Mad Games Tycoon SCREENSHOTS
Unsere Wertung:
Eure Wertung:
VN:F [1.9.22_1171]

Mad Games Tycoon

Ein Schritt weiter

 

Für wen ist Mad Game Tycoon überhaupt?

– Für Fans vielseitiger Tycoon-Games.

Für wen ist Mad Tycoon eher nichts?

– Für Fans vielseitiger Tycoon-Games, die keine Freude am experimentieren und/oder überwinden einer Lernkurve haben.

Was möchte Mad Games Tycoon sein?

– Ein Vertreter seiner Art, der noch etwas weiter geht, als seine geistigen Vorgänger.

Was ist Mad Games Tycoon geworden?

– Ein Vertreter seiner Art, der noch etwas weiter geht, als seine geistigen Vorgänger – dem es jedoch (noch) an Feinschliff fehlt.

 

Mad Games Tycoon wird sich wohl immer den Vergleich mit Game Dev Tycoon gefallen lassen müssen, immerhin wandelt es auf sehr ähnlichen Pfaden. Doch davon, ein Abklatsch zu sein, ist es weit entfernt: Mad Games Tycoon bringt mutig eigene Ideen ein und geht sogar weiter als seine bisherigen Genrevertreter. Wie weit genau kläre ich in meiner Review.

 

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– Die Präsentation –

Der Mut beginnt letztlich schon bei der Präsentation: Mad Games Tycoon erinnert von seiner Optik her stark an Spiele wie die Sims. Aus isometrischer Perspektive lenken wir das Geschehen unserer Gaming-Schmiede und selbst im späteren Verlauf des Spiels sieht alles einfach herrlich aus. Das Personal läuft durch die Gänge, arbeitet an Computern oder entspannt sich im Ruheraum. Dabei sehen alle Animationen sehr gründlich aus, selbst wenn auf dem Bildschirm viel los ist.

Mad Games Tycoon

Jedwede Sounds empfinde ich ebenfalls als klaren Gewinn: die Hintergrundmusik passt gut dazu und hat bei mir noch keine Ermüdungserscheinungen ausgelöst, die Geräusche der Mitarbeiter, wenn sie an Projekten arbeiten und Fortschritt erzeugen sind da Genretypischer Standard. Das aufploppende Geräusch ist dabei jedoch absolut nicht störend. Insgesamt ist die ganze Präsentation absolut zufriedenstellend, ich persönlich genieße allem voran, dass man sich bereits optisch von der Konkurrenz distanziert.

 

– Das Gameplay –

Das Gameplay ist einem Management-Spiel würdig: ich bestimme, wo welcher Raum zu sein hat und darf jeden Raum nach belieben einrichten. Dabei steht mir ein großes Sortiment an Gegenständen zur Verfügung: von den absolut notwendigen Computern abgesehen steht es mir absolut frei, was ich denn in meine Räume stellen will – oder nicht. Das hat allerdings auch seinen Sinn: so hübsche ich durch Pflanzen, Bilder und Lampen oder gutes Equipment mein Büro genug auf, damit die Mitarbeiter zufrieden sind und effizienter arbeiten. Manches Personal kann ich sogar erst anstellen, wenn ich bestimmte Voraussetzungen erfülle.

Diese Komponenten geben dem Spiel einen persönlicheren Touch, denn schließlich ist es am Ende tatsächlich mein Büro, so wie ich es wollte. Wer einige Spiele der Konkurrenz kennt, der weiß, dass das keine Selbstverständlichkeit ist. Dieser kleine Hauch Sims tut dem Spielgefühl also durchaus gut, könnte jedoch alle Spieler stören, die sich auf das entwickeln der Spiele allein konzentrieren wollen. Da jedoch nur alle paar Umzüge ein wirklicher Arbeitsaufwand in dem Bereich entsteht, lässt es sich allemal verkraften.

Das Herzstück ist dann aber natürlich das erschaffen von Videospielen und Engines, für die ich hoffentlich gute Reviews und Verkaufszahlen bekomme. Da ist Mad Games Tycoon der Konkurrenz dann auch überlegen: es bringt etliche Neuerungen, die das Spielprinzip sinnvoll erweitern. So könnte ich mich ganz auf das Publisher-Dasein konzentrieren und einfach die Spiele anderer produzieren und vertreiben. Oder ich werde zur Anlaufestelle für neue Engines. Und wenn ich will, kann ich sogar Konsolen entwickeln und herstellen! Die Vielfalt hier ist einfach toll.

Mad Games Tycoon

Zudem gibt es auch eine Qualitätskontrolle, die mir erlaubt bestimmte Abschnitte meiner Spiele (während das Spiel noch entwickelt wird!) zu verbessern oder eben einfach Bugs aus dem Spiel zu entfernen. Auch sind die Faktoren, die über Triumph oder Niedergang meiner Spiele entscheiden, vielschichtiger. So habe ich nicht bereits nach kurzer Zeit auswendig im Kopf, wie ich was zu setzen habe, damit ich ein Spiel mit Bestbewertungen bekomme. Das liegt an mehreren Faktoren.

Allem voran sind die gut verzahnten Mechaniken dafür verantwortlich: meine Mitarbeiter und deren Stärken sind absolut relevant. Erstelle ich ein unausgeglichenes Team, merke ich schon während der Entwicklung, dass manche Dinge wie die zB Grafik dann zwar überdurchschnittlich sind, darunter jedoch das Gameplay massiv leidet – eben das bekomme ich dann bei den Reviews zu spüren. Desweiteren zählt auch die Erfahrung, die ich in betreffenden Genres sammle. Außerdem kommen dann noch die Designentscheidungen hinzu, die ich treffe: Mehr Gameplay oder doch eher Grafik? Möchte ich ein atmosphärischeres Spiel oder möchte ich doch lieber mehr Inhalte – und damit ein längeres Spiel?

Zuletzt darf ich dann noch wählen, welcher Abschnitt welche Priorität bekommt: starker Fokus auf das Gameplay auf Kosten der Grafik? Oder doch lieber ein starker Sound? All diese Faktoren spielen eine Rolle und geben mir so nach etlichen Stunden noch immer das Gefühl, etwas neues zu lernen. Sollte ich mich in meinem nächsten Spieldurchgang also entscheiden, eher Rennspiele herauszubringen, lerne ich erneut, worauf ich achten muss. Das klingt mühsam und ist es teilweise auch ein wenig, die Alternative jedoch wäre ein leicht durchschaubares Spiel – was Mad Games Tycoon sicher nicht ist.

 


 

– Die Besonderheiten – 

Kritische kritische Aspekte gibt es jedoch auch: der Einstieg ist aktuell etwas zu undurchsichtig. Ein guter Beitrag im Community-HUB schafft da erst Abhilfe und die Entwickler scheinen sich dieses Problems durchaus bewusst zu sein, immerhin steht eben jener Beitrag recht weit oben angeheftet. Dennoch ist es als Einsteiger aktuell nicht leicht, einen wirklichen Überblick zu bekommen. Es besteht also eine kleine Einstiegshürde. Selbige fällt später nicht mehr so sehr ins Gewicht, weil man dann versteht, ab wann man gute Reviews und Verkäufe erzielen kann. Ein absoluter Neueinsteiger könnte durch den Anfang allerdings eher etwas abgeschreckt werden.

Mad Games Tycoon

Auch am späteren Spielverlauf muss man noch etwas machen: ab einem gewissen Punkt hat man in der Regel den Dreh in bestimmten Genres heraus und kann viele erstklassige Spiele erschaffen – ohne großen Aufwand. Da fehlt dann letztlich etwas der Biss und vielleicht auch etwas Unberechenbarkeit. Selbst halbgare Flops spielen oftmals mehr ein, als man ausgegeben hat und die Chance, Pleite zu gehen, wird mit zunehmender Spieldauer automatisch geringer. Diese Balancing-Probleme sind weiterhin im Spiel vorhanden.

Zudem gibt es noch einige Kleinigkeiten, die hin und wieder das Erlebnis etwas dämpfen: bei einem Umzug seine Mitarbeiter jedes mal herauspicken und in die richtigen Räume stecken zu müssen, ist aktuell mühsam. Gleiches betrifft auch den Trainingsraum. Fans haben aktuell noch zu wenig Wert, als dass man sich ernsthaft um sie kümmern wollte und generell merkt man einigen Ideen an, dass sie noch nicht zu Ende gebracht wurden. Mich persönlich hat zudem das Pacing noch etwas enttäuscht: Technologien kommen teilweise richtig schnell zum Vorschein, was das Spielgefühl so erscheinen lässt, als renne man nur hinterher.

 


 

– Endgültiges Fazit –

Mad Games Tycoon baut auf dem auf, was andere Game-Dev-Spiele vorgemacht haben, lässt dabei aber nichts vermissen. Eine Fülle an eigenen Ideen und Erweiterungen verleiht dem Spiel seinen eigenen Charme und weiß gut zu unterhalten. Toll ist hierbei, dass das Spiel weiter geht als eine Vorgänger: vom Suchen eines Publishers hin zum selbst publizieren ist hier eine Menge geboten.

Wusstest du schon, dass du das Spiel ebenfalls bewerten kannst? Dazu einfach oben in der Review auf die Sterne unter Eure Wertung klicken. Wahnsinn!

Lediglich etwas negativ fällt weiterhin die Unübersichtlichkeit zu Beginn auf. Es fällt anfangs schwer, sich zu orientieren und die „Regeln“ des Spiels als solche zu erkennen. Auch der Spielfluss ist durch den schier endlosen Strom an neuen, zu erlernenden Technologien nicht ganz gelungen. Doch davon abgesehen ist Mad Games Tycoon klar eine der besten Alternativen auf dem Markt. Dazu hat auch der Verlauf an Inhalten bis zum Austritt aus dem Early Access am 13.09.2016 beigetragen. Welche genau das waren, sagt euch unser Artikel.

 


 

 


 

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Ob Alpha oder Beta, hauptsache Early Access. Wir von den Early Access Addicts testen und spielen für euch Early Access Titel und zwar ausschließlich.

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