Clockwork Empires SCREENSHOTS
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VN:F [1.9.22_1171]

Clockwork Empires

Beim Leben der Queen!

 

Für wen ist Clockwork Empires eigentlich?

– Für diejenigen, die viel Freude an Aufbaustrategiespielen haben und offen für neue Ansätze sind.

Für wen ist Clockwork Empires eher nichts?

– Für alle, die kein Interesse daran haben Häuschen zu bauen und eine Kolonie zu gründen.

Was möchte Clockwork Empires sein?

– Ein abwechslungsreiches Aufbaustrategiespiel, das mehr bietet als nur vorgefertigte Gebäude zu bauen.

Was ist Clockwork Empires geworden?

– Ein innovatives Aufbaustrategiespiel, das neue Ideen umsetzt und dem Spieler eine Unmenge an Möglichkeiten bietet.

 

Erbaue dein eigenes Imperium und bilde Söldner aus, die deine Kolonisten vor Banditen sowie auch allen anderen Gefahren, die Clockwork Empires hergibt, schützt. Lass deine Arbeiter das Land bebauen und beackern, so dass dein Reich wächst. Wieso du dabei schnell sein solltest, erfährst du im späteren Verlauf dieser Review.

 

Kein Freund der vielen Worte? Direkt zum Fazit springen: Klick mich!

 


 

– Die Präsentation –

Das Spiel präsentiert sich mit detailverliebten Grafiken und einer stimmungsvollen Musik, die sich der gegebenen Situation anpasst. Zudem steht dem Spieler eine sehr weitläufige Weltkarte zur Verfügung, die mit Abwechslung glänzt und auf der es viel zu erkunden gibt. Die Kolonisten sind in Klassen aufgeteilt und durch ihre klassenspezifischen Roben gut zu unterscheiden. Desweiteren beinhaltet das Spiel einen Tag- & Nachtzyklus der Auswirkungen auf die Tätigkeiten und Stimmung der Arbeiter hat.

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Die Menüpunkte sind sehr übersichtlich und schlicht gehalten, so das man nicht den Überblick verliert. In einem Reiter hat man die Übersicht über alle Workcrews und welcher Arbeiter, wo eingeteilt ist. Wie bei die Sims kann man die Gebäude in verschiedenen Ansichten wechseln – mit Dach, ohne Dach oder ohne Wände.

Technisch gesehen weisst Clockwork Empires einige Fehler auf und läuft leider nicht ganz so stabil wie es eine Endversion sollte.

 

– Das Gameplay –

Zu Beginn wählt man einen freigeschalteten Startpunkt auf der Karte aus, manche schalten sich erst frei sobald man eine gewisse Anzahl an Kolonisten erreicht hat. Die einen Punkte vereinfachen den Start, andere wiederum erschweren ihn und bringen den Spieler an die Grenzen seiner Nerven. Denn es kann gut sein, dass man nicht zum ersten oder letzten Mal gestartet hat und einige Anläufe braucht bis man den Dreh raus hat. Im Menü hat man die Möglichkeit sich eine neue Karte generieren zu lassen, wenn die aktuelle nicht gefällt, dadurch verliert man jedoch jegliche Fortschritte und beginnt wieder mit den ersten freien Startgebieten.

Nach der Auswahl, landet man mit seinen Kolonisten mitten in einer neu generierten Welt. Keine Welt ist wie die Andere und so bleibt auch der Erkundungsgeist immer bestehen. Doch das Erkunden ist noch kein Thema in der frühen Anfangsphase. Zuerst muss man sich um eine zuverlässige Nahrungsquelle und Grundrohstoffe wie Holz und Stein kümmern. Diese Materialien braucht man auch für die ersten Gebäude, wie Zimmerei, Küche und Baracke.

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Man kann die Kolonisten nicht steuern, sondern man erteilt Aufträge durch das interagieren mit der Umgebung. Anhand der unteren vier Befehle (wie Holz fällen, Gestein abtragen, Nahrung sammeln und Terrain bereinigen) markiert man Flächen die mit dem entsprechenden Befehl dann in Auftrag gehen. Der Befehlsmarker hat jedoch eine feste Größe, sodass nicht mehr nach belieben vereinzelte Ressourcen gesammelt werden. Sobald ein Auftrag erteilt ist, kümmert sich ein freier Aufseher darum – wie auch die Arbeiter die seiner Workcrew zugeteilt sind.

Jeder einzelne Kolonist hat eine kleine Geschichte, ein Wohlbefinden, Vorlieben und Abneigungen. Je nach dem, wie man sein Imperium führt, sind sie einem wohl gesonnen oder eben nicht. Zudem kann er durch jede Tätigkeit in den verschiedenen Bereichen leveln, wodurch er mit der Zeit effektiver und schneller arbeitet. Kolonisten arbeiten nicht durchgehend, denn sie wollen eben so Freizeit und Mittagspause haben. Es ist möglich den Workcrews Schichten zu zuweisen und so einen geregelten Ablauf zu organisieren. Ein Beispiel: Damit die Kolonie auch bei Nacht geschützt ist, kann man zwei Baracken bauen und zwei Workcrews als Militäreinheiten einstellen, dabei übernimmt die eine die Tagesschicht und die andere die Nachtschicht, während die Zivilisten schlafen.

Manche Gebäude benötigen zuerst einige Ressourcen, die man erst abbauen oder besitzen muss, um diese überhaupt freizuschalten. Für die Schmiede braucht es zum Beispiel Lehmziegel, die man in der Ziegelei erst noch herstellen muss. Beim Gebäudebau ist man frei in Grösse und Form, zudem kann man jedes Gebäude nach belieben einrichten und dekorieren. Jedem Arbeitsgebäude muss eine Workcrew zugewiesen werden. Für die Kolonisten stehen des weiteren Wohnhäuser zu Verfügung je nach Klasse. Zu Beginn begnügen sich die Bewohner noch mit dem kalten, harten Boden doch lässt man diesen Zustand zu lange so, werden sie wütend und mürrisch.

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Das Spiel bietet einen Unmenge an verschiedenen Rohstoffen, an die man teilweise erst im späterem Spielverlauf heran kommt. Zudem wird man schon alleine mit dem Erkunden der Karte ein Weilchen beschäftigt sein, denn einige benötigten Materialien befinden sich nur an bestimmten Orten. Für das Erkunden der Welt braucht man einen Explorer der auch ein entsprechendes Arbeitsgebäude braucht.

Durch das Erbauen von Wohnhäusern steigert das Kolonistenlimit und je schöner die Gebäude dekoriert sind, desto schneller wächst die Kolonie. Aber Vorsicht, nicht alle Kolonisten mögen einander, so kommt es auch zwischendurch mal vor, dass der eine dem anderen ins Gesicht schlägt und eine gesunkene Lebensanzeige über dem betroffenen aufploppt. Diese sieht man auch, wenn die Kolonisten von Gegnern angegriffen wurden und sich dabei Verletzungen zugezogen haben.

Besteht noch kein Militär, wehren sich die Kolonisten mit blossen Händen gegen Bandienangriffe, verletzen sie sich jedoch zu sehr laufen sie Panisch davon, deswegen sollte man relativ schnell eine Baracke bauen, mit der man dann einen Aufseher dem Militär zuweisst. Verstorbene Gefolgsleute müssen beerdigt werden sonst faulen sie, wodurch sie kleine Käfer hervorrufen, die ihre Überreste verlassen und Jagd auf DEIN Essen und DEINE Felder machen.

Während des Spiels kommen immer wieder Events bei denen du Entscheidungen treffen musst. Es wäre ein Trugbild zu glauben, das du gemütlich eine Siedlung erbauen kannst. Du tust das um Ruhm und Ehre für deine Queen zu erlangen und entscheidest du dich zu oft für etwas das sie missbilligt, wirst du von ihrer Arme überrannt. Dabei lässt diese nur sehr wenige Überlebende übrig – wenn man Glück hat! So sieht sie es zum Beispiel gar nicht gern wenn man mit Banditen unter einem Hut steckt und statt zu kämpfen sie mit Rohstoffen versorgt. Zudem gehören nach ihren Ansichten Fischmenschen definitiv nicht zu deinen Freunden!

Schlussendlich ist es aber deine Entscheidung wie das Spiel verlaufen soll, doch überall lauern Gefahren. Wenn dich gerade keine Banditen oder Fischmenschen überfallen, können auch wilde Tiere zum Todesritter deiner Kolonie werden oder sie verendet elendig am Hungertod, weil du nicht genug für Nahrung gesorgt hast. Ebenso muss darauf geachtet werden, das sich die Kolonisten nicht gegenseitig aufhetzten, denn manche glauben an Mysterien und andere wiederum an die strenge Religion. So kann es auch zu Konflikten in der eigenen Gemeinschaft kommen. Dagegen gibt es eine effektive Möglichkeit, man setzt den Ketzer auf die Abschussliste durch einen einfach Knopfdruck, worauf hin die ganze Kolonie Jagd auf den Betreffenden macht und ihn einfach erschlägt.

 


 

–  Die Besonderheiten –

Es gibt eine hohe Klasse die aus Aristokraten, Kapitalisten und Poeten bestehen. Der Poet durchwandern unerforschte Gebiete um Inspiration für ihre Werke zu finden. Der Kapitalist gehört zur Oberschicht, arbeitet aber wie alle anderen Klassen. Der Aristokrat beteiligt sich an keiner Arbeit außer der Bestattung, treten sie der Kolonie bei erhält diese einen Prestigepunkt. Sterben sie jedoch ist dieser Punkt verloren. Sie werden versuchen den unteren Klassen ebenso Befehle zu geben. Die mittlere Klasse sind die Aufseher, die den Arbeitsgebäude oder Feldern zugewiesen werden können. Sie führen ausnahmslos alle Berufe aus und beaufsichtigen die untere Schicht. Die untere Schicht, werden den Aufseher zugeteilt und üben die gleiche Tätigkeit aus wie ihre Aufseher.

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Bei den Fraktionen versucht man, wie schon erwähnt, im Sinne der Queen Ruhm und Ehre zu erlangen. Tut man das nicht, wird man zu ihrem Feind und muss mit Angriffen rechnen. Neben dieser Gefahr laufen Banditen umher und versuchen dich auszurauben oder dir Schaden zu zufügen. Durch Events, kann man ein Abkommen mit ihnen schließen, dabei dürfen sie sich nach belieben an deinem Lager bedienen und greifen dafür nicht an. Dann gibt es noch die Fischmenschen. Beim ersten Aufeinandertreffen, kann man sich entscheiden, wie man sich ihnen gegenüber verhalten will. Entweder bekämpft man sie oder man lebt friedlich an einander vorbei, wobei das die Queen nicht gern sieht, da Fischmenschen in ihren Augen unnatürlich und verabscheuungswürdig sind. Neben diesen Fraktionen gibt es auch immer wieder Monster und wilde Tiere auf die man in der Spielwelt trifft, manche sind friedlich und andere wiederum nicht.

 


 

– Endgültiges Fazit –

Clockwork Empires macht unglaublich viel Spaß, auch wenn man zwischendurch hart um das Überleben seiner Kolonie kämpfen muss und manchmal den Kampf verliert. Doch das sollte dem Ganzen keinen Abbruch verleihen, denn das Spiel läuft mit kleinen Ausnahmen reibungslos. Clockwork Empires berreichert das Aufbaustrategie Genre mit neuen Ansätzen und Ideen, dennoch happert es an der Umsetzung. Nach längerer Spielzeit kann es passieren, dass der Clockwork Empires Client abstürzt. Durch die regelmäßigen Autosaves, ist das aber kein allzu großes Übel.

So kann es immer wieder passieren, dass ein Kolonist in einem Gegenstand steht, da aber meistens wieder raus kommt. Schlussendlich gibt es immer wieder mal so Situationen, hervorgerufen durch solche Grafikglitches. Grundsätzlich ist das Spiel weiterhin zu empfehlen, jedoch darf man mit der Version 1.0 nicht erwarten, dass Clockwork Empires fehlerfrei spielbar ist. Darum geben ich zu bedenken, dass das Spiel sehr wohl Spass macht, dies aber keiner wirklichen Endversion würdig ist.

Wusstest du schon, dass du das Spiel ebenfalls bewerten kannst? Dazu einfach oben in das Review auf die Sterne unter „Eure Wertung„ klicken. Wahnsinn!

Nach über zwei Jahren in Early Access veröffentlichte Clockwork Empires am 26.10.2016 die Release Version. Wie schon im Beitrag zum Release ausführlich beschrieben wurde, ist die Veröfentlichung völlig überstürzt von Statten gegangen, obwohl die Community gegen einen verfrühten Release war und auch einiges an der Systemumstellung im Spiel bemängelt hatten, wollten die Entwickler Clockwork Empires unbedingt raushauen.

 


 

 


 

Anariel

Über Anariel

Im Grunde spiele ich so ziemlich alles was mir in die Hände fällt, ausgenommen von Horrorspielen. Aufgewachsen bin ich aber mit den legendären Schlachten in Age of Empires 2, den arbeitstüchtigen Orks aus Warcraft 3 „Work, work“, den geheimnisvollen Zerg aus Starcraft und vielen, vielen mehr. Auch heute sprechen mich Strategiespiele und Aufbausimulationen außerordentlich an. Trotzdem versuche ich mich immer wieder gern an Indietitel, bei denen ich keine Ahnung habe, was für ein Spielkonzept dahinter steckt.

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