Post Human W.A.R.: Tierisch gut gelaunt

Das tierische-abgefahrene Strategiespiel Post Human W.A.R. hat bereits vor einigen Wochen den Early Access verlassen und bekommt nochmal ein wenig Aufmerksamkeit von uns geschenkt. Seit unserem Review ist bereits ein knappes Jahr vergangen, in dem Entwickler Studio Chahut Zeit hatte, dem Spiel Feinschliff zu verleihen.

Unsere Wertung war bereits überdurchschnittlich und bemängelte vor allem den Mangel an Einzelspielerinhalten und eine geringe Spielerschaft. Für den Bekanntheitsgrad eines Spieles kann der Entwickler nur bedingt als Grund herangezogen werden.

Die Motivation für weitere Runden gegen menschliche Spieler lässt sich allerdings mit einigen Ideen vorantreiben. So geschehen auch bei Post Human W.A.R. Wie auch in anderen Spielen üblich, hat man sich dazu entschlossen, Dailys ins Spiel einzubauen. Erledigt man gewisse Aufgaben in Mehrspielerpartien, werden diese erfüllt und belohnen den Spieler mit Punkten.

Letztere können dann verwendet werden, um unzählige Avatare, Chat-Icons und Skins freizuschalten, mit denen ihr eure Armee noch individueller gestalten könnt. Die Idee gefällt mir gut, hat aber leider einen bitteren Beigeschmack.

Wer nicht gern gegen menschliche Spieler antritt, wird kann die Dailys nicht erfüllen. Bedingung ist immer der Eroberungsmodus, also PvP. Diese Lösung finden wir nicht sonderlich gelungen, da ansonsten wenig Langzeitmotivation vorhanden ist.

Den 3 Rassen stehen nun jeweils 6 Missionen zur Verfügung. Bei unserer Testversion fehlten diese teilweise oder noch ganz. Auch wenn der Fokus auf Spieler gegen Spieler gelegt wird, kann man einige Stunden in den teilweise doch sehr witzigen Missionen zubringen.

Wer diese häufig sehr anspruchsvollen Herausforderungen gemeistert hat, darf sich danach noch an den Experten-Modus wagen und mit weniger Einheiten und einer besseren KI zurechtkommen.

Insgesamt wurde die KI aufgebohrt, viele Animationen sehen noch flüssiger aus und machen Post Human W.A.R. zu einem gelungenen Gesamtpaket. Auch gelang es mir dieses Mal sofort, ein Gefecht gegen einen menschlichen Spieler zu finden, dem ich allerdings nicht das Wasser reichen konnte. Dennoch – meine Motivation ist geweckt.

Wer keine Lust auf PvP hat, sucht sein Heil in den unterschiedlichen Kampagnen, die zwar nicht mit Punkten, wohl aber mit kniffligen Aufgaben sowie Witz und Charme belohnen, was für einige Lacher sorgen wird.

Wir freuen uns, dass dieser kleine Nischentitel den Großen des Genres das Wasser reichen kann, wenn es um taktische Tiefe und Spielspaß geht. Vielleicht wagen sich nun doch noch einige von euch an den Titel auf Steam und bevölkern die Warteschleife von Post Human W.A.R., es wäre dem Titel sehr zu wünschen!
 

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