Planet Nomads SCREENSHOTS
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Planet Nomads

Survival wie man es kennt?!

 

Für wen ist Planet Nomads eigentlich?

– Für Fans von Survival-Crafting-Spielen, die gerne ihre eigene Basis aufbauen und die Spielwelt erforschen wollen.

Für wen ist Planet Nomads eher nichts?

– Spieler, die ungern lange Ressourcen sammeln oder allgemein kein Fan dieses Genres sind, werden wenig Spaß an Planet Nomads finden.

Was möchte Planet Nomads sein?

– Ein Sci-Fi Survival-Game, welches sich hauptsächlich auf Crafting, Base-Building und Erkundung konzentriert.

Was ist Planet Nomads geworden?

– Im Prinzip das, was es auch sein will, jedoch mit vielen Bugs und spürbar wenig Inhalt sowie bedingte Langzeitmotivation.

 

Planet Nomads ist eines von vielen Spielen des Survival-Crafting-Genres, mit denen Steam aktuell gefühlt überflutet wird. Dabei hat mich aber erst einmal das Sci-Fi Setting durchaus angesprochen. Doch was macht Planet Nomads nun besonders und hebt es von der breiten Masse ab? Bisher leider nicht viel, wie ich bereits nach einiger Zeit im Spiel bemerkt habe – Warum das so ist, kläre ich jetzt in meinem Review.

 

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– Die Präsentation –

Optisch ist Planet Nomads meiner Meinung nach gelungen. Die Spielwelt mit ihren verschiedenen Biomen ist sehr detailreich und schön gestaltet. Das betrifft sowohl die Flora als auch die Faune der Gebiete, welche gleichzeitig hübsch aber auch fremdartig wirken, genauso wie man sich einen Alien-Planeten vorstellt. Auch bei unserer Basis, den Fahrzeugen und unserem Charakter wurde viel Wert auf Details gelegt, so dass es Spaß macht, die Welt zu erkunden und unsere Basis einzurichten.

Positiv anzumerken ist definitiv das Wetter sowie der Tag-Nacht-Zyklus, diese sind verdammt gut umgesetzt. Der einzige Kritikpunkt ist hier, dass die Bewegungen des Charakters sowie der Tiere noch etwas steif wirken, was mich persönlich aber kaum gestört hat.

Planet Nomads 1

Die Sounds im Spiel wie beispielweise beim Abbauen von Ressourcen mit unserem MultiTool oder bei regnerischem Wetter wirken insgesamt sehr stimmig und ideal gewählt. Auch die Musik wirkte passend, da sie lange Erkundungstouren mit unserem Fahrzeug deutlich unterhaltsamer gestaltet hat, wobei bei so etwas die Geschmäcker bekanntermaßen verschieden sind.

Zur Performance muss ich sagen, dass diese noch ausbaufähig ist. Ich habe während des Spielens oft starke Frame-Drops der ohnehin nicht konstanten Frame-Rate und Ruckler erlebt. Einige male kam es sogar zum kompletten Freeze des Spiels, was mich ärgerlicherweise während eines Flugs mit dem Jetpack fast getötet hatte. Hier muss auf jeden Fall nachgebessert werden, wenn es selbst auf wirklich guten Systemen zu solchen Performance-Problemen kommt. Sowas ist man eigentlich von der Unreal Engine gewohnt, nicht aber von Unity, schade.

 

– Das Gameplay –

Abgestürzt auf einem fremden Planeten in einer Rettungskapsel, mit der wir uns in letzter Minute von unserem Raumschiff flüchten. Mit dabei haben wir nur wenig Proviant, unser Multitool und den Raumanzug. So starten wir in Planet Nomads in ein neues Spiel. Zuvor können wir einen Welten-Seed festlegen um anschließend noch zwischen den zwei Spielmodi zu wählen: Kreativmodus, wo wir kostenfrei bauen können und uns nicht um Bedürfnisse wie Hunger kümmern müssen und der eigentliche Survival-Modus, bei dem wir Ressourcen sammeln und, wie der Name schon andeutet, überleben müssen.

Die Spielwelt besteht derzeit aus drei großen Biomen: Regenwald, Wüste und ein Schneegebiet. Jedes Gebiet beherbergt mehr oder weniger unterschiedliche Pflanzen und Tiere, welche uns aber oft aus anderen Gebieten bekannt vorkommen. Allgemein ist die Auswahl an Flora und Fauna noch recht beschränkt, so dass man nach einiger Zeit nichts mehr Neues entdeckt. Zwar bringen Höhlensysteme, Seen und Berge etwas Abwechslung in die Landschaft, ändern aber nicht am monotonen Aufbau, trotz zufallsgenerierten Welten.

Wir müssen ganz klassisch Nahrung und Wasser für unseren Charakter finden, denn ohne kann dieser nicht lange überleben, wer hätte das gedacht. Dazu können wir durch jagen von Tieren, welche uns dann aber attackieren, und Bauen von verschiedenen Maschinen, die aus Grundzutaten etwas Essbares herstellen. Außerdem brauchen wir regelmäßig Schlaf um uns von dem harten Alltag als Überlebenskünstler zu erholen. Ruhe findet man in der Rettungskapsel oder später in der selbst gebauten Kryo-Kapsel.

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Angezeigt werden die Bedürfnisse im HUD am Bildschirmrand sowie im Inventar, so dass wir diese immer im Blick haben, denn wenn eines auf null sinkt, verlieren wir stetig Leben. Im HUD werden gleichzeitig auch unsere Gesundheit sowie eventuelle Verletzungen abgebildet.

Die wichtigste Ausrüstung ist das Multitool sowie der Raumanzug mit Jetpack. Mit Hilfe des Multitools gelingt es uns, Ressourcen abzubauen, feindliche Tiere zu töten und beispielsweise platzierte Blöcke der Basis aufzubauen. Ressourcen zu sammeln gestaltet sich leider noch sehr mühsam, so dass wir einiges an Geduld aufbringen müssen, bis wir beispielsweise unserer Basis aufgebaut haben. Unser Multitool verbraucht dabei reichlich Energie, welche wir mit Hilfe von sogenannten Energie-Packs wieder aufladen müssen, denn andernfalls fallen Funktionen aus und der Abbau von Ressourcen erfolgt deutlich langsamer.

Von allen Ausrüstungsgegenständen können wir später im Spiel auch Varianten mit höherem Level herstellen, die dann schneller Ressourcen abbauen oder die Flugdauer des Jetpacks erhöhen. Zur Herstellung von Ressourcen, Ausrüstung und Verbrauchsgegenständen benutzen wir 3D-Drucker und andere, ähnliche Geräte, auf die ich noch genauer unter den Besonderheiten eingehe.

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Um langfristig zu überleben, müssen wir uns auf dem Planeten eine Basis errichten. Das erfolgt im speziellen Bau-Modus, in welchen wir erst umschalten müssen. Dort können wir aus allen freigeschalteten Items auswählen und diese in die Zugriffsleiste ziehen, um sie platzieren zu können. Bezeichnet wird das Bausystem von den Entwicklern als „Lego-Style“, das heißt, wir können einzelne Teile und Blöcke wie zum Beispiel Wände, Fundamente und Maschinen frei nach unseren Wünschen oder direkt an schon stehende Strukturen platzieren. Gebaut wird jeweils nur das Grundgerüst, mit Hilfe unseres Multitools und ausreichend Ressourcen aus dem Inventar werden die Strukturen zügig fertig aufgebaut.

Schlussendlich müssen wir nur noch einen Generator bauen, um unsere Basis mit Strom zu versorgen. Die Verbindung des Generators mit verschiedenen Geräten erfolgt leider nicht automatisch, hier muss im Bau-Modus jede einzelne Gerätschaft von Hand verbunden werden, wirklich mühsam. Das Bauen im Großen und Ganzen wirkt noch nicht wirklich ausgereift. Oft will das Teil nicht recht passen und springt zwischen mehreren Positionen hin und her, was nervig ist, da falsch platzierte Blöcke zu entfernen kostbare Ressourcen verschwendet.

Ist die Basis fertiggestellt, können wir uns zur Erkundung des Planeten noch ein Fahrzeug bauen. Das funktioniert nach dem selben Prinzip wie der Bau der Basis – über das Baumenü. Was genau dort gebaut werden kann, beschreibe ich auch noch ausführlicher bei den Besonderheiten. Hier müssen aber analog zum Stromgenerator bei der Basis alle Teile mit dem Generator auf dem Fahrzeug verbunden werden sowie bei allen Rädern Fahrtrichtung, Geschwindigkeit und Lenkverhalten angepasst werden.

Planet Nomads 1

Zwar bietet man dem Spieler viel Freiheit an, jedoch kann sich das ganze vor allem bei größeren Fahrzeugen als sehr umständlich herausstellen. Auch fehlt die Möglichkeit, ein Fahrzeug manuell aus einer Vertiefung oder ähnlichem zu bergen, denn wenn man zum jetzigen Stand des Spiels in einem Loch stecken bleibt, bleibt uns nichts anderes übrig als so gut es geht die Ressourcen des alten Fahrzeugs zu bergen und daraus ein neues Vehikel zu bauen.

Nachträgliche Änderungen am Fahrzeug gestalten sich noch schwieriger, dazu müssen wir dieses nämlich wieder auf einem so genannten „Jack Tool“ platzieren, und dennoch passiert es oft, dass das Fahrzeug danach nicht mehr funktioniert. Viel mehr gibt es dann auch leider derzeit im Spiel nicht zu tun, so dass man definitiv einige Stunden beschäftigt ist, nach diesen aber quasi schon alles gesehen und erlebt hat, was deutlich den Wiederspielwert senkt, leider.

 


 

– Die Besonderheiten –

Das Crafting in Planet Nomads erfolgt mit Hilfe von 3D-Druckern und ähnlichen Maschinen. Zu Anfang bauen wir einen kleinen Drucker, dieser kann grundlegende Materialen und Verbrauchsgegenstände herstellen. Mit dem Bau von diesem schalten wir automatisch den Drucker der nächsten Stufe frei. Nach diesem Prinzip funktioniert auch das Freischalten anderer Maschinen, sobald eine gebaut wurde, werden weiter fortgeschrittene errichtbar.

Dabei gibt es wie erwähnt 3D-Drucker, aber auch Maschinen zur Herstellung von Nahrung oder Rüstungsupgrades. Vom Prinzip funktionieren diese aber alle gleich: Wir müssen die benötigten, gesammelte Ressourcen und bereits hergestellten Materialien im Inventar haben, dann können die gewünschten Gegenstände hergestellt werden. Das dauert je nach Objekt unterschiedlich lange – von einigen Sekunden bei einfachen Baumaterialien bis hin zu mehreren Minuten bei Ausrüstungsgegenständen.

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Extrem wichtig für das Überleben und die Erkundung sind die Fahrzeuge. Diese werden zum größten Teil aus denselben Teilen und Blöcken wie die Basis errichtet. Zu Beginn platzieren wir das „Jack Tool“, eine Art Halterung für unser Fahrzeug. Auf diesem können wir dann das Cockpit platzieren und das Vehikel mit verschiedenen Blöcken aufbauen. Die wichtigsten Teile sind dabei die Aufhängungen der Räder, die Räder selbst und ein Generator zur Stromversorgung.

Bei all diesen Teilen kann man verschiedenste Dinge wie zum Beispiel die Stärke der Federn der Aufhängung anpassen. Nützlich bei der Erkundung sind vor allem die Scheinwerfer, die wir nach Belieben platzieren können. Auch normale Objekt wie die Kryo-Kapsel können auf dem Fahrzeug angebracht werden, wenn wir ausreichend Platz haben. Somit ist es möglich, eine mobile Basis zu haben und mit einer nomadischen Lebensweise dem Titel des Spiels gerecht zu werden.

 


 

– Der Support –

Seit dem Early Access Release vor knapp einem Monat wurden vom Entwickler schon einige Updates veröffentlicht. Diese waren zwar meist nur kleinere Bug-Fixes und Performance-Patches, zeigen aber, dass der Entwickler an dem Spiel arbeitet und sich mit aktuellen Problemen auseinandersetzt. Auch in den Steam-Foren ist man aktiv und bemüht, das Feedback der Community einzuholen und bei kritischen Problemen im Spiel zu helfen.

 

– Vorläufiges Fazit –

Optisch wirklich schön anzusehen, liefert Planet Nomads inhaltlich aktuell leider noch wenig, verglichen mit anderen Early Access Spielen im Genre. Zwar gibt es durchaus etwas zu tun mit dem Bau der Basis und des eigenen Fahrzeuges, doch damit schafft das Spiel es nicht, sich von der Masse der Spiele dieses Genres abzuheben.

Einige Stunden wird man definitiv im Spiel verbringen und es macht auch Spaß den Planeten zu erkunden, nur leider hat man nach kurzer Zeit wirklich alles schon gesehen. Dazu kommt noch die eher magere Performance, häufig auftretende Bugs und der meiner Meinung nach viel zu hohe Preis von 27.99 €.

Wusstest du schon, dass du das Spiel ebenfalls bewerten kannst? Dazu einfach oben in der Review auf die Sterne unter Eure Wertung klicken. Wahnsinn!

Doch ganz so schlimm ist es dann auch nicht. Wir haben hier einen noch sehr rohen Early Access Titel, trotzdem bietet das Spiel jede Menge potenzial, so dass ich gespannt bin, was der Entwickler daraus macht und ob es gelingt. Mit mehr Inhalt und Verbesserungen bei der Performance ist auf jeden Fall eine Aufwertung möglich.

Zum jetzigen Stand des Spiels kann ich leider nicht mehr als 2.5 Sterne vergeben, auch wenn ich mich zuvor selber sehr auf das Spiel gefreut habe!

 


 

 


Johnny

Über Johnny

Angefangen mit dem damals schon in die Jahre gekommenen Sega Mega Drive und meinem Helden der Kindheit – Sonic, habe ich mich über die Jahre zum reinen PC-Spieler entwickelt. Dort spiele ich hauptsächlich Shooter, RPG´s, Strategiespiele aber auch Simulationen verschiedenster Art. Dennoch kann ich mich für fast jedes Game begeistern, vor allem wenn dieses im Weltall oder der Zukunft spielt. Doch ich interessiere mich nicht nur für Gaming sondern auch für Hardware und schraube genauso gerne am eigenen PC.