Shallow Space SCREENSHOTS
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VN:F [1.9.22_1171]

Shallow Space

Im Schatten des Imperiums

 

Für wen ist Shallow Space eigentlich?

– Für Spieler, die RTS-mäßige Raumschlachten erleben wollen.

Für wen ist Shallow Space eher nichts?

– Wer tiefgreifende Strategie erwartet, wird vermutlich enttäuscht.

Was möchte Shallow Space sein?

– Ein auf Raumkämpfe beschränktes Empire at War.

Was ist Shallow Space geworden?

– Ein auf Raumkämpfe beschränktes Empire at War mit zu wenigen Möglichkeiten sowie Spielmodi.

 

Shallow Space liefert ein insgesamt gesundes Gerüst: RTS (Echtzeit-Strategie) Raumschlachten mit etlichen Raumschiffen unterschiedlicher Größe sowie Missionen liefern eine gesunde Grundlage. Dabei steht das Spiel jedoch sehr am Anfang, was sich nicht nur durch fehlende Spielmodi äußert. Was genau Shallow Space fehlt und warum ich beim spielen ständig an ein Spiel vergangener Tage erinnert wurde, erzähle ich euch jetzt in meiner Review.

 

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– Die Präsentation –

Grafisch sieht Shallow Space durchaus solide aus und liefert mit gut inszenierten Raumschiffen sowie Lasereffekten durchaus einen kleinen Augenschmaus. Selbst die Umgebungen bzw. Hintergründe sind durch Planeten, Weltraumnebel und sonstige dekorative Dinge absolut ansehnlich und sorgen nicht für Langeweile.

Shallow Space

Klanglich ist Shallow Space solide: Hintergrundmelodien sind durchaus annehmbar, wenngleich nichts besonderes. Kampfgeräusche während des Spielgeschehens sind soweit auch auf das wesentliche beschränkt. Klanglich werden hier keine Effektgewitter geboten und das bisschen Sound beschränkt sich dann meistens auch auf den ganz nahen Zoom am Spielgeschehen dran. Das ist schade, weil richtige Action nicht aufkommt.

Technisch läuft Shallow Space stellenweise unrund, da manchmal Runden einfach nicht starten wollen, was wohl bei bestimmten Missionstypen öfter der Fall ist. Auch werden Lautstärke-Einstellungen stellenweise nicht übernommen und andere, kleine Ärgernisse trüben das Gesamtbild.

 

– Das Gameplay –

Aktuell bietet Shallow Space nur den Skrimish-Modus, welcher uns in festgelegte Szenarien, ähnlich einer Quest, hinein wirft. Dabei dürfen wir zu beginn jedes Szenarios unsere Raumschiff-Flotte zusammenstellen indem wir zunächst Flottenkommandeure festlegen und diesen dann Schiffe zuweisen. Dabei sind alle Kampfgeräte nach Größe geordnet – von großen, jedoch auch trägen XL Kreuzern, hin zu mittleren Raumschiffen, die in besagte Kreuzer hineinpassen und bei Bedarf ausschwärmen. Dabei bietet das Spiel uns zwar unfassbar viele statistische Werte zu jedem Schiffstyp und auch die Bewaffnung lässt sich ansehen. Doch insgesamt ist es schier unmöglich so wirklich zu verstehen, welches Schiff einem nun eigentlich was genau bringt.

Dazu trägt auch bei, dass es kein wirkliches Schere-Stein-Papier Prinzip gibt. Es ist absolut nicht ersichtlich, welche Stärken oder Schwächen ein Schiff hat. Abgesehen von der Schiffsgröße, die etwas über die Mobilität aussagt, steht man hier vor einem Rätsel. Genau das wirkt sich negativ aufs Gameplay aus: anstatt strategisch vorzugehen und Stärken auszuspielen, schicken wir die meiste Zeit einfach nur alle Schiffe zum Ort des Geschehens und sehen dann dabei zu, was passiert.

Taktische Manöver fehlen weitestgehend, lediglich einige aktivierbare Fähigkeiten stellen hier eine kleine Option dar. Dabei ist das gezeigte nicht einmal sonderlich spektakulär, da die meiste Zeit nur Raketensalven hin und zurück fliegen. Eine cineastische Kamera, wie es das inzwischen 10 Jahre(!) alte Empire at War bietet, sucht man hier vergebens. Das mag man nun kleinlich nennen, doch gerade bei einem Spiel wie Shallow Space wäre so eine Funktion unabdingbar.

Shallow Space

Denn neben dem Kampf bietet das Spiel eigentlich nichts. Ein Hangar bietet die Möglichkeit, Waffensysteme der Raumschiffe anzupassen – das war es aber. Aktuell gibt es keine Kampagne, keinen Multiplayer, kein offenes, weitläufigeres Spiel – nichts. Nur kurze Gefechte samt relativ blasser Quests im Stile von ‚Fliege zu Gebiet A und benutze deinen Scanner‘. Das ist aktuell alles etwas wenig und ich habe mich beim spielen öfter dabei ertappt, an Empire at War zu denken und selbiges vielleicht nochmals zu spielen, schlichtweg weil Shallow Space vom Wiedererkennungswert, der Tiefe und dem Gameplay eigentlich nicht der wünschenswerte Standard für Weltraum-RTS mit Fokus auf Schlachten sein kann.

Auf das wesentliche reduziert steuern wir also unsere zusammengestellte Flotte zu bestimmten Punkten, sehen dann aus isometrischer dabei zu, wie einige Geschosse hin und her fliegen und ziehen dann zum nächsten Gefecht. Bis auf die isometrische Perspektive sowie die (manchmal) sehr lange und unübersichtliche Fähigkeitenleiste hat Shallow Space leider wenig mit richtiger Echtzeit-Strategie zu tun.

 


 

– Die Besonderheiten –

Die einzelnen Raumschiffe sehen zu belanglos und zu ‚gleich‘ aus, was dem Wiedererkennungswert schadet. Wenn die Größe allein der ausschlaggebende Punkt ist, an welchem ich festmachen muss, welches Schiff nun eigentlich was ist, dann ist das insgesamt zu wenig. Hier wäre es nötig, dass unterschiedliche Schiffe mit unterschiedlichen Stärken auch optisch anders wirken und man mit zunehmender Spieldauer ein Gefühl dafür kriegt. Leider sieht die Realität so aus, dass die Schiffe sich allesamt ähneln, wirkliche Unterschiede kaum erkennbar sind – auch was den spielerischen Wert angeht.

Shallow Space

Jedes Schiff hat bestimmte, aktivierbare Skills. Die etwas schwache Übersicht sorgt zwar dafür, dass es stellenweise eine Pein ist, selbige Fähigkeiten zu aktivieren. Insgesamt tragen diese Eigenschaften jedoch dazu bei, das Gameplay etwas weniger oberflächlich wirken zu lassen, was nicht für die strategische Tiefe spricht. Abseits dessen reicht einfach ‚Einheiten zusammen ins Kampfgebiet schicken‘ vollkommen aus – auch da abseits dessen keinerlei Möglichkeiten gegeben sind. Wo andere Spiele eine Verkettung von Stärken und Schwächen für jeden Schiffstyp einbauen, damit Konter sowie Strategien Gewicht erhalten, ist bei Shallow Space leider nichts.

Grundsätzlich ist Shallow Space recht übersichtlich, Probleme machen hier nur die Bandbreite an Fähigkeiten, die am unteren Bildschirmrand erkenntlich wird, sobald einige Einheiten ausgewählt sind. Es ist schwer, den Überblick über alle Eigenschaften zu behalten. Ähnlich sieht es auch in anderen Menüs aus: selbst bei der Schiffsauswahl erschlagen einen die vielen Icons und Statustexte, die es zwar gut meinen, jedoch allgemein eher eine gewisse Unordnung erzeugen.

 


 

– Der Support –

Shallow Space wird regelmäßig erweitert und unterstützt, selbst kleine Hotfixes kommen in der Regel schnell heraus, wenn Bedarf besteht. Die Kommunikation mit der Community ist absolut zufriedenstellend, da die Entwickler wirklich bemüht sind. Allerdings gibt es auch einige fragliche Posts seitens der Entwickler, die teilweise etwas zu sehr auf den Schutz via ‚Early Access‘ hoffen und sogar schlechte Reviews anderer Nutzer versuchen zu ‚entkräften‘, freundlich ausgedrückt. Das sind dann gelegentlich fragwürdige Momente auf einer sonst sehr weißen Weste.

 

– Bisheriges Fazit –

Shallow Space befindet sich früh in seiner Entwicklung und hat noch eine Menge vor. Mehrere Fraktionen, eine Kampagne sowie ein Basenbau sollen allesamt noch ins Spiel kommen, fehlen aktuell jedoch sehr. Nach bereits wenigen Stunden hat man von Shallow Space bereits alles gesehen und das bisher geschnürte Paket ist zu mager, um vollends zu überzeugen. Zwar lässt das Spiel eine leichte Strategie-Kost erahnen – mehr leider nicht. Daran ändert auch eine solide Präsentation nichts.

Wusstest du schon, dass du das Spiel ebenfalls bewerten kannst? Dazu einfach oben in der Review auf die Sterne unter „Eure Wertung„ klicken. Wahnsinn!

Kleinere Probleme wie eine gewisse Unübersichtlichkeit tun ihr übriges um hier eine bessere Wertung zu verhindern. Meine Empfehlung: wer es ohne Raumgefechte nicht aushält, kann womöglich hier sein Geld investieren und sehr kurzweilige Weltraum-Abenteuer erleben. Allen anderen würde ich dann jedoch dazu raten, sich andere Optionen zu Gemüte zu führen, die allesamt unterschiedliche Schwerpunkte haben.

 


 

 


 

Niv

Über Niv

Seit über 25 Jahren Gamer, habe ich natürlich schon einiges gespielt und noch viel mehr gesehen. Entgegen aller Prognosen hänge ich noch immer an meinem Hobby und verbringe die Zeit nicht nur am PC, sondern auch an meinen Konsolen. Während ich, wie die meisten meines Alters, gerade auch mit den Klassikern von Nintendo aufgewachsen bin, sitze ich heute am liebsten vor Rogue-likes, RPGs oder Aufbaustrategie. 2015 habe ich, über die Early Access Welt hinaus, am liebsten Zeit mit Bloodborne verbracht.

Shallow Space: BETA Update 5

Shallow Space: BETA Update 5

Update 5 setzt den Fokus auf Taktik und verfeinert die Mechaniken sowohl im Single- als auch Multiplayer von Shallow Space. Überarbeitung der Schilde, neue Angriffsmodi und über 20 weitere Sounds runden den Patch ab. Diese neuen Features bringen das Spiel auf eine komplett neue Ebene und bieten noch...