State of Extinction SCREENSHOTS
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State of Extinction

Urmenschen und Dinosaurier

 

Für wen ist State of Extinction eigentlich?

– Für Spieler die hack-n-slash Spiele sowie RPG´s mit einem etwas anderen Setting mögen.

Für wen ist State of Extinction eher nichts?

– Wer viel Abwechslung oder sehr tiefgründige Story erwartet, ist hier leider falsch.

Was möchte State of Extinction sein?

– Ein Rollenspiel mit starkem Fokus auf hack-n-slash, welches in der Welt der frühen Menschheitsgeschichte spielt, jedoch nicht historisch korrekt sein will.

Was ist State of Extinction geworden?

– Grob gesagt erst einmal das, was es sein will. Jedoch mit noch erheblichen Problemen in fast allen Bereichen wie Gameplay, Performance oder auch Story.

 

Auf den ersten Blick scheint State of Extinction mit dem eher selten genutzten Setting der frühen Menschheit ein wirklich Interessanter Titel mit vielversprechender Story zu sein, bei dem die Fantasie der Entwickler merklich mit eingeflossen ist und es sich somit um keine historisch korrekte Spielwelt handelt, was aber wenig stört. Das Spiel macht sogar vieles richtig, doch die Menge an Problemen wie die stark repetitiven Quests machen es eher anstrengend zu spielen, so dass mir leider meist nach kurzer Zeit die Lust auf das Spiel verging. Ob es sich dennoch lohnt, das Spiel zu probieren erfahrt ihr jetzt in unserer Review.

 

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– Die Präsentation –

Hier liegt eines der größten Probleme von State of Extinction, sowohl die Grafik als auch der Sound oder die Performance sind wenig Zeitgemäß und machen starke Probleme. Zu der Grafik kann man sagen, dass sie ausreichend ist, mehr leider nicht. Sie ist nicht sonderlich hübsch und nicht vergleichbar mit aktuellen AAA-Titeln, aber sie erfüllt ihren Zweck im Spiel. Die Animationen im Kampf dagegen sind auf eine Handvoll Bewegungen begrenzt, was die meisten Kämpfe eher starr und merkwürdig aussehen lässt. Auch die Laufbewegungen des Charakters oder der Tiere wirken nicht rund, sondern teilweise stark unnatürlich.

Der Sound ist angemessen und das Spiel wird von sogar recht gut ausgewählter Musik unterstrichen. Lediglich die Kampfgeräusche sind sehr beschränkt, was den Kämpfen wiederum einen leicht merkwürdigen Charakter verleiht, wenn bei fast jedem Angriff das gleiche Geräusch zu hören ist.

State of Extinction 4Nun zur Performance, welche leider katastrophal ist. Im Anfangsgebiet war diese noch akzeptabel, wenn auch nicht überragend, doch sobald ich in der Story fortgeschritten war, nahm die Framerate immer weiter ab, so dass ich irgendwann mit unter 25 fps spielen musste, was ich fast schon als unspielbar ansehe. Und das passierte, obwohl ich aktuellste High-End Hardware im Rechner habe und die Entwickler nur eine NVIDIA GeForce GTX 560 für ausreichend empfehlen!

Außerdem versagte die Speicherfunktion des Spieles oft bei mir, das heißt, dass ich trotz Speichern des Fortschritts oftmals keinen Spielstand mehr hatte und gezwungen war, einige Male von vorne zu beginnen. Des Weiteren wirkt die Steuerung des Spiels, welche Hauptsächlich auf die Maus ausgelegt ist, sehr schwammig sowie unpräzise und die Kameradrehung funktionierte fast gar nicht, was teilweise sehr gestört hat. Hier muss dringend von den Entwicklern optimiert und nachgebessert werden, sonst sehe ich keine Chance für eine Verbesserung des Gesamteindrucks.

 

– Das Gameplay –

Dieses ist auf den ersten Blick sehr interessant. Wir spielen das Mitglied eines von drei Stämmen (bisher ist nur einer der drei spielbar), wobei unsere Wahl unsere späteren, erlernbaren Fähigkeiten beeinflusst. Unsere Aufgabe ist es, das Überleben der Gruppe zu sichern und diese in den Kapiteln der Story zu beschützen, versorgen und in neue Gebiete zu führen. Dabei müssen wir verschiedenste Quest bewältigen und treffen auf andere Stämme oder Einzelpersonen, welchen wir helfen, zu Freunden machen oder aber bekämpfen können.

Die Quests beschränken sich jedoch fast ausschließlich auf Sammel- oder Kampf-Missionen, das heißt konkret, wir müssen zu einem bestimmten Ort gehen, dort jemanden Sprechen, dann ein Tier oder einen Stamm angreifen oder eine gewisse Anzahl eines bestimmten Gegenstandes sammeln. Dies wird leider nach einer gewissen Zeit sehr langweilig und man hat das Gefühl, eine neue Quest zuvor schon einige Male absolviert zu haben, da diese sich teilweise extrem ähnlich sind. Durch das absolvieren von Quests erlangen wir Intelligenzpunkte, mit Hilfe welcher wir im Level aufsteigen und neue Fähigkeiten und Crafting-Rezepte freischalten können.

State of Extinction 1

Um selber zu überleben, müssen wir in der Spielwelt Nahrung suchen oder Tiere töten. Das gestaltet sich nicht gerade einfach, da vom Spiel nicht ausdrücklich gesagt wird, was alles essbar ist. Fleisch muss beispielweise vorher gekocht werden, manches davon ist dennoch nicht essbar, so dass man viel probieren und experimentieren muss, bis man weiß, was man wie essen kann. Ähnlich ist es beim Crafting und den sammelbaren Materialien, denn auch hier wird anfangs wenig geklärt, wofür ich was brauche und viele Crafting-Rezepte werden erst während des Spiels freigeschaltet, so dass hier wieder experimentieren und Erfahrung nötig ist, bis man weiß, was es wert ist aufgehoben oder gesammelt zu werden.

Die Spielwelt von Staate of Extinction ist sehr feindlich gegenüber dem Spieler, so treffen wir immer wieder auf Tiere oder Menschen, die uns angreifen und töten wollen. Das ist einerseits ein wichtiges Spiel-Element, da es sich wie erwähnt um ein hack-n-slash Game handelt, jedoch wird das manchmal etwas nervig, wenn selbst harmlos wirkende Hirsche immerzu attackieren und man gefühlt kaum einen Schritt machen kann, ohne von einem Tier angegriffen zu werden.

Getötete Tiere lassen Materialien und Nahrung „fallen“, die wir aufsammeln und verarbeiten können. Mit Hilfe der Nahrung können wir, wer hätte es gedacht, unseren Hunger stillen und unser Leben wieder auffüllen, sollte dies nach einem Kampf stark gefallen sein. Außerdem gibt es verschiedene Nahrung, die auch zusätzlich unsere Power-Leiste auffüllt, mit welcher wir verschiedenen Spezialfähigkeiten nutzen können.

State of Extinction 4

Die Story verliert leider auch sehr schnell an Reiz, da die eintönigen Quests nur gelegentlich von Zwischensequenzen und storyrelevanten Unterhaltungen unterbrochen werden. Diese sind zwar nett und man erfährt einiges über die Welt, das ist jedoch nicht unbedingt so spannend, wie vom Entwickler beschrieben. Außerdem setzt das Spiel dringend gute Englisch-Kenntnisse voraus, da es bisher keine andere Sprache im Spiel gibt.

 


 

– Die Besonderheiten –

Das Crafting in State of Extinction erfolgt, in dem ihr euren Charakter an ein Feuer setzt, denn nur dort könnt ihr Gegenstände herstellen. Habt ihr ausreichend Materialien, müsst ihr nur noch im Crafting-Menü das entsprechende Rezept auswählen und den Gegenstand herstellen. Nervig dabei ist, dass dieser nicht ins Inventar gelegt wird, sondern einfach neben das Feuer fällt. Beim Crafting haben wir die Auswahl aus unterschiedlichen Kategorien wie Waffen, Tarnung oder Kleidung. Jedoch können wir am Anfang erst wenige Dinge herstellen, da das meiste erst mit höherem Level freigeschaltet wird.

State of Extinction 2

Genauso wie neue Rezepte, schalten wir neue Spezialfähigkeiten mit Hilfe des Levelaufstiegs frei. Diese sind wie bereits erwähnt von Stamm zu Stamm unterschiedlich und auf verschiedene Spiestile ausgelegt. Wir können dann je nach dem Tarnung, Strategie oder pure Gewalt benutzen, um zu überleben. Außerdem gibt es Fähigkeiten die uns allgemein im Kampf helfen, dabei stärker machen oder die Gesundheit wieder auffüllen. Jede Benutzung einer Fähigkeit verbraucht dabei eine gewisse Menge Power, welche sich mit der Zeit regeneriert oder mit bestimmter Nahrung aufgefüllt werden kann.

Als letztes möchte ich noch einmal auf das Setting eingehen, welches in der frühen Menschheitsgeschichte spielt. Dieses ist sehr interessant aber auch fantasievoll umgesetzt. Wir treffen während der Story auf eigentlich zu der Zeit schon längst ausgestorbene Tiere wie Dinosaurier und die Menschen besitzen, abhängig vom Stamm, auch Fähigkeiten, die nicht ganz menschlich sind. Doch das Spiel möchte auch gezielt fiktionale Inhalte einbringen und keine historisch korrekte Wiedergabe der damaligen Zeit sein, und das ist einer der wenigen sehr positiven Aspekte des Spiels.

 


 

– Der Support –

Der Support der Entwickler ist lobenswert, denn auf so gut wie jede Kritik und Anregung im Steam-Forum antwortet der Entwickler persönlich und sucht auch gezielt die Meinung der Spieler für Verbesserungen. Jedoch kommen Updates trotz so einiger Kritik nur langsam und haben oft nur ein paar Bugfixes oder minimale Verbesserungen als Inhalt, bisher blieben große Änderungen aus.

 

– Vorläufiges Fazit –

State of Extinction macht einiges richtig, doch leider nicht genug. Das fängt bei der ärmlichen Performance des Spiels trotz nicht gerade überragender Grafik an, setzt sich bei der problematischen Steuerung fort bis hin zu den monotonen Quest der eher langatmigen Story. Dabei wäre so viel mehr möglich gewesen in diesem selten genutzten Setting. Die Grundidee des Spiels weckt die Hoffnung darauf, dass noch mehr kommt und die Entwickler gerade auch die Vorschläge aus der Community gut umsetzen können, damit aus State of Extinction ein besseres Spiel werden kann.

Wusstest du schon, dass du das Spiel ebenfalls bewerten kannst? Dazu einfach oben in der Review auf die Sterne unter Eure Wertung klicken. Wahnsinn!

Doch bisher sieht es leider schlecht aus. Wenn nicht an den verschiedenen Problemen gearbeitet wird, wird leider keine Aufwertung in Sicht sein. Daher kann ich auch nur 2 Sterne für das Spiel geben: es bietet zwar extrem viel Potenzial, was bis zum jetzigen Zeitpunkt aber fast ungenutzt ist, auch da es an der eigentlichen Umsetzung scheitert.

 


 

 


Johnny

Über Johnny

Angefangen mit dem damals schon in die Jahre gekommenen Sega Mega Drive und meinem Helden der Kindheit – Sonic, habe ich mich über die Jahre zum reinen PC-Spieler entwickelt. Dort spiele ich hauptsächlich Shooter, RPG´s, Strategiespiele aber auch Simulationen verschiedenster Art. Dennoch kann ich mich für fast jedes Game begeistern, vor allem wenn dieses im Weltall oder der Zukunft spielt. Doch ich interessiere mich nicht nur für Gaming sondern auch für Hardware und schraube genauso gerne am eigenen PC.

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