Mashinky SCREENSHOTS
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Mashinky

Der Traum jedes kleinen Jungen

 

Schon immer war ich fasziniert von der Eisenbahn. Bereits als kleiner Junge habe ich davon geträumt, Lokomotiven nach meinem Willen fahren zu lassem und mich beim Entwurf eines Schienennetzwerkes auszutoben. Genau diesen Traum will Mashinky mir (und wohl auch vielen anderen Eisenbahn-Fans) wahr werden lassen. Im Spiel können wir nämlich unser eigenes Bahn-Unternehmen leiten und dabei alle Aspekte, vom Streckenbau, über die Auswahl der Züge bis hin zur Wirtschaft bestimmen.

Doch bisher liegt dieser Traum noch in einiger Ferne. Direkt beim ersten Start des Spiels ein Absturz, viele Bugs und vor allem der mangelnde Inhalt des Spiels trüben das aktuell Spielgeschehen. Ob sich trotz des nicht ganz billigen Preises die Investition lohnt, kläre ich jetzt in meinem Review. Einsteigen, der Zug fährt los!

 

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WICHTIG! Bitte beachte, dass es sich bei dem folgenden Testbericht um eine vorläufige Version handelt. Auch unsere Wertung ist noch nicht endgültig und kann sich im Laufe der Entwicklung des Spiels ändern. Dieses Review bietet dir einen ersten Einblick in die zum Zeitpunkt des Tests aktuelle Version des Spiels (die getestete Spielversion kann in der oberen Box entnommen werden). Über die weitere Entwicklung und nennenswerte Updates zum Spiel informieren wir dich in Form von einem QUICKIE, diese findest du auf unserer Startseite oder direkt im dazu passenden Review. Wichtige Informationen zu unserem Bewertungssystem findest du hier.

 


 

– Die Präsentation –

Optisch macht Mashinky bereits jetzt einiges her, die Grafik will der Entwickler möglichst realistisch und detailliert halten. Das gelingt auch soweit, einzig die Proportionen von Lokomotive zu manchen Gebäuden wirken nicht ganz korrekt, was mich persönlich aber nicht weiter gestört hat. Genau genommen muss zwischen den beiden Ansichten im Spiel unterschieden werden: einerseits der grafischen realitätsnahe, normaler Spielmodus und der Baumodus, welcher dank sehr übersichtlicher Darstellung dabei hilft, selbst bei komplexeren Streckennetzen den Überblick zu bewahren.

Das Interface wirkt derzeit noch etwas überladen und unübersichtlich, vor allem da vieles nicht ausreichend erklärt wird. Hier muss noch etwas nachgebessert werden, zum Beispiel auch mit ausführlichen Erklärungen während des Tutorials.

Mashinky 1

Der Sound in Mashinky ist wirklich gelungen, der Klang der Dampflokomotiven ist genauso wie ich ihn mir vorstelle und kenne. Ich bin zwar kein Experte auf diesem Gebiet, aber ich denke, dass die Geräuschkulisse der einzelnen Loks nahe an die der Originale herankommt. Einziger Kritikpunkt hier wäre die Musik in den Menüs beziehungsweise während des Spiels, die sehr monoton und nach einiger Zeit etwas nervig ist, doch es gilt wie immer – Geschmäcker sind bekanntermaßen verschieden.

Bei der Performance hat das Spiel noch große Probleme! Zwar läuft es insgesamt recht flüssig, benötigt dazu aber eine gewisse Leistung. Gerade auf älteren Systemen kann es deshalb bei größeren Spielwelten problematisch werden. Außerdem kommt es noch viel zu oft zu Abstürzen, schwarzen Bildschirmen oder ähnlichen Ereignissen, bei denen nur noch das Beenden per Task-Manager hilft.

 

– Das Gameplay –

Vor dem Start einer neuen Partie können wir detaillier die Eigenschaften der Map und Startbedingungen einstellen. Dazu gehört zum Beispiel die Häufigkeit von Bergen, Seen, Wäldern aber auch unser Startkapital. Haben wir alles nach unseren Vorlieben angepasst, kann es auch schon losgehen.

Zu Beginn bringen uns einige Tutorial-Missionen die Grundlagen des Spiels näher. Doch hier erfolgt lediglich die Erklärung zur Steuerung sowie eine grobe Erläuterung des Streckenbaus. Auf wichtige Mechaniken wie zum Beispiel den Einsatz von Signalen wird nicht eingegangen, hier muss der Spieler experimentieren, was oft in vielen Zugunfällen endet, oder ein Tutorial im Community-Hub suchen.

Mashinky 2

Das Ziel im Spiel ist der Aufbau eines möglichst großen Schienennetzes auf der Karte. Dabei verbinden wir entweder Städte zum Transport von Passagieren, versorgen Produktionsketten mit den nötigen Gütern wie Holz oder Kohle aus den auf der Map verteilten Rohstoffvorkommen, oder erfüllen verschiedene Missionen. Das Prinzip ist dabei immer ähnlich, wir brauchen als erstes eine Station an der Stadt oder dem Vorkommen, dabei bestimmt die Länge dieser die maximale Länge unserer Züge, die dort halten können.

Weiter geht’s! Wir verbinden die Stationen per Schiene und nutzen dabei in unwegsamen Gelände zusätzlich Tunnel oder Brücken, was natürlich deutlich teurer ist. Wollen wir mehr als einen Zug auf einer Strecke fahren lassen, brauchen wir Signale. Diese erlauben es uns, den Zugverkehr zu regeln, indem wir beispielsweise einen Abschnitt nur in eine Richtung befahren lassen oder einen Zug anhalten, sollte sich im nächsten Abschnitt ein anderer befinden. Um die Signale korrekt und effizient zu platzieren braucht es allerdings einiges an Einarbeitungszeit und Übung.

Um nun einen Zug auf den Weg zu schicken, benötigen wir ein Depot, in welchem wir Züge als auch Waggons kaufen können. Dort gibt es auch noch einmal Unterschiede – wir können zwischen Standart-Lokomotiven und Wagen, die für normales Geld gekauft werden, als auch solchen, die mit Rohstoff-Marken gekauft werden, auswählen. Letztere haben den Vorteil, dass sie mehr laden können oder leistungsfähiger sind. Dabei müssen wir wortwörtlich die maximale Zugkraft beachten, denn ist die Lokomotive überladen, ist sie wesentlich langsamer unterwegs.

Mashinky 6

Je nach Zeitalter schalten wir neue, schnellere und stärkere Loks sowie Waggons frei. Dabei ist die Auswahl bisher aber noch stark beschränkt. Mehr als eine Handvoll Züge stehen uns zum aktuellen Stand des Spiels nicht zur Verfügung. Haben wir dann irgendwann genügend Rohstoff-Marken durch den Transport verschiedener Güter zusammen, können wir diese ausgeben, um in ein neues Zeitalter aufzusteigen, welches uns, wie bereits erwähnt, neue Ressourcen, Produktionsketten und Züge freischaltet

Doch bisher gibt es leider nur zwei Zeitalter, so dass man nach kurzer Zeit alles schon einmal gesehen und gebaut hat. Leider ist auch die Wegfindung der Züge noch nicht ausgereift. Selbst bei recht simplen Strecken kommt es vor allem an Signalen häufig zu Problemen. Nicht selten stehen sich dann zwei Züge an diesen gegenüber, weil sie den falschen, nicht einmal logischen Weg gewählt haben. Dann hilft nur noch manuelles eingreifen.

 


 

– Die Besonderheiten –

Die Missionen in Mashinky spielen eine wichtige Rolle. Diese sind zwar rein optional, aber bringen einen deutlichen Vorteil im Spiel. So müssen wir eine gewisse Anzahl an Rohstoffen transportieren, eine Strecke an einer bestimmten Stelle bauen oder einen neuen Zug kaufen. Als Belohnung winkt uns meist etwas Geld sowie verschiedene Rohstoffe.

Produktionsketten stellen in Mashinky die Grundlage der Wirtschaft dar. Das Prinzip ist dabei immer gleich: Wir transportieren einen Rohstoff von seiner Quelle entweder direkt oder über einen Zwischenschritt, bei welchem dieser weiterverarbeitet wird, zur eigentlichen Fabrik. Bisher gestalten sich diese Ketten mit maximal einem Zwischenschritt noch recht simpel. So befördern wir zum Beispiel Holz zum Sägewerk, um dort Bretter herzustellen, welche wir anschließend an die Werkzeugfabrik liefern. Dafür erhalten wir Rohstoff-Marken, mit denen wir bessere Züge oder Upgrades kaufen können.Mashinky 5

Stationen, Fabriken und Rohstoffvorkommen sind durch die eben erwähnten Upgrades erweiterbar. Gekauft werden diese auch wieder mit Geld oder Rohstoff-Marken. Erweiterungen geben uns Vorteile wie eine höhere Reichweite der Station oder ein schnelleres Beladen der Züge.

Das Depot kann ebenfalls verbessert werden, wodurch wir weitere Züge freischalten. Schon bei der Planung unseres Schienennetzes müssen wir mögliche Erweiterungen im Hinterkopf haben, denn diese werden wie normale Gebäude auf der Kart platziert und nehmen dementsprechend einen gewissen Platz ein.

 


 

– Der Support –

Der Support ist bisher sehr gut – zumindest was das Feedback auf Anregungen aus der Community sowie Hilfe bei Problemen angeht. Updates kamen bis jetzt nur sporadisch und enthielten hauptsächlich Bug-Fixes. Seit dem Release vor knapp einem Monat hat sich inhaltlich kaum etwas getan, lediglich ein Plan, welche Features das fertige Spiel enthalten soll, wurde aufgestellt. Hier bleibt abzuwarten wie es zeitlich weitergeht, denn der Entwickler hat angekündigt, dass er mit Hochdruck am nächsten Zeitalter arbeitet, doch wann genau es soweit sein soll, ist nicht bekannt.

 

– Vorläufiges Fazit –

Abschließend kann ich sagen, dass Mashinky ein durchaus solides Grundgerüst für ein Eisenbahn-Management Spiel im Sinne von Train-Fever oder Sid Meier’s Railroads ist. Es steht bereits ein fester Plan mit Inhalten, die ihren Weg ins Spiel finden sollen. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg.

Grafisch kann es mit seinen Vorbildern bereits jetzt schon mithalten, doch allein die Grafik macht noch kein gutes Spiel. Ich hatte durchaus Spaß während meiner Zeit mit dem Spiel, doch die häufig auftretenden Bugs, Abstürze und die schlecht optimierte Wegfindung der Züge hat mich etwas zu oft verzweifeln lassen. Doch das allergrößte Problem ist der Inhalt, bisher hat Mashinky einfach zu wenig zu bieten, nach einigen Stunden Spielzeit hatte ich schon alles gesehen. In Relation zum hohen Preis von knapp 23 Euro, kann ich so zum Aktuellen Zeitpunkt nur bedingt eine Kaufempfehlung aussprechen.

Wusstest du schon, dass du das Spiel ebenfalls bewerten kannst? Dazu einfach oben in das Review auf die Sterne unter „Eure Wertung„ klicken. Wahnsinn!

Noch liegt viel Arbeit vor dem kleinen Entwicklerteam, um aus dem Grundgerüst ein fertiges Spielerlebnis zu schaffen. Fans von Spielen dieses Genres, die den Entwickler unterstützen und somit seine Vision verwirklichen wollen, kann ich guten Gewissens empfehlen, das Spiel jetzt schon zu kaufen. Allen anderen würde ich erst einmal raten abzuwarten, bis die ersten inhaltlichen Updates erscheinen und mehr Zeitalter spielbar sind.

Aufgrund der oben genannten Problematik kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr als gut gemeinte 2.5 Sterne vergeben. Eine Basis für ein potentiell großartiges Spiel ist da, mehr leider (noch) nicht. Natürlich werde ich das Spiel in Zukunft genau im Auge behalten, denn wenn der Entwickler es schafft, an den angesprochenen Problemen zu arbeiten, ist definitiv eine deutlich höhere Bewertung möglich.

 


 

 


 

Johnny

Über Johnny

Angefangen mit dem damals schon in die Jahre gekommenen Sega Mega Drive und meinem Helden der Kindheit - Sonic, habe ich mich über die Jahre zum reinen PC-Spieler entwickelt. Dort spiele ich hauptsächlich Shooter, RPG´s, Strategiespiele aber auch Simulationen verschiedenster Art. Dennoch kann ich mich für fast jedes Game begeistern, vor allem wenn dieses im Weltall oder der Zukunft spielt. Doch ich interessiere mich nicht nur für Gaming sondern auch für Hardware und schraube genauso gerne am eigenen PC.

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