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RimWorld

Das Raumschiff, Rettung oder der sichere Tod?

 

In letzter Sekunde retten sich drei wackere Insassen in die Rettungskapsel um das zerberstende Raumschiff zu verlassen und katapultieren sich ins All. Nach einiger Zeit landen sie auf einem unbekannten Planeten am Rande der Galaxie und schmieden bereits erste Pläne, um in dem unbekannten Territorium zu überleben und wer weiss vielleicht ein Raumschiff zu bauen, das sie von diesem Planeten wieder fort bringt. Was das Spiel alles zu bieten hat, erfahrt ihr im Verlauf der weiteren Review.

 

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WICHTIG! Bitte beachte, dass es sich bei dem folgenden Testbericht um eine vorläufige Version handelt. Auch unsere Wertung ist noch nicht endgültig und kann sich im Laufe der Entwicklung des Spiels ändern. Dieses Review bietet dir einen ersten Einblick in die zum Zeitpunkt des Tests aktuelle Version des Spiels (die getestete Spielversion kann in der oberen Box entnommen werden). Über die weitere Entwicklung und nennenswerte Updates zum Spiel informieren wir dich in Form von einem QUICKIE, diese findest du auf unserer Startseite oder direkt im dazu passenden Review. Wichtige Informationen zu unserem Bewertungssystem findest du hier.

 


 

– Die Präsentation –

RimWorld präsentiert sich in einer sehr schlichten Aufmachung, das Menü im Spiel ist sehr einfach aufgebaut und gut strukturiert. Anhand der unteren Leiste lassen sich Bauprojekte oder Produktionen in Auftrag geben. Des Weiteren befinden sich da auch die Übersichten über die Kolonisten, die Fraktionen und die Forschung. Gespielt wird aus der Vogelperspektive auf eine 2D Landschaft, die aus Felsen, Wasser, Wäldern und Wiesen besteht.

RimWorld 1

Musikalisch bietet RimWorld einige Soundeffekte, wie auch musikalische Untermalungen, die das Spielgeschehen begleiten. Das Spiel läuft einwandfrei und weist auch nach langer Spielzeit und größeren Teams oder mehr Gegner keine technischen Probleme auf.

 

– Das Gameplay –

Zu Beginn wählt man zwischen drei Szenarien aus, in denen man das Abenteuer mit verschiedenen Ressourcen und einer unterschiedlichen Anzahl an Kolonisten startet. Der Absturz, der klassische Modus, erzählt die Geschichte dreier Raumschiffsinsassen die bei der Explosion ihres Raumschiffes in Rettungskapseln flüchten und sich ins All schiessen, wo sie nach einer geraumen Zeit auf einem unbekannten Planeten landen.

Der Modus „Reicher Abenteurer“ schickt den Spieler nur mit einem einzigen Kolonisten ins Spiel und handelt davon, dass es dem Einzelgänger nach Abenteuer dürstet und es ihn zu den Sternen zieht. Nachdem er aus dem Kryoschlaf erwacht, befindet er sich auf einer unbekannten Randwelt. Mit dem Szenario „Verlorener Stamm“ startet man mit fünf Kolonisten in das Spiel, dabei sind es die letzten Überlebenden eines Massakers, durch die großen Blutmaschinen der Götter und nun ist es an der Zeit, dass sie sich eine neue Heimat aufbauen.

Nach dem wählen des Szenarios kann man sich unter den drei Erzähler-KI den gewünschten Schwierigkeitsgrad einstellen. Es gibt einmal die klassische Erzähler-KI die, die Geschichte so lenkt das der Schwierigkeitsgrad nach und nach steigt. Die Chillout Erzähler-KI nimmt es gemütlich und lässt viel Zeit zwischen Katastrophen, was ein ruhiges Aufbauen der Kolonie garantiert und die Erzähler-KI Reiner Zufall macht was er will, ungeachtete ob die Herausforderungen schwer oder leicht sind. Zu jeder KI kann zwischen fünf Schwierigkeitsstufen gewählt werden, zum Einen die Stufe Basisbau, mit der sich der Spieler praktisch ganz auf das Erbauen der Kolonie konzentriert und zum Anderen die Stufen Einfach, Mittel, Schwer und sehr Schwer.

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Weiter sucht man sich einen Seed selber aus oder generiert ihn zufällig und bestimmt die Kartengrösse, dann bekommt man eine Kartenansicht auf der man einen Siedlungspunkt festlegt. Nach all den Einstellungsmöglichkeiten kommt man endlich auch zum wichtigeren Teil, nämlich die Eigenschaften der Kolonisten. Dabei sollte man sehr bedacht vorgehen, denn je nach dem was für Arbeiten der Kolonist verweigert oder welche Eigenschaften er hat, wird er im Spiel unter Umständen sehr selbstzerstörerisch und fackelt die ganze Siedlung ab oder bringt die Mitbewohner um. Aus diesem Grund sollte man die Bewohner mit Bedacht auswählen und gut auf einander Abstimmen, zumal man unbegrenzt neu Würfeln kann und nach beendetem Auswahlverfahren ins Spiel starten.

Sofern der klassische Modus ausgewählt wurde, landen nun drei Kolonisten mit einigen Ressourcen auf dem unbekannten Planeten. Jetzt heißt es überleben, denn schon bald werden sich einige ungemütliche Gesellen hier hin verirren, die plündern und morden. Doch zuerst sollte man sich um Nahrung und ein Dach über dem Kopf kümmern, denn die Kolonisten brauchen natürlich was zu Essen und sie werden sehr schnell mürrisch, wenn sie jede Nacht auf dem kalten Boden schlafen. Am rechten Bildschirmrand wird man immer wieder drauf hingewiesen, was sich die Bewohner wünschen oder was sie brauchen. Ebenfalls wird man da vorgewarnt, ob das Essen knapp wird oder wenn sonst irgend ein Ereignis statt findet.

Unter dem Reiter Architekt findet man alle Befehle, Bauten und Produktionen, wie zum Beispiel Lager für die Ressourcen anlegen und Felder für die Nahrungsproduktion.Zudem befindet sich darunter auch alles zur Stromversorgung oder zur Sicherheit. Anhand der Optionen unter Strukturen lassen sich Block für Block Wände bauen, wie auch Türen. So baut man sich nach und nach Räume auf für die verschiedensten Anwendungen oder auch Schutzmauern um die Siedlung zu schützen.

Mit einer kompletten Stromversorgung automatisiert man Vorgänge oder biete den Kolonisten mehr Komfort, wie zum Beispiel mit den automatischen Türen, die den Bewohner nicht mehr abbremsen, dazu kommt dass diese gerne Licht haben und das natürlich Strom braucht. Eine Stromversorgung ermöglicht es eine Verteidigungsanlagen oder permanent beleuchtete Plantagen aufzubauen. Für die Weiterentwicklung ist es unerlässlich, dabei hat man verschiedene Möglichkeiten Strom zu generieren. Es gibt Sonnenkollektoren und Windräder zu Beginn, durch die Forschung sind jedoch noch weitere Möglichkeiten freischaltbar.

Um den Überblick nicht zu verlieren, welcher Arbeiter was macht, muss man die Tätigkeiten unter dem Reiter Arbeit pro Kolonisten einteilen. Dabei lernen sie den Beruf schneller, wenn sie auf die Arbeit spezifisch einen oder zwei kleine Flammen haben; das heisst, dass sie ein gutes Gespühr für diese Tätigkeit haben, denn die Kolonisten können in jeder Tätigkeit an Level steigen. Es gibt jedoch auch manche Bewohner die eine bestimmte Arbeit verweigern, diese werden kein Finger rühren, wenn es nur Tätigkeiten zu tun gibt die sie nicht ausführen wollen.

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Jeder Kolonist, hat gewisse Eigenschaften, Bedürfnisse und ein Stimmungsbarometer. Sinkt das Barometer zu tief, dreht der Bewohner durch und greift entweder Mitbewohner an oder fackelt die ganze Basis ab. Sie haben ebenfalls Eigenschaften, wie zum Beispiel Hitze Toleranz oder Abstinenzler. Je nach dem, wird diese Eigenschaft Auswirkungen auf das zusammen Leben der Kolonisten haben, wenn dem einen nicht gefällt was der andere tut.

So können sich die Bewohner streiten und beschimpfen. Darum ist es wichtig sich Charaktere auszuwählen die zusammen möglichst harmonieren. Jedoch bringt diese Auswahl im späteren Verlauf nicht mehr all zu viel, denn ab und zu gesellen sich Wanderer zu der Kolonie und entschliessen sich da zu bleiben. Diese haben natürlich zufällige Eigenschaften die man nicht beeinflussen kann.

Nun geht es darum das man sich eine Basis aufbaut um auf dem harschen Planeten zu überleben und mit dem Forschungslabor neue Technologien zu entwickeln, denn diese bringen den Spieler weiter in Richtung Ziel. Das darin besteht ein neues Raumschiff zu bauen und so bald wie möglich von diesem Planeten zu verschwinden. Jedoch stellt sich das Ganze als nicht so einfach dar, denn wenn sich die Bewohner gerade nicht selber das Leben schwer machen, gibt es immer wieder Überfälle von anderen Fraktionen. Des Weiteren gibt es auch immer wieder wilde Tiere, die entweder wütend werden und auf Menschen jagt gehen oder eine Biberinvasion die alle Bäume auf der gesamten Karte vernichten, sollte man sie nicht eher stoppen.

Bei einem Überfall wechselt man mit den Kolonisten in den Kampfmodus und steuert sie per Mausklick. Sobald der Kampf beendet ist, beendet man den Kampfmodus und die Kolonisten gehen wieder ihren Tätigkeiten nach. Sind die Gegner tot, werden sie auf den Abfalllagerplatz gebracht, sind sie jedoch nur bewusstlos, bringen die Bewohner sie in einen Raum, der als Gefängnis deklariert ist und sperren sie dort ein. In dem Raum muss mindestens ein Schlafplatz pro Gefangener eingerichtet sein und man hat die Wahl wie der Gefängnisinsasse behandelt wird, ob er eine gute medizinische Behandlung bekommt oder ob die Kolonisten mit ihm reden und gar versuchen ihn für die eigenen Sache anzuwerben. Nach einiger Zeit im Gefängnis ist es je nach Behandlung möglich, dass der Gefangene versucht auszubrechen oder sich der Kolonie anschliesst.

Die Kolonisten sind auch in der Lage, je nach Fähigkeit, Tiere zu zähmen. So gibt es nicht nur wilde und Menschen jagende Tiere sondern auch friedfertige, die mit der richtigen Aufmerksamkeit zu Haustieren gezähmt werden können. Diese brauchen einen Schlafplatz und regelmässig Nahrung, zudem können sie trainiert werden. Ihnen können Gehorsam, Leine lösen, Rettung und Transport beigebracht werden. Dazu muss ein Bewohner mit dem Tier explizit üben und ihm dabei Futter geben. Durch die angelernte Rettung, kann das Tier Bewohnern in Not helfen, zum Beispiel wenn ein Kolonist einen Hitzeschlag erleidet und bewusstlos wird, kann das Tier den Bewohner ins Krankenhaus tragen. Mit dem Transport sammeln Haustiere Ressourcen ein und bringen sie zu den Lagern.

Zusammengefasst sammelt man Ressourcen und baut sich eine möglichst sichere Basis auf um da zu forschen und so eine Schritt in Richtung Rettung zu machen. Doch es lauern immer wieder Gefahren die man überstehen muss, bis man das Raumschiff zur Flucht von dem Planeten fertig gebaut hat.

 


 

– Die Besonderheiten –

Die Kolonisten können mit Kleidung und Waffen ausgerüstet werden die sie mehr schützen vor Kälte, Hitze oder Angriffen. Wird dennoch ein Bewohner verletzt, begibt er sich ins Krankenhaus oder wird dort hin gebracht. Danach kümmert sich der Kolonie-Arzt um den Patienten. Dabei kann er einfache Wunden verbinden und Medikamente verabreichen. Ist er im Arztlevel weiter oben, kann er ebenso Operationen durchführen, die jedoch immer eine Prozentangabe für ein Gelingen anzeigt. Das heisst, eine Operation kann bei zu geringen Fachwissen ebenso in die Hose gehen.

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Auf jeder Weltkarte befinden sich mehrere Fraktionen die verschiedene diplomatische Beziehungen hegen. Manche sind Barbaren die alles plündern und niedermetzeln, andere sind sehr friedliebend. Je nach dem wie man sich den Fraktionen gegenüber verhält, steigt man in ihrer Gunst oder sie sinkt so stark das man zu Feinden wird. Mit verbündeten Fraktionen kann man Handeln so bald sie in der eigenen Basis zu Besuch kommen.

 


 

– Der Support –

Die Entwickler von RimWorld zeigen hohe Aktivität auf Steam und bringen regelmässig Updates heraus die das Spiel erweitern und verbessern. Das Spiel ist jetzt schon komplett spielbar, dazu gut ausbalanciert und generell frei von Bugs. Seit Oktober 2013 steckt dieses Spiel bereits in der Entwicklung und wurde zu Beginn durch Kickstarter finanziert und kam dann in Steam Greenlight, wo es von vielen Nutzern positiv bewertet wurde und nun im Early Access auf Steam startete.

Die Community konnte von Anfang an viel mitreden und das Spiel mitgestalten, dadurch ist das Spiel nun an einem Punkt, an dem es eigentlich den Early Access Status nicht mehr bräuchte, jedoch wollen die Entwickler das Spiel erst in den fertigen Release schicken, wenn sie all den Inhalt eingebaut haben, den sie zu diesem Spiel noch mitliefern wollen. Auf ihrer Webseite, wie auch auf Steam kann man alle Updates mitverfolgen und so immer auf dem neusten Stand bleiben.

 

– Bisheriges Fazit –

RimWorld ist ein wirklich gut ausbalanciertes Aufbauspiel, in dem man sehr viele Möglichkeiten hat und ebenfalls eine kleine Herausforderung findet. Schon das Überleben der Kolonisten stellt sich als nicht so einfach dar, da sie je nach Charaktereigenschaft den Hang zur Selbstzerstörung haben. Dazu kommen dann noch verfeindete Fraktionen, welche immer wieder einige Kämpfer vorbei schicken, die die Kolonie angreifen.

Des Weiteren liefert das Spiel eine große Menge an Inhalten, die man nach und nach durch die Forschung freischaltet. Das Spiel macht sehr viel Spaß und bietet mit dem Ziel, eine Rakete zu bauen um vom Planeten zu entkommen, auch über längere Zeit einen spielerischen Anreiz. Technisch läuft es einwandfrei und man trifft auf kaum einen Fehler oder sonstige Probleme.

Wusstest du schon, dass du das Spiel ebenfalls bewerten kannst? Dazu einfach oben in das Review auf die Sterne unter „Eure Wertung„ klicken. Wahnsinn!

RimWorld ist in der Entwicklung schon sehr weit und könnte wie bereits erwähnt schon lange den Early Access verlassen. Doch die Entwickler wollen das Spiel mit noch mehr Inhalten liefern und bleiben weiterhin an der Entwicklung dran. Von Anbeginn der Entwicklung wurden die Spieler miteinbezogen, was das Spiel sehr weit gebracht und vielen Spielern sehr viel Freude bereitet hat. Darum, finde ich, hat Rimworld absolut vier Sterne verdient.

 


 

 


 

Anariel

Über Anariel

Im Grunde spiele ich so ziemlich alles was mir in die Hände fällt, ausgenommen von Horrorspielen. Aufgewachsen bin ich aber mit den legendären Schlachten in Age of Empires 2, den arbeitstüchtigen Orks aus Warcraft 3 „Work, work“, den geheimnisvollen Zerg aus Starcraft und vielen, vielen mehr. Auch heute sprechen mich Strategiespiele und Aufbausimulationen außerordentlich an. Trotzdem versuche ich mich immer wieder gern an Indietitel, bei denen ich keine Ahnung habe, was für ein Spielkonzept dahinter steckt.

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