Forsaken Fortress Strategy SCREENSHOTS
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Forsaken Fortress Strategy

Überleben mit Hindernissen

 

Für wen ist Forsaken Fortress Strategy eigentlich?

– Für Freunde von Survival-Spielen die mehrere Teammitglieder steuern möchten und vor häufigen Toden und mehreren Anläufen nicht zurückschrecken.

Für wen ist Forsaken Fortress Strategyeher nichts?

– Für Spieler die ein flüssiges Spielerlebnis wollen, wenig Zeit in das Erlernen von Spielmechanik investieren möchten und ungerne viele Versuche und Neustarts in Kauf nehmen.

Was möchte Forsaken Fortress Strategysein?

– Ein Team-Management Spiel mit Fokus auf Überleben durch Plündern von Gegenden und Ausbau einer eigenen Basis.

Was ist Forsaken Fortress Strategygeworden?

– Genau das, mit leider unrunder Spielmechanik und noch nicht perfekt ausbalanciertem Schwierigkeitsgrad.

 

Wir befinden uns, mal wieder, in einer post-apokalyptischen Welt wo es natürlich vor Zombies nur so wimmelt. Aber auch die meisten anderen Überlebenden sind uns gegenüber feindlich gesonnen und wollen uns am liebsten über den Haufen schießen. Nur als Team, mit Taktik und Strategie können wir unser Camp ausbauen und es mit den Gefahren dieser Welt aufnehmen. Wie sich dieses Unterfangen spielt und wo die Entwickler noch nachbessern müssen, kannst du in der folgenden Review erfahren.

 


 

– Die Präsentation –

Forsaken Fortress Strategy (FFS) präsentiert sich optisch in zweckmäßiger isometrischer Perspektive, welche einem zu den meisten Zeiten einen guten Überblick über das Spielgeschehen verschafft. Überrascht wird man mit einigen grafischen Details, die sich beim heranzoomen an die Spielwelt offenbaren. Loderndes Lagerfeuer, blutige Mutanten oder Spielcharaktere, denen man beim Gemüse schneiden am Herd zuschauen kann sorgen für Atmosphäre und erklären auch die vielen möglichen Grafikeinstellungen. Selbst die Dichte des Grases lässt sich dort neben Schatten-, Textur- und Animationsqualität einstellen. Die meiste Zeit wird man aber, um den besseren Überblick zu behalten, in der niedrigsten Zoomstufe verbringen und da ist die Grafikpracht dann um einiges gemindert aber dennoch schön anzusehen.

Weniger Einstellmöglichkeiten hat man beim Audio. Aktuell gibt es nur einen Regler für die Gesamtlautstärke, welcher aber, zumindest bei mir, nicht funktionierte. Da bleibt nur die Lösung über die Systemsteuerung oder sonstige externe Regler die Lautstärke zu reduzieren. Denn die Musik ist manchmal etwas laut. Steht nämlich ein Kampfgeschehen bevor, wird dies durch entsprechendes einsetzen von Musik kenntlich gemacht, was durchaus stimmig aber nicht gut ausbalanciert ist. Die Soundeffekte tragen ebenso gut zur Atmosphäre bei. Typisches Zombiestöhnen lässt den Adrenalinspiegel steigen und einem wird schnell klar, dass man hier nicht alleine ist und Gefahr droht.

Technisch hat Forsaken Fortress Strategy noch mit einigen Unzulänglichkeiten zu kämpfen. Die Charaktere bewegen sich gerne mal an Orte, die für sie nicht bestimmt sind. Beim Bau eines Bettes habe ich so schon mal einen Schützling durch die Wand ins Freie befördert und die Platzierung eines Brunnens zu nah an der Häuserwand führte dazu, dass die Leute zum Wasser produzieren aus dem Haus hinaus liefen und die Aktion von draußen durch die Wand ausführten. Schwierig und dramatisch wird es dann, wenn sich ein Charakter durch Häuserwände oder sogar in Autos schiebt, aus denen es kein Entkommen mehr gibt. Das ist gleichbedeutend mit dem Tod dieser Person, was wiederrum einen kompletten Neustart des Spiels von vorne bzw. vom letzten Speicherpunkt notwendig macht, sofern man nicht auf den Charakter verzichten möchte. Hinzu kommen noch Dinge wie das Verschwinden aller Charaktere nach dem ein gespeicherter Spielstand geladen wurde und die fehlende Möglichkeit, den vorhanden Spielstand nach erfolgtem Patch wiederaufzunehmen.

 


 

– Das Gameplay – 

Zu Beginn von Forsaken Fortress Strategy kann man aus drei verschieden Modi wählen. Im Survival Mode ist es das Ziel, dreißig Tage die Stellung zu halten um dann von Freunden gerettet zu werden. Der Challenge Mode beschert einem die Aufgabe, die stark bewachten Stadtmauern vor feindlichen und stark bewaffneten Banditen zu säubern um dann flüchten zu können. Und schließlich gibt es noch den Free Mode, in dem man ohne bestimmtes Ziel, so lange wie möglich überleben soll – eine Art Sandkasten Modus. Egal, wofür man sich entscheidet, zunächst kann man aus einer Anzahl von sechs Leuten zwei auswählen, mit denen das Abenteuer begonnen wird. Diese unterscheiden sich durch ihre vorgegeben Namen, das Aussehen und natürlich ihre Fähigkeiten wie Konstitution, Treffsicherheit, medizinische Skills, Scavenging oder auch Crafting. Außerdem können die einzelnen Charaktere auch unterschiedlich gut mit den verschieden Waffen wie Maschinengewehr, Shotgun oder Pistole umgehen. Je nach gewähltem Modus führt das Spiel nun in Textform kurz in das Geschehen ein wobei sich am Spielprinzip und der Ausgangslage einer postapokalyptischen Welt im Jahre 2150 mit Zombies und jeder Menge feindlichen Banditen nichts ändert.

Unsere zwei Charaktere befinden sich zu Beginn in der Basis wieder, wo ein Gebäude mit vier Räumen darauf wartet wohnlich eingerichtet zu werden. Moral, Hunger, Energie, Wohlbefinden und Verletzung sind die in Form von Balken angezeigten Zustände, die möglichst nicht in den roten Bereich wandern sollten. Um das zu verhindern können wir einige Einrichtungsgegenstände erstellen, die das Überleben sichern sollen. Eine Küche zum fertigen von Nahrungsmitteln sollte zum Anfang dazu gehören, ebenso einige Betten um die notwendige Erholung zu gewährleisten. Im späteren Verlauf kommen dann noch einige Werkbänke hinzu, die das Bauen von Waffen, Munition sowie Kleidung ermöglichen und im weiteren Verlauf auch einem Upgrade unterzogen werden können. Nachts wird es sehr kalt und eine Temperatur im einstelligen Bereich lässt die Energie und das Wohlbefinden unserer Leute sinken und führt im schlimmsten Falle zu Krankheit. Also noch rasch ein Lagerfeuer gebaut, welches mit Holz am Brennen gehalten wird und so für angenehme nächtliche Temperaturen sorgt. Schnell wird klar: Wir brauchen mehr Rohstoffe. Diese lassen sich fürs Erste in der näheren Umgebung unseres Basislagers finden, sind aber nur begrenzt vorhanden. Beim Durchstreifen der Gegend gibt es einige Müllhaufen, leerstehende Autos und Gebäude die durchsucht und geplündert werden können. In der Nähe der Basis kann man die Rohstoffe und Gegenstände direkt ins Camp-Inventar einlagern wohin gegen man in weiter entfernten Gegenden auf den begrenzten Platz im Inventar der Charaktere angewiesen ist.

Nach der ersten kleineren Erkundung der näheren Umgebung kann kommt man nicht umher in die Welt hinaus zu gehen um weitere Materialien zum Campausbau und zur Erstellung von Ausrüstungsgegenständen zu sammeln. Mittels Mausklick gelangt man auf die Weltkarte auf der sich verschieden Orte, wie ein Restaurant, ein Vergnügungspark oder auch ein Gefängnis anwählen lassen. Eine kurze Beschreibung verrät worauf man sich dort einlässt. In der Regel sind es entweder viele bewaffnete, unfreundliche und angriffslustige Überlebende oder eine mehr oder weniger große Anzahl an Zombies, die uns natürlich auch ans Leder wollen. Die Gefahreneinschätzung differiert dabei von einfach über normal und hart bis zu wahnsinnig. Erste Anlaufstelle sollte also das als leicht eingeschätzte Flüchtlingslager sein, indem wir nicht angegriffen werden, einige Rohstoffe plündern können, Handel betreiben und sogar neue Charaktere für unsere Gruppe hinzu gewinnen. So überstehen wir dann einen Tag nach dem anderen und müssen uns im Verlauf in immer gefährlichere Gebiete vorwagen, auf der Suche nach Nahrung und Rohstoffen um das Überleben zu sichern.

 


 

– Besonderheiten: Die Kämpfe –

Die Welt von Forsaken Fortress Strategy ist voll von gefährlichen Zombies und feindlichen Gegnern. Während die Zombies einzeln noch recht leicht zu töten sind wird es bei den zum Teil schwer bewaffneten Banditen schon um einiges schwieriger. Nur wenn wir ebenfalls Schusswaffen haben ist die Chance am Leben zu bleiben gegeben. Um nicht von Feinden überrascht zu werden kann man im Stealth-Modus agieren was die Bewegungen etwas langsamer, aber auch leiser macht. %Apfelsaft% Über kurz oder lang wird man aber doch entdeckt wenn man sich z.B. Zutritt zu einem Gebäude mittels beherztem Fußtritt gegen die verschlossene Tür verschafft. Dann gilt es die Charaktere in den Kampfmodus zu versetzten und den Gegner zu eliminieren was wiederum schnell weitere Gegnerhorden anlockt. Es empfiehlt sich also taktisch vorzugehen und Mauern sowie Autos als Deckung zu nutzen. Vorausgesetzt man hat bereits selbst einige Schusswaffen kann man die Feinde dann einzeln in einen Hinterhalt locken und hat so eine Chance sie nacheinander auszuschalten.

Ärgerlich ist dabei aber immer die automatische Wegfindung der Charaktere. Sie bleiben gerne mal an Häuserwänden, Containern, Autos oder sogar Bäumen hängen und lassen sich nur mühsam in bestimmte Positionen bringen, besonders wenn man mehrere Personen gleichzeitig ausgewählt hat. Im schlimmsten Falle sind sie an einer Stelle gefangen, wo sie dann nicht mehr heraus kommen. Leider passiert das nicht selten und sorgt so für zusätzliche Frustmomente in einem Spiel mit ohnehin schon hohem Schwierigkeitsgrad.

 

– Besonderheiten: Roque-like –

Sterben gehört bei Forsaken Fortress Strategy irgendwie dazu. Hat es einen Charakter im Kampf erwischt können die anderen versuchen ihn wieder zu beleben, was je nach vorhandenen medizinischen Fähigkeiten mehr oder weniger erfolgreich ist. Die Rekrutierung neuer Charaktere ist möglich, kann aber nicht unendlich wiederholt werden, da die Anzahl der zu Verfügung stehenden Leute begrenzt ist (maximal sechs). Zu schnell verliert man dann seine Charaktere, weil man von Gegnerhorden überrascht wird, die einen mit automatischen Waffen über den Haufen schießen, während man selbst noch unbewaffnet ist oder gerade mal ein Messer oder einen aufgerüsteten Baseballschläger zur Verfügung hat. Die Möglichkeit, das Spiel jederzeit zu pausieren, ist positiv hervorzuheben und gibt die Möglichkeit, sich einen Überblick zu verschaffen aber auch den Charakteren die anzugreifenden Feinde gezielt zuzuweisen.

Nach einiger Zeit kennt man die Karten, weiß wo Gegner zu erwarten sind und kann die Kämpfe auch besser meistern. Bis es dazu kommt ist man aber einige Tode gestorben und auch der Faktor Glück spielt, nicht zuletzt wegen der unpräzisen Steuerung der Charaktere, eine nicht unbedeutende Rolle.

Leider kann man nur im Basiscamp speichern und es steht auch nur ein Speicherslot zur Verfügung. Auf der einen Seite fördert dies den Survival-Aspekt, trägt aber auch zu erhöhten Frustmomenten bei, da der Rohstoffmangel den Spieler dazu zwingt, immer gefährlichere Gebiete zu erkunden, die selten beim ersten Mal zu meistern sind.

Hinzu kommen die schnell ins Minus sinkenden Bedürfnisse der Charaktere. Ein nächtlicher Erkundungstrip zu einem weit entfernten Gebiet auf der Karte kann da mal schnell zu extremen Hunger und hochgradiger Erschöpfung führen. In Folge dessen bewegt sich der Charakter dann nur noch schleppend durch die Gegend und ist natürlich ein noch leichteres Ziel für mögliche Angreifer. Das fühlt sich im Grunde genommen sehr realistisch an, etwas mehr Balancing in dieser Hinsicht würde FFS aber gut tun.

 

– Der Support –

Aktuell bringen die Entwickler regelmäßig Patches und Updates heraus, die den Content z.B. um größere Karten und mehr Möglichkeiten zum Plündern erweitern. Die technischen Probleme, wie die automatische Wegfindung der Charaktere und das Hängenbleiben in irgendwelchen Gegenständen, aus denen man nicht mehr heraus kommt, sind aber nach wie vor vorhanden.
Die Entwickler haben eigens einen Thread auf Steam erstellt, in dem die Bugs gemeldet werden können. Viele Antworten von Seiten der Devs gibt es nicht, jedoch zeigen die regelmäßigen Patches, dass sie durchaus gewillt sind FFS weiter voran zu bringen. Angesetzt ist eine recht kurze Early-Access-Periode von drei Monaten. Das fertige Spiel soll etwas umfangreicher im Sinne von mehr Maps, Gegenständen und Feinden sein.

 


 

– Das Fazit –

Forsaken Fortress Strategy macht durchaus Spaß und hat Potential, wenn man sich einige Stunden Zeit nimmt und an die Spielmechanik gewöhnt hat. Nach einigen Versuchen kennt man die Gegenden und weiß, wo man als erstes hingehen kann um die nötige Grundversorgung zu gewährleisten und sich für die späteren, sehr herausfordernden Kämpfe zu rüsten. Das ist aber verbunden mit viel Aufwand und häufigen Neustarts des Spiels. Die vorhanden Bugs und die ungenaue Steuerung verhindern ein flüssiges Spielen zusätzlich.

Als Alternative sei hier das Spiel Survivalist genannt, das ähnliches Gameplay zu bieten hat und neben dem Basisausbau auch noch Quests und Charakterentwicklungen beinhaltet.

 

– Warum 2,5 Sterne? –

Weil Forsaken Fortress Strategy zu einem zähen Spielerlebnis wird und aktuell noch, auf Grund der technischen Mängel, einen unfertigen Eindruck hinterlässt. Eine Empfehlung ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht bedenkenlos möglich, ist aber bei weiterer Entwicklung noch drin.

 


 

 


 

Über Early Access Addicts

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