Diesel Railcar Simulator
Unsere Wertung:
Eure Wertung:
VN:F [1.9.22_1171]

Diesel Railcar Simulator

Alles Einsteigeeen!

 

Die Motoren werden gestartet, die Bremsen gelöst, langsam setzt sich der Zug in Bewegung. Alle Signale zeigen Grün, der Zug hat freie Fahrt. Immer schneller rauschen Bäume, Häuser und Brücken an uns vorbei. Gleich kommt die erste Haltestelle, Bremsmanöver einleiten! Langsam verliert der träge Zug an Geschwindigkeit. Kommt er rechtzeitig an der Haltestelle zum Stehen?

Mit einem kurzen tröten des Zughorns kündigen wir unsere Ankunft an dieser an. Mit quietschenden Bremsen kommt der Zug zum Stillstand, die Türen öffnen sich und unsere Fahrgäste gelangen zu ihren Plätzen. Wird der Fahrplan einhaltbar sein? So könnte auch dein Einstieg in Diesel Railcar Simulator sein, nachstehend dazu mehr.

 

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WICHTIG! Bitte beachte, dass es sich bei dem folgenden Testbericht um eine Early Access Version handelt. Unsere Wertung ist noch nicht endgültig und kann sich im Laufe der Entwicklung des Spiels ändern. Dieses Review bietet dir einen ersten Einblick in die zum Zeitpunkt des Tests aktuelle Version des Spiels (die getestete Spielversion kann in der oberen Box entnommen werden). Alle Informationen zu unserem Bewertungssystem findest du hier.

 


 

– Präsentation –

In Puncto Menüdesign hat der Entwickler eine interessante Wahl getroffen, passend zum Kontext des Spiels, wurde ein alter Triebwagen abgelichtet und dessen Foto auf alt getrimmt. Das nachfolgende Foto dient als Hintergrund im Hauptmenü. Insgesamt ist die grafische Oberfläche von Diesel Railcar Simulator aufgeräumt und stimmig.

Wie viele andere Simulatoren hat das Spiel keine Hochglanzgrafik, vielmehr ist diese zweckmäßig. Die Dieseltriebwagen sind detailliert und den originalen Exemplaren nachempfunden bzw. stellen eben diese dar. Gerade das Führerhaus der Triebwagen weiß zu überzeugen, dort befindet sich alles was ein verantwortungsvoller Zugführer braucht, seien es diverse Instrumente um die Geschwindigkeit, sowie die Drehzahl der Motoren abzulesen oder aber auch die Anzeige der Bremsen.

Soundtechnisch ist der Simulator auf einem hohen Niveau, die Geräusche und Effekte während eines Betriebs von Dieseltriebwagen wurde gut eingefangen und umgesetzt. So macht es umso mehr Spaß den Zug zu steuern und sicher in den nächsten Bahnhof zu bringen.

Während des Spielens gab es ab und an kleinere FPS Einbrüche, grundsätzlich haben diese jedoch nicht zu sehr gestört. Viel nerviger sind da die Soundbugs, immer mal wieder war das Zughorn nicht zu hören, hier sollte der Entwickler nochmal nachfassen. Zur Steuerung gibt es nicht viel zu sagen, gespielt wird klassisch mit Maus und Tastatur und wie in Simulationen üblich, ist sie mit ein bisschen Übung gut zu Händeln.

 

– Gameplay –

Diesel Railcar Simulator hat sich auf die britischen 1960er Jahre spezialisiert, dementsprechend fahren wir auch Dieseltriebwagen aus dieser Zeitepoche. Zurzeit befinden sich im Spiel selbst eine Handvoll verschiedene Dieseltriebwagen, größte Unterschiede sind zum einem die technische Ausstattung und zum anderem die Optik, ersteres hat nach Erfahrung aber bislang kaum Auswirkung auf das eigentliche Spiel.

Zu Beginn einer „Runde“ mit dem Zug wählen wir eine der zwei fiktiven Routen aus, zukünftig sollen noch weitere folgen. Hat man sich entschieden, wird die nächste Wahl nicht einfacher, da die Routen komplett simuliert werden, sprich es gibt unterschiedliche Linien und Arten der Fahrpläne, können wir hier aus einem riesigen Repertoire an Fahrplänen wählen. Simuliert wird ein ganzer Tagesablauf, nach Belieben kann dort jede Linie gewählt werden.

Glücklicherweise wird uns hier ein Werkzeug in die Hand gegeben, mit welchem wir bereits eine Vorwahl treffen können. Es soll lieber die Express Linie sein? Oder doch lieber eine extra lange? Alles kein Problem, ausschließlich diese werden nun angezeigt.

So wie sich die Linien unterscheiden, unterscheiden sich die eingesetzten Dieseltriebwagen, angefangen bei dem Modell bis hin zur Anzahl der Waggons. Letzteres hat Einfluss auf die Trägheit des Zuges.

Wurde eine Strecke ausgewählt, geht es zur letzten Auswahl bevor die Motoren gestartet werden können. Da Simulatoren von Natur aus recht komplex sein können, bietet der Entwickler eine Vielzahl an Tutorials an. Darf es zu Anfang vielleicht die Einfache Steuerung mit den Pfeiltasten sein? Oder doch lieber direkt die komplexere? Anzeigen wie die angepeilte Geschwindigkeit oder die Steigung können hinzugeschaltet werden.

Besonders hilfreich am Anfang ist die „Tastenhilfe“, dort wird eingeblendet welche Taste gedrückt werden sollte um den Zug zu steuern. Gerade wenn die komplexere Variante der Zugsteuerung gewählt wird, sollte diese aktiviert sein um schneller ins Spiel hinein zu finde. In der Praxis führte die Tastenhilfe aber auch hin und wieder zu Verwirrungen, gerade was die Bremse angeht, aber sobald der Dreh raus ist, stellt dies aber kein Problem mehr da.

Sobald alle Einstellungen getroffen wurden, kann die wilde Fahrt losgehen. Je nach Wahl der Komplexität unterscheidet sich diese drastisch. Hat man sich für die einfache Variante entschieden, fährt der Zug nur so dahin, wirkliche Problem aufgrund einer fehlerhaften Entscheidung gibt es nicht. Wird jedoch auf der komplexen Variante gespielt, hat schon ein falsches Bremsen hohe Auswirkungen.

Bei der komplexeren Steuerung muss zunächst das Steuerpult aktiviert werden, anschließend werden die alten Dieselmotoren angeworfen. Die Fahrtrichtung wird auf Vorwärts gestellt und die Bremsen gelöst, danach wird der erste Gang eingelegt. Was soll denn die Fragen: „Wie? Man muss bei einem Zug einen Gang einlegen?“ Tja, was soll ich sagen, im Spiel war ich genauso überrascht. In der Regel haben Dieseltriebwagen drei bis vier Gänge, welche geschaltet werden müssen.

Nachdem der Gang eingelegt wurde, kann der Zug endlich losfahren. Hier muss besonders auf die Höchstgeschwindigkeit, Signale und den Fahrplan geachtet werden.
Die nächste Haltestelle versuchen wir pünktlich zu erreichen und anschließend fahrplanmäßig von dort abzufahren.

Leider sind die Fahrgäste noch nicht ganz zu Ende implementiert, bisher stehen diese nur am Bahnsteig und schauen sich die Landschaft an. Hier plant der Entwickler jedoch in einem späteren Update diese vollends zu integrieren, damit wir auch Fahrgäste im Zug sitzen haben.

Als besonderen Anreiz gibt es ein Punktesystem, welches euch nach einer Partie bewertet. In diesem System werden alle Fehler bestraft, sei es zu schnelles Fahren oder unökologisches Fahren. So kann man sein Fahrverhalten immer weiter verbessern, ein wirklich interessanter Ansatz. Während die Dieselmotoren schnurren, kann auch die Ansicht geändert werden, hier bieten sich viele Möglichkeiten an, wie zum Beispiel die klassische Helikopteransicht oder aber auch seitlich vom Zug, schöne Bilder sind da vorprogrammiert.

Es gibt jedoch den einen oder anderen Punkt, woran man merkt, dass Diesel Railcar Simulator noch in Entwicklung ist. So können zum Beispiel die Motoren nicht abgeschaltet werden. Tja, dann laufen die alten Dieselmotoren eben für immer. Die Handbremse fehlt auch, beide Features werden aber definitiv in einem der späteren Updates nachgereicht.

 


 

– Besonderheiten –

Wie bereits kurz erwähnt befindet sich im Spiel ein Punktesystem, welches den Fahrstil bewertet. Hier wird wirklich jede Kleinigkeit aufgelistet, Pünktlichkeit, angenehmes Fahren oder aber auch die Tutorials. Je weniger eingeschaltet sind, desto weniger Punkte werden abgezogen. Besonders toll finde ich aber den Punkt ökologisches Fahren, so trägt auch ein simples Spiel dem Umweltbewusstsein bei, auch wenn aktuell die Motoren nicht abgeschaltet werden können.

Am Ende der munteren Zugfahrt wird außerdem noch eine Grafik zum Punktesystem angezeigt. Dort wird die maximale, angepeilte und tatsächlich gefahrene Geschwindigkeit dargestellt, damit kann die Fahrt noch besser analysiert werden. Mit der Zeit hat man also einen Anreiz sich stetig zu verbessern und mit Freunden zu messen bzw. zu vergleichen.

An dieser Stelle möchte ich nochmal die Fahrpläne aufgreifen, die schiere Menge an Auswahlmöglichkeiten ist in der Form einzigartig, der Entwickler hat viel Zeit damit verbracht seine Routen mit vielen verschieden Fahrplänen auszustatten.

Im Grunde handelt es sich teilweise sogar um eine andere Art von Aufgaben, zum Beispiel kann ein Zug vom Depot zur ersten Haltestelle des nächsten Fahrplans gefahren werden. Klassiker wie Schnellzüge und S-Bahnen sind auch dabei, es gibt also viel zu tun.

 


 

– Support –

Lapioware kann als vorbildlicher Entwickler betitelt werden, regelmäßige Updates bringen stetig neuen Inhalt und Verbesserungen. Außerdem werden auf Steam sehr transparent die geplanten Inhalte beschrieben, auch gewünschte Features werden dort aufgelistet. Außerdem wird nicht das Blaue vom Himmel versprochen, sondern klar darauf hingewiesen, dass diverse Spielelemente es eventuell nicht ins Spiel schaffen, löblich!

Im eigenen Steam Forum steht der Entwickler mit den Spielern im stetigen Kontakt, dort werden etwaige Vorschläge besprochen. Außerdem können so schnell die Bugs gemeldet werden, insofern welche vorhanden sind. So kann von Lapioware zeitnah reagiert.

 

– Fazit –

Diesel Railcar Simulator ist bereits jetzt ein solider Simulator für kleines Geld. Lediglich kleinere Grafikfehler und die erwähnten Soundprobleme lassen an eine Early Access Version erinnern. Zwar ist die Grafik im Gesamten nicht die schönste, aber die Detailstufe der jeweiligen Züge reißt es wieder raus. Außerdem kommt es bei Simulatoren für mich viel mehr auf das Gameplay an und hier bietet das Spiel bereits jetzt viel Abwechslung.

Wusstest du schon, dass du das Spiel ebenfalls bewerten kannst? Dazu einfach oben in der Review auf die Sterne unter „Eure Wertung„ klicken. Wahnsinn!

Seien es die zahlreichen Fahrpläne auf den zwei fiktiven Routen oder das Punktesystem als Anreiz um sich stetig zu verbessern. Diesel Railcar Simulator ist genau das was es sein möchte, ein Simulator in dem die ein oder andere ruhige Spielstunde investiert werden kann. Aus diesem Grund kann ich das Spiel für vernünftige 14,99 € jedem empfehlen der Simulatoren mag und Spaß daran hat in seiner Freizeit als Zugführer zu verbringen.

 


 

 


 

Druidnix

Über Druidnix

Noch heute denke ich an die vergnüglichen Stunden mit meinem Bruder vor unserem doch erst recht spät erhaltenen SNES zurück. Besonders die RPGs haben uns damals gefesselt, aber auch Mario und Luigi waren oft zu Gast. Mit dem Computer kam ich deutlich später in Kontakt, anfangs sogar ohne Internet, vermag sich heute kaum einer Vorzustellen. Heutzutage ist der Computer mein Medium Nummer Eins, vor allem Aufbauspiele, wie meine geliebte Anno Serie, oder zahlreiche tolle Indie Spiele begeistern mich. Meine Begeisterung hat mich letztliche dazu gebracht Spiele auf Herz und Nieren zu prüfen.

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