Eternal Return: Black Survival
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Eternal Return: Black Survival

Eternal Return: Black Survival, die Genre-Schimäre

 

Wem die Masse an Battle Royal-Titel zu eintönig ist, und wer Standard-MOBAs wie League of Legendsoder „Dota 2“ langweilig findet, bekommt bei Eternal Return: Black Survival das vermeintlich Beste aus beiden Genres um die Ohren gehauen. Obendrein wird dann noch mit einem Crafting-System nachgewürzt, um die Komplexität und den Anspruch des Titels an dessen Spielerschaft nach oben zu treiben.

Klingt zunächst nach einem recht abenteuerlichem Genre-Mix, welcher am liebsten Fans aus jedem Lager bedienen möchte. Die Frage ist, können zwei so skill-orientierte Genre wie MOBAs und Battle Royal sinnvoll mit einem Crafting-System kombiniert werden, damit daraus ein suchterregender Games as a Service-Titel entstehen kann? Die Antwort auf diese Frage ist nicht so einfach und eindeutig, wie man vielleicht meinen möge.

 

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WICHTIG! Bitte beachte, dass es sich bei dem folgenden Testbericht um eine Early Access Version handelt. Unsere Wertung ist noch nicht endgültig und kann sich im Laufe der Entwicklung des Spiels ändern. Dieses Review bietet dir einen ersten Einblick in die zum Zeitpunkt des Tests aktuelle Version des Spiels (die getestete Spielversion kann in der oberen Box entnommen werden). Alle Informationen zu unserem Bewertungssystem findest du hier.

 


 

– Präsentation –

Eternal Return entführt uns auf die Insel Lumia Island, auf welcher eine dubiose Firma namens AGLAIA Experimente an Menschen vornimmt, um eine vermeintlich neue Rasse von Menschen zu züchten. Soviel zur Hintergrundgeschichte, welche jedoch im aktuellen Entwicklungsstand des Spiels nur eine sehr untergeordnete Rolle spielt und wohl auch ohnehin nicht zwingend zu den Kernelementen des Spiels zählt.

Der eigentliche Kern des Spiels ist der Kampf gegen bis zu 17 andere Mitspieler auf besagter Insel. Dieser wird uns, zumindest bezogen auf die Charaktere, in einem sehr gelungenem Anime-Stil präsentiert. Die aktuell 23 verschiedenen Charaktere (Stand: Patch 0.26.1) sind dabei wirklich gut und abwechslungsreich designed. Wer ein Freund von Animes und Mangas ist, wird hier sicher seine Waifu oder seinen Senpai finden. Angefangen vom Psycho-Mädchen Jackie mit ihrer Kettensäge, über den kugelrunden, knuffigen Koch Xiukai, dem schwertschwingenden Oberschüler Yuki, bis hin zur Auftragskillerin Lenox, welche mit einer (vermeintlich tödlichen) Angel ausgerüstet ist.

Leider setzt sich der schicke Anime-Stil derzeit nur wenig überzeugend in der eigentlichen Spielwelt fort. Die Karte, welche in viele kleine Bereiche unterteilt ist, sieht oft sehr steril und monoton aus. Der Charme der Charaktere findet sich aktuell einfach nicht im restlichen Spiel wieder. Die Optik ist bestenfalls zweckdienlich, was jedoch zur Folge hat, dass die Hardwareanforderungen an den eigenen PC entsprechend gering ausfallen und das Spiel somit auf sehr vielen (auch schwächeren Geräten) problemlos laufen sollte.

Sound und Musik benötigen derzeit noch einiges an Arbeit. So sind zwar die Vertonungen der Figuren im Spiel durchaus gut gelungen und geben einen netten Eindruck auf die Persönlichkeit und Gedankengänge der Charaktere, jedoch hat man bereits nach kurzer Zeit jeden Spruch dutzende Male gehört, sodass diese ziemlich schnell nervig werden und man sie im Geiste ausblenden möchte. Ansonsten gibt es vor allem während des Spielgeschehens viele Geräusche, welche typisch für Cartoons und Animes sind.

Menüsounds sind teils sehr schrill und recht störend, die Musikstücke im Spiel kann man an einer Hand abzählen und diese sind auch nicht wirklich der Rede wert. Alles in allem ist das Spiel derzeit nicht unbedingt ein Fest für die Ohren. Den Klick auf die Fähigkeitsvorschau der einzelnen Charaktere sollte man sich zudem ganz sparen, da dort die Lautstärke extrem(!) nach oben geht, sodass vor allem Spieler mit Kopfhörern Vorsicht walten lassen sollten. Ich vermute aber, dass dies einfach nur ein Bug ist, welcher sicher zeitnah behoben wird.

 

– Gameplay –

Es gibt 3 große Stützpfeiler im Gameplay von Eternal Return. Der vorherrschende Aspekt ist das Battle Royal-System mit all seinen universellen Regeln, die quasi in jedem Battle Royal gelten. Wie immer gilt es also die Konkurrenz bis zu 17 weitere Spieler auszuschalten, damit man am Ende der einzige Überlebende bzw. das einzige überlebende Team ist. Es kann im Solo-, Duo- oder Team-Modus gespielt werden.

Der zweite Pfeiler ist das charakterbasierte MOBA-System. Die Riege der Helden umfasst dabei allerlei illustre Charaktere, welche ihre eigenen Fähigkeiten mitbringen, um im Battle Royal zu bestehen. Jeder Charakter besitzt drei grundlegende Fähigkeiten, eine ultimative Fähigkeit, eine passive Eigenschaft und eine Fähigkeit, die davon abhängt, mit welcher Art von Waffe derjenige ausgerüstet ist.

Abschließend noch der dritte Gameplay-Aspekt: Das Crafting. Jeder Charakter besitzt 6 Slots (Kopf, Brust, Arm, Bein, Waffe und Zubehör), an denen er einen Gegenstand ausrüsten kann. Entgegen dem System, welches u.a. aus League of Legends bekannt ist, können diese Gegenstände nicht für Gold gekauft werden, sondern müssen gecraftet werden. Die Materialien dafür findet man überall auf der Karte in den unterschiedlichen Bereichen.

Je nachdem welche Waffe, welche Rüstung, etc. … man sich zusammenschustern möchte, muss man auch unterschiedliche Materialien ausfindig machen. Dabei sind bestimmte Materialien immer im selben Bereich der Karte zu finden. Dort können sie dann aus unterschiedlichen Behältern zufällig erbeutet werden. Wer also das Crafting-System effektiv nutzen möchte, wird nicht drumherum kommen, sich alle Fundorte Stück für Stück einzuprägen.

Zusätzlich zu den Ausrüstungs-Slots gibt es dann noch einige Verbrauchsmaterialien, welche man finden kann. Dazu zählen beispielsweise Nahrungsmittel, mit denen man seine Gesundheit (grünes Plus) sowie Ausdauer (blauer Blitz) wieder auffüllen kann. Letzteres wird durch den Einsatz von Fähigkeiten, sowie das Durchsuchen von Objekten verbraucht. Es gibt außerdem frei aufstellbare Kameras, um Bereiche auszuspähen, sowie Fallen, welche man platzieren kann.

Da wir nun die groben Eckpfeiler des Spiels kennengelernt haben, schauen wir uns einmal eine ganz normale Spielrunde an. Nachdem wir uns für einen Spielmodus entschlossen haben, in diesem Fall den Solo-Modus, gelangen wir zur Charakterauswahl. Hier können wir uns aus einer wöchentlichen freien Rotation, sowie unseren bereits freigespielten Helden, einen aussuchen, mit dem wir den Kampf bestreiten können.

Anschließend gibt es einen (gar nicht mal so kurzen) Ladebildschirm und wir gelangen in die Vorbereitungsphase. Hier sehen wir zum Einen unserer Mitspieler und welche Charaktere diese gewählt haben, sowie die Spielwelt, unterteilt in ihre unterschiedlichen Bereiche. Ebenfalls haben wir die Möglichkeit ein (vorher definiertes) Ausrüstungsset auszuwählen. Anhand unserer Auswahl, sehen wir auf der Karte, wo wir unsere Materialien dazu finden können.

Unsere letzte Aufgaben in der Vorbereitung ist es dann, unseren Startpunkt zu definieren. Wir können dazu auf einen beliebigen Bereich der Karte klicken und starten dann dort an einem zufälligen Fleck. Anhand der roten kleinen Kreise können wir außerdem erkennen, wie viele andere Spieler ebenfalls dort starten werden. Man kann sich also bewusst ins Getümmel stürzen, oder aber, sich zunächst außerhalb aufhalten, um erst einmal Gegenstände zu sammeln und zu craften. Die taktischen Möglichkeiten sind hier bereits recht vielfältig.

Und dann geht es endlich los. Direkt vom Start weg, sollten wir alles in der Umgebung durchsuchen, um zügig an die Bestandteile unserer Gegenstände zu gelangen. Oben rechts im Bildschirm haben wir einen groben Überblick darüber, was wir als nächstes benötigen. Ein weiteres Indiz gibt es zudem durch einen kleinen gelben Pfeil, der an einem Item zu sehen sein kann, nachdem wir ein Objekt durchsucht haben. Dieser zeigt an, dass dieses Item Bestandteil unseres Ausrüstungssets ist. Ebenfalls gibt es noch ein Werkzeugsymbol, welches anstelle des gelben Pfeils auftauchen kann. Dieses deutet dann an, dass wir daraus etwas craften können (außerhalb unserer Ausrüstungssets).

Schnell merken wir, dass wir allein durch das Durchsuchen der Umgebung im Level aufsteigen und die ersten Punkte auf unsere Fähigkeiten verteilen können. Welche man dabei wählt, ist wohl dem eigenen Spielstil überlassen und variiert auch von Charakter zu Charakter. Eine der wenigen Faustregeln dürfte hingegen sein, dass man seine ultimative Fähigkeit immer dann aufstuft, wenn es möglich ist.

Mit fortschreitendem Spielverlauf bekommen wir auch immer wieder Meldungen, dass einzelne Bereiche der Spielwelt evakuiert werden. Dies ersetzt in Eternal Return die aus Battle Royal-Spielen bekannte, immer kleiner werdende Spielwelt. Graue Bereiche der Karte sind dabei noch gefahrlos betretbar. Orangene Bereiche sollten zügig verlassen werden, da sie nach Ablauf eines am oberen Rand ersichtlichen Timers in einen roten Bereich umgewandelt werden. Befindet man sich dann noch in einem solchen, hat dies den Tod zur Folge und führt somit zum Ende der Runde. Ein Blick auf die Karte hilft dabei, stets einen Überblick über die aktuellen Zonen zu behalten.

Neben den anderen Spielern, welche durch die Welt ziehen, gibt es auch noch KI-gesteuerte Tiere (Creeps) gegen die man kämpfen kann. Diese besitzen ähnlich wie die Spieler eine Stufe, folgen bestimmten Angriffsmustern und lassen unterschiedlichen Loot fallen, welchen man dann wieder ins Crafting investieren kann. Auch gibt es die in Battle Royal üblichen Loot-Drops, welche zufällig auf der Karte herunterfallen und für gewöhnlich höherwertige Beute bieten. Der Kampf um solche Objekte kann sich also durchaus lohnen.

Apropos Kämpfen! Sollte man den Kampf gegen feindliche Spieler suchen und diesen gewinnen, kann man anschließend die Items des Gegners plündern. Abhängig davon gegen wen man gewonnen hat, kann man also unter Umständen ganze Ausrüstungssets plündern und übernehmen. Alles was man nicht mitnimmt, kann später auch von anderen Spielern weiterhin geplündert werden. Es kann also sogar sinnvoll sein einen besonders mächtigen Gegenstand mitzunehmen, auch wenn man ihn nicht selbst verwenden kann, um ihn anderen Spielern zu verwehren.

Bezogen auf die Gegenstände im Spiel ist mir eines besonders aufgefallen. Diese sind sehr mächtig, sogar so mächtig, dass sie im Prinzip über den gesamten Spielverlauf entscheiden. Ich habe es nicht nur einmal erlebt, dass ich wunderbar durch eine Runde gekommen bin, hier und da ein paar Tötungen erzielt habe, auch einige passable Gegenstände gesammelt, sowie Erfahrung gewonnen habe und dann am Ende einfach jemand mit vollständigem Rüstungsset um die Ecke kam und mich binnen 3 Sekunden weggeklatscht hat.

Ich muss sagen, dass sich solch eine Situation nicht gut anfühlt, ja sogar frustrierend ist. Nachfolgend ein paar Vergleiche. Beispiel Battle Royal: In den meisten Battle Royal-Titeln gibt es ebenfalls Ausrüstung zu sammeln, jedoch habe ich in denen, die ich bisher gespielt habe, stets den Eindruck gehabt, dass der Skill des Spielers (Bsp.: guter Aim) deutlich gewichtiger war. Ich kann die beste Waffe haben, wenn ich damit jedoch nicht anständig ziele, dann haut mich mein Gegenüber mit der Waffe in grauer Qualitätsstufe trotzdem um.

Beispiel MOBA: In solchen Spielen ist es ebenfalls weit verbreitet, dass man sich Gegenstände kaufen kann, welche den Charakter verstärken. Ich habe mehr als 7 Jahre MOBAs gespielt und seinerzeit war es so, dass man mit entsprechendem Skill beim Beherrschen des eigenen Charakters und dessen Fähigkeiten durchaus extrem gut ausgerüstete Spieler besiegen konnte, wenn man ihnen im Skill eben überlegen war. Sicher macht die Ausrüstung hier auch etwas aus, aber meiner Ansicht nach war der Skill immer der wichtigste Aspekt.

In Eternal Return empfand ich das Balancing zwischen dem Skill eines Spielers und der Gewichtung der Gegenstände einfach zu sehr auf Seiten der Gegenstände und das hatte eine Menge Frustmomente zur Folge und das obwohl ich sowohl im Battle Royal- als auch MOBA-Genre bestens bewandert bin. Ich würde mir wünschen, dass die Entwickler im Laufe der weiteren Entwicklung sich das noch einmal anschauen und ggf. mehr Fokus auf die Fähigkeiten eines Spielers legen und weniger auf blanke Statuswerte eines Ausrüstungssets.

Ein weiterer Kritikpunkt in dieser Richtung ist das Balancing der Charaktere im Allgemeinen untereinander. Persönlich bin ich ein Freund von Magie-Charakteren und eher weniger von Nahkampf-Helden. In quasi jeder Runde die ich gespielt habe, hatte ich das Gefühl, dass ein Nahkampf-Held einem Magie-Helden stets überlegen war. Ähnlich war es mit Fernkampf-Helden, welche nicht auf Magie aufbauen. Es mag sein, dass das im Duo- oder Team-Modus anders aussieht, aber zumindest im Solo-Modus fehlt mir massiv die Balance.

Kommen wir aber noch einmal zurück zum normalen Spielablauf. Wenn wir solange überlebt haben, dass auch der letzte Teil der Karte orange eingefärbt wird, dann wird das Spiel dort einen ziemlich kleinen Bereich als letzte Zuflucht markieren. Alle verbliebenen Spieler werden also gezwungen sich früher oder später dorthin zu bewegen, bis am Ende nur noch ein einziger am Leben ist. Hält man sich außerhalb dieser letzten Zuflucht auf, wenn der Timer abläuft, hat auch dies wieder den Tod zur Folge und der andere Spieler gewinnt.

Nachdem dann der Sieger einer Runde feststeht, gibt es ein paar Belohnungen in Form von Erfahrungspunkten für den eigenen Accountlevel sowie ein wenig Ingame-Währung, welche man beispielsweise in den Kauf weiterer Helden stecken kann. Der Abschlussbildschirm einer Runde, zeigt dabei allerlei Statistiken zu den Gegenständen eines jeden Spielers, dessen Tötungen und weitere Infos. Hier kann man also bei Bedarf das Spiel auswerten, bevor es in die nächste Runde geht.

Abschließend möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass das Spiel Neulingen auch einen Übungsmodus bietet, in dem man gegen KI-gesteuerte Gegner antreten kann. Dieser bietet auch unterschiedliche Schwierigkeitsgrade. Ich muss aber sagen, dass die Bots längst keine realistische Spielerfahrung bieten und nur sehr bedingt auf das Spielerlebnis gegen menschliche Gegner vorbereitet. Mein persönlicher Tipp daher: Lieber von Beginn an gegen echte Menschen spielen, da man so eher etwas lernt, als wenn man gegen hirntote Bots spielt. Um die generellen Spielsysteme jedoch zu verinnerlichen, mag aber auch eine Runde gegen besagte Bots anfangs hilfreich sein.

 


 

– Besonderheiten –

Eternal Return hat eine ziemlich große Frustschwelle, die zunächst überwunden werden muss, bevor man wirklich Spaß am Spiel haben kann. Glücklicherweise hat jeder die Möglichkeit seine eigenen Erfahrungen zu machen, da das Spiel auf ein Free-to-Play-Modell setzt und somit von jedem, der es möchte, angespielt werden kann. Sollte man dann wirklich an der Einstiegshürde scheitern, kann man jederzeit auch einfach aufhören oder später zum Spiel zurückkehren.

Das Spiel bietet derzeit bereits die Möglichkeit gegen Echtgeld eine Premium-Währung zu kaufen. Dies beginnt beim kleinsten Paket für 3,85€, und geht hoch bis auf 77,79€. Diese Währung lässt sich aktuell ausschließlich dazu nutzen, um neue Charaktere zu kaufen (1075 Premium-Währung je Charakter entspricht etwa 6,96€) oder aber mehr freie Plätze für das Abspeichern von benutzerdefinierten Ausrüstungssets einzukaufen. Ein wirklicher spielerischer Vorteil kann durch das Nutzen von Echtgeld aktuell nicht erzeugt werden.

Charaktere lassen sich abgesehen vom Echtgeld auch durch reine Spielzeit freischalten (8020 Münzen Ingame-Währung je Charakter). Man bekommt nach jedem Match (ausgenommen KI-Spiele), für den Abschluss von täglichen Aufgaben und das Erhöhen des eigenen Accountlevels entsprechende Münzen. Natürlich dauert es jedoch deutlich länger, als würde man Echtgeld dafür aufwenden. Hier muss also jeder selbst für sich entscheiden, ob, und wenn ja, wie viel Geld er oder sie in die Hand nehmen möchte.

Auf lange Sicht soll sich das Spiel über den Verkauf von Skins für die einzelnen Charaktere, sowie einem Battle-Pass finanzieren. Die ersten beiden Skins sind aktuell auch bereits erhältlich und schlagen mit jeweils 1075 Premiumwährung zu Buche (ca. 6,96€). Mehr Skins werden sicher in den kommenden Monaten der Entwicklung folgen. Auch gibt es im Ingame-Shop einen Reiter namens DLC, welcher derzeit noch leer ist. Was genau dort angeboten wird in Zukunft ist derzeit noch unklar.

 


 

– Support –

Was den Support der Entwickler angeht, wird fleißig ein Patch nach dem anderen serviert. Während meiner Testzeit wurden mehrere Patches mit Balance-Anpassungen sowie Inhalten, wie einem neuen spielbaren Charakter, veröffentlicht. Die Entwickler sind hier also sehr fleißig am Werkeln und kommunizieren sehr regelmäßig in den Neuigkeiten auf Steam. Laut den Early-Access-Infos soll etwa alle 2-4 Wochen ein neuer spielbarer Charakter veröffentlicht werden, damit zum Version 1.0 Release 40 Charaktere zur Verfügung stehen.

Ein durchaus ambitioniertes Ziel, wenn man bedenkt, dass der Early Access laut den Entwicklern derzeit nur bis Ende 2021 andauern soll. Bis zum Verlassen des Early Access soll es neben neuen Charakteren auch weitere Inhalte geben wie beispielsweise neue Sieg-Bedingungen, den bereits angesprochenen Battle-Pass sowie Gegenstände mit aktivierbaren Fähigkeiten. Hoffentlich kommt bei all den neuen Charakteren das aktuell ohnehin schon mäßige Balancing nicht zu kurz. Hier liegt meiner Meinung nach derzeit noch die größte Baustelle. Eine detaillierte Roadmap findet ihr auf nachfolgendem Trello-Board der Entwickler.

Das Spiel bietet übrigens derzeit bereits Server in unterschiedlichen Regionen, damit sich die Latenz und der Ping stets auf einem anständigem Niveau bewegen und der Spielfluss nicht gestört wird. Es stehen aktuell Server für Asien, Nord- und Südamerika sowie Europa zur Verfügung. Auch gibt es bereits eine zweckmäßige deutsche Übersetzung. Diese ist aber derzeit noch fernab von fehlerfrei. Ich bin aber zuversichtlich, dass auch diese sich noch weiter verbessern wird.

Fehler, Bugs oder gar Spielabstürze sind mir während des Tests nicht untergekommen. Alle Runden liefen stets einwandfrei und ohne Verbindungsabbrüche. Eine Sache, die derzeit noch nicht implementiert wurde, welche ich jedoch für durchaus wichtig erachte speziell bei einem kompetitiven Spiel wie diesem ist eine Anti-Cheat-Software wie beispielsweise Easy Anti Cheat. Ich muss aber auch sagen, dass mir in keinem Spiel offensichtliche Cheater, Hacker, etc. … untergekommen sind.

 

– Fazit –

Entwickler Nimble Neuron versucht mit seinem Battle-Royal-MOBA-Crafting-Mix eine ganze Reihe an Genres zu bedienen und grundsätzlich gelingt das auch. Das Spiel und dessen Gameplay ist grundsolide und bietet viele taktische Möglichkeiten sowie eine Menge Tiefgang. Die größte Baustelle ist derzeit jedoch die ungeheuer große Einstiegshürde für neue Spieler. Selbst erfahrenen Spielern wird hier eine extrem hohe Frusttoleranz abverlangt.

Ich bin mir relativ sicher, dass man mit diesem Spiel im Prinzip viel Freude haben kann, auch ohne auch nur einen Euro darin zu investieren. Das aktuelle Balancing und (in meinen Augen) fehlende bzw. sehr schlechte Matchmaking machen den Einstieg jedoch zu einem frustrierendem und abschreckendem Erlebnis, welches viele Spieler davon abhalten wird, mehr als 5 Stunden ins Spiel zu stecken und das ist schlichtweg nicht gut.

Und genau das ist eigentlich ziemlich schade, da die Entwickler sich mit ihrem Spiel durchaus Mühe geben. Die Anime-Charaktere sind gut designed, originell und abgedreht. Der grundlegende Gameplay-Loop ist (theoretisch) motivierend und die Tatsache, dass man nicht zwingend die ganze Zeit Kämpfen muss, sondern auch durch das Durchsuchen von Objekten in der Umgebung oder den Kampf gehen KI-Monster an Erfahrung gewinnt, lässt unterschiedliche Spielstile zu.

Wusstest du schon, dass du das Spiel ebenfalls bewerten kannst? Dazu einfach oben in das Review auf die Sterne unter „Eure Wertung„ klicken. Wahnsinn!

Jetzt, am Ende meines Tests, ein Fazit zu ziehen fällt mir schwerer als es sonst der Fall ist. Selbstredend hatte ich nicht die nötige Zeit um übermäßig viel Zeit in dieses Spiel zu investieren. Dennoch habe ich eine ganze Reihe an Runden gespielt, um ein Gefühl für das Spiel und seine Mechaniken sowie Charaktere zu bekommen. Leider führte es nur allzu oft zu viel Frust und das obwohl ich ganz sicher kein Spieler bin, der schnell die Flinte ins Korn wirft, ganz im Gegenteil. Ich mag es mich an Problemen festzubeißen und diese zu überwinden.

Meine Erfahrung im Gaming sagt mir jedoch, dass viele (neue) Spieler diese Geduld nicht aufbringen werden oder können. Auch ein Blick in das Steam-Forum zeigt, wie unzufrieden viele Neulinge mit der Spielbalance sind und das könnte auf lange Sicht ein Problem werden, da solche Free-to-Play-Titel natürlich auf eine stabile und möglichst hohe Spielerzahl angewiesen sind, um sich zu finanzieren.

Aufgrund der genannten Probleme mit dem Spieleinstieg fällt es mir sehr schwer eine Empfehlung für Eternal Return auszusprechen. Da das Spiel zunächst jedoch nichts kostet, denke ich, dass diesem trotzdem jeder eine Chance geben kann. Freunde des Genres und Spieler mit einem dicken Fell werden hier am Ende vielleicht mit einem grundsolidem Geheimtipp belohnt der über die Dauer des Early Access im Prinzip nur besser (und hoffentlich) zugänglicher werden kann.

 


 

 


 

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Über Erdbeermilch

Mit 6 Jahren habe ich begonnen zu „zocken“. Meine erste Konsole war damals das NES und kurz darauf erhielt ich auch meinen ersten „PC“. Anschließend habe ich mich dann durch wirklich jede Nintendo-Konsole durchgearbeitet und bin bis heute großer "Big N"-Fan geblieben. „Super Mario“ und „Link“ haben meine Kindheit stark geprägt. Sorry, Microsoft und Sony. Über die Jahre habe ich mich dennoch immer weiter dem PC zugewandt. Mein Hauptaugenmerk liegt dabei auf Spiele mit starkem Story-Fokus – von der Großproduktion, bis zum kleinen Indie-Hit. Einen ganz besonderen Platz nimmt dabei „Life is Strange“ ein. Und wenn ich mal genug von guten Storys habe, dann springe ich mit Freunden nur allzu gern in eine amüsante Runde „Dead by Daylight“.

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