Unser Wertungssystem

Wer viel im Gaming unterwegs ist, kennt dieses Problem bestimmt: die meisten Seiten benutzen eine Wertungsskala von 1 bis 100, von welcher ungefähr 25 Zahlen regelmäßig in Nutzung sind (meistens 70 bis 95) und Spiele unter einem 80er Schnitt bereits als ’schlecht‘, Titel unter 70 gar als katastrophal gelten – obwohl selbige teilweise sogar noch im oberen Drittel der Skala liegen. Das Problem dabei ist nicht nur die Unverhältnismäßigkeit, sondern auch die Frage, wo ich mich als Spieler dort wiederfinden kann. Die einzelnen Nuancen sowie die Entscheidung, warum das eine Spiel drei Punkte mehr hat, als ein anderes, sind stellenweise unglaublich schwer nachzuvollziehen.

Auch deshalb haben wir uns dazu entschieden, einen anderen Weg einzuschlagen. Zunächst ist eines wichtig: unsere Wertungen sind allem voran Richtwerte, die sich nur innerhalb der betreffenden Genres bewegen und Anhaltspunkte geben sollen, ob und wie sehr ein Spiel sein Genre bereichert – aber auch wie leicht es ist, betreffendes Spiel zu empfehlen. In diesem Sinne ist ein fünf Sterne Spiel bei uns nicht als perfekt und ein drei Sterne Spiel keineswegs als mittelmäßig zu verstehen.

Zusätzlich erschwerend ist unser Fokus auf Early Access Titel: da alle Spiele mit der Zeit oder nach großen Updates nochmals unter die Lupe genommen werden müssen und Spiele sich so auch entwickeln, ist die Wahl unserer Wertung besonders entscheidend. Im klassischen System wäre es sehr schwer festzumachen, um wie viele Punkte man ein Spiel denn aufwerten oder abwerten müsste – allem voran da so eine Änderung auch eine deutliche Sprache sprechen muss, was mit einem Unterschied von wenigen Punkten einfach nicht gegeben wäre. Wie es im Detail von uns gedacht ist, seht ihr jetzt – denn wir wollen da so transparent wie möglich sein.

 


 

1Stern

Der eine Stern ist recht offensichtlich: hierbei handelt es sich um ein Spiel, dass auf keiner Ebene zu empfehlen ist. Dazu müsste schon einiges gehören wie beispielsweise sehr wenig Inhalt, nicht funktionierendes Gameplay sowie technische Unzulänglichkeiten. Ein Spiel mit solch einer Wertung gleicht einem Totalausfall und nur die allerwenigsten Enthusiasten könnten unserer Meinung nach mit so einem Titel dauerhaft ihren Spaß haben – wenn überhaupt.

 

2Sterne

Zwei Sterne Titel sind höchstens unter sehr eingeschränkten Bedingungen zu empfehlen. Das kann Spiele betreffen, die eine gute Idee haben, aber gänzlich an der Umsetzung scheitern, aber auch Titel, bei denen wenig Inhalt da ist und eine klare Linie für die Zukunft fehlt. Wenn zwei Sterne im Spiel sind sollte deutlich sein, dass man sich da auf ein großes Abenteuer einlässt und von uns aus eine Warnung damit einher geht.

 

3Sterne

Drei Sterne Titel sind grundsätzlich zu empfehlen, haben aber meistens größere Haken an sich, die allerdings eine Geschmacksfrage darstellen (können). Sprich: seltsames Design, nicht ganz runde Spielmechaniken oder einfach Titel, die gröbere Ecken und Kanten mitbringen und noch in beide Richtungen ausschlagen könnten. Bei drei Sternen ist dann einfach der Spielertyp wichtig und auf selbigen gehen wir dann auch in unseren Reviews gezielt ein, damit jeder Leser für sich am besten abwägen kann, wie er zu dem Spiel steht.

 

4Sterne

Vier Sterne sind da schon ein klarer Fall: diese Spiele kann man als Bereicherung für ihr Genre bezeichnen und daher prinzipiell empfehlen. Was bei ihnen allerdings eine höhere Wertung verhindert, sind dann oftmals elementare Fragen, die zum derzeitigen Punkt noch offen sind – wie die Frage nach Endgame-Content, etwaigen Zusatzinhalten oder Dingen wie dem Multiplayer. Wann immer solche ‚Game-Changer‘ noch im Spiel fehlen und trotz des guten Eindrucks das Gefühl bleibt, man vermisse etwas, sind mehr als vier Sterne kaum möglich.

 

5Sterne

Holy Macaroni! Fünf Sterne sprechen eine deutliche Sprache, denn diese Wertung bekommen nur Titel, die von Fans bestimmter Genres unbedingt genauer unter die Lupe genommen werden sollten. In diese Kategorie fallen absolut keine Spiele, die wir als perfekt erachten würden – denn Perfektion ist eine Illusion, auch im Gaming. Doch fünf Sterne Spiele lassen sich für Fans des betreffenden Genres nahezu bedingungslos empfehlen. Bei solchen Titeln ist davon auszugehen, dass das Gesamtpaket stimmt und neben qualitativen Inhalten auch eine einzigartige Note dabei ist. Natürlich lässt sich auch hier nicht pauschal sagen, dass ausnahmslos jeder etwas damit anfangen kann, doch fünf Sterne Spiele sind verdammt nah dran.

 


 

Viele werden hier bestimmt gleich die halben Sterne vermissen und sich nun fragen, warum selbige nicht auch ihren schmucken Platz bekommen haben. Die Antwort dafür ist recht einfach: halbe Sterne funktionieren etwas simpler. Sie kommen immer dann zum Einsatz, wenn ein Spiel nicht schlecht genug für die niedrigere, jedoch auch nicht gut genug für die nächst höhere Wertung ist. Gerade bei solchen Titeln ist dann wichtig, wie der Leser darüber denkt: kann er die angesprochenen Kritikpunkte leicht verschmerzen und gewichtet sie nicht so, wie der Tester, so kann der Leser davon ausgehen, dass das Spiel womöglich die nächst höhere Wertung bei ihm verdient hätte. Umgekehrt geht das genauso: fallen die in der Review genannten Fehler beim Leser besonders ins Gewicht, kann dieser für sich persönlich davon ausgehen, das Spiel fiele für ihn in die niedrigere Wertung hinein. Deshalb sind wir stets bemüht, die Fragen nach dem möglichen Spielertypen am Anfang und Ende der Review zu klären, um so die bestmögliche Hilfestellung zu geben.

 

Wir hoffen, dass wir damit viele Fragen vorneweg beantworten konnten, die unser Wertungssystem betreffen. Es ist anders und das ist von uns auch so gewollt, da wir als Spieler selbst auch schon entsprechende Erfahrungen gemacht haben und uns etwas aus diesem (unserer Meinung nach) nicht ganz rund laufenden Schema befreien möchten.

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