Startup Company SCREENSHOTS
Unsere Wertung:
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Startup Company

Über Nacht zum Millionär?

 

Für wen ist Startup Company eigentlich?

– Für Fans vielseitiger Tycoon-Games mit Fokus auf Wirschaftselemente.

Für wen ist Startup Company eher nichts?

– Für Fans vielseitiger Tycoon-Games, die keine Freude am experimentieren und/oder überwinden einer Lernkurve haben.

Was möchte Startup Company sein?

– Ein Vertreter seiner Art, der noch etwas weiter geht, als seine geistigen Vorgänger.

Was ist Startup Company geworden?

– Ein Vertreter seiner Art, dem es wie vielen Spielen in dem Genre jedoch (noch) an Feinschliff fehlt.

 

Wenn Ihr Chef einer Startup Firma werden möchtet, dann seid ihr hier genau richtig. Euer Imperium wird nur dann wachsen, wenn ihr eure Aufträge zeitgemäß abschließt und später eigene Produkte auf den Markt bringt. Sowas passiert aber nicht mal eben so, dazu sind Mitarbeiter und gutes Management gefragt. Seid ihr die richtigen dafür?

 

Kein Freund der vielen Worte? Direkt zum Fazit springen: Klick mich!

 


 

– Die Präsentation –

Startup Company ist kein Spiel mit großartiger Grafik, die wurde recht zweckmäßig gehalten und auf großartige Animationen wurde direkt verzichtet. Der recht einfach gehaltene Stil ist im Allgemeinen nicht untypisch für diese Art von Spielen und absolut passend bzw. ausreichend. Der Sound besteht hauptsächlich aus den Tastengeräuschen der Mitarbeiter, musikalisch werden wir aktuell mit einem Song in Dauerschleife versorgt.

Unser HUD ist sehr übersichtlich und stellt niemanden vor eine Herausforderung. Auch im Menü besteht quasi keine Chance sich zu verirren. In meinem gesamten Test konnte ich keine groben Fehler finden, das Spiel läuft stabil und anständig, so gehört sich das.

 

– Das Gameplay –

Wir schreiben den ersten Tag unseres neuen Unternehmens und schon flattert eine Email von Jonas Hovgaard in unser Postfach, dem Entwickler des Spieles, der uns freundlich begrüßt und einige wertvolle Tipps bereit hält. Die Email ist gleichzeitig das Tutorial, denn mehr an Erklärung gibt es aktuell nicht. Mit diesen spartanischen Informationen machen wir uns auf den Weg das Spiel zu erkunden. Wir erhalten keinerlei Anfangskapital, sodass unsere erste Amtshandlung der Gang zur Bank ist um dort einen Kredit aufzunehmen. Den werden wir auch brauchen, denn das Geld wird uns zu Beginn nur so aus den Taschen gezogen, dass es schon nicht mehr feierlich ist.

Nachdem erfolgreichen Gespräch mit unserer Bank steht für den Moment nichts weiter im Wege. Natürlich benötigen wir erst mal ein paar Angestellte, diese warten allerdings nicht in Massen vor unserer Tür um eingestellt zu werden. Zuerst müssen wir einen Einstellungsprozess für den Vertriebsleiter starten, denn ohne den gibt es später keine Aufträge. Jetzt werden sich innerhalb von 24 Stunden einige Bewerber melden, aus denen wir einen aussuchen können.

Aktuell ist unser Arbeitsplatz-Rating (APR) gleich Null, sodass sich nur wenige auf unsere Anfrage melden, aber für den Anfang reicht das voll und ganz. Ich nehme Eunice Underwood mit einer Basis- Arbeitsgeschwindigkeit von 127%. Das ist schon mal ganz okay, die Geschwindigkeit wird allerdings durch andere Faktoren zusätzlich beeinflusst.

Während des Bewerbungsvorganges melden sich überraschend doch mehrere bessere Bewerber, man sollte also nicht immer den Erstbesten einstellen. Selbiges Auswahlverfahren führe ich dann noch für die Entwickler durch und finde schnell zwei geeignete Kandidaten. Meine neuen Mitarbeiter arbeiten anfangs von 7-15 Uhr, keine Panik die Arbeitszeiten können später mit einem Personalchef angepasst werden. Wir starten frisch in den neuen Tag und lassen den Vertrieb direkt nach Aufträgen suchen, damit endlich mal der Rubel rollt. Das Ziel eines jeden Auftrages ist es gewisse Gegenstände anzufertigen. Am Anfang liest sich das recht simpel aber das ändert sich mit der Zeit und Größe der jeweiligen Aufträge.

Endlich hat unser Vertrieb den ersten Auftrag an Land gezogen, allerdings müssen wir schon in 6 Stunden damit fertig sein, auch wenn unsere Helferlein bereits im Feierabend sind. Halten wir uns nicht an die Zeitliche Vorgabe zieht man uns zuerst den Verzug vom Verdienst ab und im schlimmsten Falle ist man beleidigt und möchte nichts mehr mit uns zu tun haben. Unser Auftrag: Eine Netzwerk Komponente herstellen, infolgedessen schnappe ich mir meinen schnellsten Entwickler und schalte für 1000 $ die benötigte Komponente frei, anschließend wird mir direkt angezeigt, wie lange der Angestellte dafür brauchen wird.

Die Herstellung selber kostet nichts also produziere ich erst mal ein paar mehr in der Annahme, dass man diese später noch zu Geld machen kann. Aktuell müssen wir jede Komponente noch einzeln in Auftrag geben, Abhilfe schafft der Manager. Durch den Abschluss des Auftrages und der Herstellung der Komponente haben wir genug Erfahrungspunkte gesammelt um einen Level aufzusteigen. In unserem neuen Level könnten wir jetzt weitere Bürogegenstände kaufen oder einen neuen Mitarbeitertyp einstellen. 

Wie das als Chef nun einmal so ist, müssen wir immer ein Auge auf das Wohlbefinden unserer „Untertanen“ haben sonst werden sie kündigen. Die jeweilige  Zufriedenheit können wir anhand diverser Smileys leicht erkennen. Damit niemand das Boot verlässt, muss ich meine Leute wohl bald in den Urlaub schicken. Ergo benötige ich bald einen zweiten Vertriebsmitarbeiter damit ich immer einen Auftrag bearbeiten kann. Im Laufe der nächsten Echtzeitstunden schaltet man weitere Angestellte frei, die immer komplexere Aufträge erfüllen können / müssen.

Katapultieren wir uns mal einige Zeit weiter. Mittlerweile bin ich Level 10, in ein größeres Büro eingezogen (mein altes hatte nur Platz für 8) und habe schon 17 Angestellte! Aktuell ist das größte Gebäude für 50 Mitarbeiter ausgelegt und verhältnismäßig klein. Es gehören jetzt auch Designer, Leitende Entwickler, Manager, Forscher, DevOps und Vermarkter zu meinem Betrieb.

Der Designer ist das grafische Gegenstück des Entwicklers und beide erzeugen ausschließlich Komponenten. Der Leitende Entwickler fügt die Komponenten zu Modulen zusammen oder verschiedene Module zu erweiterten Modulen. Klingt auf den ersten Blick kompliziert?

Ist es aber nicht! Es wird einem jederzeit übersichtlich dargestellt was und wie viel benötigt wird. Ein Manager erwirkt positive Nebeneffekte wie z.B. eine schnellere Arbeitsgeschwindigkeit. Leider kann man aktuell noch nicht die Anzahl genau vorgeben oder nacheinander mehrere Gegenstände abarbeiten. Der Forscher, DevOps und Vermarkter sind die Schlüsselfiguren für unser eigenes Produkt welches später unsere Haupteinnahmequelle werden soll. Ich arbeite seit 96 Tagen an einer Videoplattform, allerdings nur mit mäßigen Erfolg, denn wenn ich nicht genug Neuigkeiten implementiere wechseln die Nutzer zur Konkurrenz.

Aufkaufen können die mich zum Glück nicht sonst wär ich kleiner Zwerg längst weg vom Fenster. Als kleine Finanzspritze können wir allerdings Aktien erwerben und erhalten so eine tägliche Dividende, die uns über den ein oder anderen Monat retten kann bzw. wird. Aber wie funktioniert das Ganze denn jetzt? Ganz einfach! Zuerst starte ich ein neues Produkt und da habe ich außer der Videoplattform noch soziale Netzwerke, Einkaufsplattformen oder Streamingdienste zur Auswahl. Je nachdem was man nimmt, ändert sich das Einkommen und die Platformenen in Mobil, Web oder eben Desktop.

Zusätzlich kann ich mein Produkt noch mit Features ausstatten und endlich veröffentlichen! Ist es wirklich so einfach? Nein, denn was jetzt folgt ist eine umfangreiche Zusammenarbeit von etlichen Angestellten um möglichst viele Nutzer für sich zu gewinnen und das geht nicht von heute auf Morgen. Hier entscheidet das eigene Fingerspitzengefühl und der Mut zur Lücke über Sieg und Niederlage.

 


 

– Die Besonderheiten –

Die Kombination aus Aufträgen und Crafting Elementen gestaltet sich aktuell leider sehr kurzweilig. Natürlich vergisst man in der Hektik der jeweiligen Produktionen schnell die Zeit, sodass eine genaue Planung sowie dauerhafte Übersicht über unser Projekt benötigt wird. Nur wenn wir unser Produkt dauerhaft optimieren, können wir am Ende behaupten, ein wirklich funktionierendes Startup gegründet zu haben. Darüber hinaus ist die Herstellung eines eigenen Produktes ist ein absolutes Highlight des Spieles.

Auch in Startup Company habt ihr die Möglichkeit durch einbinden von Mods das Spiel komplett nach euren Wünschen anzupassen bzw. zu erweitern. Allerdings besteht zum aktuellen Zeitpunkt ein großer Teil der Mods daraus, euch das eigentliche Spiel einfacher zu machen. Unabhängig davon sollte man sich die wachsende Auswahl an spannenden Mods nicht entgehen lassen und durchaus einen Blick riskieren.

 


 

– Der Support –

Vorab sei gesagt, dass es sich hier um ein Hobbyprojekt von Jonas Hovgaard handelt! Dank der Veröffentlichung auf Steam kann er es jetzt in Vollzeit weiterentwickeln und das macht sich nicht nur im Spiel bemerkbar, sondern auch was den Support betrifft.

Jonas ist ganz nah bei seiner Community und hört genau hin. Spieler können über Bugs berichten, Verbesserungsvorschläge einreichen und auf Wunsch sogar persönlich mit ihm über den eigenen Discord Server in Kontakt treten.

 

 

– Vorläufiges Fazit –

Im Laufe des Spieles können wir in Startup Company zwar immer mehr Gegenstände freischalten und auch herstellen, das sorgt aktuell aber leider nicht für den benötigten Tiefgang. Im Klartext artet es mit der Zeit zu einer ständig sich wiederholenden Klickorgie aus, das gefällt sicher nicht jedem ist aber im Grunde nicht untypisch für diese Art von Spielen. Im späteren Spielverlauf merkt man stellenweise, dass hier und da die Balance noch ein wenig Feintuning braucht, denn diverse Aufträge bringen entweder deutlich zu viel oder eben zu wenig Geld ein. Haben wir einmal eine gute Mischung aus Manager und Personalchef gefunden, verwaltet sich das Spiel im Grunde von selbst.

Wusstest du schon, dass du das Spiel ebenfalls bewerten kannst? Dazu einfach oben in der Review auf die Sterne unter Eure Wertung klicken. Wahnsinn!

Ihr seht schon, da ist noch viel Luft nach oben! Vergessen wir aber nicht, dass es sich hierbei um ein „Ein Mann Projekt“ handelt. Somit ist Startup Company definitiv jetzt schon einen Blick wert und bietet Neulingen sowie alten Hasen eine Wirtschaftssimulation, mit viel Potenzial und liebe zum Detail zum kleinen Preis. Die weitere Entwicklung verfolge ich gespannt und freue mich schon darauf mein nächstes Startup zum Erfolg zu führen.

 


 

 


 

Tycoon

Über Tycoon

Mittlerweile bin ich schon über 30 Jahre Gamer. Entsprechend flimmerten schon viele Spiele auf meinen Monitoren. Heute bin ich aber beim PC „hängen“ geblieben und spiele dort so ziemlich alles. Von MMORPG’s über Actionspiele bis hin zu Aufbausim’s sowie Tyconnsspiele jeder Art. Seit einigen Jahren haben mich dann auch Survivalspiele in ihren Bann gezogen.