sich nach der Umwelt und den Galaxien richten. Kurzum: Es bleibt also weiterhin spannend bei For the Warp, denn bei der Regelmäßigkeit der Updates, dürfte es nicht lange dauern bis all dies implementiert ist! Sehr löblich ist ebenfalls die Aktivität der Entwickler, so stehen diese den Spielern bei Supportangelegenheiten in den Diskussionen zur Seite.

 

– Fazit –

For the Warp erfindet das Rad nicht neu, bietet aber für gelegentliches entspanntes Spielen genug Inhalt. Ein Durchgang auf normaler Schwierigkeit dauert zwischen einer und zwei Stunden. Was die Wiederspielbarkeit angeht, mangelt es leider noch an Vielfalt. So gibt es momentan leider nur drei verschiedene Raumschiffe, eine handvoll unterschiedlicher Gegner und die Anzahl der Events hält sich zugegebenermaßen auch in Grenzen.

Wusstest du schon, dass du das Spiel ebenfalls bewerten kannst? Dazu einfach oben in das Review auf die Sterne unter „Eure Wertung„ klicken. Wahnsinn!

Einen schönen Lichtblick in die Zukunft von For the Warp gibt die veröffentlichte Roadmap von Massive Galaxy Studios. Die zahlreichen vorgestellten Erweiterungen und Ergänzungen sind mehr als sinnvoll und werden jetzt schon heiß erwartet, da das Spiel momentan leider zu schnell an Fahrt verliert, um wirklich über einen längeren Zeitraum zu motivieren.

 


 

 


 

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Über Crazycowbeef

Wenn ich gefragt werde was meine früheste Erinnerung an PC und Konsolenspiele ist, muss ich ganz klar sagen: Super Smash Bros Melee auf dem GameCube eines Kumpels. Tag ein Tag aus nach der Schule, sehr zum Leidwesen meiner Eltern, aber unheimlich prägend habe ich dieses Spiel mit meinen Freunden gespielt. Kurz darauf stieß ich auf Counter-Strike, welches mich dazu bewegt hat mir meinen ersten Laptop zu kaufen. Dieser ist leider einige Monate später an einem qualvollen Hitzetod zugrunde gegangen. Mit Counter-Strike wurde mein bis heute anhaltendes Interesse an Ego-Shootern geweckt und die Konsolenspiele nahmen dadurch nach und nach ab. Zwar liegt mein Hauptaugenmerk immer noch auf Shooter Spielen, dennoch kann ich bei der gigantischen Auswahl an spannenden Early Access Titeln, nicht Wiederstehen und mache immer wieder gerne einen Ausflug in andere Genres wie zB. Rogue Likes.

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