ARK: Survival Evolved SCREENSHOTS
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ARK: Survival Evolved

Leben findet einen Weg

 

Für wen ist ARK: Survival Evolved eigentlich?

– Für Freunde von Open World, Sandbox und Survival Spielen, die schon immer mal gemeinsam mit Dinosauriern auf einer Insel leben wollten.

Für wen ist ARK: Survival Evolved eher nichts?

– Spieler die eine feste Story bevorzugen und generell keine Fans von Sandbox bzw. Open World Spielen sind.

Was möchte ARK: Survival Evolved  sein?

– Ein Open World, Sandbox und Survival Spiel mit Dinosauriern.

Was ist ARK: Survival Evolved  geworden? 

– Ein weiteres Survival Spiel mit einzigartigen Elementen.

 

Bevor wir uns Ark: Survival Evolved ( wird im weiteren Verlauf der Review mit ARK gekürzt ) nun genauer anschauen muss gesagt werden, dass ich als Dinosaurier Fan sofort von dem Spiel angetan war, aber auch meine Zweifel hatte. ARK überzeugt in vielen Punkten und ist der Beweis, dass Early Access funktioniert bzw. funktionieren kann. Warum es aber auch hier einige Baustellen gibt und ob das Spiel meiner Meinung nach den Hype verdient, das erfahrt ihr jetzt.

 

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– Die Präsentation –

Optisch kann sich ARK durchaus sehen lassen, denn unsere Spielwelt ist voller Leben und ansehnlicher Effekte. Hier fallen besonders Wettereffekte wie Regen und plötzlich auftretender Nebel auf. Gut gelungen sind ebenfalls die Tag und Nacht Übergänge, sie lassen uns für einen kurzen Augenblick vergessen, dass wir uns auf einer Insel voller Gefahren befinden. Nahezu an jeder Ecke gibt es etwas zu sehen. Grafisch gelungen ist aber nicht nur die Spielwelt, auch die Dinosaurier wurden mit viel Liebe zum Detail erschaffen.

Für Freunde von guter Musik hat Ark ebenfalls eine Menge zu bieten. Das Spiel kommt mit einem imposanten Soundtrack ( lasst diesen doch einfach laufen, während ihr diese Review lest ) um die Ecke und auch im Spiel selbst ist die Klangkulisse erste Sahne. Besonders die Dinosaurier hören sich, soweit man dies nach Realismus beurteilen kann, verdammt echt an. So kam ich Anfangs leicht ins Staunen, als sich vor mir ein T-Rex aufbaute und dieser erst einmal ausgiebig brüllte. Ich bin kein Experte, wusste aber schnell, dass wir keine Freunde werden.

ARK 10

Technisch hat ARK, wie viele Early Access Titel hier wohl die größte Baustelle, wenn wir das denn so nennen wollen. Das Spiel nutzt die Unreal Engine 4 von  Epic Games (bekannt durch die Unreal Reihe). Zum Release des Spiels und zum Teil auch heute noch klagten bzw. klagen viele über starke Performance Probleme, obwohl die ausgestellten min.

Anforderungen vom Großteil der Nutzer mehr als nur erfüllt werden. Um diesen Problemen entgegen zu wirken, hat ARK eine große Auswahl an Grafikeinstellungen. Wer keinen High End Computer hat und bereit ist Kompromisse bei der Grafik einzugehen, der kann auch mit einem älteren Rechner viel Freude an dem Spiel haben.

 

– Das Gameplay –

Wie viele Spiele in dem Genre startet auch dieses mit der Charaktererstellung. Hier wird schnell klar, dass man sich nicht an die normalen Proportionen eines Menschen halten muss und uns bei der Kreation eine viel Freiheit gelassen wird. So hat mein erster Charakter enorm große Füße, sehr lange Arme, ein breites Kreuz und ist insgesamt nicht größer als 1.20m. Ebenfalls kann man bei Bedarf von der typischen Hautfarbe abweichen und seinem Schützling einen grünen Teint spendieren. Noch schnell einen Namen eingegeben, die Spawn Location ausgewählt ( hier könnt ihr zwischen diversen Einstiegspunkten auf der Karte wählen ) und los geht das Abenteuer.

Wir spawnen und merken, dass unser Charakter ( ich nenne ihn Earl ) und auch wir leicht desorientiert sind, denn ein wirkliches Intro oder zusätzliche Hinweise gibt es nicht. So kratzt sich Earl erst einmal am Unterarm und stellt fest, dass dort ein seltsamer Gegenstand in Rautenform in seinen Arm steckt.

Öffnen wir das Inventar wird klar, dass dieses Ding wohl dafür verantwortlich ist, dass wir jetzt sehen was wir sehen. Es scheint eine Art „Minicomputer“ zu sein, der uns hilft auf der Insel zu überleben. Ich laufe mit Earl am Wasser entlang und merke schnell, dass wir ohne Essen, Werkzeuge und Waffen nicht lange überleben können. Am Anfang stehen uns bereits einige Tools zur Verfügung, um diese allerdings bauen zu können, benötigen wir Rohstoffe.

ARK 4

Ich lasse Earl also mit seinen bloßen Händen auf einen Baum einschlagen und sehe, dass neben einer menge Blut aus seinen Händen Holz in mein Inventar wandert. Noch schnell ein paar Steine und Gräser gesammelt, da ist sie. Die erste Axt! Earl, seine Hände und ich sind sichtlich erfreut, jetzt können wir Bäume fast schon im großen Stil abholzen. Während wir vor uns hin arbeiten, fällt mein Blick auf die Lebensanzeige.

Diese ist dank unseres Kampfes mit dem Baum ordentlich gesunken. Außerdem scheint Earl durch das ganze Holzhacken ein wenig warm geworden zu sein und man sehnt sich nach einer Abkühlung. Ich genehmige ihm also eine Pause und überlege wo ich nun etwas zu trinken und ein wenig Nahrung für meinen Freund finden kann.

Mein erster Blick fällt aufs Meer, dort ist zwar Wasser, meistens allerdings ganz schön salzig. Ich merke, dass mir Earl keine große Wahl lässt und gehe mit ihm eine Runde schwimmen. Während wir ein wenig vor uns hin blubbern fällt mir auf, dass sich die Wasseranzeige füllt. Es handelt sich hierbei offensichtlich um Süßwasser oder Earl ist in der Lage eine menge Salz ohne Gesundheitliche Folgen aufzunehmen. Damit hätten wir das Durst Problem geklärt, hoffe ich.

Bleibt noch das Problem mit den niedrigen Lebenspunkten und dem Hunger ( wir können uns mit diversen Beeren von Büschen auf den Beinen halten ). Durch das ganze Holz gekloppe haben wir zwischenzeitlich unser Level erhöht und es stehen uns nun Fertigkeitspunkte zur Verfügung, welche wir in neue Spielzeuge investieren können. Ich entscheide mich für den Speer und Earl macht sich gleich an die Arbeit diesen zu erstellen.

Mit dem Speer in der Hand trauen wir uns nun auch etwas weiter auf die Insel und da ist er. Keine drei Meter von uns entfernt, in all seiner Pracht. Ein Dodo! Zwar ist dieser einige Level höher als wir, da es sich hier aber um einen gewöhnlichen Dodo handelt, gehen wir das Risiko ein. Earl setzt zum Stich an und binnen weniger Sekunden ist auch schon wieder alles vorbei. Der Dodo liegt tot im Gras und wir fühlen uns einfach großartig.

ARK 5

Während Earl mit seinen Werkzeugen das Fleisch aus dem Doto schlägt ( dies sieht mit unter wirklich verdammt brutal aus ) bin ich schon ein wenig weiter. Rohes Fleisch kommt bei den meisten Menschen nicht gut an, zwar bin ich noch etwas verunsichert wegen dem Salz bzw. Süßwasser und Earl seiner eventuellen Toleranz gegenüber großen Mengen an Salz, entschließe mich aber nach einem Weg zu suchen, das gute Fleisch zu garen.

Da quasi alles was wir machen mit Erfahrungspunkten belohnt wird, können wir nach kurzer Zeit die Herstellung des nächsten nützlichen Gegenstand in unserem Skillmenü auswählen. Ich entscheide mich für das Lagerfeuer, schnell noch die dafür benötigten Steine gesammelt ( Holz haben wir ja noch ) und das war es auch schon. Wie in jedem Survival Spiel stellt das Feuer für mich immer eine Art Meilenstein dar. Es bietet neben der Möglichkeit Fleisch zu garen außerdem Wärme und Sicherheit.

Während das Fleisch im Feuer brutzelt höre ich ein befremdliches aber doch sehr vertrautes Geräusch. Ich bewege Earl ein wenig vom Feuer weg und sehe dort, direkt vor dem Feuer einen recht großen Haufen Kot. Alles klar, Earl hat sich vor dem Feuer erleichtert. Da ich ein reinlicher Mensch bin, hebe ich den Kot auf und behalte ihn fürs Erste im Inventar ( wird benötigt um Dünger herzustellen ). Der Hunger ist gestillt und unser Leben hat sich regeneriert, es kann weiter gehen. Wir sammeln hier noch ein paar Steine, da noch ein wenig Holz und erlernen die Herstellung weiterer Gegenstände, die uns das Leben auf der Insel erleichtern.

 


 

– Die Besonderheiten –

Zähmen: Earl ist mittlerweile recht stattlich anzusehen. Wir haben bereits eine Hose, diverse Werkzeuge und die Tasche voll mit Beeren und Fleisch. In der Nähe wurde ein kleiner Dilophosaur ausfindig gemacht und wir haben uns dazu entschlossen, diesen kleinen Racker in unser Team aufzunehmen. Da wir den Dinosaurier zähmen und nicht töten wollen, steckt Earl den Speer weg und wechselt zum guten alten Faustkampf. Wir nähern uns und werden auch sofort angegriffen. Earl hat eine starke Rechte und einen verdammt starken Willen.

So geht der Dilo nach wenigen Runden K.O und Earl wird mit einem Level Up belohnt. Schnell öffnen wir das Inventar des schlafenden Dilos und packen ordentlich rohes Fleisch hinein. Wir sehen außerdem 2 Balken, einer zeigt die Dauer der Bewusstlosigkeit an, der andere den Fortschritt der Zähmung. Um den Saurier möglichst Lange im Schlummerland zu behalten, haben wir die Möglichkeit so genannte Necroberrys zu benutzen. Diese lassen sich an allen Büschen sammeln.

Es besteht ebenfalls die Möglichkeit den Dino wieder oder tiefer in den Schlaf zu prügeln, bedenkt aber, dass er dadurch Leben und einen gewissen Zähmfortschritt verliert. Die nächsten 10 Minuten ( Zähmdauer variiert ) kümmern wir uns Liebevoll um unseren hoffentlich bald neuen Freund. Wir schieben immer mal wieder etwas Fleisch nach und da ist er auch schon, willkommen im Team. Während Earl sich sichtlich freut, mache ich mir Gedanken über die Versorgung. Wir kommen so gerade um die Runden und nun müssen wir ein zusätzliches Maul stopfen. Aber das ganze hat auch seine Vorteile, unser neuer Freund verteidigt uns, zur Not auch mit seinem Leben und wir können ihn als Tragfläche benutzen ( viele Saurier sind sogar reitbar, wenn ein gewisses Level und Sattel vorhanden ist ).

Das Spiel beinhaltet jetzt schon eine menge Kreaturen und Dinosaurier. Vom Brontosaurus, Carnotaurus und Tyrannosaurus bis hin zum kleinen Dodo. Eine komplette Auflistung der Kreaturen die es bereits in Spiel geschafft haben, findet ihr hier: Offizielles ARK Wiki

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Tribes: Earl, unser neuer Dilo Freund und ich sind mittlerweile ein gutes Team geworden. Die ein oder andere kalte Nacht haben wir überstanden und nun sind wir auf der Suche nach einem festen Platz bzw. einer guten Location für unser erstes Haus. Wir wollen nicht mehr Tag für Tag umherziehen, es ist Zeit sesshaft zu werden. Während ich in Gedanken den Entwurf des Eigenheims plane, steht plötzlich ein anderer Spieler vor mir, wie aus dem Nichts. Wir sind irritiert und greifen zur Sicherheit zu unserem Speer. Mein Gegenüber scheint davon allerdings nicht sonderlich beeindruckt, so trägt er schon eine schicke Lederrüstung und besitzt sogar eine Schusswaffe.

Der Spieler, sein Charakter heißt AlphaKevin, scheint aber auch gar nicht auf Krawall aus zu sein, im Gegenteil. Er heißt mich herzlich Willkommen auf der Insel und bietet mir sogar Hilfe und Zuflucht an. Er erzählt mir von einem großen Lager ganz in der Nähe, wo neue Spieler herzlich aufgenommen werden. Immer noch etwas verunsichert entschließen wir uns, Kevin zu folgen. Im Lager angekommen wird schnell klar, dass es sich hierbei um eine kleine Gruppe von Spielern handelt die gemeinsam in einem Tribe bzw. Stamm überleben. Nach einem Ausführlichen Rundgang von Fräulein Sonja, bekomme ich das Angebot, mich nach dem bestehen einer Prüfung, dem Stamm anzuschließen. Neugierig wie wir sind, stimmen wir zu.

Wir sollen mit bloßen Händen einen Dinosaurier töten und zwar einen Dilo. Das ganze stellt keine wirkliche Herausforderung da und so sind wir schnell ein Vollwertiges Mitglied der „Apocalyptic Warriors“. Kevin platzt fast vor Stolz als er den anderen von meinen Heldentaten erzählt. Sonja scheint da etwas bodenständiger zu sein und möchte mich sofort mit meiner neuen Rolle im Stamm bekannt machen. Da Earl leider nicht gerade eine genetische Goldmine ist, bekommen wir den Auftrag für den Nachschub von Steinen und Holz zu sorgen. Wir fügen uns unserem Schicksal und gehen an die Arbeit. Der Stamm verfügt bereits über viele gezähmte Saurier, die ich als Mitglied des Stammes ebenfalls benutzen kann. So wird von nun an zur Arbeit geritten.

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Dungeons: Das Spiel verfügt über jede Menge Höhlen die entdeckt werden wollen. Diese sind sowohl über als auch unter Wasser zu finden. Sie sind für fortgeschrittene Spieler bzw. Spieler mit höherem Level und Ausrüstung bestimmt. Eine ausgiebige Planung und ausreichend Proviant sind daher essentiell. In manchen Dungeons herrschen sehr hohe Temperaturen, in anderen extrem niedrige. Ohne die entsprechende Ausrüstung werdet ihr dort nicht lange überleben.

Aber auch eure Sprungkünste können auf die Probe gestellt werden. Stürzt ihr ab, sind Knochenbrüche und/oder Tode vorprogrammiert. Ich empfehle eine kleine Gruppe von eingespielten Spielern. In den Dungeons selbst habt ihr die Möglichkeit Artefakte zu finden, welche für die Beschwörung der Brutmutter Lysrix benötigt werden ( Dazu braucht ihr insgesamt 6 Artefakte: Clever, Pack, Devourer, Skylord, Hunter und Massive ).

 


 

– Der Support –

Meiner Meinung nach ein Paradebeispiel wie der Support bei einem Early Access Titel funktionieren kann und muss. Die Entwickler bringen regelmäßig Updates raus, stehen mir der Community in Kontakt und man hat einfach das Gefühl, dass hier jeder weiß was getan werden muss, damit das Spiel noch besser wird ( Schließlich ist auch eine Konsolen Version geplant). Alles in allem machen die Jungs von Studio Wildcard einen verdammt guten Job.

 

– Bisheriges Fazit –

ARK macht einfach vieles richtig. Man merkt sofort, dass der Kern des Spiels funktioniert. Von der gelungenen Umsetzung der Spielwelt, bis hin zum Sound und dem Gameplay. Das Entwicklerteam ist bemüht Fehler zu beheben, hält die Community auf dem Laufenden und bezieht diese mit ein. Das Spiel bekommt von mir allerdings nicht die 5 Sterne weil es gut aussieht. Das Gesamtpaket ist stimmig und hat mich überzeugt. Technisch läuft das Spiel einwandfrei, ich hatte bis auf wenige Ausnahmen nicht das Gefühl, dass es sich hierbei um einen Early Access Titel handelt. Regelmäßige Updates und ein enger Kontakt mit der Community erledigen den Rest.

Wusstest du schon, dass du das Spiel ebenfalls bewerten kannst? Dazu einfach oben in der Review auf die Sterne unter „Eure Wertung„ klicken. Wahnsinn!

Studio Wildcard hat mit ARK etwas einzigartiges geschaffen und behandelt es, wie es ein Spiel von solchem Format verdient, sehr bedacht und äußerst professionell. Darüber hinaus hat das Spiel einfach unfassbar viel Potenzial und einen großen Teil davon bereits voll ausgenutzt. Wie es weiter geht, liegt in den Händen der Entwickler.

 


 

 


 

Larrix

Über Larrix

Baujahr 1988, Mario mein bester Freund und Link mein größter Held. Mit den Jahren entwickelte ich dann doch ein ordentliches Interesse an Strategie Spielen. Wenn ich aber die ganzen Jahre einmal Revue passieren lasse, so war ich doch eigentlich in fast jedem Genre zu Hause, mal länger und mal hab ich nur kurz vorbei geschaut. Das ist im Grunde auch heute noch so, allerdings wähle ich die Spiele mittlerweile etwas bewusster aus und verfalle nicht mehr jedem Hype.

ARK Survival Evolved: Die Reise

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