Battlerite Royale
Unsere Wertung:
Eure Wertung:
VN:F [1.9.22_1171]

Battlerite Royale

Einer von vielen?

 

Battle Royale? Schon wieder? Ja, ich kann euch absolut verstehen, wenn ihr diese Wörter nicht mehr hören und sehen könnt, denn wenn ein Begriff in der letzten Zeit für Schlagzeilen gesorgt hat, dann wohl dieser. Verwunderlich ist es also nicht, dass sich das schwedische Entwicklerstudio Stunlock Studios ebenfalls dazu entschieden hat, auf dem hart umkämpften und schwer einnehmbaren BR (Battle Royale) Markt mitzumischen.

Battlerite Royale heißt der neue in der mittlerweile durchaus großen BR Runde. Momemt Battlerite? Richtig gelesen, der PvP-Arenabrawler kam letztes Jahr aus dem Early Access und zog die Spieler dank intensiver Zweikämpfe sowie forderndem Gameplay in seinen Bann. Auch wir haben uns damals Battlerite angeschaut und waren durchaus angetan, bei Interesse findet ihr hier unser ausführliches Review.

 

Kein Freund der vielen Worte? Direkt zum Fazit springen: Klick mich!

 


 

WICHTIG! Bitte beachte, dass es sich bei dem folgenden Testbericht um eine Early Access Version handelt. Unsere Wertung ist noch nicht endgültig und kann sich im Laufe der Entwicklung des Spiels ändern. Dieses Review bietet dir einen ersten Einblick in die zum Zeitpunkt des Tests aktuelle Version des Spiels (die getestete Spielversion kann in der oberen Box entnommen werden). Alle Informationen zu unserem Bewertungssystem findest du hier.

 


 

– Präsentation –

Battlerite Royale setzt auf intensive Farben und einen leicht verspielten Grafikstil, welcher in diesem Genre durchaus passend ist und dafür sorgt, dass auch in hektischen Momenten leicht der Überblick behalten werden kann. Ähnlichkeiten zu League of Legends und DotA sind durchaus vorhanden, diese beziehen sich ausschließlich auf die Optik und sind vermutlich auch gewollt, trotzdem ist der eigene Stil zu erkennen und der passt auch schon zu Battlerite äußerst gut.

Andere Battle Royale Spiele haben bis heute stark mit der Performance zu kämpfen, gerade wenn viele mutige Seelen gleichzeitig um das Überleben kämpfen. Battlerite Royale kann diese Probleme mit dem gewählten Grafikstil spielend umgehen, was unter anderem auch daran liegt, dass sich bei der Entwicklung erneut für die Unity Engine entschieden wurde. So ist es nicht verwunderlich, dass das Spiel auch auf älterer Hardware reibungslos läuft und somit auch Spielern zur Verfügung steht, die bisher nicht das nötige Kleingeld für neue Hardware hatten.

Auch sonst zieht sich der gewählte Grafikstil stimmig durch das übersichtlich gestaltete Hauptmenü, mit wenigen Klicks ist man an der gewünschten Stelle. Generell wird sich jeder mit etwas MOBA- und Battle Royale Erfahrung schnell zurecht finden, dieser Punkt bezieht sich ausschließlich auf die Bedienung im Hauptmenü, denn das eigentliche Gameplay unterscheidet sich massiv von sonstigen Spielen in diesem Genre, aber dazu gleich mehr.

Klanglich trifft Battlerite Royale genau den richtigen Nerv. Spannende und epische Klänge sorgen schon im Menü dafür, dass ich mich voller Euphorie direkt in die Schlacht stürzen möchte. Im eigentlichen Spiel ist die musikalische Untermalung ebenfalls absolut passend und macht den ein oder anderen Zweikampf noch intensiver. Allerdings sollte man stets darauf achten, die Musik nicht lauter als nötigt zu stellen, da sonst wichtige Geräusche der Gegner und Umgebung verpasst werden könnten.

 

– Gameplay –

Der Fokus von Battlerite Royale liegt ganz klar auf dem Gameplay. Die Steuerung ist leicht zu bedienen, bei Bedarf kann diese aber auch komplett angepasst werden. Wer eine Maus mit mehreren Tasten besitzt, sollte in Erwägung ziehen, diverse Zauber dort abzulegen um eine noch schnellere Interaktion zu gewährleisten. Bis auf den Sprung aus großer Höhe und dem Ziel bis zum Schluss zu überleben, teilt BR:R nur sehr wenige Gemeinsamkeiten anderer typischer Battle Royale Titel. Das fängt schon damit an, dass vorab aus aktuell 20 Helden mit jeweils 7 komplett unterschiedlichen Fähigkeiten gewählt werden kann.

Wie in Battlerite ist auch in BR:R die Lernkurve knackig und setzt voraus, dass man sich wirklich mit dem Spiel beschäftigt. Wer mal eben ein paar Runden spielen will, wird Langfristig keine Freude haben. Zwar werden alle Helden und deren Fähigkeiten im Hauptmenü erklärt, aber wie das eben mit Theorie und Praxis so ist, lesen allein hilft nicht, also ab in die Schlacht, denn Übung macht den Meister.

Nachdem der Held des Vertrauens ausgewählt wurde, geht das Spiel nach kurzer Wartezeit auch schon los, entweder alleine oder zu zweit. Gegner sind schnell gefunden, denn mehr als 30 Spieler gleichzeitig kämpfen hier nicht um Ruhm und Ehre. In der Lobby des Spiels wird ein Startzauber sowie Item gewählt, so wird sicher gestellt, dass auch kurz nach der Landung Verteidigung bzw. Angriff möglich ist. Anstelle eines Flugzeuges oder Buses, wird von dem Rücken eines Drachens gesprungen.

Viel Auswirkung auf den freien Fall hat man nicht, die Richtung lässt sich nur spärlich beeinflussen. Ein genaues Timing des Absprungs ist also wichtig, aber keine Sorge, es ist nicht möglich im Wasser oder auf Felsen zu landen. Kaum auf dem Boden beginnt der gnadenlose Kampf um das Überleben, es werden keine Schusswaffen gesucht sondern Zauber, diese verstecken sich in Kugeln, welche durch gezielte Angriffe zerstört werden müssen. Glücklicherweise können die Gegner bereits erworbene Zauber nicht aufheben oder zerstören, sodass auch passive Spieler eine Chance haben an die wichtige Fähigkeiten zu gelangen.

Trotzdem besteht ein elementarer Teil des Spiels darin, unermüdlich nach Verbesserungen und auch Items zu suchen, um den eigenen Helden noch stärker zu machen. Neben Heiltränken, Fallen, Geschütztürmen und Rüstung finden sogar noch Waffen den Weg ins Schlachtfeld. Zusammengefasst muss in jeder Runde dafür gesorgt werden, dass ausreichend Heiltränke, Zauber und Rüstung gesammelt werden. Schafft man dies nicht, wird der Spieler ohne Gnade binnen weniger Sekunden ausgelöscht. Gerade Neulinge können dadurch schnell die Lust und Motivation verlieren.

Aber keine Panik, die benötigten Items und Rüstungen befinden sich größtenteils ebenfalls in den Kugeln, alles andere kann bei zahlreichen Händlern, welche auf der ganzen Karte verteilt sind, für Gold erworben werden. Die Münzen sind ebenfalls in Kugeln und in den Taschen anderer Spieler zu finden. Lange muss auf die erste Konfrontation nicht gewartet werden, gerade am Anfang ist gute Ausrüstung hart umkämpft. So entscheidet sich ein Kampf oft innerhalb weniger Momente, oft weiß man gar nicht so recht was überhaupt passiert ist.

Das liegt zum einen daran, dass die verschiedenen Gegner erst einmal genau unter die Lupe genommen werden müssen, außerdem wird viel Übung benötigt um die Fähigkeiten des eigenen Helden im richtigen Moment einsetzen zu können. Mischt sich noch ein dritter oder vierter Gegner in den Kampf ein, ist das Chaos perfekt. Hier muss man dran bleiben, üben üben üben lautet das Motto. Das funktioniert am besten, wenn die jeweiligen Helden erst einmal in geschlossenen Runden gegen die KI getestet werden und darüber hinaus das Tutorial abgeschlossen wird.

Natürlich spielt auch die Zeit eine wichtige Rolle, denn der Spielbereich wird nach und nach kleiner, wer außerhalb der Zone steht nimmt kontinuierlich schaden und stirbt, Überraschung! Zum Glück gibt es ein Mount (Reittier), sodass man der Zone nur wenig Aufmerksamkeit schenken muss. Da jede Runde auf 30 Spieler beschränkt ist, fühlt es sich stellenweise so an, als wäre die Karte viel zu groß und leer.

In manchen Runden dauert es stellenweise ewig bis man auf einen der ohnehin schon wenigen Gegner trifft, vermutlich möchte man damit sicherstellen, dass wirklich jeder Spieler ausreichend Gelegenheit bekommt sich mit Zaubern und Rüstung einzudecken. Für jemanden der gerne den Kampf sucht, bleibt nur die Anfangsphase bzw. sollte dort landen, wo ein Großteil der anderen runter kommen, allerdings ist der Kampf dann noch relativ langweilig da niemand mehr als eine Fähigkeit besitzt.

Nach jeder Runde werden Punkte für den gespielten Helden auf das eigene Konto gut geschrieben. Je nach Platzierung und abgeschlossener Quest gibt es noch ein bisschen extra Gold, welches für Lootboxen eingetauscht werden kann. Wichtig ist hier zu erwähnen, dass diese Kisten zum aktuellen Zeitpunkt nur für erspieltes Gold erworben werden können. Zwar besteht die Möglichkeit Diamanten für Echtgeld zu erweben, diese können aber lediglich in Skins gesteckt werden, ein großer und wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Ebenfalls wird am Ende einer Runde automatisch die jeweilige Leistung bewertet. Je besser die Platzierung umso schneller der Aufstieg in die nächst höhere Liga, das passiert ganz automatisch ob man will oder nicht. Grundsätzlich sollte man frei entscheiden können ob eine gewertete oder ganz normale Runde gespielt wird, denn gerade Anfänger können so ungewollt in eine Liga rutschen in der sie eigentlich noch gar nichts verloren haben.

Das volle Potenzial entwickelt BR:R aber erst wirklich, wenn zusammen mit einem Freund gespielt wird. Spätestens dann kommt es nämlich auf Teamplay und noch mehr Koordination sowie Absprache an. Hinzu kommt, dass diverse Fähigkeiten der jeweiligen Helden in Verbindung mit anderen noch effektiver eingesetzt werden können. Dann hat auch die Größe der Karte wieder mehr Gewicht, da es mit deutlich mehr Aufwand verbunden ist gleich zwei Helden mit starker Ausrüstung zu versorgen.

 


 

– Besonderheiten –

Batlerite Royale bietet bereits jetzt schon Zugriff auf 20 Helden, die jeweils komplett andere Eigenschaften und Fähigkeiten mit sich bringen und in jeweils 10 Nah- sowie 10 Fernkämpfer unterteilt sind. Auf der einen Seite sorgt dies natürlich für ein immer wechselndes Spielerlebnis, auf der anderen Seite können Spieler davon aber auch abgeschreckt werden, da es definitiv einige Zeit dauert, bis man sich auf all die verschiedenen Helden und deren Zauber eingestellt hat.

Zauber, Items, Rüstungen und Waffen, all dies gilt es in der Schlacht zu sammeln und im richtigen Moment einzusetzen. Neben Heiltränken, Fallen und sogar Geschütztürmen, gibt es noch Rüstungen, welche Einfluss auf die Vitalwerte des jeweiligen Helden nehmen. Zwar kann man nicht benötigte Gegenstände austauschen aber auch hier muss der Spieler erst einmal ein Gefühl dafür bekommen, was wirklich benötigt wird. Hinzu kommt, dass Zauber aufgewertet werden können bzw. müssen um noch mehr Schaden anzurichten. Wer das nicht schafft hat gerade im späteren Verlauf des Spiels ein großes Problem.

Auch Battlerite Royale besitzt Lootboxen, allerdings können diese zum aktuellen Zeitpunkt ausschließlich für erspieltes Gold gekauft werden. Wer Echtgeld in das Spiel investieren will, der kann Diamanten kaufen um damit zahlreiche Skins für die jeweiligen Helden freizuschalten. Stunlock Studios geht damit einen interessanten Weg, denn nahezu alle anderen Entwickler bieten die kleinen virtuellen Boxen für echtes Geld an.

Aktuell sind ca. 6 Monate im Early Access geplant. In dieser Zeit kostet Battlerite Royale 19,99 € (Wer Battlerite besitzt bekommt einen 50% Rabatt Coupon). Ein stolzer Preis den sicher nicht jeder bereit ist zu zahlen. Irgendwo natürlich verständlich, denn nach der Early Access Phase wird auf free to play umgestellt. Mit dem Kauf wird in erster Linie das Spiel bzw. die Entwicklung unterstützt, darüber hinaus bekommt man vorab Zugang zum Spiel und staubt in der Regel einige Extras ab, die es später nicht mehr geben wird (meist handelt es sich dabei um kosmetische Items).

Battlerite Royale läuft für einen Early Access Titel erstaunlich gut, die Performance kann sich wirklich sehen lassen. Auch auf älteren Geräten kann bedenkenlos gespielt werden, eine gute Entscheidung hier keinen weiteren hardwarehungrigen Titel zu veröffentlichen, denn so können noch mehr Spieler gemeinsam in die Schlacht ziehen.

Wer eine Tastatur und Maus von Razer mit RGB LED Beleuchtung besitzt, der kann sich freuen, denn die erwacht im Spiel zu neuem Leben. Ob blinkende Tasten beim nutzen von Zaubern, oder buntes flimmern beim Start der Runde, es leuchtet quasi überall und zwar ordentlich. Natürlich nur bei Bedarf. Aber mal ehrlich, wozu hat man denn sonst so eine Tastatur und Maus?

 


 

– Support –

Bereits in den zahlreichen geschlossenen Beta Tests hat Entwicklerstudio Stunlock Studios bewiesen, dass ihnen die Meinung der Community viel bedeutet. Bei Fragen, Anliegen oder auch Ideen steht jedem das gefüllte Steam Forum zur Verfügung.

Neben angepinnten Nachrichten findet sich dort zu so gut wie jedem Anliegen eine Antwort. Die weitere Entwicklung gilt es zu beobachten, aber bisher gibt es keinen Grund zur Annahme, dass sich daran was ändern wird. Auch die gesamte Entwicklungsphase von Battlerite war beispielhaft.

 

– Fazit –

Spieler die bereit sind 20 € zu investieren erwartet ein funktionierendes, forderndes und erfrischendes Battle Royale Spiel mit spannenden Kämpfen und einer großen Auswahl an Helden. Wie schon Battlerite besitzt auch Battlerite Royale eine steile Lernkurve die es zu meistern gilt. Einmal überwunden ist es natürlich umso schöner sich in die Schlacht zu stürzen.

Wer keine Lust und vor allem Zeit hat sich intensiv mit den 20 Helden und Mechaniken des Spiels auseinanderzusetzen, sollte sich genau überlegen ob er jetzt schon einsteigen möchte. Im Vergleich zu anderen Titeln haben wir hier definitiv kein Gelegenheitsspiel!

Wusstest du schon, dass du das Spiel ebenfalls bewerten kannst? Dazu einfach oben in der Review auf die Sterne unter „Eure Wertung„ klicken. Wahnsinn!

Battlerite Royale funktioniert am besten, wenn man gemeinsam spielt. Dann lassen sich diverse Fähigkeiten der jeweiligen Helden noch besser einsetzen. Aber auch alleine ist die Mischung aus MOBA und Battle Royale gut getroffen, gerade erfahrene Spieler des Genres kommen hier ordentlich auf ihre Kosten.

Wie immer muss auch hier nach der Balance gefragt werden. Aktuell fühlt es sich stark danach an, dass diverse Helden im Vergleich zu anderen entweder zu stark oder zu schwach sind. Hier muss jetzt genau beobachtet werden wie sich das Ganze entwickelt, gerade am Anfang ist es schwer einzuschätzen ob der Held nun wirklich zu stark bzw. schwach, oder der Spieler einfach nur wirklich gut ist.

 


 

 


 

Larrix

Über Larrix

Baujahr 1988, Mario mein bester Freund und Link mein größter Held. Mit den Jahren entwickelte ich dann doch ein ordentliches Interesse an Strategie Spielen. Wenn ich aber die ganzen Jahre einmal Revue passieren lasse, so war ich doch eigentlich in fast jedem Genre zu Hause, mal länger und mal hab ich nur kurz vorbei geschaut. Das ist im Grunde auch heute noch so, allerdings wähle ich die Spiele mittlerweile etwas bewusster aus und verfalle nicht mehr jedem Hype.

WIR SIND LIVE!
MOMENTAN OFFLINE!