The Kindred SCREENSHOTS
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The Kindred

Ich bau mir die Welt wiede wiede wie sie mir gefällt

 

Für wen ist The Kindred eigentlich?

– Für Freunde von entspannten Aufbauspielen, die Spaß am Ressourcen sammeln und Bauen haben.

Für wen ist The Kindred eher nichts?

– Für Spieler die ein komplexes Aufbauspiel mit umfangreichem Wirtschaftssystem suchen und denen das Überleben der Bewohner als Ziel zu wenig ist.

Was möchte The Kindred sein?

– Ein kreatives Sandbox-Aufbau-Spiel in niedlicher Voxel-Optik.

Was ist The Kindred geworden?

– Ein chilliges Sandbox-Aufbau-Spiel was auf Dauer eintönig wird und dessen gute Ansätze (noch) nicht für ein lange anhaltendes, ausgereiftes Spielerlebnis sorgen.

 

Dinge erschaffen, bauen, eine Welt verändern und dabei seine Schützlinge im Blick behalten. Das alles kann man in The Kindred tun, einem kreativen Sandkasten-Spiel im Voxel-Look. Wieso das durchaus Spaß macht, warum es für den großen Wurf aktuell aber noch nicht reicht, kannst du in unserer Review zu The Kindred erfahren.

 

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– Die Präsentation –

The Kindred präsentiert sich in schöner Voxel-Ästhetik. Jene klötzchenhafte Grafik derer sich auch Spiele wie Minecraft oder zuletzt Stonehearth bedienen. Das sieht niedlich aus und erweist sich beim Errichten von Gebäuden aus einzelnen Blöcken auch durchaus als praktisch. Besonders schön ist das Wasser dargestellt, welches in der Sonne glitzert und auch ein Tag-/ Nachtmodus ist integriert.

Die Kins (die Bewohner der Welt in The Kindred, um deren Wohl man sich als Spieler kümmert) sind kleine sympathische Wesen mit individuellem Aussehen und mit neckischen Details, wie einem Schnurbart oder zum Zopf zusammen gebundenen Haaren versehen. Im Detail kann man die Grafik in der First Person Ansicht genießen. Dann steuert man die Kamera mit WASD direkt durch die Welt und kann sich alles aus nächster Nähe ansehen. Einen praktischen Vorteil bietet dies aktuell noch nicht. Dinge auswählen oder Bauen kann man so nämlich nicht mehr.

TheKindred Screenshot 3

Der Sound trägt zur entspannten und angenehmen Atmosphäre bei. Die Musik läuft angenehm im Hintergrund, wird auf Dauer aber etwas eintönig. Die Effekte, die das Abbauen von Rohstoffen untermalen und gelegentliches Muhen und Mähen der Tierwelt, tragen ebenso gut zum Gesamtbild bei.

Technisch läuft The Kindred mittlerweile ziemlich stabil. Soll heißen, die anfänglichen, gelegentlichen Abstürze und nicht ladenden Welten gehören der Vergangenheit an. Dennoch gibt es den ein oder anderen Bug, der schon mal dazu führen kann, dass die Kins das Arbeiten einstellen oder Pflanzen nicht mehr geerntet werden können, was letztlich in einen Neustart des Spiels resultieren dürfte.

 

– Das Gameplay –

Wer möchte kann sich in einem kurzen Tutorial die Grundlagen des Spiels erklären lassen. Die Steuerung, das Craften, Ackerbau und der Häusle-Bau werden dem Spieler in zehn Minuten vermittelt und dann kann man auch schon los legen und ist bereit für die erste eigene Welt. Dabei kann man aus drei unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden wählen, die wohl Einfluss auf die am Anfang vorhanden Gegenstände im Inventar haben.

Einen großen Unterschied zwischen „Einfach“, „Normal“ und „Hart“ konnte ich beim Testen nicht feststellen. Hingegen macht sich die Auswahl der Weltgröße sehr wohl bemerkbar. Zwischen klein und riesig kann man hier aus fünf Möglichkeiten wählen und selbst die kleinste Größe bietet am Anfang genug Platz, um sich auszutoben und mit dem Spiel bekannt zu machen.

Nun fehlt noch der Samen, der die Welt maßgeblich beeinflusst und verantwortlich ist für die Verteilung der Rohstoffe, der Vegetation und auch allem Anderen. Vorgegeben ist ein cryptischer Code, der sich aber durch jedes gewünschte Wort ersetzen lässt. Hier ist ausprobieren angesagt. Wie wäre es einfach mal den eigenen Namen zu probieren? Hat man einmal etwas Ansprechendes gefunden, kann man beim Neustart stets darauf zurückgreifen und erhält identische Ausgangsbedingungen. Im Steam Forum gibt es dazu einen eigen Thread, der zum Austausch dient und bewährte Seeds vorschlägt.

Gestartet wird mit sechs Kins, denen man am Anfang zunächst eine oder mehrere Aufgaben zuordnet. Dabei sollte man ihre unterschiedlichen Fähigkeiten im Blick behalten und sie dementsprechend zum Beispiel dem Kochen, Craften oder Ernten zuordnen. Eine kleine Auswahl von Werkzeugen, die dazu benötigt werden, ist bereits am Anfang vorhanden und mit zunehmender Spieldauer kann man die Berufswahl natürlich jeder Zeit abändern und erweitern.

Mit der Menüleiste am unteren Bildschirmrand wählt man nun die Dinge aus, die man erledigt haben möchte und die Kins erledigen dann den Rest und gehen ihrer Arbeit nach. Einige Aufgaben lassen sich sehr komfortabel erledigen, wie die großflächige Auswahl von Rohstoffen, die es Abzubauen gilt um Material zum Craften neuer Gegenstände zu haben.

TheKindred Screenshot 2

Andere Dinge, wie das Einbringen von Saatgut in die zuvor bestellte Erde, sind manchmal noch sehr hackelig und teils nur mit mühsamen Einzelklicks zu vollenden. Auch das Ernten an sich ist noch nicht befriedigend gelöst. Man kann zwar mit gedrückter Maustaste eine Fläche auswählen, die geerntet werden soll, dies funktioniert aber nur teilweise. So läuft es oftmals darauf hinaus, jede Pflanze einzeln auszuwählen, was auf Dauer richtig lästig wird. Schöner wäre es, den ganzen Ernteprozess zu automatisieren und einem Kin diese Aufgabe selbstständig erledigen zu lassen.

Auch das Craften einzelner Gegenstände ist umständlich. Nach Auswahl der entsprechenden Arbeitsbank klickt man sich durch ein umständliches Menü und muss dann die Bauteile einzeln auswählen. Gerade bei größeren Mengen ist das doch sehr umständlich und dreißig male klicken für dreißig Zaunteile sind nicht mehr zeitgemäß.

Hat man seine Bauteile dann endlich zusammen, ist es sehr schwer diese richtig zu platzieren. Mein umzäuntes Stück Land konnte ich einfach nicht fertig stellen, da sich das letzte Teil einfach nicht einfügen lassen wollte. Es wurde immer eine Ebene zu hoch platziert, was bei mir doch zu einigen Frustmomenten führte.

Das Bauen von Häusern aus einzelnen Holzklötzen funktioniert wiederum erstaunlich gut. Bis man aber eine ausreichende Menge an Materialien gecraftet hat vergeht doch einige Zeit, da die Kins alles einzeln herstellen und gerne auch mal eine Pause machen. Auch wenn man am Anfang einzelne Hauptaufgaben/ Berufe zuweist, lassen sich die Bewohner doch gerne von anderen Aufgaben abbringen und die Priorisierung der Tätigkeiten ist noch nicht zufrieden stellend.

 


 

– Die Besonderheiten –

Die Aufgaben: Zu viele auf einmal scheinen unsere Menschlein zu verwirren und sie wissen nicht so ganz, was sie zuerst tun sollen. Als Lösung bleibt da nur, nicht zu viele Dinge gleichzeitig erledigen zu lassen. Das macht The Kindred zu einem entspannten, man könnte auch sagen trägen Erlebnis.

Ich will einfach nicht Stunden damit verbringen genügend Materialien zusammen zu haben, um endlich ein Wohnhaus errichten zu können. Zumal das Bauen und Craften DIE Aufgabe in The Kindred ist. Hunger ist der einzige Feind und das Errichten einer hübschen Welt nach eigenen Vorstellungen, das aktuell einzige Ziel des Spiels. Wenn das rund funktioniert, kann man viele Stunden Spaß haben.

Die Bedürfnisse: Die Kins sind, wie erwähnt, die Bewohner in The Kindred und unter der Obhut des Spielers. Diese kleinen, niedlichen Menschlein wuseln durch die Gegend und haben sogar alle einen eigenen Namen und Beziehungsstatus. Bisher ist die Kopulation der Kins untereinander noch nicht implementiert und so bleibt es im besten Falle bei den sechs Kins, die man zu Beginn des Spiels erhält. Im schlimmsten Falle verstirbt ein Kin und dann sind es nur noch fünf. Man sollte also auf die Bedürfnisse der kleinen Racker achten. Diese sind im Moment auf schlafen bzw. ausruhen und essen beschränkt. Man sollte also zügig sechs Betten bauen und aufstellen, damit die Kins sich auch mal eine Auszeit gönnen können.

Das zweite Bedürfnis nach Nahrung kann vielseitig gestillt werden. Man kann Tiere jagen und am Kochtopf zu leckeren Steaks verarbeiten oder diverse Obstbäume ernten, deren Früchte dann als Rohkost dienen. Eine Anzeige gibt Hinweis darauf, ob der Bedarf von 100 Nährstoffen pro Tag pro Kin auch mit dem aktuellen Bestand gedeckt werden kann. Mittels Ackerbau kann man diverse Pflanzen anbauen und daraus eine schöne Gemüsesuppe kochen, welche natürlich einen höheren Nährwert hat, als die einzelnen Erbsen, Kartoffeln oder Karotten für sich.

Schade ist, das der Gehalt der einzelnen Nahrungsmittel nirgendwo ersichtlich ist und auch welche Lebensmittel roh von den Kins verspeist werden und welche nur verarbeitet, kann man nirgends erkennen. Gelegentlich fällt nur auf, dass man doch eigentlich viel mehr Möhrchen geerntet hat, als einem dann schließlich zum Kochen der Gemüsesuppe zur Verfügung stehen.

TheKindred Screenshot 4

Schönes Deail: Man kann jedes Bett einem einzelnen Bewohner zuteilen und so zum Beispiel auch festlegen, welche Kins zusammen im Haus übernachten sollen. Aktuell wie gesagt noch nicht implementiert, aber im späteren Verlauf sicher interessant für die Familienplanung. Man kann jeden Kin auch einzeln auswählen und steuern. Das ist nur dann sinnvoll, falls er sich mal im Wasser verlaufen hat und alleine nicht mehr rauskommt, unterstützt aber das elterliche Gefühl was einem The Kindred dann und wann vermittelt.

Die Nachhaltigkeit: Die Welt in The Kindred ist reich an Flora und Fauna. Wenn man aber alle Tiere tötet, die Bäume abholzt und durch Bergbau tiefe Löcher hinterlässt wird man nicht lange Freude an der Welt haben. Es gilt also, mit Bedacht vorzugehen und Bäume, die man fällt, auch wieder aufzuforsten. Neben den Apfel- und Orangenbäumen kann man auch alle anderen Bäume ernten und erhält so stets einige Samen, die man wieder in die Erde bringen kann. So lässt sich schön eine eigene Obstplantage errichten oder ein ganzer Eichenwald pflanzen. Und nach und nach verändert man die Welt nach seinen eigenen Wünschen und Vorstellungen.

Auch die Tiere vermehren sich mit der Zeit und sind auf der ganzen Karte verstreut. Also warum nicht eine kleine Schaf- oder Kuhweide bauen? Alles was man dazu braucht sind einige Zäune und ein geeignetes Areal. Eine erfolgreiche Nachzucht konnte ich allerdings noch nicht beobachten. Aber zumindest sind die Tiere dann in der Nähe meiner Kins und man muss nicht immer suchen gehen. Das zusammentreiben der Tiere geht gut von der Hand. Mittels Rechtsklick auf das Vieh kann man es nämlich hüten und ein Kin macht sich auf, dies zu übernehmen. Ist er angekommen kann man den Kin auswählen und erneut mit Rechstklick zum gewünschten Ort, also der umzäunten Weide, dirigieren. Dort angekommen beendet man das Hüten und das Tier ist da, wo man es haben möchte.

Nachhaltig ist auch die Energiequelle in The Kindred. Mittels Windkrafträdern kann man Strom erzeugen, der dann zum Betrieb von Laternen genutzt werden kann. Das sorgt für stimmungsvolle Beleuchtung der Welt im Dunklen, hat sonst aber weiter keinen praktischen Nutzen.

 


 

– Der Support –

Die Unterstützung von The Kindred ist vorbildlich. Die Entwickler bringen regelmäßig Updates und Patches heraus, um das Spiel noch besser zu machen. Aktuell konzentriert sich vieles noch darauf, die Bugs auszumerzen und die AI der Kins und deren Arbeitsverhalten zu verbessern um ein flüssigeres Spielerlebnis zu haben. Dabei finden die Spieler gehör, was sich an den aktiven Foreneinträgen der Entwickler bei Steam erkennen lässt.

Wer möchte kann auch am unstable build teilnehmen. Einer Beta, in die die neusten Updates zuerst implementiert werden, um sie quasi einem prä Early-Access-Test zu unterziehen. Das ist eine schöne Idee, zeigt aber auch, wie viel Arbeit aktuell noch nötig ist um The Kindred zu einem wirklich guten Spiel zu machen. Bleibt zu hoffen, dass die Entwickler so weiter machen. Denn das Potential ist auf jeden Fall vorhanden.

 

– Bisheriges Fazit –

The Kindred bietet einige gute Ansätze und wenn man auf solche Art entspannte Aufbauspiele steht, kann man einige Zeit Freude daran haben. Das Gestalten der Welt im Sinne der Nachhaltigkeit und die Sorge um das Wohlergehen der Kins lässt ein göttliches, zumindest elterliches, Gefühl aufkommen. Viel mehr bietet das Spiel dann auch nicht und wird auf Dauer sehr eintönig und repetitiv, weshalb das gesamte Spielerlebnis aktuell letztlich hinter dem Möglichen zurückbleibt.

 

– Warum vorläufig 2,5 Sterne? –

Weil The Kindred noch einen weiten Weg vor sich hat und im aktuellen Stadium nur Leuten zu empfehlen ist, die sich entweder aktiv in die Entwicklung einbringen wollen oder als großer Fan des Genres, einen Titel dieser Art wachsen sehen wollen und die Hoffnung haben, dass einmal etwas Richtiges daraus wird. Aktuell spielt sich The Kindred einfach zu unrund. AI und UI sind nicht ausgereift und die vielen Updates sind einerseits positiv, andererseits sind alte Spielstände häufig inkompatibel mit der neuen Version, was einen Neustart zur Folge hat. Allem Anschein nach setzten die Entwickler aktuell alles daran, The Kindred zu einem guten Spiel werden zu lassen, was für die Zukunft hoffen lässt.

Wusstest du schon, dass du das Spiel ebenfalls bewerten kannst? Dazu einfach oben in das Review auf die Sterne unter „Eure Wertung„ klicken. Wahnsinn!

 


 

 


 

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