Legends of Pixelia
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VN:F [1.9.22_1171]

Legends of Pixelia

Ein pixeliges Fundament

 

Legends of Pixelia hat mich die letzte Woche recht gut unterhalten: sich durch die zufälligen Dungeons zu kämpfen und mit dem erfrischenden Kampfsystem Gegnerhorden zu bezwingen hat mich ebenso bei Laune gehalten, wie das Leveln und Ausrüsten meines Charakters.

Zusätzliche Spielmodi, wie ein PvP Modus gegen Spieler wie Bots verleihen dem Spiel zudem mehr Tiefe. Warum Legends of Pixelia ein kleines Kraftpaket ist, in dem mehr steckt als man zunächst vermuten mag, lest ihr jetzt.

 

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WICHTIG! Bitte beachte, dass es sich bei dem folgenden Testbericht um eine finale Version handelt, da dieses Spiel den Early Access verlassen hat. Unsere Wertung ist ebenfalls endgültig und wird sich nicht mehr ändern. Dieses Review bietet dir einen ersten Einblick in die zum Zeitpunkt des Tests aktuelle Version (die getestete Spielversion kann in der oberen Box entnommen werden). Über die bisherige Entwicklung und nennenswerte Updates zum Spiel informierten wir in Form von einem QUICKIE, diese findest du auf unserer Startseite oder direkt im dazu passenden Review. Wichtige Informationen zu unserem Bewertungssystem gibt es hier.

 


 

– Präsentation –

Legends of Pixelia kommt in einem bewusst simplen Gewand daher: in einem 8-Bit-Look kämpfe ich mich durch die Verließe und dabei erinnert mich die Präsentation grundsätzlich an andere Genrevertreter. So erlebe ich das ganze Geschehen quasi von ‚oben‘ wie in einem alten The Legend of Zelda. Erwähnenswert ist hierbei, dass trotz des minimalistischen Looks alles gut erkenntlich ist.

Ich hatte während meiner Spielzeit keinerlei Probleme damit, Gegenstände wie Kisten, Fässer oder Münzen auch als solche zu erkennen und auch jede Kampfbewegung meines Charakters war erkennbar. Der Stil geht also keineswegs auf die Kosten der Verständlichkeit.

Ein Lob spreche ich an die Klangkulisse aus: alle Geräusche im Menü haben einen starken, bewusst gewählten Retro-Charme ausgestrahlt und so einfach das Gesamtkonzept schön untermalt, besonders gut hat mir allerdings die Musik gefallen.

Diese hat sich ebenso diesem Stil angepasst, ist dabei jedoch nie langweilig, monoton oder gar lästig geworden. Sie hat mein Spielerlebnis zusätzlich bereichert ohne dabei anderen Elementen die Show zu stehlen.

 

– Gameplay –

Legends of Pixelia spielt sich sehr erfrischend und meine anfänglichen Erwartungen wurden nach den ersten Kämpfen bereits übertroffen: Mein Charakter bleibt nämlich, entgegen anderer Genrevertreter mit ähnlicher Perspektive und Gameplay, nicht still stehen, während er angreift. Sein ganzer Körper bewegt sich mit seinen Hieben mit und was anfangs recht ungewohnt wirkt fühlt sich später richtig gut und stimmig an – sobald man sich von der Vorstellung verabschiedet hat, der Charakter bliebe statisch.

So gestalten sich die Kämpfe weitaus interessanter, weil ich ebenfalls mal ins Leere schlage und meine Positionierung eine wichtige Rolle spielt. Ich kreise so also zunächst um meine Gegner herum und versuche mir eine günstige Position zu verschaffen, von welcher aus ich die bestmögliche Kombination meiner Angriffe landen kann.

Zusätzlich dazu kann ich meine Gegner auch nach einigen Hieben (oder mit einer meiner Fähigkeiten) in die Luft befördern, was mich spontan an Beat’em’Ups erinnert hat, auch weil ich dann – einer Combo gleich – mehrere Hiebe auf meinen Gegner verteile, ohne dass er sich wehren kann. Im Gegenzug nutzen jedoch auch meine Gegner diese Mechanik aus und können mir so – gerade bei einem Bosskampf oder in größerer Zahl – doch ganz schön gefährlich werden.

Neben meiner normalen Attacke habe ich dann, je nachdem für welche der drei anfänglich auswählbaren Klassen ich mich entscheide, drei Fähigkeiten. Diese besitzen eine Abklingzeit und sind farblich auf die Tasten eines XBox-Pads abgestimmt, weshalb es grundsätzlich auch Sinn ergibt, so zu spielen, auch wenn die Steuerung mit Tastatur keineswegs schlecht ist. Die Klassen fühlen sich durch ihre Fähigkeiten alle sehr unterschiedlich an: während der Ritter über schnelle Schwertattacken, einen Ansturm, einen in die Luft befördernden Schlag oder einen Distanzangriff verfügt, glänzt der Barbar eher durch Wucht.

Neben dem anderen Moveset spielt sich der Barbar jedoch auch langsamer und obwohl er auch eine Distanzattacke besitzt, halten sich die Gemeinsamkeiten in Grenzen. Der Letzte im Bunde ist der Paladin, der eher magische Fertigkeiten in den Mix bringt. So schädigen kreuzförmige Geschosse so wie von ihm ausgehende Lichtstrahlen die Gegner des Paladin. Ich habe bei jeder der Klassen das Gefühl gehabt, dass sie sich genug voneinander unterscheiden um ihre Daseinsberechtigung zu haben, insgesamt bin ich allerdings auch gespannt, was uns zukünftig an neuen Klassen erwartet.

Zusätzlich zu diesen Mechaniken baut Legends of Pixelia zudem noch Schilde bei Gegnern ein. Diese Elemente sind sehr simpel in Szene gesetzt und leicht verständlich: eckige Klammern um meine Gegner herum signalisieren, dass sie einen Schild haben und je nachdem welche Farbe der Schild hat (Blau, Rot, Gelb oder Grün – den Tasten des XBox-Pads nachempfunden) muss ich den Schild zuerst mit der jeweils zugehörigen Fähigkeit zertrümmern.

In der Mischung mit den Abklingzeiten die ich habe und der Fülle an Gegnern die gerne ihre Schilde wild durcheinander haben, ist es manchmal gar nicht so leicht, den Schild zu neutralisieren und meinen Gegner anschließend noch zu erledigen. Interessant hierbei ist, dass ich in den einzelnen Kämpfen gar nicht den Eindruck habe, so viel meiner Lebenspunkte zu verlieren. Doch wer durch mehrere Räume mehr schlecht als recht hindurch kommt, merkt schnell wie wichtig möglichst ‚perfektes‘ Kämpfen eigentlich ist.

Dann ist da noch die Gegnervielfalt, die mit zunehmender Spieldauer angenehm ansteigt und mir stets neue Gegnertypen vorsetzt mit neuen Fähigkeiten. Skelette können mich mit Leichtigkeit in die Luft schleudern und mich so kurzweilig außer Gefecht setzen, Fledermäuse senden Schallwellen aus, die von Wänden abprallen und mir Lebenspunkte abziehen. Lediglich die Bosse habe ich als eher schwach empfunden, denn oftmals sind es ’nur‘ stärkere Varianten normaler Gegner, die einfach zusätzlich so etwas wie einen ‚globalen Zauber‘ haben, sprich: der Boss hüllt sich in einen Schild und zaubert dann – woraufhin mir magische Geschosse in bestimmten Mustern entgegen kommen denen ich möglichst ausweichen sollte.

Etwas spätere Bosse unterscheiden sich dann oftmals nur dadurch, dass sie mehrere solcher Abfolgen, die ich zu dem Zeitpunkt teils aus vorigen Kämpfen kenne, in ihrem Repertoire haben und diese sich einfach abwechseln. Das kann zwar recht fordernd sein, insgesamt lässt der Reiz der Bosse jedoch irgendwann nach. Generell stellt sich ab einem gewissen Punkt zu sehr das Gefühl ein, dass sich zu wenig verändert und so spielt sich Legends of Pixelia – trotz all der angestrebten Vielfalt – ziemlich gleich.

 


 

– Besonderheiten –

Gerade zu Beginn komme ich um einen Tod fast nicht herum, doch letztlich ist das auch vom Spiel gewollt: es straft mich nicht direkt für mein Ableben ab, ich behalte meinen Level-Fortschritt und meine gefundenen Gegenstände und darf mich direkt wieder am Dungeon versuchen. Meine Erfolgschance ist so natürlich eine bessere und prinzipiell unterstützt Legends of Pixelia so auch leichtes Grinding. Ist ein Boss zu stark für mich, mache ich die Dungeons hin zu selbigem nochmals und verbessere mich wieder ein Stück.

Dabei kann ich bei jedem Level-up einen Punkt auf meine Werte verteilen und recht übersichtlich wird mir dabei Stichwortartig aufgelistet, welcher Wert mir effektiv was bringt oder welche meiner Fähigkeiten verbessert wird. Außerdem bekomme ich pro 5 Punkte die ich in ein und den selben Wert investiere, passive Fähigkeiten freigeschaltet. Diese kann ich mir schon zuvor frei einsehen um genau planen zu können, wie ich spielen will.

Jedes Dungeon hat neben einer Boss-Kammer auch eine Schatzkammer. In dieser finde ich mehrere kleine Truhen voll Gold und eine große, die mir erlaubt auszuwählen ob ich ein Rüstungsteil bzw eine Waffe oder Gold haben mag. Ich habe so also immer die Chance mich zu verbessern, doch das birgt auch seine Tücken: dadurch dass meine Beute an einen festen Raum gebunden ist und ich jedes Level eigentlich einfach nur alles abzuklappern brauche, ist der Reiz der Beute nicht so groß, wie bei zufallsbedingten Systemen.

So wie es aktuell ist, wirkt es sehr zweckmäßig, mehr als solide ist es jedoch nicht. Die gefundene Ausrüstung hat allerdings eigene Ausrichtungen, manches ist eher offensiv, manches defensiv ausgelegt. Durch einen Menüpunkt der mich zu einem Schmied bringt, kann ich außerdem gegen Gold meine Ausrüstung aufwerten und insgesamt wirkt das System sehr simpel gehalten, zusätzlichen Anreiz verschafft es dem Spiel dennoch.

Die Welten teilen sich letztlich immer auf 3 Dungeons auf und indem man sich durch diese kämpft – und in jedem Abschnitt einen Boss erlegt – kommt man in den nächsten Dungeonabschnitt. Dabei ist wichtig: schaffe ich 2 von 3 Dungeons und sterbe dann, muss ich diese Dungeons nochmals durchgehen. Ich behalte meinen Fortschritt was die Ausrüstung und meinen Level angeht, durch den Rest muss ich jedoch nochmals durch – es sei denn, ich schaffe alle drei Dungeons und erlege auch den ‚finalen‘ Boss.

Dadurch schalte ich in eine gänzlich neue ‚Welt‘ frei, welche ich dann auch im Menü auswählen kann ohne vorige Dungeons durchwandern zu müssen. Nett ist hierbei, dass ich auch angezeigt bekomme, für welche Charakterlevel die kommenden Dungeons in einer Welt sind.

Neben dem ‚Story‘-Modus in welchem ich mich durch Dungeons kämpfe und Bosse besiege, bietet Legends of Pixelia noch einen Arena-Modus. In selbigem kann ich mit bis zu vier Spielern oder auch gegen Bots kämpfen. Man kann aus acht Champions wählen und die schnellen Scharmützel machen ordentlich Spaß – auch gegen die Bots die sich durchaus zu wehren wissen. Dieser Spielmodus ist eine nette Erweiterung zum eigentlichen Dungeon Crawling und insgesamt sehr gut umgesetzt – ich hatte gegen Mensch und Bot eine Menge Spaß.

Zusätzlich kann ich mich auch im Coop durch die Dungeons schnetzeln. Die Addition weiterer Spieler bereichert das Spiel ungemein und bietet so nur noch mehr Möglichkeiten. Dabei bleiben Punkte wie die Menüs oder die Verwaltung von Gegenständen und Fähigkeiten stets sehr übersichtlich.

 


 

– Fazit –

Das Spiel überzeugt mit starken Kämpfen, gutem Dungeon Crwaling und sinnvollen RPG Elementen. Zusätzlich zu dem eigentlichen Modus liefert es zudem mit Coop-Möglichkeiten sowie einem reinen PvP Modus eine Menge Inhalt, der jedoch keineswegs lieblos oder unnötig erscheint. Das Gesamtkonzept weiß zu überzeugen und die Aussicht auf kommende Inhalte macht das Spiel umso reizvoller. Wer sich mit dem optischen Stil anfreunden kann, findet in Legends of Pixelia einen starken Titel der für viele Stunden unterhalten kann.

Wusstest du schon, dass du das Spiel ebenfalls bewerten kannst? Dazu einfach oben in das Review auf die Sterne unter „Eure Wertung“ klicken. Wahnsinn!

Lediglich das Gefühl, dass Beute sehr einfach zugänglich und das Spielgefühl sich auch über längere Zeit nicht wesentlich verändert sind kleine Schwächen eines sonst gelungenen Spiels. Legends of Pixelia hat die Early Access Gefilde am 14.09.2015 verlassen und über die gesamte Zeit hauptsächlich neue, spielbare Charaktere für alle Spielmodi eingebaut. Zwar haben alle eingebauten Inhalte durchaus zu gefallen gewusst, die von uns kritisierten Schwächen haben jedoch weiter Bestand, weshalb sich an der finalen Wertung nichts ändert.

 


 

 


 

Early Access Addicts

Über Early Access Addicts

Ob Alpha oder Beta, hauptsache Early Access. Wir von den Early Access Addicts testen und spielen für euch Early Access Titel und zwar ausschließlich.

  • Reynor

    Wow! Schön das ihr auch kleine unbekannte early access titel testet, bin gestern durch den livestream auf die Seite aufmerksam geworden. Lars? Weiß nicht mehr genau ob das der Name war, kam jedenfall echt gut rüber, hut ab! Legends of Pixelia wurde jedenfalls gerade gekauft.

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