Judgment: Apocalypse Survival Sim SCREENSHOTS
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Judgment: Apocalypse Survival Sim

Ein Mysterium für sich!

 

Meine Damen und Herren, es ist wieder so weit. Erneut ist im Spielebereich eine ausschlaggebende Apokalypse eingeschlagen, doch dieses Mal haben wir es nicht mit Zombies zu tun, sondern mit der Ausgeburt der Hölle. Die Dämonen wurden von der Leine gelassen und zerstören alles was sich ihnen in den Weg stellt. Es liegt an uns sie aufzuhalten.

Der Großteil der Menschheit wurde bereits dahin gerafft, doch es gibt noch vereinzelte Überlebende, die den Kampf noch nicht aufgegeben haben. Mit drei mutigen Kämpfern starten wir in das Grauen, welches diese Welt überschattet und versuchen eine sichere Basis aufzubauen. Doch ab und zu brauchen Einzelgänger unsere Hilfe. Werden wir ihnen helfen und dafür unsere sichere Basis verlassen? Die Chance ist groß, dass auch wir nicht mehr zurück kehren werden.

 

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WICHTIG! Bitte beachte, dass es sich bei dem folgenden Testbericht um eine vorläufige Version handelt. Auch unsere Wertung ist noch nicht endgültig und kann sich im Laufe der Entwicklung des Spiels ändern. Dieses Review bietet dir einen ersten Einblick in die zum Zeitpunkt des Tests aktuelle Version des Spiels (die getestete Spielversion kann in der oberen Box entnommen werden). Über die weitere Entwicklung und nennenswerte Updates zum Spiel informieren wir dich in Form von einem QUICKIE, diese findest du auf unserer Startseite oder direkt im dazu passenden Review. Wichtige Informationen zu unserem Bewertungssystem findest du hier.

 


 

– Die Präsentation –

Judgment präsentiert sich im Hauptmenü auf den ersten Blick sehr düster und punktet nicht gerade mit einladender Titelmusik, doch es bereitet den Spieler auf das vor was ihn noch erwartet. Man hat die Wahl zwischen „Leicht“ (Brutal) oder „Normal“ (Mörderisch) und wenn das nicht reicht, kann man sich auch den Schwierigkeitsgrad zwischen den beiden Optionen selber definieren. Zum Start wirkt das Spielfeld sehr hell und fröhlich, man kann sich noch gar nicht vorstellen wie bald schon die Hölle ausbricht. Das Layout ist sehr übersichtlich und man kann jeden Charakter einzeln steuern. Die Spielgrafiken wurden mit einem schönen Zeichenstil umgesetzt und man sieht kaum ein Glitch oder ähnliche Fehler.

Im Spiel selber herrscht musikalisch gesehen Stille, nur die Geräuschkulisse beim Ressourcen abbauen, das Erbauen der Gebäude oder die Kämpfe selber sind zu hören. Der Ritual-Kreis zum Beispiel lässt beim Gebrauch mystische Klänge von sich, die jedoch mit der Zeit ganz schön nerven können, da sie sich jedes Mal wiederholen.

Das Spiel läuft einwandfrei und weist auch nach langer Spielzeit und größeren Teams oder mehr Gegner keine technischen Probleme auf.

 

– Das Gameplay –

Mit einer kurzen Texteinlage wird man ins Spiel geworfen und bekommt kleine Aufgaben, die ein wenig an ein Tutorial erinnern. Ist man sich nicht sicher wie es weiter geht, kann man alles in einem Journal nachlesen. Durch die Missionen lernt man wie man Gebäude und die grundlegende Ausstattung baut oder wie man forscht und im Technologiebaum die erforschten Punkte einsetzt. Dabei lernt man auch das Farmen und Craften, ohne die man in diesem Spiel aufgeschmissen ist.

Nach dem man die Grundlagen erlernt hat, ist es Aufgabe, einen Überlebenden zu retten. Dabei muss man die sichere Basis verlassen und auf der Karte ein nahegelegenes Terrain durchsuchen, auf dem sich Gegner befinden, welche man zuerst besiegen muss um der Person in Not zur Hilfe zu eilen. Bei einem Sieg tritt er uns bei und hilft fortan auch beim Basenbau und Ressourcen farmen. Doch durch die wachsende Gruppe verschlingt man viel mehr und schneller die verbleibende Nahrung. Das kann bei zu schnellem Wachstum zur Folge haben, dass die kleine Truppe machtlos verhungert. Nimmt man jedoch keine Leute auf stirbt man ebenso, denn mit jedem Tag der verstreicht ist die Chance grösser das eine Dämoneninvasion die Basis angreift und mit jedem Mal, bei dem man überlebt, wird die Gegnerschar größer und stärker.

Um so lange wie möglich zu überleben, sollte man sich am besten genau überlegen in welche Richtung man forschen will, denn ein kleiner Zeitverlust kann unter Umständen fatal sein. Mit dem Ritual-Kreis kann man sich dem Okkultismus hingeben und schaltet damit Höllenschmieden und Spezialwaffen frei. Zudem kann man im späteren Verlauf selber Dämonen beschwören die einem zur Seite stehen.

Kommen wir zu unseren mutigen Kämpfern. Durch das Abbauen von Ressourcen und den Aufbau von Gebäuden oder Einrichtungen können sie an Erfahrung gewinnen. Mit zunehmender Erfahrung wachsen sie auch im Level der entsprechenden Tätigkeit, die sie Ausführen. Manche Teammitglieder haben spezielle Fähigkeiten die ihnen erlauben, in manchen Bereichen schneller und in anderen wiederum langsamer zu arbeiten. Das erkennt man im Fähigkeiten-Fenster, alle positiven wie auch negativen Effekte sind dort aufgelistet. Für jedes Mitglied kann man die Prioritäten individuell festlegen, so können Leute mit positiven Effekten nur auf ihre Spezialgebiete fixiert werden.

Bei der Nahrungsversorgung muss man immer darauf achten, dass man nicht vergisst, das Geerntete auch in Nahrung zu verarbeiten, sonst verhungern die Überlebenskünstler schneller als einem lieb ist. Dazu gibt es ein Management, dass erlaubt einen Mindest- wie auch Maximalbetrag an Nahrung auf Reserve zu haben.

Für manche Forschungen braucht man nicht nur Forschungspunkte, sondern auch Ressourcen die man entweder selber herstellen kann oder durch das Erkunden der Karte bekommt, wenn man denn auch die Gegner auf dem entsprechenden Feld vernichten kann. Diese Tatsache alleine schon zwingt dazu die Basis zu verlassen, doch jede Exkursion kostet Essen und Trinken oder das Leben der ausgewählten Kämpfer. Dabei kann man höchstens fünf Teammitglieder hin schicken, jedoch muss immer mindestens eine Person zurückbleiben um die Basis zu beschützen. Zudem ist es wichtig die Karte regelmäßig aufzudecken, um weitere Gebiete zu durchforsten denn vielleicht stößt man dabei auf das Höllentor hinter dem eine beachtliche Schar an Gegner wartet.

In diesem Spiel stehen uns keine hirnlosen Zombies gegenüber, sondern die verschiedensten Dämonen die uns das Überleben schwer machen und uns daran hindern Vorwärts zu kommen. Am Anfang trifft man noch auf einfache „Imps“, die man ohne große Probleme zurückschlagen kann, doch mit jeder Angriffswelle werden die Dämonen stärker und besitzen unterschiedlichere Fähigkeiten. Der Reaper zum Beispiel ist ein Fernkämpfer, der mit magischen Feuerbällen um sich wirft und dabei enorm Schaden austeilt, weshalb er so schnell wie möglich fokussiert und beseitigt werden muss. Mit der Zeit kommen auch Werwölfe und Gegner mit Schusswaffen, sollte die Truppe dann noch mit Holzknüppel herum laufen, ist das Spiel praktisch gelaufen.

Die Karte besteht aus vielen Feldern, welche man erkunden kann und auf denen manchmal ein Gebäude steht, wie zum Beispiel ein Militärstützpunkt oder ein Krankenhaus und einige mehr. Leere Felder kann man nicht direkt durchforsten aber man kann sie besuchen um die Karte zu observieren und dadurch diese mehr auf zu decken – denn sie liegt zum größten Teil in einem Kriegsnebel verhüllt. Auf den belegten Feldern sind immer Ressourcen zu holen, jedoch trifft man da auf Gegner die man in der Übersicht sieht, wenn man auf das Feld klickt. So kann man immer gut Abschätzen ob sich ein Besuch lohnt oder ob man dafür noch zu schwach ist.

Zusammengefasst geht es darum Ressourcen zu sammeln um sich eine Basis aufzubauen und um sich vor den Gegnern zu verteidigen, die Truppe durch Rettungsaktionen zu verstärken. Dabei ist jede Entscheidung mit Bedacht zu wählen, denn sie kann immer Folgeschäden beinhalten. Das Spiel ist absichtlich schwer um keine langweile hervor zu rufen, doch beim öfteren Neustart ist der Anfang ziemlich schnell Routine, bis es wieder knifflig wird.

 


 

– Die Besonderheiten –

Um Forschungspunkte zu erhalten braucht man einen Forschungstisch, an dem eine Person dann experimentiert und dabei die Punkte generiert. In den verschiedenen Technologiebäumen – fünf Stück an der Zahl, in einzelnen Reitern gegliedert – kann man einige Grundforschungen wählen, die dann zu weiteren Technologien führen. Durch das Freischalten der Technologien bekommt man neue Räume oder Werkstätte, in denen man zum Beispiel Holz in Bretter verwandelt oder Pistolen, Bögen und Rüstungen herstellt. Für die Grundforschungen benötigt man nur die normalen Forschungspunkte für spätere Technologien braucht es jedoch auch Ressourcen aus dem Lager, um sie zu aktivieren.

Die Dämonenpunkte erhält man durch das Praktizieren des Okkultismus am Ritaul-Kreis und können verwendet werden um Rituale frei zu schalten, wie schnellerer Wachstum für gepflanzte Bäume oder das finden von neuen Ressourcen in der nähe der Basis – die vielleicht bereits schon ausgegangen sind. Durch die Dämonenpunkte kann man im Technologiebaum auch Spezialwaffen und Rüstungen freischalten, für dessen Herstellung man spezielle Werkstätte braucht.

Einige wenige Technologien sind zum jetzigen Stand jedoch noch nicht implementiert.

 


 

– Der Support –

Die Entwickler von Judgment bringen bis jetzt regelmäßig Updates raus, die Fehler beheben und mehr Inhalt liefern. Zudem sind sie auch immer wieder am Ausbalancieren, was dem Spiel bestimmt nicht schlecht tut. In ihrem Steamforum sind sie rege unterwegs und beantworten oft die Fragen der Community. Man merkt, dass ihnen ihr Spiel wirklich am Herzen liegt und das sie ihr Möglichstes tun um es stetig zu verbessern. Auf ihrer Webseite führen sie einen Blog in dem sie die Spieler und Leser immer auf dem Laufenden halten was Judgment betrifft. Das Spiel soll laut Entwickler bis Ende 2016 fertig werden, aber sie bleiben im Early Access so lange bis das Spiel die eigenen Erwartungen erfüllt. Sollte das, bis Ende 2016 nicht der Fall sein, verzögert sich der Release.

 

– Bisheriges Fazit –

Da das Spiel hauptsächlich von zwei Leuten entwickelt wurde, kann ich nur den Hut vor ihnen ziehen, denn sie haben bis jetzt eine großartige Leistung abgelegt. Das Spiel funktioniert einwandfrei und schenkt dem Spieler einige Stunden Spielfreude, auch wenn das Spiel sehr anspruchsvoll und sicher keine leichte Kost ist. Dazu kommt ihnen zu Gute, dass das Spiel im Verhältnis zu seinem Inhalt sehr preiswert ist, auch wenn der Preis nach dem Release steigen wird.

Wusstest du schon, dass du das Spiel ebenfalls bewerten kannst? Dazu einfach oben in das Review auf die Sterne unter „Eure Wertung„ klicken. Wahnsinn!

Meiner Meinung nach hat das Spiel einigen Wiederspielwert und macht auch unglaublich viel Spaß. Für die kurze Zeit in der das Spiel jetzt im Early Access ist, ist es in der Entwicklung schon ganz schön weit, denn die Entwickler haben in einer „Closed Alpha“ in Zusammenarbeit mit den Spielern die meisten Fehler bereits behoben. Ich kann das Spiel allen empfehlen, die nicht vor Spieletiteln mit höheren Ansprüchen flüchten oder bei einigen Niederlagen bereits aufgeben.

 


 

 


 

Anariel

Über Anariel

Im Grunde spiele ich so ziemlich alles was mir in die Hände fällt, ausgenommen von Horrorspielen. Aufgewachsen bin ich aber mit den legendären Schlachten in Age of Empires 2, den arbeitstüchtigen Orks aus Warcraft 3 „Work, work“, den geheimnisvollen Zerg aus Starcraft und vielen, vielen mehr. Auch heute sprechen mich Strategiespiele und Aufbausimulationen außerordentlich an. Trotzdem versuche ich mich immer wieder gern an Indietitel, bei denen ich keine Ahnung habe, was für ein Spielkonzept dahinter steckt.

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