Parkitect SCREENSHOTS
Unsere Wertung:
Eure Wertung:
VN:F [1.9.22_1171]

Parkitect

Wenn zwei sich streiten freut sich der Dritte!

 

Für wen ist Parkitect eigentlich?

– Für Fans von Freizeitpark-Simulationen und alte Hasen die nochmal ein wenig RollerCoaster Tycoon Flair aufkommen lassen wollen.

Für wen ist Parkitect eher nichts?

– Spieler die generell nichts mit Aufbauspielen bzw. Freizeitpark-Simulationen anfangen können.

Was möchte Parkitect sein?

– Eine Freizeitpark-Simulation die bewusst an alte Tage anknüpfen möchte, dabei aber mit Modernen Erweiterungen glänzen will.

Was ist Parkitect geworden?

– Eine Freizeitpark-Simulation die sich vor der aktuellen Konkurrenz nicht verstecken braucht, im Gegenteil.

 

Zu Beginn überwiegte die Unsicherheit was Parkitect betrifft, hatte ich doch die großen „Brüder“ RollerCoaster Tycoon World und Planet Coaster bereits getestet und war von beiden nicht wirklich begeistert. Also ging ich davon aus, dass die „kleine Schwester“ den großen Spielen nicht das Wasser reichen konnte. Selten lag ich so falsch wie mit dieser Behauptung. Warum Parkitect für mich zum akutuellen Zeitpunkt der klare Gewinner im Genre ist, erfahrt ihr in dieser Review. Los geht’s! Festhalten und die wilde Fahrt beginnt.

 

Kein Freund der vielen Worte? Direkt zum Fazit springen: Klick mich!

 


 

– Die Präsentation –

Hier wird es gleich zu Beginn ein wenig speziell, denn der Grafikstil von Parkitect schmeckt nicht jedem, es ist Bunt und alles andere als auf Realismus getrimmt. Dennoch finde ich den gewählten Stil durchaus passend, kann aber verstehen, dass dieser nichts für jeden ist. Waren wir aus den ersten RollerCoaster Tycoon teilen noch die niedliche Pixelgrafik gewöhnt, treffen wir hier fast schon auf eine Art Comicstil.

Dieser sollte eigentlich kaum Ressourcen fressen, führte bei mir ab einer gewissen Größe des Parks allerdings zu massiven FPS Einbrüchen. Und ja, die hellen Farben und überdimensional großen Köpfe der Parkbesucher ließen auch mich erst einmal verdutzt zurück.

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Ich konnte mich dann aber doch recht schnell mit der generellen Optik anfreunden und auf das Spiel einlassen. Sind wir aus anderen Spielen fast schon einen pompösen Auftritt gewohnt, so hält sich Parkitect allgemein doch sehr einfach, bodenständig und ist auf das wesentliche beschränkt. Schauen wir uns das treiben der Besucher einmal genauer an, so fällt zwar auf, dass hier und da das ganze noch ein wenig „steif“ wirkt, aber alles in allem habe ich das Gefühl, die Besucher sind keine Roboter die stumpf von A nach B laufen. Hier ist schon ordentlich Leben in der Bude.

Klanglich hat das Spiel genau den richtigen Nerv getroffen. Mit stimmigen Gitarrenklängen werden wir im Spielmenü begrüßt. Im eigentlichen Spiel geht es dann eher ruhig zu, einzig die jeweiligen Fahrgeschäfte und Besucher geben passende und teils lustige Geräusche von sich. Wer sich im Vorfeld den Soundtrack mal anhören mag, wird hier fündig: Parkitect OST

 

– Das Gameplay –

Wir bewegen uns mit WASD durch unseren Park, alles weitere wird mit der Maus geregelt. Im Grunde eine solide Steuerung die nicht neu und für die Art von Spiel durchaus passend ist. Wenn man sich allerdings ein wenig mit dem Spiel bzw. der Steuerung beschäftigt, hat man bald den Dreh raus.

Für mich als alter Hase im Genre gab es zu keinem Zeitpunkt große Probleme, dennoch wäre ein kleines Tutorial für viele Spieler sicher wünschenswert. Starten wir ein neues Spiel ( aktuell steht uns ausschließlich der Sandbox Modus zur Verfügung ) sind wir sofort auf uns alleine gestellt. Erklärt wird im Grunde nichts. Wer jetzt keine Zeit und Lust hat sich mit der Materie auseinanderzusetzen, wird vermutlich schnell die Lust verlieren. Alles aber halb so wild, auf YouTube findet ihr jede menge Tutorial, auch auf Deutsch.

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Der weitere Ablauf ist klar: Wir wollen einen Freizeitpark bauen. Da wie bereits erwähnt, aktuell nur der Sandbox Modus zur Verfügung steht, können wir keine Ziele zu Beginn des Spiels auswählen. Wir bauen einfach nur unseren Park, ganz wie wir es wünschen. Dazu stehen bereits einige Attraktionen zur Auswahl, welche durch einen durchdachten Editor leicht gebaut werden können. Welche Achterbahnen und andere Attraktionen es bereits im Spiel gibt, das erfahrt ihr im Parkitect WIKI.

Ist das erste Karussell gebaut, kümmern wir uns um das Wohl der Gäste mit ein paar Fressbuden. Auch hier stehen bereits einige Leckerbissen zur Verfügung. Als nächstes verschönern wir unseren Park: Bäume, Brunnen und diverse Szenerie verwandeln den zuvor kargen Park in eine optisch ansehnliche Festung des Spaßes. Alles in allem fühle ich mich ein wenig in die alte RCT Zeit versetzt, vielleicht gerade weil das Spiel viele Dinge sehr einfach hält, auch optisch.

 


 

– Die Besonderheiten –

Parkitect ist dank des Mod Supports ein Eldorado für Modder und welche die es werden wollen. So lässt sich das Spiel mit nur wenigen Klicks um zahlreiche Features aber auch Attraktionen sowie Szenerie erweitern. Um Mods zu installieren stehen uns der Steam Workshop und Parkitect Nexus (dank Installer sehr einfach zu bedienen) zur Verfügung.

Auf beiden Seiten findet ihr nicht nur Mods sondern auch Blueprints anderer Spieler. Bei diesen handelt es sich um Vorlagen von Achterbahnen und anderen Fahrgeschäften. Warum also immer selber bauen, die Community hat bereits eine große Auswahl an interessanten und abgedrehten Bahnen zum Spiel beigesteuert.

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In meinem Test kamen folgende Mods zum Einsatz: Coaster CamBetter Perspective Camera und Peep Cam. Mit diesen 3 Mods habt ihr eine schönere Übersicht und könnt aus „First Person“ Sicht euren Park sowie Fahrgeschäfte bestaunen und erleben. Sowohl Steam als auch Nexus sind voll mit interessanten Mods und Blueprints, viel Spaß beim stöbern!

Manchmal ist weniger einfach mehr. Parkitect trifft mit seinem minimalistischen Stil genau ins Schwarze. Kein unnötiger Schnick Schnack, keine überladenen Fenster und Funktionen. Hier wird sich auf das wesentliche beschränkt und das gefällt! Unsere Editoren sind voll gepackt mit Werkzeugen, bleiben aber zu jedem Zeitpunkt übersichtlich, sodass niemand den Überblick verliert.

Parkitect ist auf den „Back to the Roots“ Zug aufgesprungen und bisher macht die Fahrt verdammt viel Spaß. Veteranen im Genre aber auch Neueinsteiger werden dank der einfachen Zugänglichkeit und unzähligen Möglichkeiten definitiv auf ihre Kosten kommen.

 


 

– Der Support –

Regelmäßige Updates und eine aktive Steam Gruppe können sich durchaus sehen lassen. Darüber hinaus gibt es einen Dev Blog der euch immer auf dem Laufenden hält. Wem das nicht reicht, der stürzt sich auf die Sozialen Medien und folgt den Entwicklern auf Twitter und Co, dort sind die Entwickler ebenfalls sehr aktiv unterwegs.

 

– Bisheriges Fazit –

Parkitect funktioniert (mit aktuell leichten Problemen was die Performance betrifft) und macht Spaß. Dank Mod Support können wir das Spiel komplett nach unseren Wünschen anpassen und bestimmen. Grafisch schmeckt es definitiv nicht jedem, das bleibt am Ende aber Geschmackssache und ändert nichts an der Tatsache, dass wir hier eine absolut solide und brauchbare Freizeitparksimulation haben.

Wusstest du schon, dass du das Spiel ebenfalls bewerten kannst? Dazu einfach oben in der Review auf die Sterne unter „Eure Wertung„ klicken. Wahnsinn!

Wer also immer schon die Achterbahn seiner Träume bauen wollte, dabei aber auf der Suche nach einem neuen und speziellen Setting ist, der wird sich bei diesem Spiel schnell zu Hause fühlen und viel Spaß haben.

 


 

 


 

Larrix

Über Larrix

Baujahr 1988, Mario mein bester Freund und Link mein größter Held. Mit den Jahren entwickelte ich dann doch ein ordentliches Interesse an Strategie Spielen. Wenn ich aber die ganzen Jahre einmal Revue passieren lasse, so war ich doch eigentlich in fast jedem Genre zu Hause, mal länger und mal hab ich nur kurz vorbei geschaut. Das ist im Grunde auch heute noch so, allerdings wähle ich die Spiele mittlerweile etwas bewusster aus und verfalle nicht mehr jedem Hype.

Parkitect: Immer noch da!

Parkitect: Immer noch da!

Nach über einem Jahr im Early Access ist es stellenweise doch ein wenig Ruhig um Parkitect geworden. Von einem endgültigen Aus ist das Spiel jedoch weit entfernt, denn vor einigen Wochen war das Entwicklerteam aus dem Hause Texel Raptor auf Abendteuerreise und besuchte dabei zahlreiche Freizeitparks...