Rust: Der ewige Kampf

rust-logoViel zu lange ist es her, dass wir Rust einen Besuch abgestattet haben, denn in den letzten Monaten hat sich einiges getan. Neben den wöchentlichen Updates des Entwicklers Facepunch Studios, welche hauptsächlich die Performance verbessern und sich um Bug-Fixes kümmern, möchte ich die größten Veränderungen der letzten Monate hier zusammenfassen. Als erstes und wichtigstes sehe ich die Abschaffung das Blueprint-System an, definitiv der richtige Schritt.

Zwischenzeitlich kam auch noch das XP-System zum Einsatz, bei welchem wir Objekte durch Erfahrungspunkte freigeschaltet haben. Erfahrung haben wir durch den Abbau von Ressourcen und das Töten von Gegnern erhalten, doch hierauf möchte ich gar nicht ausführlich eingehen, da dieses System ebenfalls inzwischen abgelöst wurde. Zum jetzigen Stand des Spiels ist es so, dass von Beginn an automatisch alle Objekte freigeschaltet und im Crafting-Menü verfügbar sind. Somit müssen wir nur ausreichend Ressourcen sammeln, um diese zu bauen.

Die zweite große Neuerung betrifft den Bauschrank. Früher wurde dieser in der Basis platziert, um feindliche Spieler davon abzuhalten, Veränderungen am eigenen Haus vorzunehmen oder sich in diese hineinzubauen, um an unser Loot zu kommen. Nur wer autorisiert war, durfte auch bauen. Die wesentliche Änderung hier ist, dass es nun möglich ist, Fundamente, Treppen und Wände an der Basis zu bauen, ohne am Bauschrank autorisiert zu sein. Jedoch können die gebauten Strukturen nur aus einfachem Holz gebaut werden, ein Upgrade auf beispielsweise Stein ist nicht möglich, um sogenanntes „griefing“, das blockieren der Eingänge einer feindlichen Basis, zu vermeiden.

Viele Spieler haben heftig gegen diese Änderung protestiert, da es nun viel einfacher ist, feindliche Basen einzunehmen. Und noch immer ist die Community gespaltener Meinung, einerseits kann man mit intelligentem Base-Design dem entgegenwirken, andererseits erleichtert es trotzdem feindlichen Spielern den Zutritt zur eigenen Basis. Abhilfe haben gemoddete Server geschaffen, auf denen der Bauschrank noch genauso wie vor dem Update funktioniert.

Beim Abbauen von Steinen wurde erst kürzlich eine Art Minigame eingeführt, bei dem der Spieler mit dem Werkzeug einen bestimmten, leuchtenden Bereich des Steins treffen muss. Das führt dazu, dass die Abbaurate gegenüber dem normalen Abbau zwar gesteigert ist, mehr Ressourcen bringt es aber nicht.

Als letzte große Veränderung wurde ein neues Gebiet eingeführt – ein Raketenstartgelände. Dort findet sich neben einigem Loot auch ein neuer NPC, genannt Bradley. Dabei handelt es sich um einen Panzer, der nur auf diesem Gelände zu finden ist und Spieler attackiert. Um ihn zu zerstören braucht es einiges an C4 oder Raketen, doch dafür können sich Spieler über das Loot, das dieser fallen lässt, freuen.

Wie geht es nun mit Rust weiter? Dazu hat der Entwickler vor kurzem eine Roadmap veröffentlicht. In Zukunft sollen Dinge wie Elektrizität oder Fahrzeuge eingeführt werden, wann es genau so weit sein soll, wird aber nicht klar gesagt. Außerdem scheint Rust noch dieses Jahr den Early-Access Status verlassen zu wollen, doch genaueres ist dazu leider auch nicht bekannt. Wer sich selbst einen Überblick verschaffen will, was in naher und ferner Zukunft in dem Spiel passieren soll, kann dies hier nachschauen. Also dürfen wir gespannt sein, welchen Weg Rust zukünftig einschlagen wird, mal wieder.

Das war ein Quickie zu unserem Review Rust, die schnelle Nummer mal anders!