Deep Sky Derelicts SCREENSHOTS
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Deep Sky Derelicts

Aus All mach neu

 

Bruchstücke der wahnsinnigen Roboter liegen auf dem Boden. Der Kampf war lang, viel zu lang. Unsere Energie ist unter 30 Prozent gefallen und der Weg zurück zum Einstieg wird unsere letzten Reserven komplett erschöpfen. Ich höre noch die Worte. „Nur noch ein weiterer Raum, dann drehen wir um“, doch der Scanner zeigte ein Artefakt auf dem PDA. Man hat uns aufgelauert. Sie stürmten aus einem Hinterhalt in unsere kleine Gruppe und schlugen wild um sich.

Unsere Energieschilde hielten dem nicht lange stand und wir kommen nicht mehr lebendig zurück. Mögen unsere sterblichen Überreste der nächsten ahnungslosen Gruppe an Entdeckern eine Warnung sein und unsere Waffen eine unschätzbare Hilfe auf dem Weg ins innere dieses Gebildes aus verrostetem Stahl und tödlichen Fallen. Logbuch Ende.

In vielen Spielen ist die Zukunft ein düsterer Ort, voll von Ungleichheit und Zerstörung. Die Menschheit ist versprengt, die Welt zerstört, die Überlebenden kämpfen jeden Tag um ihr Dasein. Überraschung: Deep Sky Derelicts macht hier keine Ausnahme. Doch statt euch mit Waffen und Rüstung durchs Ödland zu schicken, geht eure Reise ins All. Düstere Zukunftsvisionen paaren sich mit taktisch anspruchsvollen Scharmützeln, Erkundungstrips durch verlassene Raumschiffe und über allem hängt die Angst vor dem permanenten Tod. Warum es dennoch Spaß macht, sein Team aus Plünderern durch die düsteren Gänge zu hetzen, lest ihr am besten selbst.

 

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WICHTIG! Bitte beachte, dass es sich bei dem folgenden Testbericht um eine Early Access Version handelt. Unsere Wertung ist noch nicht endgültig und kann sich im Laufe der Entwicklung des Spiels ändern. Dieses Review bietet dir einen ersten Einblick in die zum Zeitpunkt des Tests aktuelle Version des Spiels (die getestete Spielversion kann in der oberen Box entnommen werden). Über die weitere Entwicklung und nennenswerte Updates zum Spiel informieren wir in Form von einem QUICKIE, diese findest du auf unserer Startseite oder direkt im dazu passenden Review. Alle Informationen zu unserem Bewertungssystem findest du hier.

 


 

– Präsentation –

Ich habe im Vorwort bereits einige Dinge vorweggenommen. Deep Sky Derelicts zeichnet das Bild einer düsteren Zukunft, in der die Menschheit durch eine unbarmherzige Zweiklassengesellschaft getrennt wird. Während die eine Hälfte in Form von postmodernen Aristokraten und gehobenen Bürgern auf Planeten lebt, die Rohstoffe und Ressourcen im Überfluss bieten, müssen die verbliebenen Mitglieder der unteren Schichten darum kämpfen, den Status eines Bürgers zu erlangen.

Dem Spieler wird diese Form geboten, in dem er in die Rolle eines Plünderers schlüpft, dem Anführer eines dreiköpfigen Teams. Die Aufgabe besteht nun darin, unzählige Wracks im Weltraum aufzuspüren, zu plündern was ihnen an Wert noch geblieben ist und dabei Hinweise auf ein verschollenes Mutterschiff zu sammeln.

Letzteres zieht sich wie ein roter Faden durch die Story, von der aktuell leider noch nicht wirklich viel vorhanden ist. Wir befinden uns noch einem sehr frühen Stadium des Spiels und gäbe es nicht das motivierende Gameplay, ich hätte womöglich sehr rasch die Lust verloren. Die bereits vorhandenen Schnipsel einer Geschichte werden allerdings gut in Szene gesetzt, nicht zuletzt durch die ansprechend düstere und comicartige Grafik, die in Teilen an Darkest Dungeon erinnert, ohne aber wie eine simple Kopie mit neuen Charakteren zu wirken.

Die inszenierte Stimmung kommt besonders gut zum Tragen, wenn sich der Spieler im Kampfbildschirm befindet, weil die unterschiedlichen Fähigkeiten und Attacken, von denen ihr unter Gameplay mehr erfahren werdet, mit tollen Bildeffekten dargestellt werden. Die Kamera nimmt kurz den Fokus vom Geschehen und konzentriert sich auf den Angreifer bzw. die Angegriffenen  und erzeugt dadurch eine packende Dynamik. Die düstere Farbpalette, in die sich sowohl unser Team als auch die Feinde kleiden, passt perfekt zum dem Setting eines verlassenen Weltraumwracks. Die Räume selbst wirken stimmig und glaubwürdig, dennoch hoffe ich darauf, dass sich die Anzahl an unterschiedlichen Bildern noch erhöhen wird.

UI und Inventar sind übersichtlich gehalten, können aber im ersten Moment ein wenig erschlagen, besonders weil es dem Spiel an einem echten Tutorial mangelt. Sicher, es werden kleinere Hilfetexte eingeblendet, doch viele der sichtbaren Werte und Zahlen werden nicht erläutert und so obliegt es dem Spieler, alles allein herauszufinden. Persönlich enttäuscht hat mich bisher grafische Umsetzung der endlosen Korridore und Gänge. 

Als hätte man eine Karte aus vielen Quadraten, zieht man seine Figur wie über ein Spielfeld und kommt dabei kaum in den Genuss, die durchquerten Räume zu bestaunen. Da dies vorrangig aus einem Menü heraus passiert, muss man relativ umständlich zwischen den Ansichten wechseln. Hier wird dem Auge wirklich wenig geboten und führt über kurz oder lang zur Monotonie.

Der Soundtrack ist sehr stimmig gehalten, überzeugt mit spacigen oder düsteren synthetisch anmutenden Klängen und passt gut zum restlichen Ambiente des Spiels. Gerade in den Kämpfen kommen Musik und Soundeffekte gut zum Tragen und unterhalten zusätzlich, ohne von den teilweise sehr schwerwiegenden Entscheidungen abzulenken.

 

– Gameplay –

Im Grunde teilt sich das Gameplay in zwei unterschiedliche Phasen. Erkundung und Ereignis, wobei letzteres meist ein Kampf mit Gegnern darstellt. Doch beginnen wir am Anfang. Wer ein neues Spiel startet, hat die Wahl von drei Plünderern aus sieben verschiedenen Klassen. Letztere sind Archetypen, wie man sie wohl auch aus anderen Rollenspielen kennt und spiegeln dies in ihren Werten und bevorzugten Waffen wider. So gibt es den Bruiser, quasi den Tank und Nahkämpfer, der bevorzugt mit Zweihandwaffen an die Gegner tritt.

Auch ein Medic sollte für den Anfang in keinem guten Team fehlen und vielleicht noch ein Leader, also ein Anführer, der mit unterstützenden Skills die Moral und Fähigkeiten der anderen Mitglieder erhöht? Natürlich gibt es noch den Fernkampfspezialist, den Techniker oder den reinen Plünderer.

Hier zeigt sich direkt eine Stärke von DSD. Die Zusammenstellung des Teams bleibt dem Spieler völlig selbst überlassen und erhöht so den Wiederspielwert enorm. Hinzu kommt eine zufällige Ausrüstung und Raumschiffe, die bei jedem Durchlauf neu generiert werden. Kein Spiel gleicht also dem anderen, zumindest wenn es um Klassen und Ausrüstung geht. Was sich dennoch gleicht, ist der Einstieg.

Wir bekommen immer die gleiche Hauptaufgabe: Durchsuche diese Schiffe, finde spezielle Daten und verdiene dir ein Ticket in ein besseres Leben. Kurz darauf befinden wir uns in einer Plündererbasis, können uns kleine Nebenaufträge abholen oder unsere Ausrüstung bereits ein wenig aufbessern, allerdings rate ich sehr davon ab, die ersten Credits für irgendwas anderes als Energiezellen auszugeben. Warum?

Steigen wir ein in ein klassisches Abenteuer. Wir ziehen mit unserer Gruppe los, um eines der Raumschiffe zu erkunden, die uns auf einem HUD angezeigt werden. Noch kostet uns der Flug nichts, denn unsere Energieleiste ist voll. Im Wrack angekommen, weist uns ein knapper Hinweis darauf hin, dass alles, also jede Aktion, Bewegung oder Kampf, Energie verbraucht. Jeder Schritt von einem Raum in den nächsten kostet einen Punkt Energie.

Fast jede Aktion im Kampf kostet Energie. Wollen wir die Räume um uns herum scannen, damit wir einen besseren Überblick haben, investieren wir erneut Energie. 100 Punkte fasst unser Energiebalken, doch sind diese häufig schneller leer als mir lieb ist. Und so ist eines der Kernmerkmale des Spieles auch direkt einer meiner größten Kritikpunkte.

Ich verstehe, dass wir als Spieler einen gewissen Druck verspüren sollen. Darkest Dungeon hat dies mit Hunger und Angst sehr gut gelöst, Deep Sky Derelicts nutzt stattdessen die Energie um den Spieler vor Entscheidungen zu stellen. Erkunde ich weiter oder kehre ich um? Kämpfe ich oder ist ein Rückzug die klügere Alternative?

Doch der Verbrauch der Energie ist teilweise so hoch, dass das Gefühl einer Erkundung nicht so recht aufkommen will. Immerzu muss man zurück zur Basis, um die Energie gegen Geld aufzuladen. Doch wer nichts erkundet, findet weder Gegner noch Gegenstände, kommt also nicht an Geld und sieht sich der Willkür des Zufalls ausgesetzt, ob der bei seiner Erkundung über die ein oder andere Energiezelle gestolpert ist.Wer sich also in die dunklen Korridore der unterschiedlichen Raumschiffe wagt, die aktuell leider noch sehr ähnlich wirken, wird relativ schnell auf Gegner treffen. Der Bildschirm springt in den Kampfmodus und wir können endlich genießen, was Deep Sky Derelicts bereits jetzt besonders gut beherrscht, den rundenbasierten Kampf mit taktischer Tiefe, aufgepeppt durch ein motivierendes Kartensystem. Die Funktionsweise ist im Endeffekt so simpel wie genial.

Jedes Ausrüstungsteil bringt der Figur die sie trägt eine bestimmte Anzahl unterschiedlicher Karten. Manche sind klassenabhängig, andere können von jeder Figur angelegt werden und dessen „Deck“ somit erweitern. Im Kampf selbst nutzen wir also nicht einfach nur Skills, sondern wir spielen Karten aus, die diese dann für uns auslösen.

Das Ziel eines Kampfes ist relativ einleuchtend. Die Lebenspunkte der Gegner auf 0 zu bringen, bevor unsere Figuren sterben. [RUFFY] Fast jede Figur im Spiel hat neben seinem Lebenspool auch einen Schutzschild, der im Normalfall nicht so einfach zu durchbrechen ist, Bevor wir also die Gesundheit der Gegner verringern, müssen wir uns erst durch ihre Schilde kämpfen, gleiches gilt aber auch andersherum.

Gezielt spielen wir Angriffskarten um Attacken auszuführen, buffen uns gegenseitig für mehr Schaden oder Resistenz und heben mögliche negative Statusveränderungen auf. Was anfangs noch recht verwirrend wirkt, wird bald zum interessanten Mix aus Deckbau und vorausschauender Planung.So kann es zum Beispiel sein, dass ich eine Waffe finde, die zwar bessere Werte als meine alte besitzt, deren Karten mir aber kaum weiterhelfen. Gerade bei meinem ersten Durchlauf habe ich wiederholt den Fehler gemacht und alles angelegt, was mir in den Gängen in die Finger fiel. Leider haben meine Leute dann im Kampf nicht immer gezogen, worüber ich mich in diesem Moment gefreut hätte.

Manche Karten bzw. Skills ermöglichen Kombos oder wirken nur gegen bestimmte Typen von Gegnern, so hat Hacking nur Auswirkungen auf mechanische Gegner. Die Zusammenstellung der Gruppe und die gewählten Skills variieren den Schwierigkeitsgrad stark, vor allem am Anfang.

Auch hier fällt rasch ins Auge, wie sehr man mit der kostbaren Energie haushalten sollte. Wer nichts sinnvolles auf der Hand hält, kann für 10 Energiepunkte neue Karten ziehen, dem Äquivalent von zehn Aktionen. Ab einem gewissen Punkt muss man sich dann fragen, ob es nicht klüger wäre, den Rückzug anzutreten. Denn selbst wenn der Kampf gewonnen wurde, ist unser Spiel sofort vorbei, wenn die Energieleiste auf 0 fällt.

Mit Glück finden wir statt Gegnern einige Gegenstände zum looten, NPCs mit mehr oder minder nützlichen Hinweise und Quests oder einen Händler. Doch ausgewogen fühlt sich das ganze bisher nicht an. Stirbt eine Figur, ist sie z.B. nicht verloren, solange es nur ein Mitglied des Teams zurück zum Ausgang schafft. Gelingt uns dies, wird man mit extrem hohen Kosten konfrontiert, um das Teammitglied zu reanimieren.Wer also nichts hat, um es im Shop gegen Credits einzutauschen, läuft solange mit kleinerer Mannschaft herum, bis ihn entweder sein Ende ereilt oder ihm der Zufall hold war und einige wertvolle Artefakte im Wrack zu finden sind. Glücklicherweise sind die Kämpfe so motivierend, dass nach einem Ende, dem definitiv jeder neuer Spieler relativ rasch gegenübersteht, ein neues Team gewählt wird. Aus Fehlern lernt man, in DSD ganz besonders.

Wer am Anfang nichts einkauft und sich durch die ersten Korridore schlägt, hat irgendwann zumindest genug Credits auf der hohen Kante, um seine Leute regelmäßig zu heilen und die Energie auf ein Maximum aufzufüllen. Unsere Truppe sammelt durch Kämpfe Erfahrungspunkte und kann dadurch irgendwann bessere Ausrüstung und Skills anlegen.

So kämpft man nicht nur für den erhofften Loot sondern auch für die Hoffnung, dass wir mit kommenden Gefahren besser fertig werden bzw. weniger Energie verschwenden. Von diesem Punkt an, macht es deutlich mehr Spaß, weil man anfängt zu experimentieren, probiert Waffenkombis aus, wagt sich in gefährlichere Wracks, deren Schwierigkeit in Form von Leveln dargestellt wird. Aktuell gibt es davon leider erst vier und so ist dem, der durchdacht vorgeht, bald das aktuelle Ende des Spiels beschieden.


 

– Besonderheiten –

Sieht man sich den bisher überschaubaren Content von Deep Sky Derelicts an, so finde ich es dennoch schön, dass dem Spieler bereits einige motivierende Kleinigkeiten geboten werden, die dem Spieler mehr Motivation verschaffen. So kann unsere Truppe nicht nur bessere Ausrüstung und Skills anlegen, wenn sie über ein bestimmtes Maß an Erfahrung verfügt, sondern jede Klasse besitzt einen eigenen Talentbaum  in den gesammelte Abilitypunkte investiert werden können.

Sogar innerhalb einer Klasse kann noch ein bestimmter Pfad gewählt werden. Wollen wir etwa, dass der Anführer mehr Geld aus Verkäufen erhält oder die Stärke seiner Karten erhöhen? Kann der Plünderer recyclen, also eine Karte nach der Benutzung wieder auf die Hand bekommen oder investieren wir in seine Schnelligkeit und Resistenz? Die Möglichkeiten sind vielfältig und bieten viel Platz für Spielraum.Eine weitere Möglichkeit sich zu individualisieren sind Waffenmods, die unter anderem nützliche Boni bei unserer Gruppe sowie Statuseffekte am Gegner bewirken und das Verhalten der getragenen Waffe grundlegend verändern können. Eine Schrotflinte mit Blutungsschaden oder eine Faustwaffe mit Durchschlag, die dem Gegner Schaden zufügt, obwohl sein Schild noch aktiv ist? Kein Problem. Nur – erstmal muss man all diese Dinge finden oder aber genug Credits zusammenbekommen, um sich im Shop einige der begehrten Erweiterungen zu kaufen.

Eine Alternative zum Kampagnenmodus bietet die Arena, in der Spieler ein Team wählen, danach auf einem zufällig generierten Schiff starten und sich durchkämpfen. Wer gerade wie ich besonders viel Gefallen an dem Kampfsystem gefunden hat und aus seinen Fehlern im Storymodus lernt, sollte diesen Modus einmal ausprobieren, da man nie in seine Basis zurückkehrt und nehmen muss, was die Gänge hergeben.


 

– Support –

Das Team um das kleine finnische Entwicklerstudio Snowhound Games, bestehend aus sechs in unterschiedlichen Bereichen ausgebildeten Absolventen der JAMK Universität, hat sich vorgenommen, mit Deep Sky Derelicts ein gleichermaßen anspruchsvolles und optisch ansprechendes Spiel zu entwerfen, bei dem es mehr um Tiefe als opulente Grafiken geht.

Der gewählte Stil spricht dennoch für sich und zeigt rasch die Einflüsse von anderen Spieletiteln, allen voran natürlich Darkest Dungeon. Von einer mobile App abgesehen, ist Deep Sky Derelicts das erste wirklich große Projekt des kleinen Indie-Studios und somit eine Herausforderung, an der sie gemessen werden müssen.

Wer die Steam-News aufmerksam verfolgt, hat allerdings feststellen können, dass es nicht nur regelmäßige Updates gibt, sondern auch eine professionelle Roadmap und ständige Transparenz. Man findet die Entwickler in den Foren und spürt ihren Willen, auf Feedback und Kritik einzugehen, obwohl sie definitiv auch einiges an Lob verdient haben. Bei einem so kleinen Team werden wahrscheinlich viele kleinere Updates folgen und das Spiel über einen längeren Zeitraum im Early Access verweilen.

 

– Fazit –

Deep Sky Derelicts ist eines der Spiele, bei dem ich dankbar dafür bin, dass es Early Access gibt. Es ist innovativ, optisch sehr ansprechend, fordernd und kann geduldigen Spielern für viele viele Stunden Spielspaß und Langzeitmotivation bieten. Nun, zumindest könnte es dies, wenn dafür bereits genügend Inhalte vorhanden wären. Bisher sehe ich das Gerüst und einige Kernelemente von einem Spiel, das, wenn man dem Entwickler Zeit und Mittel lässt und das Feedback der Community hinzuzieht, von einem Rohdiamanten zu einem echten Juwel werden kann.

Es ist alles vorhanden. Die düstere Grafik passt gut zu dem gewählten Setting, was von der Story bereits vorhanden ist, ergibt ein stimmiges Bild und die musikalische Untermalung tut ihr übriges dazu. Die eintönige Gestaltung der Schiffwracks und der damit verbundenen Monotonie, ständig die gleiche Karte abzuwandern sowie der größte Knackpunkt, der ewig fehlenden Ressource Energie und dem dadurch stark beeinträchtigten Entdeckerdrang, sind in meinen Augen zwei der wichtigsten Punkte, die es im Reifeprozess der kommenden Wochen und Monate noch zu verbessern gilt.

Wusstest du schon, dass du das Spiel ebenfalls bewerten kannst? Dazu einfach oben in das Review auf die Sterne unter „Eure Wertung“ klicken. Wahnsinn!

Das Balancing der einzelnen Klassen und den dazugehörigen Karten und Waffen empfinde ich hingegen als gelungen. Aktuell bietet das Spiel vor allem eins: Gute taktische und rundenbasierte Kämpfe, sowie die Möglichkeit sein eigenes Team bis ins kleinste Detail zu individualisieren. Dies macht bereits sehr viel Spaß und bietet dank zufällig erstellter Karten und Waffen eine erhöhte Wiederspielbarkeit, aber um die höchsten Bewertungen zu erreichen, müssen mehr Inhalte einfließen.

Wer also nach einer gelungenen Alternative zu Darkest Dungeon sucht, die sich in vielen Punkten deutlich von diesem abhebt, kann bereits getrost zugreifen. Ich selbst bin großer DD-Fan und spreche hier aus ehrlicher Erfarung. Allen anderen lege ich ans Herz, die nächsten Updates abzuwarten, nicht aber ohne Deep Sky Derelicts bereits auf die Wunschliste zu setzen, denn dieses Spiel bietet neben Optik und Tiefe auch eine Menge Potential für die Zukunft.

 


 

 


 

Faust

Über Faust

Angefangen mit Master System, SNES und Playstation, fand irgendwann auch der PC Einzug in mein Wohnzimmer und ist seitdem mein Favorit wenn es um Videospiele geht. Ich liebe Klassiker wie Suikoden, Vandal Hearts und Final Fantasy, bin aber auch immer an neuen Titeln interessiert. Multiplayer sind nicht meine Stärke, daher spiele ich lieber RPGs, Aufbaustrategie und generell alles mit einer guten Story. Indie Games und Pixel Art haben einen besonderen Platz in meinem Herzen und Kickstarter kann man getrost als mein zweites Zuhause bezeichnen.

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