Deep Rock Galactic
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Deep Rock Galactic

Mining-Boom im Weltraum!

 

Ich habe lange nach einem Koop-Titel gesucht, den man endlich wieder ausgiebig mit Freunden spielen kann. Dabei bin ich erst kürzlich auf Deep Rock Galactic gestoßen und ich muss sagen, ich bin begeistert. Als knallharter Weltraum-Zwerg kämpfen wir uns in 4er Gruppen auf der Jagd nach wertvollen Mineralien durch Horden von Alien-Monstern und erkunden Höhlen auf einem fremden Planeten. Dabei wird jedes Höhlensystem prozedural generiert.

Ob der Koop-Shooter, der von vielen Spielern als Mischung aus Left 4 Dead und Minecraft beschrieben wird, auch etwas für euch ist, erfahrt ihr jetzt in meinem Review. Festhalten, wir gehen unter Tage!

 

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WICHTIG!Bitte beachte, dass es sich bei dem folgenden Testbericht um eine Early Access Version handelt. Unsere Wertung ist noch nicht endgültig und kann sich im Laufe der Entwicklung des Spiels ändern. Dieses Review bietet dir einen ersten Einblick in die zum Zeitpunkt des Tests aktuelle Version des Spiels (die getestete Spielversion kann in der oberen Box entnommen werden). Alle Informationen zu unserem Bewertungssystem findest du hier.

 


 

– Präsentation –

Die Grafik in Deep Rock Galactic ist wirklich hübsch, da kann man nicht meckern. Das Spiel besitzt einen eigenen Grafikstil, welcher zwar auf den ersten Blick einfach wirkt, aber beispielsweise bei unseren Charakteren, den grimmigen Zwergen, oder den verschiedenen Alien-Monstern, dennoch sehr viele Details erkennen lässt.

Aber auch die Höhlensysteme der einzelnen Biome sind stimmig gestaltet und wecken eine großartige Atmosphäre beim Erkunden dieser. Genauso passend ist die Musik während der Missionen gewählt, am besten lässt sich diese als eine Art Synthwave beschreiben.

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Wollen wir zwischen den Missionen noch weiter Musik hören, steht uns die Jukebox im Hauptquartier mit unterschiedlichen Musikstilen zur Verfügung – Tanzeinlage der Zwerge einbegriffen. Die Sounds sind auch gut gewählt und lassen eine Shotgun oder einen Weltraum-Zwerg absolut authentisch klingen.

Bei der Performance gibt es fast keinen Grund zu meckern. Das Spiel läuft flüssig ohne spürbare Frame-Drops oder gar Abstürze. Lediglich die Teambildung über Steam funktioniert nicht immer. Ein nettes Feature, das bereits seinen Weg ins Spiel gefunden hat, ist die Einbindung der Beleuchtung bei Razer Hardware. Dann leuchten beispielsweise nur die aktuell relevanten Tasten für die Steuerung des Charakters oder die gesamte Tastatur leuchtet einmal auf, wenn wir eine Flare (Leuchtfakel) werfen.

 

– Gameplay –

Bevor wir starten können, wählen wir eine der 4 verfügbaren Klassen aus – jede hat hierbei ihre eigenen, speziellen Waffen und Gadgets. Detaillierteres findet ihr hierzu später bei den Besonderheiten. Nach noch etwas optischer Anpassung wie andere Frisuren oder Bärte, und eventuellen Upgrades für unser Equipment, kann es auch schon fast los gehen. Zu Beginn sind natürlich nur wenige Upgrades verfügbar, mehr schalten wir frei, in dem wir im Level aufsteigen. Gleiches gilt auch für die optischen Anpassungsmöglichkeiten.

Das alles können wir in unserer Raumstation, dem Hauptquartier, machen. Neben den eben erwähnten Upgrades treffen wir uns hier mit unserer Gruppe von Zwergen zur Missionsauswahl. Die Missionen finden in den Höhlen des Planeten, den unsere Raumstation umkreist, statt. Dabei kämpfen wir in Gruppen mit bis zu 4 Spielern, das können Freunde oder zufällige Spieler sein. Notfalls können wir aber auch alleine starten. Abhängig von der Schwierigkeit, das heißt speziell der Stärke der Gegner, der Missionslänge und Höhlenkomplexität, erhalten wir mehr oder weniger Erfahrung und Credits.

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Aber genug Vorbereitung – Zeit für etwas Action. Mit Hilfe unseres Raumschiffes fliegen wir in Richtung des Planeten und bohren uns mehrere hundert Meter tief in das gewählte Höhlensystem. Wie bereits erwähnt, treffen wir hier auf unterschiedliche Biome – das reicht von kargen Steinhöhlen über funkelnde Kristallhöhlen bis zu Sumpf- oder Lava-Biomen. Da jede Höhle prozedural generiert wird, sind wir nie zwei mal im gleichen Höhlensystem.

Einmal angekommen, können wir direkt beginnen, die Höhle zu erkunden und die geforderten Materialien zu suchen. Unser Hauptziel ist oft eine gewisse Menge Mineralien zu beschaffen, aber auch Alien-Eier sowie Kristalle können ein Ziel sein. Zusätzlich haben wir eine Nebenmission, bei der wir beispielsweise Fossilien finden müssen. Diese müssen wir nicht erfüllen, bringt aber einiges an Credits extra.

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Die Mineralien finden sich in den Höhlen an den Wänden, teilweise sehr hoch gelegen. Hier ist Kreativität gefragt, um diese Vorkommen möglichst mit geringem Aufwand zu erreichen. Abgebaut werden Minerale aller Art mit unserer Spitzhacke – wie sollte es auch sonst sein? Immer dabei ist unser M.U.L.E., ein treuer Roboter-Begleiter, der alle unsere abgebauten Mineralien aufnimmt, da wir immer nur eine gewisse Anzahl tragen können.

Beim Abbau der Vorkommen ist die erste Herausforderung die Orientierung in der Höhle und das Überwinden von Hindernissen. Teils finden wir uns vor tiefen Schluchten oder müssen eine mehrere Meter hohe Steilwand überwinden. Entweder wir suchen einen Alternativweg oder machen Gebrauch von beispielsweise der Plattformkanone des Engineers – vorausgesetzt wir haben einen im Team. Zusätzlich erschwert uns die Dunkelheit das Zurechtfinden. Hierbei helfen uns unsere Flares, welche aber auf 3 Aufladungen zeitgleich begrenzt sind, neue bekommen wir erst nach einer gewissen Zeit.

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Die zweite, mindestens genauso große Herausforderung, sind die Monster, welche sich in den Höhlen aufhalten. Riesige Spinnen oder Säure spuckende Fliegen machen uns das Leben schwer. Diese tauchen vereinzelt auf, wenn wir neue Räume betreten, aber auch gelegentlich in großen Wellen. Dann ist definitiv Teamarbeit gefragt, und ordentlich Feuerkraft. Flammenwerfer, Shotgun oder Minigun – bei den Waffen ist definitiv für jeden Geschmack etwas dabei. Doch die Munition ist nicht endlos, hier müssen wir nachhaltig handeln. Nachschub anzufordern ist zwar möglich, aber teuer.

Haben wir nun alle benötigten Materialien im M.U.L.E. deponiert, kommt ein Knopf zum Vorschein, der unser Raumschiff zur Extraktion ruft. Dieses ist zwischenzeitlich wieder abgehoben und bohrt sich jetzt erneut in die Höhle – aber einige hundert Meter entfernt von uns. Den Weg weist uns dabei unser M.U.L.E. in dem er auf dem Rückweg Markierungen hinterlässt. Schnelligkeit ist bei der Extraktion das oberste Gebot, denn lediglich 5 Minuten bleiben uns zur Rückkehr. Und das Raumschiff startet nach Ablauf der Zeit, mit oder ohne uns!

 


 

– Besonderheiten –

Wie bereits zuvor erwähnt gibt es 4 verschiedene Klassen in Deep Rock Galactic. Der Gunner ist der Waffenexperte unter den Zwergen – mit Minigun und Sprengladungen ist er beim Kampf gegen die Alien-Monster nicht wegzudenken. Bei der Überwindung von unwegsamen Gelände hilft uns der Driller. Seine Bohrer brechen in sekundenschnelle durch jedes Hindernis und bauen auch Mineralvorkommen zügig ab.

Mit Geschütztürmen und Plattformkanone bewaffnet hilft uns der Engineer sowohl bei der stationären Verteidigung gegen generische Wellen als auch bei klettern an steilen Höhlenwänden. Auf die Erkundung der Höhlen ist der Scout spezialisiert. Langlebige, sehr helle Flares und ein Enterhaken sind dabei die wichtigste Ausrüstung. Am besten spielt es sich dabei mit je einem Vertreter der vier Klassen im Team.

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Die Upgrades bringen uns gerade in schwereren Levels einen entscheidenden Vorteil. Upgrades sind dabei für jedes Teil unserer Ausrüstung möglich, sowohl für die Waffen, die Rüstung oder auch unsere Spitzhacke. Dabei bekommen wir beispielsweise mehr Munition, kürzere Nachladezeiten oder stärkere Schilde. Anfangs können diese Verbesserungen noch einfach mit Credits erworben werden, später müssen wir auch Minerale dafür aufbringen, und das nicht gerade wenig.

Neben der Möglichkeit Upgrades davon zu kaufen, haben die Mineralien oder Erze, die wir im Spiel abbauen, auch noch andere Bedeutungen für uns. Am wichtigsten sind Erze wie Hollomit oder Morkit, die zur Erfüllung der Mission nötig sind. Für die eben erwähnten Verbesserungen oder auch optische Anpassungen brauchen wir unter anderem Bismor oder Croppa, welche während der Missionen in kleinen Vorkommen gefunden werden können. Diese Mineralien können auch am Handelsterminal ver- oder gekauft werden. Gold bringt, wie zu erwarten, mehr Credits am Ende der Operation. Während einer Mission sind hauptsächlich Nitra, welches uns Munitionsnachschub ermöglicht, und Red Sugar, der uns heilt, am nützlichsten.

 


 

– Support –

Der Support für Deep Rock Galactic ist grob gesagt in Ordnung. Das letzte große Update ist zwar schon zwei Monate her, aber kleine Patches mit Bugfixes wurden alle paar Wochen veröffentlicht. Derzeit stellt der Entwickler ein großes, neues Update in Aussicht, welches eine 5. Klasse hinzufügen soll sowie neue Gegnertypen. Bei allgemeinen Problemen, Anregungen oder Fragen sind die Entwickler auch sehr aktiv im Steam-Forum des Spiels unterwegs.

 

– Fazit –

Wie ich bereits am Anfang sagte, bin ich von Deep Rock Galactic wirklich begeistert. Viel zu beanstanden habe ich ehrlich gesagt nicht. Einzig die teils fehlende Langzeitmotivation, wenn einmal alles freigespielt wurde, und die immer gleichen Arten von Gegnern, wären meine größten Kritikpunkte. Typische Early-Access Probleme wie eine schlechte Performance oder viele Abstürze bleiben aber aus. Und auch das Gameplay begeistert bereits jetzt, es fühlt sich einfach gut durchdacht und umgesetzt an.

Wusstest du schon, dass du das Spiel ebenfalls bewerten kannst? Dazu einfach oben in der Review auf die Sterne unter „Eure Wertung„ klicken. Wahnsinn!

Mit einem Preis von 22.99 € gehört das Spiel definitiv nicht zu den besonders günstigen Early-Access Spielen, doch lohnt sich der Preis meiner Meinung nach. Gerade für ein paar Runden abends mit Freunden ist das Spiel perfekt geeignet. Da für mich einfach der Gesamteindruck passt, vergebe ich 4 Sterne. Und wer weiß, vielleicht ist nach ein paar Updates ja sogar noch mehr drin.

 


 

 


 

Johnny

Über Johnny

Angefangen mit dem damals schon in die Jahre gekommenen Sega Mega Drive und meinem Helden der Kindheit - Sonic, habe ich mich über die Jahre zum reinen PC-Spieler entwickelt. Dort spiele ich hauptsächlich Shooter, RPG´s, Strategiespiele aber auch Simulationen verschiedenster Art. Dennoch kann ich mich für fast jedes Game begeistern, vor allem wenn dieses im Weltall oder der Zukunft spielt. Doch ich interessiere mich nicht nur für Gaming sondern auch für Hardware und schraube genauso gerne am eigenen PC.

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