The Forest SCREENSHOTS
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The Forest

Mutanten, Kannibalen und jede Menge Blut!

 

Für wen ist The Forest eigentlich?

– Spieler, die gerne die Spielwelt erkunden, fordernde Open-World-Survival-Spiele mögen und auch den ein oder anderen Schreckmoment verkraften, sind hier richtig.

Für wen ist The Forest eher nichts?

– Da man sich öfters den starken Gegner geschlagen geben muss, ist dieses Spiel nichts für Spieler, die schnell aufgeben, schwache Nerven haben oder kein Blut sehen können.

Was möchte The Forest sein?

– Ein Open-World und Survival-Spiel das gekonnt Horror-Elemente in das Spiel integriert verbunden mit einem vielschichtigen Crafting-System.

Was ist The Forest geworden?

– Genau das, was die Entwickler wollten, mit nur noch ein paar kleineren Problemen vor allem im
Bereich Koop.

 

Nach einem eher durchwachsenen Start in die Early-Access-Phase mit heftigen Performance-Problemen und einem noch nicht ausgereiften Crafting-System sowie vielen Bugs hat sich The Forest seit der Veröffentlichung vor knapp 2 Jahren zu einem sehr guten Survival-Horror-Spiel entwickelt. Es wird kontinuierlich von den Entwicklern mehr Inhalt geliefert sowie stetig nachgebessert. Einzig und allein einige Probleme im Koop und bei der Performance müssen noch behoben werden, um das Spielerlebnis abzurunden.

 

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– Die Präsentation –

Für ein Early-Access Spiel besitzt The Forest eine wirklich hübsche Grafik und kann sich durchaus im Vergleich mit aktuellen Top-Titeln sehen lassen. Die verschiedenen Gebiete wie Wälder, schneebedeckte Berge und Höhlen sind sehr detailliert und ansehnlich gestaltet. Vor allem schafft das Spiel es, die Atmosphäre einer dunklen Höhle oder eines Waldes bei Sonnenaufgang oder allgemein des Tag-Nacht-Wechsels perfekt wiederzugeben. Auch die Gegner sind mit vielen kleineren oder größeren Details versehen, die meist auf den ersten Blick nicht auffallen.

Der Sound ist in sehr guter Qualität passend zu den einzelnen Aktionen des Spiels wie dem Holzhacken, Kämpfen oder sogar Zerhacken eines Kannibalen gewählt. Die Musik unterlegt vor allem Szenen im Kampf oder bei der Erkundung von Höhlen passend und trägt zusammen mit verschiedenen anderen Sounds maßgeblich zur jeweiligen Stimmung bei.

The Forest 7

Die Performance war schon immer eines der größten Probleme von The Forest. Durch die gute Grafik wird auch ein halbwegs leistungsstarker PC vorausgesetzt, um auf mittleren oder hohen Details zu spielen, wobei es dennoch ab und zu Frame-Drops oder kleinere Ruckler gibt. Spieler die das Spiel unbedingt auf hohen oder maximalen Detail spielen wollen, sollten sich im Klaren sein, dass dies nur auf aktueller High-End-Hardware möglich ist. Auf niedrigen Details sieht das Spiel zwar nicht mehr so gut aus und büßt sogar etwas von der Atmosphäre ein, lässt sich aber dadurch flüssig auf schwächeren Systemen spielen.

 

– Das Gameplay –

Bevor wir nun mit dem eigentlichen Spiel starten, können wir noch aus einigen unterschiedlichen Spielmodi wählen, welche beispielsweise die Gegner wie Kannibalen nur Nachts erscheinen lassen oder komplett deaktivieren, sowie ein Nachwachsen des Waldes, speziell der gefällten Bäume, ermöglichen. Außerdem kann man einstellen, dass die errichteten Gebäude und Strukturen unzerstörbar sind. Für den Einstieg in das Spiel sind diese Einstellungen vielleicht nützlich, jedoch beleibt dadurch nach einer Weile der Spielspaß aus, da eine wirkliche Herausforderung somit von Beginn an fehlt.

Doch wie gelangen wir nun überhaupt auf die Insel der Kannibalen und Mutanten? Das wird in einer kurzen Sequenz zu Beginn des Spieles geklärt: Wir sitzen in einem Flugzeug neben unserem schlafenden Sohn, der, welch Zufall, ein Survival-Buch gelesen hat, dass wir noch einstecken können bevor das Flugzeug abstürzt. Wir legen eine harte Bruchlandung hin und werden bewusstlos. Als wir das erste Mal wieder aufwachen sehen wir, wie ein Kannibale unseren bewusstlosen Sohn aufhebt und mitnimmt, doch kurz darauf werden wir wieder ohnmächtig. Als wir wieder aufwachen ist es bereits Tags und wir müssen feststellen, dass wir anscheinend die einzigen überlebenden sind.

Jetzt heißt es erst einmal alles einsammeln was wir im Flugzeug und Umgebung finden können um wieder Kraft zu schöpfen. Der Charakter braucht Wasser und Nahrung um die Durst- sowie Hunger-Anzeige zu füllen. Außerdem besitzen wir eine Rüstungs-Anzeige, welche uns vor einer gewissen Anzahl gegnerischer Angriffe schützt, und Lebens-Anzeige. Um unsere Rüstung aufzufüllen verwenden wir die Haut oder das Fell von zuvor gejagten Tieren.

Unsere Lebensanzeige füllt sich langsam durch Essen, deutlich schneller aber durch Medikamente oder durch später selbst hergestellte Medizin. Um anzugreifen und zu sprinten brauchen wir Ausdauer, welche in einer separaten Anzeige zu sehen ist, sich durch diese Aktionen leert und sich erst wieder nach einer kleinen Ruhepause oder durch Getränke sowie spezielle Nahrung füllt.

Die gesammelten Gegenstände können wir im Inventar lagern, welches sich auch erweitern lässt, aber dennoch nur ein begrenztes Platzangebot hat, so dass wir oft vor allem Steine oder Äste liegen lassen müssen. Das gesamte Crafting von Waffen oder anderen, kleineren Gegenständen erfolgt ausschließlich über das Inventar. Größere Strukturen, Gebäude und Fallen werden über das Survival-Buch, welches der Spieler von Anfang an besitzt, platziert und anschließend mit Materialien aus dem Inventar aufgebaut.

The Forest 3

Als nächstes müssen wir uns einen Platz auf der Map suchen, an dem wir unsere Basis aufbauen wollen. Derzeit besteht das Gebiet von The Forest aus dem gemäßigten Wald mit einigen Strandgebieten und Seen, sowie dem verschneiten, kalten Gebirge. Das wichtigste ist zunächst ein Feuer zu errichten um dort Essen zu kochen und in der Nacht etwas sehen zu können.

Außerdem kann man verschiedenen kleine Unterschlüpfe, sogenannte Shelter, platzieren, um zu schlafen oder den Spielstand zu speichern. Unsere eigentliche Basis können wir nun auf verschiedene Weise errichten: Einerseits aus fertigen Gebäuden oder nach unseren eigenen Wünschen aus einzelnen Wänden sowie anderen Bauteilen. Jedoch gibt es auch noch ganz andere Möglichkeiten seine Basis zu errichten wie beispielsweise auf dem Wasser mit einem Hausboot oder auf bzw. an Bäumen.

Zusätzlich ist es sinnvoll, das Gebiet der Basis mit Mauern und Fallen unterschiedlichster Art abzusichern, um sich vor Gegner zu schützen, da wir im Kampf wir kaum mehr als ein paar Treffer aushalten, bevor wir zu Boden gehen. Dazu kommen noch so genannte „Effigies“, welche aus abgetrennten Körperteilen der Kannibalen bestehen, um wiederum diese von unserer Basis abzuschrecken.

Neben den defensiven Bauten gibt es auch viele Möglichkeiten Plätze zur Lagerung von Materialien und Nahrung, zum Fangen von Tieren oder zum Anbauen von Pflanzen zu errichten. Somit ist das Base-Building schon recht komplex mit vielen Möglichkeiten, die Basis nach seinen eigenen Vorstellungen individuell zu gestalten. Jedoch benötigen wir für große Strukturen und Gebäude sehr viel Holz, so dass es teilweise mehrere Stunden eintöniger Arbeit braucht, bis eine große Basis komplett aufgebaut und mit einer Mauer umgeben ist.

Haben wir unsere Basis fertig, sind halbwegs sicher vor allen Gegnern und haben genug Vorräte ist das Spiel aber lange noch nicht vorbei: Die Map befindet sich nämlich nicht nur oberirdisch sondern es gibt auch viele Höhlen voller Gegner zu erkunden und Geheimnisse zu lüften. Zu Beginn des Spiels gestaltet sich das Erkunden der Höhlen aufgrund der vielen Gegner und mangelnder Ausrüstung noch schwierig. Wird diese aber im Laufe des Spiels verbessert, gelingt uns die Erkundung deutlich leichter. Das ist sehr wichtig, denn in den Höhlen warten auf uns neben noch mehr Gegnern auch unterschiedlichste Ausrüstungsgegenstände und Spuren der Flugpassagiere als auch anderer Menschen. Denn eines wird bei der Erkundung der Spielwelt immer deutlicher….wir sind nicht die ersten Menschen hier!

 


 

– Die Besonderheiten –

Die Waffen in The Forest bestehen größtenteils aus Nahkampfwaffen wie vor allem Äxten. Es gibt auch einige wenige Waffen für den Kampf mit den Kannibalen auf eine gewisse Distanz. Wir können die unterschiedlichen Waffen im Spiel entweder selber herstellen oder beispielweise unterirdisch in Höhlen finden. Das Besonderer der Nahkampfwaffen ist, dass man diese verbessern kann, indem man gefundene Materialien an ihnen anbringt, um den Schaden, die Angriffsgeschwindigkeit oder die Abwehr von Angriffen zu verbessern.

Die Gegner in The Forest unterteilen sich wie bereits erwähnt in die Mutanten und die Kannibalen. Die Kannibalen kann man in Höhlen aber auch im Wald antreffen, wo diese kleine Lager und Siedlungen errichten und den Spieler oft in kleineren Gruppen attackieren. Es gibt verschiedene Arten von Kannibalen, welche sich deutlich in Schnelligkeit und Schaden unterscheiden. Die Mutanten sind selten an der Oberfläche anzutreffen, aber dafür umso häufiger in Höhlen.

Bei den Mutanten gibt es genauso wie bei den Kannibalen unterschiedliche Arten, welche sich hauptsächlich in Aggressivität und verursachtem Schaden unterscheiden. Manchmal kommt es sogar zu Kämpfen zwischen den Kannibalen und den Mutanten welche zeigen, dass beide Gruppen nicht zusammen arbeiten. Doch eines haben alle Gegner gemeinsam: Sie verursachen teilweise extrem viel Schaden und trotz Rüstung halten wir kaum Schaden aus!

The Forest 1

Das Crafting von The Forest läuft bis auf die Gebäudeteile komplett im Inventar ab. Die Besonderheit dabei ist, dass keine Rezepte vorgegeben werden, die besagen, was kombiniert werden muss, um einen bestimmten Gegenstand herzustellen. Kombiniert man einzelne Gegenstände, wird angezeigt, was möglicherweise daraus werden kann, jedoch nicht welche Gegenstände noch benötigt werden. Somit muss man selber viel probieren und experimentieren, wenn man alle Crafting-Rezepte herausfinden will.

Das Errichten von Gebäuden, Fallen und anderen Strukturen erfolgt wie bereits erwähnt über unser Survival-Buch, in welchem man auswählt, welche Struktur man bauen möchte und diese anschließend in der Spielwelt platziert. Dann muss man die benötigten Rohstoffe nur noch sammeln oder finden um die platzierten Strukturen fertig zu stellen. Sollte einmal etwas falsch platziert worden sein, lassen sich noch nicht angefangenen Strukturen einfach wieder entfernen, was der Planung der eigenen Basis zugutekommt.

Bereits jetzt besitzt The Forest einen Koop-Modus, in dem man mit bis zu 8 Spielern in selbst gehosteten Partien gemeinsam spielen kann. Dies funktioniert relativ einfach, in dem ein Spieler ein Spiel in The Forest erstellt und die anderen über Steam einlädt. In den Koop Modus ist bereits jetzt eine Speicherfunktion integriert, sodass der aktuelle Spielstand gesichert wird und man zu einem anderen Zeitpunkt gemeinsam weiter spielen kann.

Dieser Modus hat meiner Erfahrung nach noch mit einigen Problemen zu kämpfen: Es gibt häufig Verbindungsabbrüche, Spielabstürze und auch den Mitspielern, die dem eigenen Spiel beitreten, machen oftmals viele Bugs das Spielen schwer. Die Idee eines Koop-Modus im Spiel ist sehr gut, muss jedoch noch dringend verbessert werden.

Ob das Spiel eine Langzeitmotivation besitzt, kann man nicht klar mit Ja oder Nein beantworten. Dies hängt stark vom Spieler ab, da oft nach dem Bau seiner Basis noch sehr viele Gebiete und Höhlen zum Erkunden auf der Insel übrig sind. Spieler mit keinem starken Entdeckerdrang, die nicht zwingend die Geheimnisse rund um die Insel und die Eingeborenen aufdecken wollen, werden nach wenigen Stunden, wenn die Basis sicher ausgebaut ist und man selbst gut ausgestattet ist, die Motivation aufgrund des in den Hintergrund rückenden Survival-Aspekts verlieren. Doch für Spieler, die jeden noch so kleinen Winkel der Spielwelt erkunden wollen bietet The Forest mit den unzähligen großen Höhlen noch viele Herausforderungen und Entdeckungen sowie noch etliche Stunden Spielspaß.

 


 

– Der Support –

Der Support bei The Forest ist sehr gut, denn die Entwickler hören auf die Community und sind stets bemüht, so viele Fehler und Bugs wie möglich zu beheben. Außerdem setzen sie sich ein festes Zeitfenster für geplante Updates, welches man direkt im Hauptmenü des Spiels einsehen kann. Meistens kommt somit alle 2 Wochen ein neues Update, welches Fehler behebt, kleinere Änderungen am Spiel vornimmt oder einige neue Features einbringt.

 

– Bisheriges Fazit –

The Forest ist alles in allem ein sehr gelungenes Survival-Horror-Spiel, das extrem viel Spaß macht und dabei noch super aussieht. Auch wenn es teilweise recht schwer ist, sich gegen die vielen Gegner zu verteidigen und man oft Rückschläge hinnehmen muss, macht es viel Spaß seine eigene Basis aufzubauen, diese zu verteidigen oder die gesamte Insel zu erkunden.

Wusstest du schon, dass du das Spiel ebenfalls bewerten kannst? Dazu einfach oben in der Review auf die Sterne unter „Eure Wertung„ klicken. Wahnsinn!

Vor allem die gut umgesetzte Atmosphäre der einzelnen Bereiche fesselt immer wieder aufs Neue, wenn man beispielsweise nur mit einem Feuerzeug riesige, dunkle Höhlen erkundet oder tagsüber durch den sehr lebendig wirkenden Wald streift. Auch der Koop macht Spaß, denn zusammen ist es meist deutlich einfacher sich gegen die Kannibalen zu behaupten. Einzig und allein die Bugs, die vor allem im Koop auftreten und die Performance-Probleme stören noch. Einzig die etwas problematische Performance sowie einige Fehler beim recht experimentellen Koop überzeugen nicht ganz.

 


 

 


 

Johnny

Über Johnny

Angefangen mit dem damals schon in die Jahre gekommenen Sega Mega Drive und meinem Helden der Kindheit - Sonic, habe ich mich über die Jahre zum reinen PC-Spieler entwickelt. Dort spiele ich hauptsächlich Shooter, RPG´s, Strategiespiele aber auch Simulationen verschiedenster Art. Dennoch kann ich mich für fast jedes Game begeistern, vor allem wenn dieses im Weltall oder der Zukunft spielt. Doch ich interessiere mich nicht nur für Gaming sondern auch für Hardware und schraube genauso gerne am eigenen PC.

The Forest: Version 0.49

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