Wartile: Taktisch perfekt positioniert

Die strategische Figurenschlacht um Nordmänner, Engländer, Untote und allerhand anderer Kreaturen hat sich aus dem Early Access verabschiedet. Zeit also, einen kurzen Blick darauf zu werfen. Viel ist seit unserem Review im April 2017 passiert, wobei der Löwenanteil in den letzten Wochen mehr und mehr Fahrt und Gestalt in den Mix aus wunderschönen Dioramen und Turn-Based-Hybrid brachte.

Neben unzähligen Hot- und Bugfixes, hat sich Entwickler Playwood Project darum bemüht, auf Feedback aus der Community einzugehen. So wurden in regelmäßigen Abständen neue Abenteuer eingefügt, die neben Story und Kampagnen auch neue Gegenstände und Karten mit sich brachten.

Eines der Abenteuer ist z.B. dunkler Wald, bei man am Fuße Yggdrasils gegen Eindringlinge kämpft. Erst vor kurzem kam eine ganz besondere Erweiterung hinzu. Auf der eisigen Karte Jormundgand tritt man unter anderem gegen Frostriesen an und muss darauf acht geben, dass die eigenen Figuren nicht zu oft eingefroren werden.

Des weiteren kamen neue Söldner, neue Ausrüstungsgegenstände und Token ins Spiel. Letztere funktionieren ähnlich wie Sockel in einigen bekannten Hack-and-Slays und erhöhen dauerhaft die Werte eurer Mannen, allerdings ist die Anzahl begrenzt. Ein Händler nimmt nun eure alten Gegenstände in Zahlung, bietet im Gegenzug auch deutlich bessere Ausrüstung an. Als wir unser Review verfasst hatten, waren die Belohnungen bei einer abgeschlossenen Mission noch relativ vage.

Auch an dieser Stellschraube wurde gedreht. Nun bekommt man vor allem auf höheren Schwierigkeitsgraden eine angemessene Belohnung und spart sich so das Gold für den Händler. Auch dürft ihr euch darüber freuen, dass der großartige Soundtrack nun im Store zum Verkauf steht.

Großes Manko damals wie jetzt ist der schwächelnde Multiplayer, bei dem es vor allem an der Anzahl der Spieler scheitert. Allerdings könnt ihr euch jetzt nicht nur über deutlich mehr Inhalte im Singleplayer freuen, sondern davon ausgehen, dass Wartile in naher Zukunft mehr Zulauf erhält. Die Entwickler haben erkannt, dass es im hart umkämpften Markt schwierig ist, mit einem Nischenprodukt Fuß zu fassen und erhalten seit geraumer Zeit prominente Unterstützung vom deutschen Entwickler- und Publisherstudio Deck 13, deren namhafte Titel wie The Surge oder Lords of the Fallen einigen nicht ganz unbekannt sein werden.

Auch weiterhin werden neue Karten und Inhalte eingefügt, sowie Feedback aus den Foren und Umfragen gezogen. Wartile bleibt also nicht auf einem Feld stehen und rückt stetig vorwärts. Der Weg in den erfolgreichen Release ist bereits geglückt und mit der wachsenden Bekanntheit, steigen nun hoffentlich auch die Spielerzahlen; zu wünschen wäre es diesem schönen Kleinod allemal.
 

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