Curse of the Dead Gods
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Curse of the Dead Gods

Peitsche und Hut sind von gestern- Machete, Pistole und Fackel allerdings nicht!

 

Wir schreiben das 19. Jahrhundert, die Hochkultur der Inka liegt längst brach und der Großteil der Goldschätze wurde längst erschlossen. Gewitze Abenteurer sind nun, trotz oder gerade wegen der lauernden Albträume und tödlichen Fallen, gewillter denn je, die letzten verbleibenden Schätze und Relikte aus der vergangenen Hochkultur zu finden.

 

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WICHTIG! Bitte beachte, dass es sich bei dem folgenden Testbericht um eine Early Access Version handelt. Unsere Wertung ist noch nicht endgültig und kann sich im Laufe der Entwicklung des Spiels ändern. Dieses Review bietet dir einen ersten Einblick in die zum Zeitpunkt des Tests aktuelle Version des Spiels (die getestete Spielversion kann in der oberen Box entnommen werden). Alle Informationen zu unserem Bewertungssystem findest du hier.

 


 

– Präsentation –

Gleich beim Starten des Spieles fällt auf, dass das Hauptmenü recht simpel gehalten ist, allerdings fehlt es hier an nichts. Die letzten Patchnotes sind schnell einsehbar, der Discord Server von Passtech Games leicht erreichbar und das Spiel verfügt über alle relevanten Einstellungsoptionen.

Auch die Handlung des Spieles ist schnell erklärt: Man nimmt beim Spielen die Rolle des englischen Entdeckers Caradog McCallister ein, welcher im 19. Jahrhundert auf Entdeckungsreise versehentlich in einem Tempel gefangen wird. Als wäre das nicht schon schlimm genug, wird Caradog auch noch von dem Gott des Schmerzes und Todes Xbeltzaloc beim Betreten des Tempels verflucht. Ohne Ausweg und Hoffnung auf Entkommen bleibt Caradog nichts anderes übrig, als sich den Tücken und Gefahren des Tempels zu stellen.

Allerdings sollte man sich von dem zuerst ernüchternden Eindruck nicht abschrecken lassen, denn als Alleinstellungsmerkmal präsentiert sich Curse of the Dead Gods in einem prächtigen, düsteren und comicartigen „Cel-Shading“ Gewand. Dieser Stil inszeniert sich mit satten Kontrasten und farbenfreudigen Effekten, welche gerade bei ausgelösten Fallen oder Bosskämpfen wirklich atemberaubend zur Geltung kommen. Zu den bekannteren Spielen mit der „Cel-Shading“ Grafik gehören beispielsweise die Borderlands Spielereihe, Okami und The Wolf Among Us.

 

– Gameplay –

Noch bevor man sich der Herausforderung und den Horden von Gegnern im eigentlichen Tempel, dem Tempel der Unterwelt, stellen muss, hat man die Möglichkeit die zuvor gefundenen Kristallschädel (Indiana Jones würde vor Neid erblassen) für verschiedene Segen oder göttliche Gunst auszugeben. Die Kristallschädel sind in Curse of the Dead Gods die einzige „Währung“ die nach eines jeden Durchgangs bestehen bleibt und sie werden im Laufe des Spieles zufällig von normalen Feinden, Champions oder Bossen fallen gelassen. Letztere haben eine größere Wahrscheinlichkeit Kristallschädel fallen zu lassen.

Diese Segen sind drei unterschiedlichen Göttern zugewiesen und unterscheiden sich durch ihre unterschiedlichen Besonderheiten. T’amoks Segen gewähren Leben und nahezu alles was unseren furchtlosen Entdecker länger durchhalten lässt. Sicha’ls  ist ein eher materieller Gott dessen Segen Caradog nahezu im Gold schwimmen und weitaus bessere Waffen finden lassen. Yaatz’s ist ein listiger und geschickter Gott dessen Segen sich hingegen fast ausschließlich auf Geschicklichkeit, das blocken von Angriffen und dem von Fallen ausgehendem Schaden beziehen.

Von diesen Segen können am Anfang einer und im weiteren Verlauf des Spieles bis zu drei gleichzeitig aktiv sein, hierfür muss der Spieler „lediglich“ die feindlich gesinnten Götter am Ende eines jeden Durchgang besiegen. Zum Zeitpunkt des Verfassens dieser Review sind in Curse of the Dead Gods bereits 21 Segen enthalten. Es sollte also etwas Interessantes und Ansprechendes für jeden Nachwuchsentdecker dabei sein.

Mit der göttlichen Gunst ist es dem Spieler möglich, je nach Anzahl der freigeschalteten Gunst, die Waffenauswahl und die Auswahl der Relikte pro Gunst je einmal neu zu würfeln. Jedes Mal, wenn ein neuer Durchgang gestartet wird, hat der Spieler wieder die komplette, bis dahin freigeschaltete Gunst zur Verfügung. Momentan ist es möglich bis zu zehn göttliche Gefälligkeiten zu verwenden, dies kann sich beispielsweise als nützlich erweisen, wenn man über nicht genügend Gold verfügt oder lieber kein weiteres Blutopfer erbringen möchte.

Am Anfang jedes normalen Durchgangs beginnt der Spieler immer mit demselben Equipment. Dieses besteht aus einer Machete, einem Revolver und einer stets brennenden, ölgetränkten Fackel. An sich nichts Besonderes, aber perfekt um die bösartigen Scharen von Kreaturen aus der Unterwelt zu dezimieren! Des Weiteren bekommt der Spieler die Möglichkeit sich, sofern möglich, für die Art des nächsten zu betretenden Raumes zu entscheiden.

Zur Auswahl stehen hier eine ganze Menge an Räumen, die sich alle drastisch voneinander unterscheiden und den Verlauf eines jeden Durchgangs maßgebend beeinflussen. Man sollte sich also je nach Gesundheit und Fortschritt des Durchgangs stets gut überlegen, ob man wirklich eine neue Waffe, Gold oder neue Relikte haben möchte oder ob es sinnvoll wäre etwas besser mit den eigenen Lebenspunkten hauszuhalten.

In einem Waffenraum müsst ihr euch gegen drei direkt aufeinander folgende Gegnerwellen behaupten. Dies gestaltet sich gerade im späteren Verlauf des Spiels als eine nicht allzu leichte Aufgabe, denn jede Gegnerwelle beschwört stärkere Gegner als die Welle zuvor. Angefangen mit kleineren Gruppen von Pirschern bis hin zu ganzen Horden von Elite Gegnern ist hier alles geboten. Als Belohnung erscheint nach Bestehen dieser Prüfung ein Schrein mit mehreren Waffen.

Im Reliktraum steht, wie der Name unschwer schon vermuten lässt, ein Reliquienschrein an dem man sich bedienen darf. Hier ist allerdings darauf zu achten, dass der Schrein nicht immer zwingend am Ende des Raumes steht. Also Augen offenhalten und obwohl sich in den Tempeln zahlreiche Fallen im dunklen Verbergen, tapferen Herzens auf Entdeckungsreise gehen. Ein Relikt kann beispielsweise den mit einem Schwert verursachten Schaden erhöhen oder Effekte wie Gift und Feuer verstärken.

Auf zum Schatzraum! Hier schlägt das Herz eines jeden Abenteurers doch direkt ein bisschen schneller! Fälschlicherweise möchte man vermuten, dass es sich hier lediglich um Gold dreht, dies ist aber ein Trugschluss. In Schatzräumen kann man alles finden was das Herz begehrt, von versteckten Räumen gefüllt mit Gold über zufällige Waffen und Relikten, welche in Sarkophagen zu finden sind, ist alles geboten. Jedoch empfiehlt es sich auch hier stets vorsichtig vorzugehen, denn hinter jeder Ecke können sich tückische Fallen, Horden von Gegnern und explosive Urnen verbergen.

Die Oase stellt einen sicheren Rückzugsort dar, welcher immer einmal vor jedem Bosskampf und einmal nach jedem Bosskampf zur Verfügung steht. Hier wird es dem Spieler ermöglicht sich auf Kosten von Korruption verlorene Lebenspunkte zurückzuholen. Allerdings ist dies nicht wirklich empfehlenswert, da jede Heilung plus zehn Korruption gibt und dies, nach überschreiten von 100 (Es gibt einen Segen der dieses Limit auf 120 erhöht) jedes Mal mit einer neuen Verfluchung einherkommt.

Diese Flüche werden nach dem Zufallsprinzip aus einer großen Variation von Flüchen ausgewählt. Die meisten Flüche haben zwar glücklicherweise Vor- und Nachteile, allerdings wird das Spiel dadurch teilweise erheblich erschwert und glaubt mir, den letzten Fluch wollt ihr euch ganz bestimmt nicht aufhalsen. Es bleibt also stets ein abwägen, ob ihr euch wirklich in der Oase heilen solltet oder lieber nicht, denn die Korruption füllt sich auch dann, wenn ihr durch Türen geht, Blutopfer darbringt oder von dunklen Mächten bereits verflucht seid.

In einem Zeitraum werdet Ihr auf eine Menge Gold treffen. Dieses Gold wird natürlich von den bereits bekannten Kreaturen der Unterwelt bewacht und es gilt diese so schnell und effizient zu erledigen, denn je länger Ihr hierfür braucht, desto weniger Gold erhaltet Ihr nach dem Bestehen dieser Prüfung. Man munkelt, dass sich etwaige Stachelfallen, Spinnennetze, explosive Urnen und vor allem Feuer vorzüglich dafür eignen mit großen Gegnerscharen kurzen Prozess zu machen.

In einem Raum des Segens wird es dem Spieler ermöglicht die eigenen Attribute an den Spielstil anzupassen. Das erste Attribut betrifft die Verfassung Caradog´s und gibt dem Spieler pro Punkt jeweils 50 Leben. Mit einem Geschicklichkeitspunkt gewinnt der Spieler hingegen an jeweils zwei % mehr Schaden. Sollte man sich allerdings für eine Verbesserung der Wahrnehmung entscheiden, so winken einem jeweils fünf % mehr gefundenes Gold pro Attributspunkt.

Wie in so ziemlich den meisten anderen Rouge-Like Spielen gibt es auch in Curse of the Dead Gods zufällig ausgewählte Räume. Diese werden auf der Karte als Fragezeichen dargestellt und können als alle von den bereits genannten Räumen in Erscheinung treten. Auch hier lohnt es sich ein gutes Auge auf die Umgebung zu werfen!

Hinter dem letzten Raum, welcher auf der Karte mit einem großen roten Totenkopf markiert ist, wird sich bestimmt niemand verstecken, mit dem gut Kirschen essen ist. Hier werdet ihr vor die Aufgabe gestellt euch gegen die Avatare der Götter zu behaupten. Das erfolgreiche Besiegen dieser Avatare schaltet neue Durchgänge frei, gewährt euch mehrere Kristallschädel und lässt euch, abhängig vom Durchgang einen Fluch aufheben.

 


 

– Besonderheiten –

An Besonderheiten haben die Entwickler keineswegs gespart. So unterscheidet sich jeder der auswählbaren Durchgänge stark von den anderen. Die 21 freizuschaltenden Segen sorgen dahingehend für genug Abwechslung beim Erkunden der Unterwelt.

Durch diese ist es möglich auf verschiedene Herangehensweisen den Kampf ums Überleben in der Unterwelt zu meistern. Sollte einmal nichts passendes an einem Altar angeboten werden, kann der Spieler auf seine göttliche Gefälligkeit zurückgreifen und ein Item durch ein neues, zufällig ausgewähltes Item ersetzen.

Weiterhin positiv hervorzuheben ist die bereits jetzt schon große Auswahl an Waffen und deren sich stark voneinander unterscheidenden Kampfstile. So sind in Curse of the Dead Gods neun verschiedene Waffentypen auffindbar. Diese werden unterteilt in Hauptwaffe, Nebenhand und Zweihandwaffen.

Von Schwertern, Klauen, Keulen, Pistolen, Schilden bis hin zu Dolchen ist bei den Einhandwaffen alles geboten, was man sich nur wünschen kann. Aber das ist bei weitem noch nicht alles, denn die Zweihandwaffen sind keineswegs außer Acht zu lassen. In dieser Kategorie gibt es zurzeit die Speere, zweihändig zu führende Hämmer und Bögen.

 


 

– Support –

Sehr lobenswert ist der von Passtech Games gelieferte Support und deren Kommunikation betreffend Bugfixes und neuem Spielinhalt. So kommen im wöchentlichen Wechsel regelmäßig News, die über den Entwicklungsstand informieren und Updates die Fehler beheben und mehr Content hinzufügen.

Als letztes Contentupdate wurden beispielsweise die Schlangenkatakomben vorgestellt. In diesen Katakomben gibt es neue Fallen, komplett neue Gegner, neue Campions, einen neuen Boss und vier neue Herausforderungen. Kurzum: es bleibt also weiterhin spannend um die Abenteuer von Caradog!

 

– Fazit –

Trotz der zugegeben flach gehaltenen Geschichte von Curse of the Dead Gods muss sich dieses nicht hinter anderen Rogue Lite Titeln verstecken. Fans des Genres kommen bei Curse of the Dead Gods allemal auf ihre Kosten. Was an Geschichte fehlt, macht das Spiel locker wieder mit der wirklich gelungenen Atmosphäre, einer stimmigen Soundkulisse und der wirklich schönen Grafik wieder wett.

Neben der bereits jetzt schon großen Waffenauswahl und den sich stark voneinander unterscheidenden Durchgängen hat ein jeder Spieler immer die Möglichkeit sich mit Hilfe der verschiedenen Segen auf verschiedene Arten den Gefahren eines jeden Tempels zu stellen. Zwar gestalten diese Segen das Spiel etwas leichter, allerdings zu keiner Zeit zu leicht. Sollte euch als erfahrener Überlebenskünstler das Spiel trotzdem nicht herausfordernd  genug sein, steht es euch frei die Bürde mehrerer Flüche auf euch zu nehmen und gegen die Zeit auf Leben und Tod zu wetteifern.

Wusstest du schon, dass du das Spiel ebenfalls bewerten kannst? Dazu einfach oben in das Review auf die Sterne unter „Eure Wertung„ klicken. Wahnsinn!

In einigen Steam Rezensionen wird sich über den momentanen Spielumfang beschwert, denn bis dato sind „nur“ zwei der geplanten vier(!) verschiedenen Tempel erkundbar. Lasst euch davon allerdings nicht in die Irre führen, denn die bis jetzt verfügbaren Tempel garantieren bereits mehrere Stunden Spiel- und Entdeckungsspaß und ein gutes Maß an Abwechslung damit es nicht langweilig wird. Des Weiteren arbeiten die Entwickler fleißig an neuen Tempeln, neuen Gegnern, neuen Waffen, neuen Bossen und sogar neuen Kampfstilen.

Sollte Passtech Games weiterhin so zügig an der Entwicklung neuer Inhalte arbeiten, werden die übrigen zwei Tempel bestimmt nicht allzu lange auf sich warten lassen und einen jeden Abenteurer, welcher gewitzt genug ist sich in unbekannte Abenteuer zu stürzen, mit neuen Monstrositäten, in der Dunkelheit lauernden Gefahren und nach Blut lechzenden Avataren willkommen heißen. Es gilt also die Machete geschärft, den Revolver voll geladen und die Fackel stets ölgetränkt zu halten.

 


 

 


 

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Über Crazycowbeef

Wenn ich gefragt werde was meine früheste Erinnerung an PC und Konsolenspiele ist, muss ich ganz klar sagen: Super Smash Bros Melee auf dem GameCube eines Kumpels. Tag ein Tag aus nach der Schule, sehr zum Leidwesen meiner Eltern, aber unheimlich prägend habe ich dieses Spiel mit meinen Freunden gespielt. Kurz darauf stieß ich auf Counter-Strike, welches mich dazu bewegt hat mir meinen ersten Laptop zu kaufen. Dieser ist leider einige Monate später an einem qualvollen Hitzetod zugrunde gegangen.

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